Denon AVP-A1HDA bei AUDIOVISION im Test: Highlight

AUDIOVISION: Highlight (ab 3/07)
Denon AVP-A1HDA

7+8/2008

Testauszug:

"...danach belohnt sie für all die Mühen mit einem Klang vom Feinsten. Winzige Details bringt sie genauso selbstverständlich zu Gehör wie riesige Dynamiksprünge. Letzteres verwundert angesichts der 10 x 300 Watt Verstärkerleistung an vier Ohm kaum, zumal sich die Power per Brückenschaltung auf 500 Watt steigern lässt. Dass aber selbst allerfeinste Details nie auf der Strecke bleiben, gleicht einer Meisterleistung der Entwickler, denn gerade digital eingespielte Signale müssen eine beachtliche Anzahl von Schaltungsstufen passieren und werden dabei von etlichen Störquellen wie Prozessoren und Video-Schaltkreisen bedroht. Sagenhaft, wie Denon die mit Technik vollgestopften Maschinen zum Klingen bringt. So lösen sich bei "Cars" die computeranimierten Autos nahezu vollständig von den Lautsprechern. Das Röhren der Motoren ertönt absolut authentisch, und zwar selbst dann, wenn die Vorstufe nur per normalem Audio-Digitalkabel angesteuert wird. Per HDMI macht sich das Klangbild dann weiter frei, wirkt luftiger, selbstverständlicher und ruhiger. Dynamik und Temperament bleiben dabei erhalten, etwa wenn "King Kong" den Fressgelüsten der T-Rexe endgültig ein Ende setzt. Das rumst und knallt derart realistisch aus den Lautsprechern, dass die Tester hin und wieder zusammenzuckten, obwohl sie die Szene seit langem in- und auswendig kennen. Abseits vom Krachbumm-Kino erfreut die Denon-Kombi ebenfalls mit höchster Wiedergabe-Treue und bringt beispielsweise Straßengeräusche aus "The Sentinel" so realistisch, dass sich die Test-Jury in einer amerikanischen Großstadt wähnte. Sehr gut gelingt auch Mehrkanal-Musik - einfach fantastisch, wie die Denons die Stimme von Simple-Minds-Sänger Jim Kerr in "Alive and kicking" vor die Boxen stellt und dem Stück wie nebenbei einen ultrapräzisen und doch voluminösen Bass verpasst. Ebenso feinsinnig und präzise werden die "Legends of Jazz" in Szene gesetzt, wenn Jane Monheit und John Pizarelli "They can't take that away from me" interpretieren. Dem Dolby TrueHD-Ton, verhilft die Kombi dabei zu vollem Glanz. Im Vergleich hat Denons Vollverstärker-Flaggschiff AVC-A1 HD das Nachsehen. Sein Bass wirkt weniger präzise, die Durchzeichnung und die räumliche Wiedergabe nicht so federleicht. Vor allem fehlt ihm die Ruhe und Selbstverständlichkeit, mit der die Vor/End-Kombi zum Beispiel "Givin' it up" von George Benson und Al Jarreau spielt. Auch bei "Ice Age 2: Jetzt taut's!" per DTS-HD Master Audio schießt die Kombi die Geysire mit größerer Wucht und Definition in den Raum, die Dialoge kommen selbstverständlicher und klarer..."

"...doch nichts klang in unserem Hörraum bislang so faszinierend wie TrueHD oder DTS-HD Master Audio auf den Denons. Entsprechend vergaben wir erstmals die perfekte 30/30-Wertung beim Hörtest-Surround..."

"...wer Stereo wirklich genießen will, sollte den "Pure Direct"-Modus aktivieren und damit alle für die Wiedergabe unnötigen Schaltkreise ausblenden. Erst dann tönen Constanze Friend und Thomas Fellow auf ihrer CD "Crystal" vollends entspannt, luftig und schlackenfrei. Bei der Uptempo-Nummer "That's not me" von Michael Ruffs "Speaking in Melodies" verschwinden in dieser Betriebsart die letzten kleinen Rauigkeiten, die Wiedergabe wird noch selbstverständlicher und in sich stimmiger..."

Bewertung:

+ umfangreich ausgestattet
+ decodiert alle HD-Tonformate
+ Referenz-Klang
+ sehr guter Videoprozessor
- analoge Videosignale zu soft

Fazit:

Ein solch pralles Paket aus überbordender Ausstattung und schier überwältigendem Klang hatte selbst audiovision noch nie im Test. Das kann nur eines bedeuten: Die Denon Vor/End-Kombi ist unsere neue Referenz. Ausstattung, Klang (inklusive perfektem Hörtest) und Technik sind über jeden Zweifel erhaben!

In der Audiovison-Ausgabe 7+8/2008 wurde die Vorstufe Denon AVP-A1 HD und die Endstufe Denon POA-A1HD als Kombination getestet. Die aktuelle Vorstufe unterscheidet sich nur durch das Audyssey-Upgrade.