Denon PMA-495 (schwarz) bei AUDIO im Test

AUDIO

4/2004

Testauszug:

"...Saft und Kraft: Der großzügig dimensionierte Netztransformator versorgt die einzelnen Sektionen des Verstärkers mit Energie,...direkt an die intern montierten Kühlkörper angeflanschte Endstufensektion. Pro Kanal hieven zwei große Leistungs-Transistoren positive und negative Halbwelle auf das gewünschte Niveau..."
"...so bereiteten die beiden Verstärker eine positive Überrraschung. Das fängt mit der Ausstattung an - hier kann der Denon PMA-495R puristische Konkurrenz (wie die in AUDIO 3/04 getesteten High-End-Amps) glatt abhängen. Soll die Basis-Anlage etwa um einen CD-Recorder wachsen und ein analoger Cassettenrecorder kommt hinzu - kein Problem. Der Denon erlaubt Überspielungen in eine...(Richtung). Sollte dann die Liebe zur Schallplatte wieder aufflammen...mit Phono-Eingängen gerüstet. Preislich passende Plattenspieler... finden mit ihren so genannten Magnet-(MM-)Systemen hier den notwendigen zusätzlichen Verstärkungszug. Und sollen zwei Räume beschallt oder die Lautsprecher mit zwei Kabeln angesteuert werden (Bi-Wiring) - zwei Paar Lautsprecher-Anschlüsse machen es möglich..."
"...absolut "gut", für ihre Preisklasse sogar super ist die Ausstattung allemal. Auch der Blick ins Innere der Geräte findet keinen Anlass zur Kritik. Glücklicherweise sind die Zeiten liebloser Verdrahtung, schlampiger Verbindungen oder schludrig zusammengelöteter Billigst-Bauteile längst vorbei: Hier wirkt alles solide durchkonstruiert. Schalter rasten sauber, Regler laufen geräuschlos, die technischen Schaltungen beruhen auf tausendfach bewährten Prinzipien. Nichts macht einen vernachlässigten Eindruck. Sogar das Messlabor hatte wenig zu beanstanden..."
"...jenseits der Hörschwelle liegt... das Eigenrauschen beider Amps, was die recht guten Fremdspannungs-Abstände dokumentieren... Sogar über ihre empfindlichen Phono-Eingänge brummt's kaum..."
"...doch die Entwickler haben ihre Produkte offenbar nicht nur gemessen, sondern auch gehört. Denn diese Verstärker - mit Abstand seit Jahren die günstigsten, die ihre Aufwartung im AUDIO-Hörraum machten - schlugen sich dort ausgezeichnet in der Einzelprüfung. Der Denon etwa verblüffte mit einer Antrittsschnelligkeit und Präzision, die er auch zeigte, wenn der DVD-Player SACD-Kost anlieferte. Ob Gustav Mahlers überdimensionale dritte Symphonie unter Pierre Boulez (DG) oder Eric Bibbs seelenvoller Blues ("Just like Love", Opus 3) - das knackte richtig, saß richtig, wackelte nicht und ließ sogar Luft zwischen den Instrumenten. Mit massiven Bässen blieb der Denon etwas länger straff..."
"...jetzt kamen die Marken-Teams zusammen. Auch wenn hier keine sündhaft teuren Referenz-Komponenten die Signale lieferten oder verstärkten: Beide Player/Verstärker-Kombinationen bewährten sich als flotte Zweier - wobei das Attribut "flott" besonders für die Denons galt. Da war mächtig Zug drin, wenn harter Rock anstand; und selbst wildeste Orchester-Tutti blieben übersichtlich..."

Fazit:

"...noch gibt es ausreichend Bedarf an solidem, bezahlbarem Stereo-Equipment. Und diesen Bedarf stillen alle hier getesteten Geräte; insbesondere auch die Teams. Denn dafür sind sie gemacht - niemand will mehr wild zusammengewürfelten Design-Mischmasch. Die Verarbeitung taugt in jedem Fall für lange Lebenszeit. Die Verstärker sind zudem so ausgestattet, dass sie auch wachsende Anlagen problemlos steuern können. Mich persönlich freut der Phono-Eingang beider Geräte. Ein gutes Zeichen...“