Denon AVC-A1 HDA bei AUDIOVISION im Test: Highlight

AUDIOVISION: Highlight (ab 3/07)

5+6/2008

Testauszug:

"...bei den Hörsessions begeisterte der Denon die Jury durch sein sehr neutrales, dynamisches und detailreiches Klangbild: Der Mega-Gorilla "King Kong" absolvierte den Kampf mit den Tyrannosauriern höchst beeindruckend, seine Angriffe dröhnten mit so viel Nachdruck aus den Boxen, dass schon fast Mitleid mit den Urzeit-Echsen aufkam. Seine Dynamik- und Tiefbass-Fähigkeiten stellte der Denon auch musikalisch mit "Alive and kicking" unter Beweis, Bassdrum und Schlagzeug krachten hier druckvoll und präzise in den Hörraum. Feine Zwischentöne beherrscht der Verstärker ebenfalls. Rauminformationen dringen glaubwürdig aus den Surround-Kanälen und hüllen die Zuhörer regelrecht ein. Das bewies unter anderem unsere beliebte Testsequenz zur Überprüfung der räumlichen Darstellung: die Eingangs-Szene aus dem ersten "Herr der Ringe"-Abenteuer, in der Gandalf auf einem Pferdewagen ins Auenland einfährt. Der AVC-A1 HD brachte die friedvolle, idyllische Atmosphäre dieser Szene sehr einfühlsam und echt. Noch besser tönt der Denon, wenn er statt über SPDIF via HDMI versorgt wird; der Klang gewinnt weiter an Durchsichtigkeit und Natürlichkeit. Das kommt den neuen HD-Tonformaten zugute, die nur über HDMI übertragen werden. Bei der Hochbahnszene in "Spider-Man 2" krachte und rumste es in Dolby TrueHD noch realistischer und detailreicher als bei normalem Dolby Digital. Ebenso beeindruckend war der Klangvorteil, der bei "Phantom der Oper" zu Tage trat: Mit erkennbar mehr Details, größerer Dynamik und mehr Natürlichkeit tönten Dialoge, Gesangspartien und Effekte, wenn wir den DTS-HD-Master-Audio-Track wählten. Als ebenfalls vorzügliche Zuspielungsart erwies sich der hauseigene Denon-Link (für DVD-Video, DVD-Audio, CD und SA-CD). Hier löst sich der Klang noch leichter von den Boxen und wirkt luftiger, wie ein Hördurchgang mit "Givin' it up" von George Benson und Al Jarreau eindrucksvoll bewies: Bensons Finger entlockten den Gitarrensaiten die Töne noch entspannter und lockerer, der AVC-A1 HD platzierte Stimmen und Instrumente noch exakter. Einige Querchecks sollten den Testern helfen, die Klangqualität des neuen Verstärkers einzuordnen. Der Vergleich mit dem kleineren Denon AVR-4308 war schnell erledigt: Zu überlegen klang der AVC-A1 HD in allen Belangen, ob es sich nun um Dynamik, Luftigkeit, Basspräzision oder räumliche Darstellung handelte..."

"...nicht zu verachtende Qualitäten zeigt der Denon auch bei Stereo-Wiedergabe, insbesondere, wenn man per 'Pure Direct' sämtliche Video- und Display-Schaltkreise deaktiviert. Auf diese Art mit Jazz-Klassikern von Thomas Fellows und Constanze Friends CD "Crystal" versorgt, löste der Denon Stimme und Gitarre ganz wunderbar von den Lautsprechern. Er vermittelte sowohl die Virtuosität der Interpreten als auch die spezielle, entspannte Atmosphäre, die sie den Stücken mitgeben, auf höchst überzeugende Weise..."

Bewertung:

+ äußerst umfangreich ausgestattet
+ decodiert alle HD-Tonformate
+ Klang auf High-End-Niveau
+ sehr guter Videoprozessor
- analoge Videosignale zu soft

Fazit:

Denon kombiniert beim AVC-A1 HD eine geradezu unglaubliche Ausstattung mit nahezu perfekten Messwerten und einem fantastischen Klang. Der AV-Verstärker ist seinen Preis von 5.500 Euro auf jeden Fall wert und verdient ein audiovision-Highlight sowie eine eindringliche Empfehlung an alle Heimkino-Fans mit üppigem Budget.

In der Audiovision-Ausgabe 5+6/2008 wurde der Denon AVC-A1HD getestet. Die aktuelle Version unterscheidet sich nur durch das Audyssey-Upgrade.