Test: Audio Analogue "Maestro"-Serie
Text: Carsten Rampacher, AREADVD
- update: 04.07.2005

Overview
"AREA DVD goes Stereo" - und nicht nur Mainstreamhersteller
stehen hier bei unseren Praxistests im Mittelpunkt, sondern vor allem
auch kleinere, in audiophilen Kreisen allerdings wohl bekannte Anbieter.
So fiel unsere Wahl auch auf den italienischen Anbieter Audio
Analogue, der eine kleine, aber feine Produktpalette unterhält. Wir
wählten Komponenten aus der hochwertigen "Maestro"-Serie, nämlich den
Vollverstärker "Audio Analogue Maestro
Settanta" nebst passendem CD-Spieler. Preiswert ist das Vergnügen,
diese beiden Edel-Komponenten zu besitzen, nicht: ca. 2.400,00€ wechseln
für den mit 192 kHz/24-Bit D/A-Wandlern ausgestatteten CD-Player Audio
Analogue Maestro 192/24 CD den Besitzer, für derzeit etwa 2.600,00€
kann man den Audio Analogue Maestro
Settanta sein Eigen nennen. Mit sehr schlichter, aber nobler
Aufmachung verfolgen die beiden Komponenten eine von direkter Klarheit
geprägte, minimalistische Design-Linie. Auch ein aufwändiger Innenaufbau
soll die zwei Bausteine auszeichnen. Mit 2 x 70 Watt an 8 Ohm und 2 x
125 Watt an 4 Ohm liefert der Audio
Analogue Maestro Settanta glaubhafte Leistungsdaten. Mit 18,5 kg ist
er schwerer als so manches höherwertige AV-7-Kanal-Modell. Der 14 kg schwere
Audio Analogue Maestro 192/24 CD
hat auch symmetrische XLR-Ausgänge anzubieten. Wir waren höchst gespannt
auf die Leistungen der beiden edlen Stücke aus "Bella Italia" - lesen
Sie unseren Test-Bericht, und Sie wissen, ob die beiden Komponenten eine
verlockende Alternative darstellen.
Verarbeitung/Ausstattung
Optisch wirken die beiden Bausteine wohltuend schlicht. Das Design wirkt
ehrlich und nicht aufgesetzt und strahlt Ruhe aus - was gut tut in der heutigen,
hektischen Zeit. Die gebürstete Aluminiumfront sorgt für einen edlen Touch,
ganz genau darf man bei der eigentlich massiven Gehäuseverarbeitung aber nicht
hinschauen, dann entdeckt man doch unterschiedliche Spaltmaße oder mickrig
dimensionierte Schrauben.

Das geht besser: Lautstärke- und Eingangswahlregler sind von
durchschnittlicher Optik und Haptik

Das aufs Wesentliche reduzierte Design beeindruckt mit
zeitloser Eleganz
Die beiden Drehregler auf der Frontplatte des Audio
Analogue Maestro Settanta sind qualitativ nicht so überzeugend, wie
wir es von einer Komponente dieser Preisklasse erwartet hätten. Schon
die schliche Formgebung ohne speziellen Schliff sorgt für einen nur durchschnittlichen
Eindruck, der von der völlig normalen, keinesfalls übertrieben aufwändigen
Lagerung nachhaltig unterfüttert wird. Außer den beiden Drehreglern finden
sich keine weiteren Bedienelemente auf der Frontplatte beim Audio
Analogue Maestro Settanta, nur noch ein DOT-Matrix-Display, welches
im Gegensatz zu den eben aufgeführten Bedienelementen sehr passend für
eine solche Komponente wirkt.

Sehen wir gern: Hochwertiges, 2-zeiliges Display mit passender
Auflösung beim Audio Analogue Maestro
Settanta
Auf den CD-Spieler treffen die identischen Feststellungen zu -
auch hier sind die Bedienelemente optisch zwar schick integriert, aber
nicht übertrieben hochwertig. Die Lagerung der CD-Lade ist nicht ganz
preisklassengemäß und wirkt etwas einfach. Pluspunkt auch beim Audio
Analogue Maestro 192/24 CD ist das fein auflösende Display.

Optisch sehr schick: Bedienelemente am Audio
Analogue Maestro 192/24 CD

DOT-Matrix-Anzeige des Audio
Analogue Maestro 192/24 CD
Kommen wir zur Rückseite des Audio
Analogue Maestro Settanta und auch des Audio
Analogue Maestro 192/24 CD - hier dominiert eindeutig Hochwertigkeit,
eines solchen Geräts gemäß ist die Anschlussbestückung eher weniger reichhaltig.
Beim Audio Analogue Maestro Settanta
imponieren die hochwertigen Lautsprecherkabel- bzw. Bananenstecker-Anschlussterminals,
in die auch massiv ausgeführte Stecker oder große Kabelquerschnitte problemlos
passen. Auch beim Audio Analogue Maestro
192/24 CD gibt es Besonderheiten wie die symmetrischen XLR-Ausgänge.

Tadellos: Prima verarbeitete Gehäuserückseite beider
Maestro-Geräte

Ohne Einschränkung hervorragend: Lautsprecher-Anschlussterminals
des Audio Analogue Maestro Settanta,
das wir auch gleich mit dem passenden Kabel bestückten
Das Innenleben beider Komponenten zeigt, dass man es hier mit
grundsolide und aufwändig aufgebauter Hardware zu tun hat. Vom heute oftmals
üblichen Billiglayout sind beide weit entfernt, dies zeigt z.B. der groß
ausfallende Ringkerntrafo des Audio
Analogue Maestro Settanta. Auch die üppig dimensionierten Elkos wecken
Vertrauen in die Leistungsfähigkeit. Im Inneren des CD-Spielers gefällt
die hochwertige Baugruppenwahl, inklusive selektierter 192 kHz/24-Bit
D/A-Wandler, ganz im Detail aber (Verkabelung, unten links im Bild) hätten
wir uns noch mehr Sorgfalt gewünscht. Ein weiterer Wunsch wäre die Fähigkeit,
auch SACDs wiedergeben zu können wie verschiedene Konkurrenzprodukte inzwischen
auch kleinerer Firmen.

Kraftwerk: Großer Ringkern-Trafo, große Elkos

Aufwändig: Innenleben des Audio
Analogue Maestro 192/24 CD
Beim System liegen noch eine aus Metall gefertigte, schwere
Fernbedienungen bei. Würden nicht die eingesetzten Tasten bei jeder Bewegung,
die man mit der jeweiligen, optisch übrigens identischen und mit Tasten für
die Grundfunktionen ausgestatteten Fernbedienungen in der Hand ausführt,
rasseln wie ein Sack alter Schrauben, würden wir hier erstklassige Zensuren
vergeben. So reicht es nur zu einer guten Bewertung.

Edel und schwer: Maestro-Fernbedienung

"Heavy Metal": Haltbar ist das Material der
Fernbedienung auf jeden Fall
Insgesamt reicht es hier zu einer guten, aber nicht
überdurchschnittlichen Bewertung. Die Verarbeitungsgüte könnte noch höher
eingestuft werden, wenn das Finish in Details mehr Konsequenz beim Streben nach
maximaler Qualität zeigen würde. Die verwendeten Baugruppen sind sorgfältig,
lobenswert sind beim CD-Spieler die professionellen XLR-Anschlüsse, was fehlt,
ist eine SACD-Wiedergabemöglichkeit.
Bewertung      
Bedienung
Der Highend-Stereo-Purist ist hart im Nehmen, was den Bedienkomfort anbetrifft,
denn dieser findet nicht oder nur in Ansätzen überhaupt statt. Fairerweise
muss man aber auch zugeben, dass eine solche Systemlösung wie die hier
getestete nicht durch ein extremes Maß an Ausstattungsfülle auffällt,
die der Anwender nur mittels eines sorgfältig ausgetüftelten Bedienkonzepts
überhaupt beherrschen kann. Hier lautet das Motto eher: "Back to the Roots".
Die mitgelieferte Fernbedienung ist nur für die Verwaltung der Grundfunktionen
zuständig, irgendwelche DSP-Programme und Nachbearbeitungsmöglichkeiten
sind bei solchen Gerätekonzepten sowieso verpönt und gehören einfach nicht
mit dazu, so dass nur wenig Einstellarbeit übrig bleibt. Wünschen würden
wir uns einen griffsemphatischeren Lautstärkedrehregler und auch der andere
Drehregler für die Eingangswahl ist nicht überzeugender. Die rasselnden
Tasten der ansonsten hochwertigen Fernbedienungen wollen mit Nachdruck
zur Arbeitsaufnahme überredet werden. Die Displays beider Komponenten
sind optisch schick, aber nicht allzu groß, daher darf man nicht besonders
weit von der Anlage entfernt sitzen, um alles akkurat ablesen zu können.
Die kleinen Bedienelemente am Audio
Analogue Maestro 192/24 CD selbst erfordern ein wenig Fingerspitzengefühl,
zudem ist die Beschriftung durch ihre kleine Größe nicht optimal erkennbar.
Bewertung      
Klang
Akustisch konnte uns die Kombination tief beeindrucken - denn die Audio Analogue-Komponenten
begeisterten durch einen reinen, klaren Klang, der trotzdem nicht von
nüchtern-analytischer Ausprägung war, sondern uns emotional berührte.
Das hängt damit zusammen, dass der Audio
Analogue Maestro Settanta zwar einen feinfühligen Hochtonbereich mit
spritziger Auflösung generiert, sich jedoch ebenfalls für einen kräftigen,
Souveränität ausstrahlenden Bassbereich verantwortlich zeichnet. Mit dieser
Auslegung stellt sich die Situation für die Maestro-Anlage als sehr vielversprechend
dar, denn ganz gleich, um was für eine Art Musik es sich handelt, immer
ist eine ansprechende, dynamische und dabei sehr gut akzentuierte Wiedergabe
möglich.
Besonders im Fokus unseres Interesses stand natürlich die Frage, wie diese
edle Kombination mit klassischer Musik zurechtkommt. Und Klassikliebhabern
können wir die Maestro-Stereoanlage wärmstens empfehlen. Bei "Freude
schöner Götterfunken" beeindruckten Strahlkraft und Nachdruck bei der
Wiedergabe, auch bei sehr hohen Pegeln war noch eine angenehme klangliche
Balance herauszuhören. Gerade dieses wunderschöne Stück muss mit Verve und
Schwung vorgetragen werden und darf nicht in eine Wiedergabeart verfallen, die
lediglich von akribischer Genauigkeit geprägt wird, denn dadurch wird das
erlebbare Faszinationspotential beschnitten. Hier muss Emotion freigesetzt
werden, hier sind Komponenten gefragt, die die Brillanz, den Schwung effektiv
hervorheben können - genau das beherrscht die Maestro-Kombi hervorragend.
Auch Orgelkonzerte (wir verwendeten eine CD mit Aufnahmen des amerikanischen
Ausnahme-Organisten Virgil Fox) sind stets verlockend, denn kein anderes
Musikinstrument verfügt über so viele darstellerische Möglichkeiten wie
eine Orgel. Ob subtilste Hochton-Nuance oder schon fast brachiale Bassgewalt,
ob dezent-leichtfüßig oder schwer-massiv - das Klangspektrum einer großen
Orgel ist so imposant wie ihre optische Erscheinung. Genau hier merkt
man, wie treffsicher die klangliche Auslegung der Maestro-Elektronik ist,
denn durch sein Vermögen, Details fein und klar aufzulösen, erklingen
kleine Nuancen mit hoher Präzision und liebevoller Einarbeitung, gleichzeitig
aber packt der Bass mit Nachdruck zu - und nicht nur das: Der Audio
Analogue Maestro Settanta reagiert zudem sehr schnell auf sich änderte
akustische Verhältnisse und ist daher gleich zur Stelle, wenn der Organist
urplötzlich nach fast völliger Stille alle Register seines gewaltigen
Instruments zieht. Dieser Moment der Unmittelbarkeit, der ungefilterten,
direkten Demonstration von berstender Kraft, stellt der Audio
Analogue Maestro Settanta quasi mitten in den Hörraum.
Weil der Audio Analogue Maestro Settanta
mit einem so breiten Spektrum an Fähigkeiten auftrumpfen kann, ist es
wichtig, ihn nicht mit überforderten Lautsprechern zu kombinieren. Nach
oben hin hingegen stehen praktisch alle Möglichkeiten offen, wie unsere
umfangreichen Checks mit der JBL K2 S5800 zeigten, an dieser Ausnahmebox
konnte sich die Maestro-Kombination voll entfalten und offerierte einen
praktisch kompletten, lückenlosen Sound. Wir fuhren auch Testreihen mit
der KEF XQ Three, also einem Lautsprecher einer völlig anderen Preisliga,
der für sein Geld aber sehr detailliert und feinfühlig wiedergibt. Mit
der KEF spielte die Audio Analogue-Kombination ebenfalls sehr gut auf,
jedoch kann der italienische Audio
Analogue Maestro Settanta noch mehr, als die im Bassbereich eher schlanker
ausgelegten KEFs fordern: Für sehr filigran orientierte Hörer, die sehr
viel Wert auf eine leichte, beschwingte und nie drückende Wiedergabe legen,
ist die Kombination mit den KEF-Lautsprechern aber gut geeignet. Auch
gestresste Zeitgenossen, die sich zur Entspannung einem luftigen Musikgenuss
als Therapie gegen die Leiden des Alltags unterziehen möchten, sind hier
an der richtigen Adresse. Noch seidiger wird alles mit der KEF Reference
205, die mit ihrem überragenden Aufbau vor allem absolute Detailfanatiker
anspricht - und der Audio Analogue
Maestro Settanta bereitet diese Details auch mit traumwandlerischer
Sicherheit für die Verwertung durch die KEFs auf.
Uns jedoch beeindruckte am meisten das Spiel in Kombination mit den JBL-Boxen
- hier passte alles sehr gut zusammen, denn ein einerseits sehr angenehm warmes,
andererseits aufwändig detailliertes und dabei sehr dynamisches
Wiedergabevermögen sorgte für glänzende Augen bei den Testern. Auch bei der
HDCD "The Essential James Bond" (1997er Aufnahme der
Bond-Titelmelodien, gespielt vom Prager Symphonieorchester) konnten beide Audio
Analogue-Bausteine ihren sauberen, dabei sehr tief gehenden Sound wieder in den
Hörraum tragen, was z.B. bei "Live and let die" sehr gut gelang.
Jedes Instrument wird deutlich und zugleich feinfühlig herausgearbeitet,
gleichzeitig aber wirkt die gesamte Klanglandschaft wie aus einem Guss und nicht
inhomogen.
Daher können wir feststellen, dass die Audio Analogue-Kombination zwar eine
Menge Geld kostet, dafür aber auch eine Menge bietet, denn wer akustisch noch
höher steigen und noch höhere Pegel bei weiter gesteigerter Antrittskraft
fahren oder einen noch sensibleren Sound wünscht, muss nochmals deutlich mehr
Geld auf die Ladentheke legen, um entsprechend bedient zu werden. Fest steht
auch, dass diese emotionsintensive Kombination in Bezug auf die Stereowiedergabe
aktuelle AV-Boliden locker schlägt - hier wird einfach ein komplettes Klangbild
mit sehr viel Charisma geboten, das eins zeigt: Wer musikalisch höchst
anspruchsvoll ist, holt sich lieber eine hochwertige Stereoanlage mit zwei
klangstarken Standlautsprechern extra und betreibt diese zusätzlich zum AV
Surround-Receiver oder -Verstärker mit angeschlossenem
Mehrkanal-Lautsprecher-Ensemble. Das ist zwar nicht gerade die billigste
Alternative, aber die langfristig gesehen bestmögliche Lösung. Und: Im
Stereobereich ist das Featurepotential niedrig und die Halbwertszeit der Geräte
hoch, was dazu führt, dass man einmal in eine entsprechend edle Stereo-Lösung
investiert und dafür auch lange etwas von seiner Anlage hat. Den mit
Hightech bis an den Rand gefüllten AV-Boliden anlasten kann man dieses Manko
bei der Stereo-Wiedergabequalität nicht wirklich, denn jeder ist Spezialist auf
seinem Gebiet, der Stereovollverstärker auf dem Gebiet der hochqualitativen
Stereowiedergabe, der AV-Bolide auf dem Terrain der hochqualitativen
Surroundwiedergabe. Auch, wenn im Vergleich zu früheren Zeiten bei
Surroundreceivern eine deutliche akustische Verbesserung bei der
Stereowiedergabe herauszuhören ist, kann ein guter Stereoverstärker als
"Experte" noch mehr - doch er gibt auch AUSSCHLIESSLICH in Stereo
wieder und ist darüber hinaus zu nichts anderem zu gebrauchen.
Zurück zu unseren Klangtestreihen, wo sich die noble italienische Kombination
bestens mit einem stimmgewaltigen "Landsmann" anfreunden konnte - mit
Luciano Pavarotti. Auf seiner aktuellen CD "Ti adoro" konnten die beiden
"Maestros" mal wieder beweisen, dass ihre Namensgebung zurecht zustande
gekommen ist. "Maestro" heißt nämlich auf italienisch "Meister", und meisterhaft
waren die Qualitäten bei dem wunderschönen Stück "Il canto" wirklich:
Mit viel Ausdruckskraft konnte sich Pavarottis Stimme im Hörraum ausbreiten,
völlig losgelöst von den Lautsprechern war ein akustisches Aroma möglich,
das gerade in Verbindung mit JBLs K2-Schallwandlern seinesgleichen sucht.
Der Autor dieser Zeilen, sonst vom Multichannel-Virus nachhaltig infiziert,
muss zugeben, in diesen eindrucksvollen Momenten keine Sekunde eine mehrkanalfähige
Systemlösung vermisst zu haben. Das Spiel war einfach zu schön und zu
intensiv, als dass der Wunsch nach mehr Lautsprechern oder Endstufen aufgekommen
wäre. Die Trennung der Instrumente von der Stimme Pavarottis ist blendend
gelungen, mit viel Einfühlungsvermögen geht der Audio
Analogue Maestro Settanta hier vor.
Wer anstatt Pavarotti eher 80er Jahre Musik bevorzugt, wird sich ebenfalls
rasch mit den Audio Analogue-Gerätschaften anfreunden können. Wir wählten
eine SACD von Frankie goes to Hollywood, die auch in jedem normalen CD-Player,
dann eben als Audio-CD wiedergegeben werden kann ("Rage Hard: The Sonic
Collection"). Bei "Relax" und bei "Rage Hard" wurden der Nachdruck und
die Intensität der Darstellung wiederum sehr deutlich. Gerade bei dieser
CD/SACD raten wir zu einer unten herum voller ausgelegten Lautsprecher.
Mit der für klassische Kammerkonzerte wunderbar geeigneten XQ Three war
hier nicht allzu viel anzufangen. Das große Potential des Audio
Analogue Maestro Settanta konnte hier nur in Ansätzen aufblitzen.
Mit den genialen JBLs hingegen war hemmungsloses Gasgeben angesagt, gerade
"Relax" donnerte mit großartiger Dynamik durch den Hörraum.
Klare akustische Bilanz: Ein zwar teures Geräte-Duo, aber sein Geld aus
klanglicher Sicht auf jeden Fall Wert. Jede Gangart wird hervorragend
beherrscht, ob nun feine Auflösung oder ein kräftiger Bass oder beides
zusammen gefragt ist, es gibt von allem zur Genüge. Die Pegelfestigkeit ist
hervorragend, dem klassisch auf pure Komponenten-Qualität ausgelegten Aufbau
sei Dank.
Bewertung      
Fazit:
Wer eine universell einsetzbare, hochwertig aufgebaute Stereo-Lösung mit einer
langen Nutzungsdauer sucht, wird hier fündig, denn unsere Audio Analogue-Anlage
hat sich gerade akustisch praktisch ausschließlich von ihrer besten Seite
gezeigt. Die italienischen Komponenten verstehen es, eine detaillierte,
klare Wiedergabe mit einem tief gehenden Maß an Emotionalität auf hohem
Niveau zu kombinieren. Dadurch kommt ein breiter potentieller Kundenkreis
als Zielgruppe in Frage. Ebenfalls überzeugt die bis auf wenige Ausnahmen
hochwertige Materialwahl und der konsequente innere Aufbau. Nur bei Kleinigkeiten
siegte manchmal die Sorglosigkeit, wie teilweise etwas unsaubere Spaltmaße
belegen. Der Audio Analogue Maestro
192/24 CD wäre noch begehrenswerter, wenn es zusätzlich eine SACD-Abspielmöglichkeit
gäbe.
Stilvolle Stereo-Lösung, die mit einer sehr gefälligen und
qualitativ hochwertigen klanglichen Auslegung überzeugt

Oberklasse
Test 10. Mai 2005
Preis-/Leistungsverhältnis:      
Pro:
- Voller und gleichzeitig sehr feinfühliger Klang
- Für sehr viele Musik-Stilrichtungen hervorragend geeignet
- Verstärker mit überragender Pegelfestigkeit
- Sorgfältige Selektion der Baugruppen
- Sehr solide Grundkonstruktion
- Optisch ansprechende Gerätedisplays
Contra:
- Nicht in jedem Detail überzeugende Verarbeitung
- CD-Player ohne SACD-Abspielfunktion
Test: Carsten Rampacher, AREADVD
Technischer Support: Roland Klinke,
HIFI-REGLER
Testassistenz: Matthias Walther-Richters,
HIFI-REGLER
10.05.06
Verantwortlich für den Inhalt: Detlev
Schnick, © Copyright 2006 HIFI-REGLER, AREADVD
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