Denon AVR-X6200W im Test bei Audiovision: Referenz

AUDIOVISION: Referenz

2/2016

In der Audiovision Ausgabe 2/2016 auf den Seiten 52 bis 55 wurde der Denon AVR-X6200W getestet.

Testauszug:
„… mit 122 Watt im Fünf-Kanal-Betrieb (6 Ohm) und 221 im Stereo-Betrieb (4 Ohm) zeigt sich der Denon etwas kräftiger als sein kleiner Bruder AVR-X4200W. Im Betrieb zieht der Receiver durchschnittlich stolze 341 Watt aus der der Steckdose, im Eco-Modus halbiert sich die Leistungsaufnahme auf 155 Watt- im Standby mit aktivierter HDMI-Durchschleifung sind es hervorragende 0,4 Watt.
Im Hörtest – wie immer zuerst uneingemessen und ohne Subwoofer – schallte der Dolby 5.1-Mix von „Gaslighting Abbie“ auf Steely Dans herausragend abgemischter DVD „Two Against Nature“ ausgesprochen klar, hochauflösend, fein durchgezeichnet und mit kernigen Bässen sowie anspringender Dynamik, so dass man sofort mit dem Fuß wippte. Als Nächstes muss die Einmess-Automatik von Audyssey ran, die bis zu acht Messpunkte unterstützt. Das MultEQ-XT32-System ermittelte die Pegel, Abstände und Boxengröße plausibel, nur unsere großen Standboxen vorn setzte die Automatik auf „klein“ und den Hochpassfilter auf 40 Hertz. – verschmerzbar. Nach der Einmessung stellt Audyssey drei Klangkurven zur Verfügung (Reference, Flat, L/R-Bypass), wobei „Reference“ in unserem Hörraum den harmonischsten Klang produzierte. Die Ergebnisse des Equalizers kann man sich auch als Graphik anzeigen lassen. Mit aktiviertem Audyssey profitierte aber nicht nur die Tonalität, auch der akustische Raum wirkte geschlossener. So flog der Vogel im Dolby-Trailer „Amaze“ lückenlos und plastischer als zuvor im Kreis. Der im Trailer beworbene „Powerful Bass“ drückte aber erst so richtig in den Hörraum, nachdem wir das „Dynamic EQ“-Filter einschalteten. Von der Bass-Schaltung profitierte auch die wuchtige Bombardierung in der Bunk-Szene (80:18) bei der Dolby-Atmos-Abmischung von „Die Tribute von Panem – Mockingjay Part 1“, die der Denon druckvoll und realistisch inszenierte – sowohl um als auch über dem Hörplatz. Nützlich ist das „Cinema EQ“-Filter, das Höhen absenkt und so spitzen Filmton angenehmer macht. …“
„… auch bei Stereo legte der Denon dank hoher Auflösung, Durchhörbarkeit und präziser Räumlichkeit jedes noch so winzige Detail von Aufnahmen offen. Dabei blieb der neutrale und dynamische Charakter bei analoger wie digitaler Zuspielung gleichermaßen erhalten. Über S/PDIF eingespeiste Testsignale zeigte dasselbe geringe Rauschverhalten wie bei analoger Einschleusung, im Alltag ist dieses Rauschen selbst bei hohen Pegeln nicht hörbar. …“

Bewertung:
+ hochauflösender, dynamischer Klang
+ hohe Leistungsreserven
+ Dolby Atmos, DTS:X und optionaler Auro 3D-Ton
+ 4K-Videoverarbeitung samt HDCP 2.2 und HDR
+ 11.2-Kanal Processing
- Verarbeitung für dies Preisklasse nicht optimal

Fazit:
Denons AVR-X6200Wpunktet mit reichhaltiger Ausstattung und unterstützt sogar 11.2-Boxen-Setups. Dank HDR und HDCP 2.2 blickt er scher in die Video-Zukunft, mit Atmos, Auro 3D und DTS:X sind zudem alle 3D-Tonformate an Bord. Lediglich bei der Verarbeitung ist noch etwas Luft nach oben.

Testurteil: sehr gut
Referenzklasse