TEST: Denon DBP-4010UD - Universalplayer und Blu-ray Bolide für Cineasten
Test: Lars Mette, Philipp Kind, beide AREADVD
- update: 03. März 2010

Es gibt nicht wenige Heimkino Anwender, die den Denon DVD-3930 als einen
der besten DVD-Player aller Zeiten ansehen.
Für einen Neupreis von ca. 1.500,00 Euro brachte der japanische HiFi-Spezialist High-End
Technik in bürgerlichere Preisregionen in Kombination mit einer Komplettausstattung
inkl. Abspielmöglichkeit für die Formate DVD-Audio sowie SACD. Nun, rund
2 Jahre nach Beginn des Blu-Ray Zeitalters könnte sich diese Geschichte
mit dem Denon DBP4010 UD in ähnlicher Form wiederholen. Als designierter
"Miniatur-Blu-Ray-Bolide" orientiert sich der Polycarbonatdreher am technischen
Aufbau des Referenzplayers DVD-A1UD. Die Ähnlichkeiten zum Geschwister-BD-Player,
der ca. 5.000,00 Euro kostet, beginnen bei einer aufwändigen Gehäusekonstruktion,
setzen sich beim Platinenlayout fort und gipfeln in der jitter-optimierten
Digitalwiedergabe über die DenonLink 4th Schnittstelle. Auch die Auslegung
als Universalplayer hat der DBP-4010U von seinem Genspender geerbt, so
dass er neben Blu-Rays, DVDs und CDs auch die Formate DVD-Audio und SACD
beherrscht. Eine komplett bestückte 7.1 Dekodersektion inklusive hochwertigen
24-Bit/192 kHz D/A-Wandlern soll auch dann für guten Klang sorgen, wenn
kein HDMI1.3-bestückter Receiver zur Verfügung steht. Trotz allen technischen
Leckereien, distanziert sich der Denon DPB4010UD in preislicher Hinsicher
verhältnismäßig deutlich vom DVD-A1UD und könnte sich mit seiner
Preis von ca. 2.000,00 Euro als neuer Liebling für anspruchsvolle Home-Cineasten
entpuppen, die nach exzellenten Leistungen ohne überproportionalen
High-End Zuschlag streben. Unsere Praxiseindrücke des kleinen Bruders
lesen Sie hier im Test.
Die wichtigsten Features des Denon DPB-4010 UD in der Übersicht:
- Universalplayer für Blu-Ray, DVD, CD, DVD-Audio und SACD
- aufwändige Chassis- und Laufwerkskonstruktion
- High Bit HD Video Processing auf Basis des ABT2010 Chips
- 12-bit/297 MhZ Video D/A Wandler
- 24-bit/192 kHz Audio D/A Wandler für alle 7.1 Kanäle
- inklusive Decoder für Dolby TrueHD und DTS-HD Master Audio
- Denon Link 4th Schnittstelle für jitterfreie Tonübertragung
- SD-Kartenslot für Zusatzmaterial (Bonusview, BD-Live, jpg, MP3 etc.)
Verarbeitung/Design:

Optisch orientiert sich der Denon DBP-4010UD
an der aktuellen Denon Designsprache, wo eine leicht gewölbte Frontplatte
in Kombination mit klar strukturierten Bedienelementen für ein gediegen-elegantes
Erscheinungsbild sorgt. Ein unterstützender Faktor stellt dabei natürlich
auch die imposante Größe bei, denn mit einer Höhe von knapp 14 Zentimetern
und der fast 39 Zentimeter messenden Tiefe, gehört dieser Polycarbonatleser
definitiv zu den größten Exemplaren seiner Spezies. Im Lieferumfang befindet
sich als Zubehör nicht nur Fernbedienung, Netzkabel und Handbuch,
sondern auch ein Denon-Link Kabel sowie einem Satz solider Cinch Strippen.
Der Steckplätz für die SD-Card
wurde dezent integriert und ist mit bloßem Auge kaum zu erkennen.
Wer eine Speicherkarte zum Betrachten von Bildern oder für BD-Live
Anwendungen benutzen möchte, findet rechts unter dem
Gerätedisplay das hierfür zuständige Interface.
Auch im Detail findet der Kenner die Denon-typischen
Designmerkmale, wie der umleuchtete Standby-Button. Auf einen zusätzlichen
Schalter zur vollständigen Trennung vom Netz muss der Denon DBP-4010
UD im Gegensatz zum DVD-3800BD verzichten. Die drei LEDs im oberen Bereich
kennen wir schon vom DVD-A1UD. Hiermit signalisiert der Player die Betriebszustände
der Advanced AL24 Schaltung, sowie dem Denon-Link Status.
Die Mediensteuerung erfolgt mit hochwertigen
Metallknöpfen, welche die rechte Seite der Frontplatte schmücken. Wo
das Vorgängermodell noch über zwei Knöpfe zur Selektion der HDMI-Auflösung
und Rauschfilterung verfügte, implantierte Denon beim DBP-4010UD stattdessen
einen Button zur Quellenwahl zwischen Disc- und SD-Card.
Beim Gerätedisplay erwartet den
Anwender das gewohnte Bild: ein einzeiliges Dot-Matrix Panel versorgt
den Anwender mit allen essentiellen Informationen zum Betriebsstatus.
Die Schrift ist klar gezeichnet, wird recht groß dargestell und
lässt sich deswegen auch mit einigem Abstand noch lesen. Über
die Fernbedienung steht eine dreustufige Dimmung inklusive
Kompettabschaltunt zur Verfügung.
Die protein-beschichtete Laufwerkslade
stellt beim Herausfahren zwar keinen Geschwindigkeitsrekord auf,
punktet aber durch eine geräuscharme Funktionsweise sowie eine
stabilen und präzisen Mechanik. Durch eine vergleichsweise tiefe
Einbuchtung des CD-Tellers muss der Medienbestückung keine derart
große Genauigkeit geschenkt werden, wie z.B. beim DVD-A1UD.
Im eingefahrenen Zustand zeugen die
exakt verlaufenden (und recht kleinen) Spaltmaße von der
hochwertigen Verarbeitungsqualität im Hause Denon. Einen kleinen
Punktabzug müssen wir hingegen für die Laufwerksabdeckung
erteilen, die leider nicht aus demselben poliertem Aluminium wie die
Frontplatte besteht, sondern auf ein lackiertes Kunststoffelement
zurückgreift.
Vergoldete Anschlussterminals sitzen fest verschraubt auf einer massiv
ausgeführten Rückwand und bieten eine exzellente
Kontaktaufnahme für sämtliche Kabel.
Die Fernbedienung entspricht weitesgehend
dem Controller vom DVD-A1UD, wobei auf die Aluminiumoberfläche genauso
verzichtet wird, wie auf die Beleuchtungsfunktion. An der grundsätzlich
stilsicheren und praktischen Tastenbelegung ändert dies jedoch nichts,
so dass man hier einen soliden Befehlsgeber erhält. Trotzdem muss
man angesichts der Preisklasse von ca. 2.000,00 Euro hinterfragen,
warum man hier überhaupt Einsparungen über sich ergehen lassen muss.

Der Blick auf die Gerätestandfüsse, Frontplattenintegration
und Kantenverarbeitung unterstreicht nochmals das hohe Niveau und differenziert
den Denon-Player deutlich von seinen günstigeren Artgenossen. Der japanische
Anbieter setzt mit dem DBP-4010UD ein imposantes Statement gegen Slimline
Geräte mit modischen (kratzempfindlicher) Hochglanzfronten und verkörpert
stattdessen langlebige, unerschütterliche Solidität. Alternativ zu der
oben abgebildeten Ausführung in premium-silber (mit leichtem Goldeffekt)
liefert Denon diesen Player auch im klassisch schwarzem Gewand. Gesamtnote
Verarbeitung in Relation zur Preisklasse: Hervorragend - Perfekt.
Technischer Aufbau:

Grundaufbau

zweistöckiges Layout der Digitalverarbeitung

Kurze Kabelstrecken, die mit Flachbandkabeln realisiert werden

Wandlerboard für die analoge Audioausgabe

Netzteil mit Gehäuselüfter

Videoboard inklusive 12-Bit/297Mhz D/A Wandler und ABT2010 High-Bit HD Prozessor

zusätzlich versteifter Gehäusedeckel mit partitieller Dämmung
Die Baugruppenanordnung im Denon DBP-4010 UD kennen wir in ähnlicher
Form bereits vom indirekten Vorgänger, dem DVD-3800BD: im Wesentlichen
besteht die Platinenlandschaft aus dem Netzteil im linken Gehäusebereich,
dem Digital-/Videoboard über der Laufwerkskammer) und dem zweistöckigem
analogen Audiobereich in der rechten Seite des Players. Durch die zentrale
Lage der Digitalverarbeitung ergeben sich kurze Signalwege zwischen den
Baugruppen, was sich auch optisch widerspiegelt. Abgesehen von den sauber
verlegten Stromzuführungen (schwarzweiße Kabel) greift Denon beim DBP-4010UD
fast überall auf maßangefertige Flachbandkabel zurück. Für das Video Processing
ist der ABT2010 verantwortlich. Dieser Halbleiter entstammt bereits aus
der zweiten Chipgeneration der Videospezialisten von Anchor Bay, welche
für Blu-Ray Anwendungen perfektioniert sind. Er verfügt über sämtliche
Algorythmen der professionellen Video Reference Series (VRST) inklusive
Anchor Bay's proprietärem "Precision Deinterlacing" mit 5-Feld bewegungs-
und konturenadaptivem Processing zum Zweck einer artefaktfreien, hochdetaillierten
Wiedergabe. Die 10-Bit "Precision Video Scaling II" Engine kann horizontale
und vertikale Berechnungen unabhängig voneinander vornehmen, bietet eine
fortgeschrittene MPEG Rauschreduktion und die Funktionen "Picture Enhancement"
sowie "Progressive Re-Processing" (PReP).
Anschlüsse
- HDMI
- Component Video
- S-Video
- FBAS
- Audio Digital Coaxial
- Audio Digital Optical
- Stereo Cinch Out
- 7.1 Analog MCH Out
- Ethernet-Port
- DENON Link 4th
- RS232
Bei der analogen Audioverarbeitung setzt Denon auf die hauseigene
D.D.S.C HD Digital Schaltung, bei der eine spezielle Anordnung von Konvertern
und mehreren Signalprozessoren innerhalb eines 6-Layer-Boards für extrem
kurze Signalwege sorgt, um das Decoding und Post-Processing mit maximaler
Qualität durchführen zu können. Dabei kommt "Advanced AL24 Processing"
für alle Kanäle zum Einsatz, bei dem Digitalsignale auf bis zu 24bit/192kHz
erweitert werden. Ein Alpha-Prozessor unterdrückt Quantisierungsverzerrungen
und soll dabei helfen, auch kleinste akustische Feinheiten auszuleuchten.
Über den analogen 7.1 Ausgang gibt der Player nicht nur die konventionellen
Dolby und DTS Streams aus, sondern ist auch in der Lage, deren hochauflösende
Pendants in analoger Form zur Verfügung zu stellen. In Kombination mit
dem ausgefeiltem Bass-Management + Lautsprechersetup und der SACD und
DVD-Audio Kompatibilität, erweist sich der Denon DBP-4010UD damit als
absolut vollwertiger Dekoder für sämtliche aktuellen Tonformate.
Die Rückseite offertiert neben dem gewohnten
Schnittstellenarsenal noch einen Denon Link Anschluss der vierten
Generation, um durch Clock-Syncronisation eine jitterfreie (zeitrichtige)
Digitalausgabe zu realisieren. Hierfür benötigt man jedoch zwingend
einen Denon Receiver, der ebenfalls mit einer Denon Link 4th
Schnittstelle ausgerüstet ist. Zum aktuellen Zeitpunkt betrifft dies
die Modelle Denon AVR-4310 / Denon AVR4810 und die A1 Geräte AVC-A1HDA
sowie AVP-A1HDA. In einer von jenen Konstellationen kann dann über
Denon Link sämtliche Tonformate inkl. SACD, DVD-Audio, Dolby + DTS
HD per Bitstream übertragen werden. Dank Anwärtskompatibiliät kann
der Denon DBP-4010 UD aber auch mit alten Receivern Kontakt aufnehmen
und z.B. mit dem Denon-Link 3rd Standard bei einem Denon AVC-A11XV
für eine jitterfreie Übertragung der damals aktuellen Tonformate sorgen.
Die analogen Anschlussbuchsen stehen jeweils einmal als Stereo-Cinch
Buchse und 7.1 Mehrkanalausgang zur Verfügung. Desweiteren verfügt
das Gerät noch über einen optischen und coaxialen Digitalanschluss
und an den Component, FBAS sowie S-Video Buchsen finden auch
analoge Bildwiedergabegeräte Anschluss. Ein Ethernetport ebnet
den Weg in World Wide Net, worüber der Player sowohl Firmwareupdates
als auch BD-Live Inhalte lädt. Auf eine Doppel HDMI Bestückung (wie
beim höherpositionierten DVD-A1UD) muss man jedoch verzichten, so
dass keine getrennte HDMI-Ausgabe von Bild und Ton möglich ist. Gesamtnote
Anschlussbestückung in Relation zur Preisklasse: Hervorragend.
Einlesezeiten und Betriebsgeräusch

Neben der Kaltgerätebuchse rotiert ein 60mm
Lüfter und verhindert einen Hitzekollaps im dahinterliegenden Netzteil.
Leider gehört jenes Kühlelement nicht zu den leisesten seiner Art und
erinnert durch ein recht hochfrequenten Säuseln permanent an seine Existenz.
Zwar erreicht der Denon DBP-4010 UD bei Weitem kein richtig störendes
Geräuschemissionsniveau und arbeitet leiser als die meisten seiner günstigeren
Artgenossen, doch im Vergleich zum kaum hörbaren Pioneer BDP-LX91 wird
deutlich, dass es eben in der vorliegenden Preisklasse noch ein gutes
Stück besser geht. Immerhin: der Lüfter läuft konstant und nervt nicht
durch einen plötzlich aufheulenden Ventilator.
Das Laufwerk weist Licht- und
Schattenseiten auf: zunächst einmal muss lobend erwähnt
werden, dass sich die Betriebsgeräusche in sehr engen Grenzen
halten. Lediglich beim Einlesevorgang kann man Servomotor bei der
Arbeit zuhören, ansonsten verhält sich der Player erfreulich
dezent. Die Menünavigation erfolgt deutlich flotter und ohne
größere Verzögerungen, was gegenüber den
bisherigen Denon-Playern ein großer Fortschritt darstellt.
Für die Fehlerkorrektur können wir hingegen keine Bestnoten
vergeben. Speziell bei Blu-Ray Medien mussten wir mit vereinzelten
Abspielproblemen (Aussetzer mitten im Film) kämpfen, während
die gleichen Scheiben in fast allen anderen Playern anstandslos
abgespielt werden. Es bleibt zu hoffen, dass Denon diesbezüglich
mit einem Firmwareupdate nachbessern kann. Bei DVDs und CDs verhielt
sich das Gerät hingegen unkritisch und nahm klaglos alle Medien
entgegen, selbst wenn diese mit mittelstarken Kratzern versehen
waren.
Die Einlesezeiten fallen wie folgt aus:
- Starten aus Standby-Modus (bis Öffnungsvorgang der Lade): 6 Sekunden
- Starten aus Normal-Modus (bis Öffnungsvorgang der Lade): 42 Sekunden
- Fluch der Karibik 1 (Blu-Ray) Schließen des Laufwerks bis Sprachwahl: 54 Sekunden
- Star Wars Episode III (DVD) Schließen des Laufwerks bis Warning-Anzeige: 35 Sekunden
- Umschalten zwischen SD-Card und Disc Modus dauert recht lange DVD Layerwechsel, Top Gun Kapitel 18 auf Kapitel 19
Ähnlich dem DVDA1UD nicht erwartungsgemäß gut einzuordnen. Das Bild
bleibt etwa eine Sekunde stehen und lässt eindeutig Verbesserungspotential
zu.
Fazit
Als Geschwindigkeitsweltmeister geht der Denon DBP-4010UD
damit nicht in die Historie ein, wobei man festhalten muss,
dass es auch noch langsamere Player gibt. Abgesehen vom Einlesevorgang
haben wir auch beim Betriebsgeräusch nicht zuviel zu bemängeln.
Absolut flüsterleise ist der Denon DBP-4010 UD zwar nicht, das Lüftergeräusch
hält sich aber in Maßen und stört nur bei extremer Nähe zum Sitzplatz.
Die Menünavigation ist ein Fortrschritt gegenüber früheren Modellen
und geht etwas geschmeidiger von der Hand, leider scheint im Gegensatz
dazu die Fehlerkorrektur des Laufwerks nicht mehr so tadellos zu
funktionieren. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet.
Bedienung und Einstellungsoptionen:
Kenner merken es sofort: der DBP-4010UD
zeigt hinsichtlich des On Screen Menüs eindeutig die Handschrift des großen
Bruders. Sämtliche Einstellungen werden über ein grafisch ansprechendes
Menü im Stil der größeren AV-Receiver vorgenommen. Sämtliche Funktionen
sind sinnvoll gegliedert, zumal es sogar eine Auswahl zwischen zehn Menüsprachen
gibt. Für zusätzlichen Bedienkomfort sorgen kurze Erklärungen im unteren
Bildbereich, mit denen die jeweils angewählte Option kurz vorgestellt
wird. Absolute Einsteiger werden angesichts der schieren Funktionsfülle
zwar trotzdem überfordert sein, doch interessierte Home-Cineasten
können sich nun ohne allzu große Probleme durch die zahlreichen Menüpunkte
kämpfen.
So sieht ein vorbildliches Lautsprechermanagement
aus: der Denon DBP-4010UD bietet eine differenzierte Anpassung an
das eingesetzte LS-System, bei dem sogar unterschiedliche Trennfrequenzen
für sämtliche Schallwandler festgelegt werden können. Beim Delay erlaubt
der Denon DBP4010 UD eine Feineinstellung mit bis zu einem Zentimeter
Genauigkeit; die Einpegelung erfolgt in 0,5db Schritten. In Kombination
mit vollbestückten Decoderpalette zeigt Denon mit dem DBP-4010 somit
ein ernsthaftes Bestreben, auch über analogem Wege Bestleistungen
bieten zu wollen.

Abgesehen von den typischen Blu-Ray
Player Settings (z.B. Sprachpräferenzen), beinhaltet das OSD
zahlreiche interessante Goodies. Hierzu zählt die oben
abfotografierte Justage für die Pure-Direct Voreinstellungen, wo
man das Gerät hinsichtlich Digitalausgang, Videoausgabe und
Display in zwei Presets vorkonfigurieren kann. Weitere Optionen
erlauben Einstellungen hinsichtlich des Standby-Modus (Schnellstart-
vs. Energiesparmodus), Altersfreigaben, HDMI-Steuerung oder zum
Beispiel die Auswahl der benutzen Denon-Link Version. Das zu unserer Freude
traditionell gehaltene Menü ist visuell ansprechend und angenehm. In
übersichtlichem Layout findet sich auch der Laie nach kurzer
Einarbeitungszeit sehr gut zurecht und justiert die verschiedenen Parameter.
Die ausgezeichnete Menü-Übersetzung trägt nicht unerheblich zur einfachen
Steuerung des komplexen Gerätes bei. Gesamtnote Bedienung in Relation zur
Preisklasse: Hervorragend - Perfekt.
Netzwerk und Multimedia

Netzwerkeinbindung
Im Hauptmenü wird zum Netzwerk Setup navigiert und die diversen Parameter
gesetzt. Bei deaktiviertem DHCP sollten IP-Adresse, Subnetzmaske, Gateway
und DNS-Server manuell eingestellt und eventuell eine Proxy-Konfiguration
vorgenommen werden. Zur Bestätigung kann unter IP-Adresse die Richtigkeit
der zugewiesenen Netzwerknummer eingesehen werden. Netzwerk- und
Internetverbindung dienen dem Denon DBP-4010UD ausschließlich für die
BD-Live Funktion und einer Firmware-Aktualisierung.
SD-Karte
Nach der Anwahl der SD-Karte dauert der Ladevorgang etwa 10 Sekunden, bevor
uns eine Dateiübersicht der sich auf der Karte befindlichen Files gezeigt
wird. Wir finden hier keine Unterteilung in Video, Musik und Fotos sondern
können bequem das komplette 4 GB Speichermedium durchsuchen. Format-technisch
gibt der Denon MP3, WMA, WAV und sogar AAC-Dateien ab, im Video-Bereich dafür
nur DivX-Dateien. Bei den Bildformaten ist der Denon ähnlich wählerisch und
gibt nur JPEG-Files wieder. Neben der AV-Wiedergabe kann der SD-Kartenspeicher
noch für BD-Live und ein Firmware-Update verwendet werden.
BD-Live
Nur in Verbindung mit der SD-Karte funktioniert das Abrufen der BD-Live
Informationen. Die heruntergeladenen Daten werden auf dem externen
Speichermedium abgelegt und von dort aus geladen. Bei bestehender
Netzwerkverbindung und wenig Trafficauslastung gelang uns das Laden in wenigen
Minuten.
Fazit
Die Netzwerkeinbindung erfolgt problemlos. DLNA wird hier zwar nicht
geboten, dafür aber BD-Live Funktion. Selbstverständlich kann auch ein
Firmware-Update via Internet vorgenommen werden. Vom SD-Speichermedium
hingegen können diverse Mediendateien direkt abgespielt werden, darunter
fallen MP3, WMA im Musikbetrieb, Divx und JPEGS u.a.. Achten sollte man auf
die maximal angegebene Größe von SD-Karten mit 8 GB. Gesamtnote Netzwerk und
Multimedia in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet.
Test-Umgebung

Unsere eingesetzte Hardware in Baden-Württemberg in der Übersicht:
| Elektronik |
Audionet AmpVII
Audionet PreG2 + MapV2
Marantz
SR-6004
|
| Lautsprecher |
Isophon Surroundset |
| Peripherie |
Sim2 C3X1080 mit Cinemike Tuning
Image iMasque vollmaskierbar, akustisch transp. |
AREADVD Baden-Württemberg arbeitet hauptsächlich mit Kabeln von: Mogami
(Lautsprecher),
German High-End (NF), Silent-Wire (HDMI), Supra (Subwoofer-XLR) und Audionet
(Netzkabel).


Unsere eingesetzte Hardware in der Übersicht:
- Denon DVDA1UD
- Denon AVC-A1HDA
- Pioneer BDP-LX91
- Pioneer D-ILA Kuro Beamer KRF-9000FD
- Teufel System 9
- nubert nuVero
Bildqualität
Blu-ray
"Monsters und Aliens", Copyright by Paramount Pictures, Ausgabe über HDMI@1080p/24 Hertz
Laufzeit 30 Sekunden, Kapitel 1: Der Kameraschwenk über die Meteoritenring
bringt bleich zu Beginn nicht nur eine bestechende Bildstabilität zu
Tage, sondern begeistert insbesondere durch eine grandiose Bildschärfe.
Die einzelnen Gesteinsbrocken des Jupiter-ähnlichen Planeten erfahren
eine Modellierung der Sonderklasse, was sich insbesondere bei der Herausarbeitung
der sekundären Bildebenen offenbart. Selbst kleinere Objekte erscheinen
scharf gezeichnet und hinsichtlich Form sowie Farbgebung voneinander
differenziert. Dieses Maß an (wortwörtlicher) Vielschichtigkeit dokumentiert visuell
versierten Betrachtern schon bei der ersten Kontaktaufnahme, dass beim
Blu-Ray Bild noch ein gutes Stück mehr Bildqualität herauszuholen ist,
als bei Playstation3 und ähnlich günstigen Lösungen. Exzellent gelingt
dem Denon DBP-4010UD noch der lila/bläuliche Farbübergang zwischen
der Planetenoberfläche und dem Weltall. Die Korona erstreckt sich sehr
weit in den Kosmos hinein, da der Denon DBP 4010 selbst die hauchzarten
Farbabstufungen exakt nivelliert.

Laufzeit 1.42 Minuten, Kapitel 1: In einer
der ersten Einstellungen auf Mutter Erde überzeugte uns der Denon DBP4010
zudem noch durch eine sehr ausgewogene Farbwiedergabe. Natürlich kann
man anhand eines Animationsfilms keine Farbauthenzität diagnostizieren,
doch zumindest fällt in der oben gezeigten Einstellung auf, dass der Denon
DBP-4010UD es mit absoluter Bravour meistert, die grünen Instrumentenanzeigen
im Hintergrund genauso klar herauszustellen, wie das dunkelrote Hemd oder
den gelben Pegasusaufkleber im Bildvordergrund. Zusätzlich gelingt es
dem Silberscheibenleser vorzüglich, die verschiedenen Grautöne der Einrichtung
(hinten an der Wand) von den schwarzen Bildelementen zu differenzieren,
so dass die Seitenteile und Nieten Segmente der Regale sichtbar werden.
Casino Royale, Kapitel 2, 1080p/24
Die Kamerafahrt über die Arena, in der sich das Frettchen und die Schlange
einen erbitterten Kampf liefern wird höchst 24p-stabil und völlig ohne
Bildzittern auf unsere Leinwand geworfen. Der Schwenk verläuft absolut
glatt an den äußeren Bildrändern und erzeugt nur minimalen Judder. Selbst
die äußeren Bildebenen werden bis in den hochfrequenten Bereich plastisch
und detailliert gezeichnet, Autoreifen sind problemlos von den Wellblechdächern
zu differenzieren und verleihen dem Bildeindruck eine hohe Gesamtdynamik.
Schlange und Frettchen im Zentrum des Geschehens werden in Fell sowie
Schuppen tadellos ausdetailliert und gefallen durch authentische Farbgebung.
Als die Kamera schließlich an einer größeren Anzahl Zuschauer vorbeifährt
erkennen wir keinerlei Nachzieh-Effekte oder Zittern. Als der Schurke
eine codierte Nachricht auf seinem Handy erhält, werden auch hier die
feinen Abnutzungen des Geräts wiedergegeben. Als endlich 007 der Szene
beitritt und in gelangweilter Pose neben dem verkohlten Holzbalken steht,
sind wir von der Kontrastdynamik begeistert. Kleinste Strukturierungen
und Details der verbrannten Holzmaserung werden in höchstem Maße authentisch
vom Denon DBP4010 auf die Leinwand geworfen. Als Bonds Assistent einen
Anfängerfehler begeht und der Schurke flieht, muss der Geheimagent seinen
Posten verlassen und bei absolut bewegungsruhigem Bild die Verfolgung
aufnehmen. Während der Verfolgungsjagd durch den Dschungel passieren
die beiden Kontrahenten Autowracks, Zäune und letztendlich einen Rohbau.
Die Farbauthentizität können wir in höchsten Maßen loben, sowohl das
Blattgrün der Bäume als auch das Rostrot der Baustelle haben wir selten
besser gesehen. Hierzu zählt selbstverständlich auch die natürliche
Wiedergabe der Hautfarbe, ohne den geringsten erdigen Einschlag werden
uns die Gesichter der Protagonisten gezeigt. Nach der Flucht bis an
die Spitze des Rohbaus bleibt dem Gegenspieler Bonds nur noch ein Ausweg:
Nach oben. Mit höchster Anstrengung gelangen Bond und sein Kontrahent
mithilfe des Drahtseiles auf den Ausleger, hier können wir uns in höchstem
Maße an der Tiefenstaffelung erfreuen. Die zwei Kräne, die sich vor
dem geschmeidig bewegten Ozean erheben sind problemlos in ihren Ebenen
unterscheidbar. Auch wenn es schwer fällt, stoppen wir hier.
DVD
AVEC Professional TEST DVD, Upconversion
Videomaterial
-
Laufschriften in verschiedenen
Geschwindigkeiten auf verschieden farbigem Hintergrund: Die laufenden
Buchstaben sind in allen Geschwindigkeiten gut ablesbar, die zweite und
schnellste Geschwindigkeit kommt nicht hundertprozentig ohne Nachzieher aus.
Die Farbtrennung ist gut, besonders bei Rot-Blau enstehen aber ohne
Nachbearbeitung Doppelkonturen.
-
Pendel in verschiedenen Geschwindigkeiten: Die
Pendellinie bleibt bis zur Spitze hin stabil, die Farbtrennung der Balken in
der Mitte des Pendels gelingt bis zum unteren Drittel sehr gut, bis hin zur
Spitze lassen sich die Balken nicht mehr tadellos differenzieren.
-
Stadtbild Esslingen: Ausgesprochen ruhig verläuft die Kamerafahrt über das Stadtbild von Esslingen. Die
Mauerlinie zu Beginn des Clips bleibt tadellos stabil und lässt kein
Kantenzittern zu. Auch die Hausdächer verursachen beinahe keine Deinterlacing- und
Scalingartefakte. Kontraststärke und hohe Plastizität unterstreicht die
Darstellung des Mauergangs. Die Rasenstruktur und der mit Pflastersteinen ausgelegte
Weg ist gut detailliert und erscheint in authentischen Farben, das Grün
wirkt satt aber nicht überbetont.
Star Wars Episode III, Upconversion Filmmaterial
Dass die sechs Meisterwerke von George Lucas
immer noch nicht auf Blu-Ray erschienen sind, kann zwar auch der Denon
DBP-4010UD nicht wettmachen, doch dank seiner herausragenden DVD-Wiedergabe
kann man die Filme dennoch genießen, ohne allzu großen HD-Entzugserscheinungen
zum Opfer zu fallen. Dies ist vor allem in der exzellenten Bildschärfe
begründet, mit der Denon's Universalplayer eine enorme Detaillierung ohne
Überschärfungen realisiert. Das Bild wirkt zu jedem Zeitpunkt absolut
ausbalanciert und natürlich, da eine sensible Abstufung der Schärfe-/Bildebenen
geboten wird. Beim Lichtschwertduell zwischen Anakin und Count Dooku verliert
der (Noch-) Jedi zwar seine Beherrschung, darf sich aber über eine farbprächtige
Umsetzung seines Kampfes freuen. Der Denon DBP-4010 UD wartet mit einem
enormen Kontrast auf, so dass sich sowohl das rote als auch das blaue
Lichtschwert sehr prägnant von der Umgebung absetzen und eine exzellente
Farbdynamik auf die Leinwand zaubern. In den vielen dunklen Einstellungen
während des gesamtes Films, fällt außerdem eine maßstäbende-setzende Schwarz-/Graudifferenzierungen
auf, wie z.B. die Durchzeichnung von Anakin's Gewand und der Skyline von
Coruscant im Hintergrund während seiner Unterweisung zur dunklen Seite
in Kapitel 28. Auch die darauffolgenden Kameraschwenks rund um den Tempel
der Jedi bringen Details an Tageslicht, die bislang nur vom DVD-A1UD in
einer vergleichbaren Differenzierung geboten wurden. Ein großes Lob verdient
sich dabei aber auch die superbe Bildruhe bzw. -stabilität, mit der das
Geschehen auch in hektischen Szenen absolut souverän erfasst wird. Fazit:
der Denon DBP-4010 UD ist ein exzellenter DVD-Spieler und übertrifft sogar
den sehr guten DVD3800BD recht deutlich. Selbst gegenüber dem DVD-A1UD
braucht er sich nicht zu verstecken. Gesamtnote DVD Wiedergabe: Hervorragend
- Perfekt.
Klang
Monsters vs. Aliens, Kapitel 8, DTS-HD Master via
Analog MCH Out
Als akustische Referenz greifen wir zu Kapitel
8, wo sich der amerikanische Präsident mit den interstellaren Besuchern
friedlich stellen will und zum Keyboard greift. Die Synthieklänge des
Beverly-Hills-Cop Themes ertönen mit klarer Anschlagdynamik über die Lautsprecher,
wobei der voluminöse Basseinsatz durchaus noch etwas mehr Präzision und
Punch im Vergleich zum DVD-A1UD vertragen könnte. Direkt nach dem Ende
dieser (leider viel zu kurzen) musikalischen Hommage, sorgt der Denon-Player
für eine gutes Raumgefühl, indem die isolierte Darstellung von Rotorengeräusche
und Hundegebell in einer ansonsten stillen Wüstenumgebung gut erfasst
wird. Die trompetendominierende Musikeinspielung beim Shakehand zwischen
den Repräsentanten wird mit einem strahlkräftigem Hochtonbereich wiedergegeben,
der zwar nicht ganz an die stressfreiere (und informationsreichere) Charakteristik
des DVD-A1UD (insbesondere die getunte Version) heranreicht, aber
immer noch deutlich mehr Souveränität und Klangkultur vermittelt, als
es z.B. beim Pioneer BDP-LX91 der Fall ist. Beim darauffolgenden bass-
und schussintensiven Feuergefecht stehen die fließenden Kanalübergange
(gut zu hören bei den Kampfjets) auf der Habenseite, wobei zu erkennen
ist, dass komplexe Arrangements zwar recht gut und differenziert umgesetzt
werden, aber immer noch etwas Luft nach oben haben. Wie schon bei den
aktuellen AV-Receivern verdient sich Denon beim DBP-4010UD erneut Lob
für die Sprachwiedergabe. Vor allem nasal und/oder körperhaft sprechende
Protagonisten versieht der Blu-Ray Player
mit einer realistisch anmutenden Durchzeichnung, während im oberen Frequenzbereich
noch etwas Brillianz und Transparenz fehlen um auch hier vollends zu begeistern.
Stirb Langsam 4.0, Kapitel 5, DTS-HD Master 5.1 via
HDMI-Bitstreaming
Im hektischen Actionspektakel mit einem unserer
Lieblingshelden John McClane sind großkalibrige Automatikgeschosse an der
Tagesordnung. Eben solche werden mit dem authentischen Druck dem Zuschauer um
die Ohren geschleudert. Unterstützt durch die geschlossene Surround-Kulisse
fühlt sich der Zuschauer durch die massive Dynamik-Leistung mitten im
Geschehen. Wer dieses Feuergecht - ohne hinter dem Sofa Deckung zu suchen - bei
hohem Pegel übersteht, muss schon hart gesotten sein. Hohe Feindynamik gepaart
mit brachialer Kraft erwecken das Bildschirm-Spektakel zum Leben.
Mozart - Allegro ma non troppo und Denon High-End
Audiophile SACD, via HDMI & Analog-Ausgang
Mit einem wunderschönen Crescendo werden wir im
digitalen Betrieb an dieses Orchesterkonzert herangeführt. Mit einer sauberen
Staffelung der verschiedenen Instrumente wird das Ensemble im Zusammenspiel mit
dem AVC-A1HD zu einem Genuss. Die Grobdynamik ist geradezu brachial: Strahlend
aber nicht zu brilliant im Hochtonbereich, prägnant und ausdrucksstark in der Mitte und kraftvoll
und massiv in der LFE-Zone. Ebenso wird im hochauflösenden Bereich
ausgezeichnete Arbeit geleistet, feine Anschläge des Kontrabasses werden ebenso
fein herausgearbeitet wie eine scharfe Struktur im Bassbereich.
Der analoge Betrieb überzeugt in ähnlichen
Maßen. Grobdynamik und Auflösung muss sich nichts negatives nachsagen lassen,
auch die Orchesterstaffelung gelingt nur geringfügig schlechter. Die
Feindynamik ist nicht ganz so extrem ausgeprägt, hier wäre ein Strukturabfall
im Bassbereich zu nennen, ebenso wird etwas an Kraft eingebüßt.
Konkurrenzvergleich
Pioneer
BDP-LX91: Kunden, die einen LX-91 bei sich zu Hause stehen haben möchten
müssen noch ein wenig tiefer in die Tasche greifen. Der ebenso massiv
wie hochwertig aufgebaute Pioneer-Bolide liefert sich in der Königsdisziplin
Blu-ray Bildqualität einen Patt. Sowohl in der Bewegungsstabilität als
auch in der Farbwiedergabe glänzen beide Player mit höchster Authentizität.
Bezüglich der Bildschärfe leistet der Pioneer schon hervorragendes, der
Denon DBP-4010 bleibt aber ebenso natürlich und schafft es die verschiedenen
visuellen Ebenen scharf voneinander zu differenzieren. Im DVD-Betrieb
ist der Denon DBP4010 dem LX-91 eine Nasenlänge voraus und weiß mit der
grandiosen Bildruhe und Abwesenheit von Scaling-sowie DeInterlacingartefakten
als DVD-Player zu überzeugen. Auch akustisch legt der Denon DBP-4010UD
gegenüber dem Dynamik-Ass in puncto Souveränität eine Schippe drauf. Die
Wertung des Betriebsgeräusch gewinnt der Pioneer
BDP-LX91, er dominiert durch nochmals ruhigeren Lüfterlauf und Laufwerksbetrieb.
Denon DVD-A1UD: Der Härtefall gegen den hausinternen
Konkurrenten. Viele werden sich fragen, wozu noch mehr? Betrachtet man
die Ergebnisse der Blu-ray Bildwertung ist das Aufkommen dieser Frage
unserer Meinung nach auf jeden Fall berechtigt. Im BD-Betrieb steht der
"kleine Bruder" Denon DBP-4010 seinem Vorbild in beinahe nichts nach.
Selbst der hocheffektive Video-EQ zur Nachbearbeitung des Videosignals
ist im Denon DBP-4010UD integriert und kann durch DPIC u.a. auch wirksam
eingesetzt werden. Wer hier die noch vorhandenen feinen Vorteile eines
DVD-A1UD in der Kontraststärke und besonders Schwarz/Grau-Differenzierung
überhaupt erkennen möchte, sollte sich eventuell schon nach Bildwiedergabegeräten
in der Preisklasse von AreaDVD Baden-Württemberg umsehen. In der Nutzung
als DVD-Spieler hingegen ist das große Vorbild unserer Meinung nach noch
einen Schritt voraus. So gut der ABT2015 auch ist sehen wir den REALTA
mit HQV-Technologie im HDMI-Betrieb des DVDA1UD vorne. Mit noch höherer
Bildtiefe, Plastizität und die Fähigkeit kleine Kontrastdifferenzen fein
herauszuarbeiten setzen den großen Bruder auf Position 1. Die hohe Qualitätsgüte
im analogen Audiobereich setzt sich im Denon DBP4010 mit kleinen Abzügen
fort, wir empfehlen aber ohnehin eine Kombination mit einem AV-Receiver.
Fazit:

Was sich optisch schon abgezeichnet hat, konnte sich in unseren Test-Läufen
nun auch in technischer Hinsicht bestätigen: der DBP-4010UD ist eine DVD-A1UD
Kopie im Kleinformat mit überraschend geringen Abstrichen. Auch nach intensiven
Test-Reihen können wir dem Denon DBP-4010 nur wenig Mankos zusprechen:
Betriebssicherheit, Bedienung und, fast schon typisch, die hohe Verarbeitungsqualität
des Denon DBP-4010 UD sind klar zu lobende Kennzeichen des Universalplayers.
Was der Denon hinsichtlich der Bildqualität speziell im Blu-ray Betrieb
bietet, ist schon mehr als eine Bank. Bildschärfe, Detaillierung, Kontrastdynamik
und Farbauthentizität, wir können keine Minuspunkte anführen, der Denon
DBP4010 liefert bei BD-Wiedergabe auch dem anspruchsvollsten Zuschauer
ein tolles Erlebnis und rückt damit seinem ca. 3.000,00 Euro teuerem Geschwister
überraschend dicht auf die Pelle. Im DVD-Betrieb schlägt sich der kleine
Bolide auch mehr als exzellent, Film- und Videomaterial werden mit einer
tadellosen Bildruhe und ohne Ausbildung von Artefakten auf eine Auflösung
von 1080p skaliert und deinterlaced. Nach all der Lobpreisung müssen wir
aber auch leise Kritik an den Einlesezeiten und der Fehlerkorrektur des
Denon DBP-4010UD üben. Gerade bezüglich schwer zu lesenden Discs sind
wir von Denon einen etwas höheren
Standard gewohnt. Im Multimedia-Bereich sind die Grundsteine gelegt, BD-Live
und Firmware-Update via Internet sind so möglich, der SD-Kartenslot an
der Front hilft zu Musik-Video- und Fotowiedergabe vom externen Speichermedium.
DLNA-Streaming und ein USB-Slot ist aber, wie im größeren Bruder, nicht
verfügbar. Klanglich überzeugt der Player durch ausgewogene und preisklassenübliche
Leistungen, wobei vor allem die analoge Ausgabe dank ihrer Einstellungsmöglichkeiten
(und kompletten Dekodersektion) glänzt. Wer jedoch allerhöchste Maßstäbe
anlegt, wird erkennen, dass im akustischen Bereich mehr Luft nach
oben zur High-End Liga besteht. Dies ist aber angesichts einer Preisdifferenz
von mehreren Tausend Euro weder verwerflich, noch überraschend. Nach unseren
kompletten Test-Reihen sind wir absolut überzeugt, dass Denon für ca.
2.000,00 Euro alles richtig gemacht hat und können guten Gewissens unseren
neuen Champion der Oberklasse krönen.
Blu-ray Champion der Oberklasse - der Universalplayer
Denon DBP-4010UD

Blu-ray Player Oberklasse
Datum: 03. März 2010
+ Exzellente BD-Wiedergabe in allen Punkten
+ Hochqualitative Verarbeitung
+ Upscaling/Deinterlacing von Video- und Filmmaterial, ausgezeichnet als
DVD-Zuspieler nutzbar
+ Hervorragender Video-EQ
+ Akustische Souveränität
+ Effektives Lautsprecher-Setup bei analoger Klangwiedergabe
- träges Laufwerk mit mäßiger Fehlerkorrektur
Website des Anbieters: www.denon.de
Text: Lars Mette, Philipp Kind, beide AREADVD
Datum: 03.03.2010
Verantwortlich für den Inhalt: Detlev
Schnick, © Copyright 2010 HIFI-REGLER, AREADVD
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