Denon PMA-1500AE (schwarz) bei STEREO im Test

STEREO
Denon PMA-1500AE (schwarz)

1/2006

Testauszug:

"...nachdem man sich mit einer überaus leistungsfähigen und vom Einsteiger- bis zum Topklasse-Angebot reichenden A/V-Palette positioniert hat, verfolgt Denon seit der letztjährigen IFA die ohnehin nie aus den Augen verlorene Stereo-Philosophie parallel und zudem immens verstärkt weiter..."

"...beginnen wir mit der Steuerzentrale, denn der Denon PMA-1500 AE wirkt wie ein alter Bekannter. Und das ist er letztlich auch. Denn sein Vorgänger kam in Ausgabe 9/04 zu den allerhöchsten Weihen seiner Preisklasse - 5 STEREO-Sternen! Der als Arbeitsgerät sehr beliebte Preisbrecher wurde gründlich überarbeitet, ohne am stimmigen Grundkonzept zu rütteln. „Advanced Evolution" nennt Denon diese behutsame Vorgehensweise und gab den Namen gleich der ganzen Serie. Da ist zunächst der zeitlose und eher auch in Fremdanlagen integrierbare, minimal warme Silberton, der das mitunter doch etwas altmodische Gold abgelöst hat. Zumindest die hier besprochene 1500er-Baureihe ist aber auch in Schwarz zu bekommen. Zudem wurde die abgerundete Linienführung der Top-Serie SA1 übernommen. Klangrelevant sind aber eher die nun völlig mit überlegenem OFC-Material vorgenommene Innenverkabelung und das vibrationshemmende Chassis-Design, welches sowohl das Platinenmaterial als auch eine neue Elko-/Trafo-Basis einschließt. Vermeintliche Marginalien, die sich aber im Hörtest auszahlen sollten, wie wir noch sehen werden. Die Eingangsumschaltung erfolgt im Gegensatz zum 1500 II, wo dies ein mechanischer Schalter erledigte, beim AE nun via hochwertiger Relais - und konnte somit jetzt auch fernbedienbar ausgelegt werden. Zudem bekam der neue Amp vor dem Hintergrund der A/V-Welt neben den schon am Vorgänger verfügbaren Pre Outs auch Direkteingänge für die Endstufe spendiert. Damit lässt sich der 1500AE bei Bedarf sowohl als Voll- wie auch als Vor- oder als Endverstärker betreiben - Letzteres etwa, um einem A/V-Receiver nicht nur die Befeuerung der Frontkanäle abzunehmen, sondern dies auch in den meisten Fällen wohl mit besserer Klangqualität zu tun. Die Ausstattung des Denon-Klassikers war - etwa mit dem überraschend guten Phono MM/MC-Eingang und Klangregelung - ohnehin schon denkbar komplett und wurde ansonsten unverändert beibehalten. Ebenso die strompotente UHC-MOS-FET-Endstufe, den weitgehenden Doppel-Mono-Aufbau und die streufeldarme, weil doppelte Trafo-Bestückung..."

"...im Hörtest vermochte der überarbeitete Verstärker seinen ohnehin hervorragenden Vorgänger in praktisch jeder Disziplin nochmal knapp, aber problemlos hörbar zu distanzieren. So spielte er druckvoller und flüssiger, feiner und präziser, selbst die Räumlichkeit schien noch einen Tick ausgeprägter. Der parallel angeklemmte und bereits exzellente 1500 II hatte sogar bezüglich des Temperaments klar das Nachsehen, der Neue wirkte noch wacher und agiler. Und das alles in der Hauptsache aufgrund modifizierter Verkabelung und Mechanik! Daran kann man doch einmal mehr sehen, dass so etwas auch im Zubehörmarkt nicht ohne weiteres als Quatsch bezeichnet werden sollte. Wer Ohren hat zu hören, der höre! Und das gilt ebenso für bessere Netzkabel, von denen selbstverständlich auch die beiden gottlob mit Kaltgerätebuchse versehenen Denons profitieren. Vielleicht nicht sofort und zweifelsfrei im alleinigen, stressbehafteten Blindtest, sehr wohl aber bei längerem, intensiven Vergleich..."

Fazit:

Der PMA-1500AE ist tatsächlich besser als sein Vorgänger - was beinahe unmöglich war. Er klingt durch sanftes Tuning noch spritziger, kraftvoller und räumlicher, was den höheren Preis rechtfertigt. Super-Tipp!

Preis/Leistung: überragend