AVR-MASTERTEST: Onkyo TX-NR906 / Pioneer SC-LX81 / Sony STR-DA5400ES
/ Yamaha RX-V3900 (2/2)
Test: Carsten Rampacher, AREADVD
- update: 27.02.2009
Bedienung
Teil 1

Display des Onkyo
TX-NR906

Display vom Pioneer
SC-LX81

Onkyo-Fernbedienung

Pioneer-Fernbedienung
| Merkmal |
Onkyo TX-NR906 |
Pioneer SC-LX81 |
| Verständlichkeit der OSDs |
Leicht
verständlich
(nur englisch) |
Sehr leicht verständlich (in Deutsch verfügbar) |
| Grafische Gestaltung der OSDs |
Gut |
Sehr gut |
| Umfang der OSDs |
Normaler
Umfang |
Normaler Umfang |
| Fernbedienung Formgebung |
recht groß,
liegt aber gut
in der Hand |
exzellent - liegt sehr gut in der Hand |
| Fernbedienung Übersichtlichkeit |
Viele Tasten
nach Eingewöhnung
gute Übersichtlichkeit |
Übersichtlich und klar gegliedert |
| Fernbedienung Tastendruckpunkt |
Gut |
Sehr gut |
| Fernbedienung Beleuchtung |
komplett beleuchtet |
Beleuchtung für die wichtigsten Elemente |
| Fernbedienung Arbeitswinkel |
Gut |
Sehr gut |
| Fernbedienung Reichweite |
Gut |
Gut |
| Bedienung am Gerät |
Problemlos |
Problemlos |
| Ablesbarkeit des Displays |
Ausgezeichnet |
Ausgezeichnet |
Teil 2

Display des Sony
STR-DA 5400

Display des Yamaha RX-V3900

Sony-Fernbedienung

Die beiden Yamaha Fernbedienungen
| Merkmal |
Sony STR-DA5400 |
Yamaha RX-V3900 |
| Verständlichkeit der OSDs |
Sehr leicht verständlich, inklusive erklärenden Texten - exzellent |
Sehr leicht verständlich (in Deutsch verfügbar) |
| Grafische Gestaltung der OSDs |
Ausgezeichnet |
Ausgezeichnet |
| Umfang der OSDs |
Normaler Umfang |
Umfangreich |
| Fernbedienung Formgebung |
Gut |
Gut |
| Fernbedienung Übersichtlichkeit |
Sehr gut |
Sehr gut |
| Fernbedienung Tastendruckpunkt |
Sehr gut |
Gut |
| Fernbedienung Beleuchtung |
Teilweise beleuchtet |
Fast komplett beleuchtet |
| Fernbedienung Arbeitswinkel |
Gut |
Gut |
| Fernbedienung Reichweite |
Gut |
Gut |
| Bedienung am Gerät |
Problemlos |
Problemlos |
| Ablesbarkeit des Displays |
Ausgezeichnet |
Perfekt |
Unser Fazit: Alle AV-Receiver überzeugen
mit gut gemachten On Screen Menüs. Besonders gut gefallen hat uns der
Sony STR-DA5400ES, da hier auch
noch hilfreiche Erklärungstexte zu den einzelnen Funktionen vorhanden
sind. Zudem sind die Sony Menüs nach einem sehr einfach erlernbaren Schema
zu bedienen. Im Zusammenspiel mit der griffigen Fernbedienung haben auch
Neueinsteiger kaum Probleme, der Funktionsvielfalt Herr zu werden. Grafisch
ausgezeichnet sind auch die Menüs des Yamaha
RX-V3900, die sich zudem auch prima bedienen lassen. Etwas Abzüge
gibt es für das leicht schwammige Handling des Navigationskreuzes. Pluspunkte
sichert sich der Yamaha RX-V3900
durch die beinahe komplett beleuchtete Fernbedienung. Die beste Remote
Control liefert Pioneer mit. Sie liegt exzellent
in der Hand und führt die gewünschte Funktion sofort aus. Die wichtigsten
Funktionselemente sind beleuchtet. Die OSDs des Pioneer sind ohne Fehl
und Tadel und grafisch sehr elegant. Der Onkyo
TX-NR 906 weist eine komplett beleuchtete, wenn auch etwas groß geratene
Fernbedienung mit angenehmem Tastendruckpunkt auf. Seine Menüs sind im
Vergleichfeld am wenigsten aufwändig gestaltet.
Test-Equipment
Software
- BD Celine Dion: A New Day (Dolby TrueHD)
- BD Stirb Langsam 4.0 (englisch DTS-HD Master Audio)
- BD Independence Day (DTS-HD Master Audio)
- BD Fluch der Karibik (DTS 5.1)
- BD Casino Royale (DD 5.1)
- DVD Star Wars Episode III (Dolby Digital 5.1 EX)
- DVD Jarre in China (DTS 5.1)
- DVD AVEC Professional Test-DVD
- CD Paul Potts, One Chance
- CD Dream Dance 50
- CD Peter Tchaikowsky, 1812 Ouvertüre
- CD Gigi d´Agostino, L´Amour Toujours 2
Klang neue Tonformate
Teil 1
| Medium |
Onkyo TX-NR906 |
Pioneer SC-LX81 |
| A New Day |
- Sehr gute Feinauflösung (Publikumsklatschen,
Piano Anschlagdynamik)
- Stimme klar umrissen, sehr präsent
- Sehr gute Front/Surround-Balance
- tadellose Dynamik
- nicht mehr so "sanft" wie frühere Onkyo Modelle,
mehr analytische Akustik
- Tadellose Pegelfestigkeit, erst bei sehr hoher Lautstärke
klingt die Stimme zu grell und es leidet das Differenzierungsvermögen
- Präzise Ansteuerung des aktiven Woofers - bei
hoher Lautstärke gibt es im Verhältnis etwas viel Pegel
|
- Das zersplitternde Glas zu Beginn des Konzertes kommt sehr
gut zum Ausdruck
- Überraschend gute vokale Strukturen, kleine Unterschiede
in der Tonlage werden sehr gut erkannt - Respekt. Der mit
digitalen Endstufen ausgestattete Pioneer
SC-LX81 kommt mit der akustisch anspruchsvollen BD erstaunlich
gut klar.
- Bis in hohe Pegelregionen ist die Ansteuerung des aktiven
Subwoofers enorm präzise
- Hervorragende Pegelfestigkeit - hier schlägt er die anderen
Teilnehmer.
- Insgesamt sehr stark auf Klarheit und Stringenz getrimmt
- bei dieser BD geht die Pioneer-Rechnung auf.
|
| Stirb Langsam 4.0 |
- Hier liefert der Onkyo
TX-NR 906 ein sehr sauberes Signal an den aktiven Sub
bis in hohe Pegelregionen
- Hervorragende Einarbeitung des Music Score
- Erneut homogene Front/Surround-Balance
- Schnelle Einarbeitung von Effekten
- Stimmen klingen authentisch, sie sind
exzellent eingearbeitet
- Schießerei bei Übergriff auf Hacker-Wohnung:
Die scharfen Schüsse, das Klirren der Scheiben
wirken sehr echt und nachdrücklich
- Kraftvoller, aber aufgeräumter, differenzierter Bassbereich
- Herumfliegender Feuerlöscher mit anschließender
Explosion: Sehr kontrolliert gesteuert, aber trotzdem
enorm dynamisch
|
- Sehr akkurates Basssignal wird an den aktiven Sub geliefert
- Schüsse bei Angriff auf die Wohnung des Hackers wirken durch
die extrem dynamische, im Hochtonbereich dominante Wiedergabe
sehr furcheinflößend
- Bei schnellen Effektwechseln extremes Reaktionsvermögen
- auch mehrere Effektebenen werden exzellent erfasst
- Feindynamisch ist der Pioneer
SC-LX 81 bei dieser BD nicht so filigran wie der Onkyo
TX-NR906 und der Yamaha
RX-V 3900, der Pioneer
SC-LX81 schiebt größere Hochtoneffekte etwas zu präsent
in den Vordergrund
- Stimmen sind auch bei hohem Pegel sehr gut verständlich
und sind trotzdem gut ins tonale Gesamtgefüge integriert
|
| Independence Day |
- Kraftvoller Auftakt - Alien Raumschiff fliegt
am Mond vorbei, sehr gute Tiefbasswiedergabe
mit präziser Subwooferansteuerung
- Music Score mit sehr guter Raumwirkung
- Präsident geht ans Telefon: realistische Detaileinarbeitung
(Klingeln, Hintergrundgeräusche)
- Stimmwiedergabe (Tel. Gespräch Präsident-Ehefrau)
natürlich und authentisch
- Sehr gute Grobdynamik, ohne die Feindynamik zu
vernachlässigen
- Lebendiger, schwungvoller, langzeittauglicher Sound
- Der Onkyo TX-NR906
vermag es, parallel stattfindende
Effektebenen sehr gekonnt miteinander zu
verflechten, nur minimaler Versatz bei der Ortung
|
- Der Auftakt erscheint enorm dynamisch und klar- der Onkyo
TX-NR906 bringt mehr Volumen in den Bassbereich, der Pioneer
SC-LX 81 mehr Härte, der Yamaha
RX-V 3900 mehr Harmonie. Die Funksprüche von der Mondlandung
heben sich sehr gut vom Music Score ab
- Der Bass bleibt auch unter komplexen Bedingungen exakt und
impulstreu - eine so exakte Ansteuerung des Basses ist uns
in dieser Preisklasse noch nicht untergekommen
- Sehr intensive Hochtonwiedergabe, beeindruckend, aber für
empfindsame Naturen etwas zu schneidend
- Hervorragende Trennung verschiedener Effektebenen mit klarer
Ortungsmöglichkeit für alle Effekte
- Sehr plastisch klingt das Telefon zu Beginn von Kapitel
2
- Feinnervige Brillanz im Hochtonbereich weniger ausgeprägt
als beim Onkyo TX-NR906
und beim Yamaha RX-V3900
|
Teil 2
| Medium |
Sony STR-DA5400 |
Yamaha RX-V3900 |
| A New Day |
- Das zersplitternde Glas zu Beginn wird nicht überzeugend
dargestellt - es klingt zu matt
- Der Bass ist zu wuchtig und versetzt die Stimme nach hinten
- Die Stimme selbst ist sehr gut verständlich, erscheint aber
minimal nasal geprägt, die stimmtypischen Charakteristika
sind nicht allzu ausgeprägt. Insbesondere der Yamaha zeigt,
wie viel mehr in der TrueHD Tonspur steckt.
- Sehr gut: Die Pegelfestigkeit des Sony
STR-DA 5400
|
- Klatschen des Publikums klingt sehr authentisch
- Der Klang des zersplitternden Glases wird nicht ganz so
realistisch wiedergegeben wie vom Pioneer
SC-LX81 - hier liegt der Yamaha
RX-V3900 auf dem Level des Onkyo
TX-NR906
- Bei der Präzision der Basswiedergabe überzeugt der Yamaha
RX-V 3900 und muss sich nur dem Pioneer
SC-LX 81 beugen
- Die Stimme von Dion erfasst der Yamaha
RX-V3900 am besten - klar, facettenreich, mit überragenden
vokalen Konturen, das ist eine Leistung, die selbst manche
Boliden nicht erreichen.
- Auch die Einarbeitung verschiedener akustischer Ebenen gelingt
dem Yamaha herausragend.
- Selbst bei hohem Pegel wird die Stimmwiedergabe nicht aggressiv,
ebenfalls gelingt auch bei hoher Hörlautstärke sehr gut die
Trennung zwischen einzelnen Elementen (Bass/Stimme/Publikum)
- Feindynamische Differenzen im Mittel- und Hochtonbereich
stellt der Yamaha RX-V
3900 bei dieser BD vom gesamten Konkurrenzfeld am besten
dar
|
| Stirb Langsam 4.0 |
- Im Bassbereich langt der Sony
STR-DA5400 kräftig zu und bietet eine Auslegung, die für
Effektliebhaber sehr gut
- In der Szene, als Matthew Farrell angegriffen wird, nutzt
der Sony STR-DA 5400
seine Effektgewalt zu einer sehr eindrucksvollen Vorstellung
- allerdings stellt der Pioneer
SC-LX 81 Effekte klarer und besser voneinander getrennt
dar. Das trifft auch auf den Onkyo
TX-NR906 zu (bessere Differenzierung der Ebenen) und auf
den Yamaha RX-V3900
(bessere räumliche Einarbeitung). Für enorm "explosives" Effektkino
aber ist der Sony STR-DA5400
sehr gut geeignet
- Sehr gute Front/Surround-Balance
- Die Stimmen werden sehr gut eingearbeitet - sie sind nur
bei bassstarken Effekte etwas zu sehr zurück versetzt
- Sehr gute Pegelfestigkeit - direkt hinter dem Pioneer einzuordnen
|
- Der Bass ist nicht so präzise wie beim Pioneer
SC-LX81, dafür aber sehr räumlich
- Auch bei der Wiedergabe der Schusswechsel ist der Erlebnisfaktor
beim Pioneer SC-LX81
höher - der Onkyo TX-NR906
klingt eine Idee klarer als der Yamaha
RX-V3900, der 3900 arbeitet dafür die Effekte noch besser
ins tonale Gesamtgefüge ein und bietet die größte Homogenität
- Durch die in sich schlüssige Auslegung kann man mit dem Yamaha
sehr gut entspannt laut hören - er strengt am wenigsten von allen
Kandidaten an
- Die Stimmwiedergabe ist auch hier exzellent. Im Gesamtumfeld
gibt aber der Onkyo
TX-NR 906 bei Stirb Langsam die Stimmen am besten wieder.
- Der Yamaha RX-V3900
stellt kleine Dynamikdifferenzen sehr glaubwürdig dar
- Der Yamaha RX-V 3900
bietet auf den Surroundkanälen viel Weitläufigkeit (Regen
im Hintergrund) - beste Leistung im Test-Feld
|
| Independence Day |
- Der Sony STR-DA5400
realisiert viel Nachdruck im Bassbereich, er meint es manchmal
allerdings "zu gut" und steuert den aktiven Subwoofer mit
vergleichsweise hohem Pegel an. Er fungiert als Contrapunkt
zum sehr exakten Pioneer
SC-LX 81 und legt viel Wert auf maximales Volumen und
subjektiv als sehr stark empfundenen Nachdruck
- Der Music Score klingt gut, das Einblenden der Funksprüche
erfolgt beinahe nahtlos
- Ganz minimal blecherne Wiedergabe des oberen Mitteltonbereiches
- Homogenes Surroundklangfeld mit sehr guter Räumlichkeit
- Grobdynamisch bietet der Sony
STR-DA 5400 einen großen Umfang
- Die Feindynamik im Hoch- und Mitteltonbereich ist voll befriedigend.
Kleine Dynamiknuancen könnten noch präziser zum Tragen kommen
|
- Die sehr gute Ansteuerung des aktiven Subwoofers mit tadellosem
Übergang von den unteren Mitten in den Bassbereich überzeugt
- Der Yamaha RX-V3900
realisiert einen enormen Tiefgang und stellt subtile Bassanteile
ausgezeichnet dar
- Die Funksprüche der Mondlandung arbeitet der Yamaha
RX-V 3900 sehr gut an, aber nicht ganz so prägnant wie
der Pioneer - dafür ist die "mildere" Abstimmung des Yamaha
RX-V 3900 die Angenehmste im Test-Feld
- Der Music Score wird sehr homogen und dynamisch wiedergegeben
- hier liegt der Yamaha
RX-V3900 zusammen mit dem Onkyo
TX-NR 906 vor dem Pioneer
SC-LX81
- Stimmen erfasst der Yamaha
RX-V3900 erneut ausgezeichnet und stellt sie detailliert
dar
- Auch bei ID4 ist es möglich, stressfrei sehr laut mit dem
Yamaha RX-V3900
zu hören
- Lebendige, voluminöse Ausgestaltung der Surroundkanäle.
Der Yamaha RX-V 3900
harmoniert sehr gut mit Dipolen für Surround L/R
|
Unser Fazit: Alle vier AV-Receiver
stellen die Vorzüge der neuen Tonformate gut heraus. Allerdings weisen
die Geräte völlig unterschiedliche akustische Auslegungen auf. Der Yamaha
RX-V 3900 beeindruckt durch seine enorme klangliche Harmonie - mit
dem Yamaha RX-V3900 kann man
nichts falsch machen, der Yamaha
RX-V 3900 ist nicht anspruchsvoll bezüglich der Wahl des Hörraums
und kommt mit akustisch lebendigen wie auch mit stärker bedämpften Lokalitäten
sehr gut zurecht. Dank der Konfigurationsvielfalt (EQ etc.) und der homogenen
Grundauslegung liefert der Yamaha
RX-V 3900 stets einen gepflegten, im Hochtonbereich durch die Samtigkeit
und die feine Brillanz schlichtweg schönen Sound. Sehr schön modelliert
der Yamaha den Oberwellenbereich heraus, er zeigt dadurch sehr gut die
Vorteile der neuen HD-Tonformate. Die Wiedergabe von Stimmen gelingt ihm
exzellent. Die Präzision im Bassbereich, die Durchschlagskraft von Effekten
und die Pegelfestigkeit sind tadellos, hier lässt der Yamaha
RX-V3900 aber anderen Modellen galant den Vortritt. Kraftvoll und
klar, aber nicht mehr so seidig und filigran wie frühere Modelle präsentiert
sich der sehr gut durchstrukturierende Onkyo
TX-NR906. Er spielt grobdynamisch etwas nachdrücklicher als der Yamaha
RX-V3900, dafür nicht ganz so homogen. Feindynamische Differenzen
stellt der Onkyo TX-NR906 vorzüglich
dar und bringt somit den Benefit der neuen Tonformate sehr greifbar zum
Ausdruck. Die Pegelfestigkeit ist auf Yamaha-Level. Sehr gut gelungen
ist die Stimmwiedergabe, sie ist minimal dynamischer als beim Yamaha,
dafür betont der Yamaha RX-V 3900
vokale Details noch besser - also bilanzierend ein Patt zwischen den Kontrahenten,
was die Stimmwiedergabe angeht. Der Pioneer
SC-LX 81 ist unser "Extremist", denn er fasziniert über alle Maßen,
polarisiert aber auch am stärksten. Bei der Präzision im Bassbereich und
bei der Pegelfestigkeit sowie bei der Grobdynamik setzt der Pioneer
SC-LX81 im Test-Feld die Maßstäbe. Sein Hochtonbereich ist über alle
Maßen klar, aber sehr prägnant und erscheint minimal synthetisch - dass
im Pioneer SC-LX81 digitale
Endstufen am Werk sind, bleibt trotz der hohen Qualität nicht ganz verborgen.
Die Surround/Back Surround-Kulisse ist von enormer Lebendigkeit geprägt.
Noch mehr Räumlichkeit offerieren der Onkyo und insbesondere der Yamaha
RX-V3900. Bleibt der Sony STR-DA5400ES
- Kompliment an Sony, der AV-Receiver konnte
sich in allen Belangen gegenüber dem Vorgänger verbessern. Und nicht nur
das: Bezüglich der Wucht bei der Effektdarstellung setzt der Sony
STR-DA 5400 in diesem Testumfeld die Maßstäbe. Es fehlt etwas an Durchzeichnungsvermögen
und Brillanz im Hochtonbereich, dafür ist der Übergang des unteren Mitteltons
in den Bassbereich hervorragend gelungen. Music Score und Effektsequenzen
vermag der Sony STR-DA5400ES,
exzellent miteinander zu verschmelzen. Also bilanzierend ein großer Erfolg
- Sony hat mit dem Sony STR-DA 5400
den Sprung zurück zu den besten Herstellern im AV-Receiver-Business
geschafft, die Klassenspitze ist bei etwas mehr Feintuning greifbar nahe.
Klang DTS/Dolby Digital
Teil 1
| Medium |
Onkyo
TX-NR906 |
Pioneer
SC-LX81 |
| Casino Royale |
- Die enorme Dynamik bringt die Anfangsszene auf Madagaskar gut
zum Ausdruck
- Der Music Score ertönt sehr nachdrücklich
- Präziser und kräftiger Basseinsatz
- Kleinigkeiten (Bond stößt Blätter zurück, als er durchs
Gebüsch läuft) erscheinen sehr echt
- Bond fährt mit Radlader in Baustelle: Effekt-Spektakel mit
präzisem Aufbau
- Insgesamt holt der Onkyo
TX-NR 906 auch aus normalen Dolby Digital Tonspuren
eine Menge Dynamik und Nachdruck heraus, er spielt dynamischer als
frühere Onkyo Modelle, aber nicht mehr so homogen
|
- nahezu perfekte Bassansteuerung - überaus präzise und
klar.
- Explosionen ertönen mit Nachdruck und Struktur
- Sehr dynamischer, aber auch sehr präsenter Hochtonbereich, der
etwas hart und weniger "smooth" gesoundet ist
- Sehr gute Effekteinarbeitung im Surround- und im SB-Bereich
- Insgesamt ein beeindruckend kräftiges, dynamisches Spiel - der
feinsinnige Anwender wird aber etwas Sensibilität vermissen, der
Hochtonbereich erscheint sehr präsent
|
| Star Wars Episode III |
- Angehört in THX
Surround EX
- Hochtonbereich sehr angenehm, aber nicht einfältig, dadurch hohe
Pegel möglich
- Schlacht über Coruscant: Heransausende Jäger werden hervorragend
wiedergegeben, verschiedene Effektebenen werden ausgezeichnet
dargestellt
- Nachdrückliche, kraftvolle Ansteuerung des aktiven Subwoofers
- Music Score bleibt stets klar vernehmbar
- Gute Einarbeitung der Stimmen, auch bei hohem Pegel frei von
negativen Begleiterscheinungen
- Sehr gelungene, exakte und räumlich dichte Effektverteilung
- Sehr lebhafte und facettenreiche
Surround Klangkulisse
|
- Angehört in THX
Surround EX
- Sehr klarer, dynamischer Hochtonbereich, dürfte manchem Anwender
etwas zu präsent sein (heransausende Jäger)
- Erstklassige, präzise Ansteuerung des aktiven Subwoofers
- Extrem schnelle, spritzige Effektwiedergabe
- Sensibilität im Hochtonbereich weniger ausgeprägt als beim
Onkyo TX-NR906
- Stimmen klingen bei hohem Pegel leicht zischend, ansonsten exakte
Wiedergabe
- In großen Explosionen viel Struktur
|
| Jarre in China |
- Sehr gut werden auch kleine Dynamik-Differenzen beim Spiel Jarres
an den Synthesizern herausgearbeitet.
- Die Effektkulisse erscheint glaubwürdig und nicht aufgesetzt.
Gute Dynamik und gutes Raumgefühl, nur der Yamaha
RX-V 3900 offeriert etwas mehr Räumlichkeit
- Auch kleine Effekte, die von hinten kommen, werden sauber
aufgelöst
- Glockenläuten zu Beginn von Chapter 4 klingt sehr realistisch
- Der Zuhörer fühlt sich mitten in die Effekte eingebettet,
der Onkyo TX-NR906
offeriert ein sehr intensives, direktes Klangerlebnis
|
- Erneut sehr präzise und tadellos strukturierte Basswiedergabe
- Glockenläuten klingt nicht so glasklar wie beim Onkyo - auch
sonst ist die Detailauflösung etwas schlechter
- Enorme Grobdynamik - spielt im grobdynamischen Bereich sehr
mitreißend, durch die fehlende Feindynamik leicht synthetischer
Touch
- Sehr pegelfest - typisch Pioneer.
Geringe Erwärmung dank digitaler Endstufen
|
Teil 2
| Medium |
Sony STR-DA5400 |
Yamaha RX-V3900 |
| Casino Royale |
- Sehr nachdrückliche Effektwiedergabe
- Ausgezeichneter Raumeindruck (Front und Surround)
- Stimmen klingen minimal zischend
- Music Score sehr wirkungsvoll eingearbeitet
- Pegelfestigkeit nur knapp unter Pioneer-Niveau
- Feindynamisch gut, aber nicht überragend
|
- Der Yamaha RX-V 3900
bietet ein homogenes Klangbild mit fließenden Übergängen
- Der Onkyo TX-NR 906
entfaltet bei tieffrequenten Explosionen etwas mehr Wucht,
der Pioneer SC-LX 81
bietet noch mehr Härte und Präzision, dafür schließt der Yamaha
RX-V 3900 den Bassbereich am besten an, zudem kann mit
dem Yamaha RX-V3900
sehr gut laut gehört werden
- Die Einarbeitung des Music Score gelingt dem Yamaha
RX-V3900 besonders gut
- Erneut überzeugt die Stimmwiedergabe, Stimmen erscheinen
nie aufgesetzt, sondern immer realistisch integriert
- Sehr viel Weitäufigkeit auf den Surroundkanälen, der Yamaha
RX-V 3900 bietet die beste Panorama-Wirkung
|
| Star Wars Episode III |
- Hörbares Grundrauschen
- Sehr gute Räumlichkeit im Surroundbereich
- Sehr nachdrücklicher Bass
- Der Music Score klingt weitläufig
- Hochtonbereich minimal blechern in einigen Sequenzen
- Kleine Dynamik- Differenzen können noch genauer zum Ausdruck
gebracht werden
|
- Sehr homogenes Klangbild, das den Zuhörer räumlich mit hoher
Intensität umgibt.
- Verschiedene Effektebenen werden sehr gut erkannt und auseinander
differenziert
- Facettenreiches Geschehen auf den Surroundkanälen
- Exzellente Stimmwiedergabe, auch bei hoher Lautstärke charismatisch
und frei von Zischlauten oder anderen disharmonischen Elementen
- Insgesamt eignet sich die Auslegung des Yamaha
RX-V 3900 sehr gut zum lauten Hören, die Dynamik überzeugt
auch bei großem Pegel.
|
| Jarre in China |
- Beginn von Track 4 erscheint sehr räumlich
- kräftiger Bass
- Die Glocke gibt der Sony
STR-DA5400 prima wieder
- Sehr gute Effektübergabe Front - Surround
- Synthesizer-Klänge und Hintergrundkulisse trennt der
Sony STR-DA5400ES
sehr gut und schafft trotzdem ein in sich schlüssiges Klangbild
- Viel Volumen, sehr guter Tiefgang
- Bei der Jarre-DVD weiß der Sony
STR-DA 5400 absolut zu überzeugen und platziert sich weit
vorne
|
- Glocke zu Beginn von Track 4 klingt sehr realistisch
- Sehr hohe Dynamik bei der Wiedergabe der Synthesizer-Töne
- Viel Atmosphäre auf den Surroundkanälen, in allen
Frequenzbereichen
- Effekte erscheinen sehr plastisch
- Der Bassbereich besitzt Volumen und einen sehr guten Tiefgang, nur
kleine Strukturen könnten noch prägnanter herausgestellt werden
- Kleine Pegeldifferenzen innerhalb von Sythesizer Effektsequenzen
kommen gut zum Ausdruck
|
Unser Fazit: Bei den herkömmlichen Tonformaten leistet
sich der Pioneer SC-LX 81 eine
kleine Schlappe, denn sein recht dominanter Hochtonbereich sorgt für leichte
Disharmonie. Teilweise kann dies durch den enorm präzisen Bass ausgeglichen
werden. Die Grobdynamik ist beim Pioneer
SC-LX81 erneut die beste im Test-Feld - allerdings bleibt der Sony
STR-DA5400 dem Pioneer SC-LX81
dicht auf den Fersen. Das gilt auch für die Pegelfestigkeit, hier distanzieren
Sony und Pioneer
die beiden anderen Konkurrenten, wobei die Pegel, die Yamaha
und Onkyo realisieren, auch deutlich mehr sind,
als nahezu alle Anwender in der Praxis benötigen. Wer entspannt und doch
fesselnd hören möchte, fährt mit dem Yamaha
RX-V3900 am besten. Er bindet alle Boxen mit enormer Gleichmäßigkeit
ein und stellt nahtlose, fließende Übergänge sicher. Der Bass besitzt
viel Tiefgang und eine tadellose Präzision. Vokale Elemente arbeitet der
Yamaha RX-V 3900 mit treffender
Akzentuierung ein. Der Onkyo TX-NR906
ist akustisch etwas härter und frischer ausgelegt als der Yamaha
RX-V 3900 - ohne aber je unangenehm zu werden. Vielmehr ist es eine
Frage der persönlichen Präferenzen, welche Charakteristik bevorzugt wird.
Grobdynamisch bietet der Onkyo TX-NR
906 etwas mehr, dafür sind die tonalen Übergänge beim Yamaha
RX-V 3900 minimal fließender und die Räumlichkeit erscheint nochmals
authentischer. Der Sony STR-DA 5400
hält sehr gut mit, zeigt bei Star Wars und bei Casino Royale aber einen
minimal blechern klingen Hochtonbereich - dafür entschädigt die Leistung
bei der Jarre-DVD: Der Sony STR-DA
5400 gibt die anspruchsvolle Scheibe bilanzierend am besten von allen
Teilnehmern wieder.
Klang Surroundaufpolierer und DSPs
Anmerkung: Bei Film- und Musik-DSPs werden die beim
jeweiligen AV-Receiver am besten klingenden
Programme bewertet.
Teil 1
| Betriebsart |
Onkyo TX-NR906 |
Pioneer SC-LX81 |
| Dolby PLIIx Music |
- Klar definierter Bass, kein störender Hall, lebendiger,
dynamischer Sound, realistische, schnelle Surround-Effekteinarbeitung,
nur auf den S/SB-Effektkanälen könnte noch etwas mehr räumliche
Weite sein
|
- Die Basswiedergabe ist erstklassig - nochmals präziser als
beim Onkyo TX-NR 906,
exakt auf den Punkt kommend, null Hall,
- Typisch für den Pioneer
SC-LX 81 etwas scharf in den Höhen (bei kritischen Räumen
tritt durch Einsatz der X-Curve etwas Besserung ein).
- Extrem dynamisch.
- Der im Surroundbereich offerierte Raum könnte umfassender
ausfallen
|
| DTS Neo:6 Music |
- Leichter Hall, der Bass klingt minimal hohl, matterer Sound
- Neo:6 ist hier keine Alternative zu PLIIx
|
- Ebenfalls ausgesprochen antrittsstark und lebendig. Stimmen
wirken minimal hohl und noch eine Idee aggressiver - bei hohem
Pegel störend. Wir würden PLIIx Music vorziehen.
|
| Musik-DSPs |
- THX Ultra 2 Music: Kraftvoller und doch präziser Bass, die
Vorteile von PLIIx Music werden hier mit nochmals schlüssigeren
Übergängen zwischen den einzelnen Frequenzbereichen gekrönt.
- Enorm dynamisch und kräftig geht es mit dem Onkyo "Orchestra"
DSP voran. Insgesamt gibt es zwar wenige DSPs, durch THX und
das sehr gute Orchestra Programm kommen aber keine Mangelerscheinungen
auf.
|
- Classical erscheint etwas sanfter und klarer abgestimmt.
- Rock/Pop ist sehr antrittsschnell, nachdrücklich und auf
eine intensive Effekt- sowie Basswiedergabe abgestimmt. Beides
sind sehr gute DSPs.
|
| Movie-DSPs |
- Hier ist es sehr ratsam, den THX Ultra 2 Cinema Modus (für
die optimale 7.1 Wiedergabe von 5.1-Quellen) zu verwenden,
da dieser die homogene, in sich schlüssige Klangcharakteristik
des Onkyo TX-NR906
auf das Vorteilhafteste betont. Gerade für herkömmliches DD/DTS
hervorragend geeignet.
|
- Exzellent für das Hören mit großem Pegel ist THX Ultra 2
Cinema. Dieser Modus bietet eine sehr homogene, klare Wiedergabe
und nimmt etwas die Dominanz aus dem Hochtonbereich.
- DSP "Action" sorgt für eine dichte Effektwiedergabe, ist
aber im Hochtonbereich hörbar scharf. Sehr gute Raumwirkung.
- DSP "SciFi": Ausgezeichnete Raumwirkung, etwas "milder"
im Hochtonbereich, weitläufige Surroundkulisse
|
Teil 2
| Betriebsart |
Sony STR-DA5400 |
Yamaha RX-V3900 |
| Dolby PLIIx Music |
- Bas klingt minimal hohl und weist leichtes Nachschwingen
auf
- Stimmen erscheinen leicht zurück versetzt
- etwas monotone Surroundkulisse
- Bilanzierend ist die PLIIx Implementierung nicht gelungen.
Das Klangbild erscheint etwas disharmonisch. Unpraktisch:
Man muss im GUI umschalten, ob PLIIx oder Neo:6 verwendet
werden soll
- Es gibt keine PLIIx Programme und keine Einstellparameter
|
- Sehr räumlich, der Bass ist nachdrücklich, aber nicht ganz
so präzise wie beim Pioneer - etwa auf dem Level des Onkyo
TX-NR906.
- Pegelfestigkeit auf Level des Onkyo
TX-NR 906. Weder Yamaha noch Onkyo haben bezüglich der
Pegelfestigkeit eine Chance gegen den Pioneer und den Sony.
- In sich schlüssige Gesamtcharakteristik, nie zu aggressiv,
immer wird mit Erfolg eine angenehme, trotzdem lebendige Gesamtcharakteristik
erreicht.
- Enorme Räumlichkeit
|
| DTS Neo:6 Music |
- Die Neo:6 Integration ist sehr gut - ein direkter, klarer
Sound kann mit hohem Pegel genossen werden
- Sehr dynamische Effekteinarbeitung
- Kräftiger, fundierter Bass
- Realistische Surroundkulisse
|
- Klingt etwas zurückhaltender, aber insgesamt sehr gelungen.
- Der Yamaha RX-V 3900
bietet die mit Abstand beste Neo:6 Integration im Testfeld,
praktisch ohne Hall, mit hartem, klaren, treffsicherem Bass
und sehr guter, realistischer Räumlichkeit.
|
| Musik-DSPs |
- Concert Hall A: Sehr weitläufige Akustik mit sehr gut eingearbeitetem
Hochtonbereich, tadellose Trennung von Stimmen und Instrumenten.
Bei sehr hohem Pegel mit etwas Vorsicht zu genießen (Stimmen
erscheinen dann etwas grell und es leidet das vokale Auflösungsvermögen
- Live Concert: Ausgewogenes DSP mit guter Räumlichkeit und
lebendigem Gesamtcharakter
|
- Entertainment-DSP "Music Video": Sehr dynamischer
und direkter Sound ohne störende Hallbeimischung. Tadellose
Räumlichkeit. Gelungene, schnelle Effektverteilung
- Classical-DSP, Hall in Munich: Sehr weitläufige Wiedergabe,
authentischer Raumeindruck, sehr gute Wiedergabe verschiedener
instrumentaler Ebenen, tadellos geeignet für große Konzerte
- Classical-DSP, Hall in Vienna: Die weltberühmte Halle des
Wiener Musikvereins wurde von den Yamaha-Ingenieuren zu einem
hervorragenden DSP verarbeitet, das sehr intensiv, emotional
und mitreißend wirkt. Nur mit dem Pegel sollte man aufpassen
- ansonsten mischen sich bei enorm hohem angewählten Pegel
Verzerrungen mit ins Klangbild. Bei gehobener Lautstärke entfaltet
das Programm ein ausgezeichnetes Aroma mit gekonnter vokaler
Präsenz.
|
| Movie-DSPs |
- Cinema Studio EX B: Sehr gute Effektverteilung, viel Nachdruck,
der aber glaubhaft wirkt, raumfüllender Bass, noch intensiver
als ohne DSP
- V.Multi Dimension: Die virtuell erzeugten zusätzlichen Surround-LS-Paare
sorgen für eine zwar nicht über alle Maßen präzise, aber sehr
weitläufige, üppige Surroundkulisse
|
- "Spectacle" erfreut mit enorm reichhaltiger Ausschmückung
der Effekte, sehr dynamisch, nachdrücklich und durch die stimmige
Auslegung sehr gut zum Laut-Hören geeignet
- "Sci-Fi": Klingt sehr weitläufig, enorme räumliche Präsenz,
lebendig in den Höhen, vielschichtige Surroundkulisse, Effekte
sind sehr stimmig eingearbeitet
- "Adventure": Sehr gute einbindung des Music Score, ausgesprochen
angenehme Gesamtcharakteristik, sehr gute Einarbeitung von
vokalen Elementen, die Surround-Soundkulisse überzeugt durch
die hohe Tiefe
- Bilanzierend die besten Film-DSPs im Teilnehmerfeld.
|
Auch, wenn die Konkurrenz teilweise aufgeholt hat - die besten DSPs stammen
nach wie vor aus dem Hause Yamaha. Beeindruckend
aber auch, wie nahe der Pioneer
SC-LX 81 dran ist. Nicht nur im THX Ultra 2 Cinema Modus klingt er
exzellent, auch die Pioneer DSPs sind mittlerweile richtig gut. Mit dem
besten Neo:6 Sound kann der Yamaha
RX-V 3900 dienen, die beste PLIIx Integration findet sich beim Pioneer
und beim Onkyo TX-NR906. Und
die mit Abstand am wenigsten gelungene beim Sony, das macht der Sony
STR-DA 5400 durch die zweitbeste Neo:6 Einbindung teilweise wieder
wett. Der Onkyo TX-NR 906 fällt
durch einen sehr guten PLIIx Sound positiv auf, ebenso ist der THX Ultra
2 Cinema Mode sehr gut zu gebrauchen. Ansonsten bietet der Onkyo
TX-NR906 kaum DSP-Auswahl. Dass die Onkyo
Ingenieure aber DSPs sehr effektiv entwickeln können, beweist das ausgezeichnete
"Orchestra" DSP nachdrücklich. Der Sony
STR-DA5400 bietet ebenfalls beachtlich gute DSPs, die sich auf dem
Level der Programme des Pioneer
SC-LX 81 befinden.
Klang Stereo
Teil 1
| Betriebsart |
Onkyo TX-NR906 |
Pioneer SC-LX81 |
| Normal Stereo |
- Gehaltvoller, klarer und gefälliger Klang mit sehr glaubhaftem
Bühnenaufbau und sehr guter Tiefenstaffelung.
- Die Trennung von Stimmen und Instrumenten ist sehr gut,
aber nicht exzellent.
- Die Detaillierung und das authentische Spiel des Onkyo
TX-NR906 gefallen.
|
- Klar und prägnant, rein, aber minimal synthetisch im Hochtonbereich.
Es fehlt etwas Wärme - das ist aber eher subjektiv.
- Objektiv bietet der Pioneer
SC-LX81 viel Präsenz und stuft die Übergänge zwischen
den Frequenzbereichen sauber ab.
- Bezüglich der Klangreinheit eine überragende Leistung.
- Die Tiefenstaffelung der Bühne ist sehr gut.
|
| Pure Audio/ besondere Features für reine Stereowiedergabe |
- Filigranerer, feiner dosierter Sound im Pure Audio Modus.
- Feindynamische Differenzen kommen besser zur Geltung. Sehr
schöne Herausarbeitung instrumentaler und vokaler Charakteristika.
- Es fehlt aber etwas an Nachdruck.
|
- Wir testeten das Pioneer PQLS im CD-Audiobetrieb- für eine
möglichst jitterfreie Übertragung.
- Das Ergebnis begeistert - eine enorme Impulstreue und Dynamik
beherrscht das Klangbild.
- Der synthetische Eindruck im Hochtonbereich nimmt etwas
ab - objektiv beeindrucken die sehr gute Detaillierung und
die enorme Klarheit.
- Für denjenigen, der oft Stereo hört, lohnt sich die Anschaffung
einer Pioneer BDP/AVR-Kombi mit PQLS auf jeden Fall, denn
die akustischen Vorteile sind gut hörbar.
|
Teil 2
| Betriebsart |
Sony STR-DA5400 |
Yamaha RX-V3900 |
| Normal Stereo |
- Respekt, Sony: Eine so gute Stereowiedergabe
kannten wir von Sony AV-Receivern bislang nicht. Tonal ausgewogen,
mit sehr guter Stimm- und Instrumentaltrennung, hat man hier
den Anschluss an die Klassenspitze geschafft.
- Nur die Tiefenstaffelung zeigt Verbesserungspotential auf.
|
- Der Yamaha RX-V3900
als günstigster Teilnehmer im Testfeld überzeugt mit einem
sehr angenehmen, substanzreichen Klangbild bei der Stereowiedergabe.
- Im Vergleich zu früheren Modellen des Hauses ist die Charakteristik
voller, samtiger und nicht mehr so analytisch und schlank.
- Der Bühnenaufbau und die Tiefenstaffelung sind ausgezeichnet.
- Die Stimm- /Instrumentaltrennung ist ebenfalls sehr gut.
|
Pure Audio/
besondere Features für reine Stereowiedergabe |
- Kein Pure Audio Modus vorhanden. Dafür Test mit Digital
Legato Linear Funktion zur Klangverbesserung bei CDs
- Klang wird im Hochtonbereich räumlicher und sensibler
- Insgesamt sehr gute Übergänge zwischen den Frequenzbereichen
- Tonal erstaunlich hohe Neutralität
|
- Noch etwas mehr Transparenz entwickelt der Yamaha
RX-V 3900 im Pure Direct Modus.
- Das Abklingen im Hochtonbereich ist feiner ausgeprägt,
vokale Konturen erscheinen etwas prägnanter.
- Authentisch empfundene Räumlichkeit.
|
Bei der normalen Stereowiedergabe überzeugt uns der Yamaha
RX-V3900 praktisch ausnahmslos. Er spielt angenehm, baut einen realistischen
Raum auf und erzielt eine ausgezeichnete Stimm- und Instrumentalwiedergabe.
Der Hochtonbereich ist hörbar sanfter und gefälliger abgestimmt als bei
früheren Yamaha Modellen. Der Onkyo
TX-NR906 bietet mit einem dynamischen, klaren Sound auch eine sehr
überzeugende Wiedergabe, der Yamaha
RX-V3900 spielt nur eine Idee räumlicher. Der Sony
STR-DA 5400 hat gegenüber früheren Modellen den größten Schritt nach
vorn gemacht. Nur die Tiefenstaffelung und die Feindynamik im Hochtonbereich
weisen noch etwas Verbesserungspotential auf. Ein Sonderfall ist der Pioneer
SC-LX81 - er klingt extrem klar, baut eine sehr scharf umrissene Bühne
auf und detailliert ausgesprochen gut, erscheint aber akustisch leicht
sythentisch und etwas kalt. Was die Modelle zur Verbesserung der Stereo
Performance mitbringen, ist vollkommen unterschiedlich. Der Pure Audio
Modus des Onkyo TX-NR906 bewirkt
einen sensibleren, filigraneren Sound, der aber nicht mehr so substanzreich
erscheint. Beim Yamaha RX-V3900
sorgt der Pure Audio Modus für eine besonders gekonnte Ausschmückung des
Oberwellenbereiches, der Klang wirkt dadurch samtig und gleichzeitig brillant.
Sehr gut gelungen ist Sonys Digital Legato Linear-Funktion, die eine gut
detaillierte und räumlich echte Soundkulisse ermöglicht. Der Pioneer
SC-LX81 nimmt eine absolute Sonderstellung ein - wenn man einen PQLS-kompatiblen
Zuspieler an seine Seite stellt. Dann werden bezüglich Impulstreue, der
Verarbeitung verschiedener akustischer Ebenen und bezüglich des Auflösungsvermögenes
Maßstäbe gesetzt. Ohne PQLS leistet der Pure Audio Modus auch eine tadellose
Arbeit und bietet einen sehr guten Facettenreichtum und eine klar definierte
Bühne.
Lautsprecher-Einmesssysteme

Die verschiedenen Einmessmikrophone
Teil 1
| Merkmal |
Onkyo TX-NR906 |
Pioneer SC-LX81 |
| Dauer des Einmessvorgangs |
3,39 pro Position mit Berechnung |
6:15 Minuten an 1 Position mit Berechnung, ca. 18 Minuten an
3 Positionen |
| Ermittlung verschiedener Kurven während des Einmessvorgangs
(Einmesssystem optimale Kurve, auf Front-LS abgestimmte Kurve,
Flat-Kurve) |
ja |
ja |
| Besonderheiten |
keine |
- Verschiedene User-Speicherbänke für individuelle Einstellungen
|
| Max. Positionen |
8 |
3 (im erweiterten MCACC Menü) |
| Fehlermeldungen |
Keine |
Keine |
| Messergebnisse: LS-Größe, Distanz, Pegel |
- Insgesamt zurückhaltende Einpegelung.
Subwoofer recht kräftig eingestellt.
- Distanzen sehr genau ermittelt.
- LS-Größen stimmen
|
- Kräftige Einpegelung des aktiven Subwoofers -
aber nicht übertrieben
- Ausgesprochen realitätsnahe Pegel.
- Sehr präzises Time Alignment.
|
| Messergebnisse EQ (sofern einsehbar) |
nicht einsehbar. Es ist nicht möglich, die automatisch ermittelte
Kurve in den manuellen EQ zu kopieren |
- Neben den
Grundeinstellungen (Größe, Pegel, Abstand) sind alle EQ-Einstellungen
einsehbar.
- Sehr gute Erkennung stehender Wellen (MCACC-Spezialität).
EQ-Einstellungen treffend und präzise.
|
| Klangcharakteristik mit Einmessung und EQ |
Insgesamt sehr gelungene, weil lebendige Wiedergabe mit Dynamic
EQ. Die Klangkulisse erscheint vielschichtig und nahtlos. Der
Hochtonbereich wirkt erstaunlich transparent. Hier schwächelten
viele Einmesssystem. Runder, kräftiger Bass. Insgesamt ist das
verbaute Audyssey-System auf einem sehr beachtlichen Level und
muss sich nur MCACC von Pioneer beugen,
das zwar nur 3 Hörpositionen einmisst, diese dafür aber schlichtweg
perfekt. |
Pioneer ist - Nomen est Omen -
Pioneer bei automatischen Einmesssystemen, die Firma brachte MCACC
mit dem Pioneer VSA-AX10 auf den Markt. Dieses Know-How spürt
man - so gut wie MCACC passt sich kein anderes System dem Hörraum
und den Boxen an. Der Klang ist satt, klar und homogen - besser
geht es aktuell nicht. Zudem verschwindet der manchmal etwas
grelle Hochtonbereich des Pioneer
SC-LX81, ohne dass dafür viel Klarheit eingebüßt wird. Nachteil:
Es wird nur an maximal 3 und nicht wie bei Onkyo
und Yamaha an bis zu 8 Positionen
eingemessen |
Teil 2
| Merkmal |
Sony STR-DA5400 |
Yamaha RX-V3900 |
| Dauer des Einmessvorgangs |
Quick Setup: 35,9 Sekunden an 1 Hörposition
Custom Setup: ca. 1:40 Minuten an 3 Positionen |
- 02,38 Min
(2:28 Min ohne
Vorlauf)
pro Position
mit Berechnung
- Jede Messung
hat 10 Sekunden
Vorlauf.
|
| Ermittlung verschiedener Kurven während des Einmessvorgangs
(Einmesssystem optimale Kurve, auf Front-LS abgestimmte Kurve,
Flat-Kurve) |
ja |
ja |
| Besonderheiten |
- Quick und Custom Setup
- Der Anwender kann bestimmen, welche Parameter eingemessen
werden sollen
- Beim Quick Setup wird 1, beim Custom Setup werden 3 Hörpositionen
eingemessen.
- Beim Quick Setup stehen nach der Einmessung an 1 Punkt drei
verschiedene Kurven zur Auswahl
- Beim Custom Setup kann vor der Messung jedem Messpunkt eine
individuelle Messkurvencharakteristik
(Full Flat, Engineer, Front Reference) zugewiesen werden
|
- Der Anwender kann die Anzahl der gewünschten Hörpositionen
von 1 bis 8 vor der Messung festlegen
|
| Max. Positionen |
- 1 (Quick Setup)
- 3 (Custom Setup)
|
|
| Fehlermeldungen |
- Angeblich falsche LS-Positionen beim Quick Setup (bei vorschriftsmäßigem
Aufbau eines 7.1-Setups, bei keinem anderen Testkandidaten
traten Probleme auf)
|
|
| Messergebnisse: LS-Größe, Distanz, Pegel |
- Recht genaues Time Alignment
- Guter Pegelabgleich
|
- Präzises Time
Alignment,
- stimmige Pegel
- bei LS-Größe
zu hohe Übernahme-
frequenz SB
|
| Messergebnisse EQ (sofern einsehbar) |
|
- Messergebnisse einsehbar
- Gute Anpassung an
den Hörraum
- Möglichkeit, die
automatisch ermittelten
Kurven zu kopieren
und manuell anzupassen
|
| Klangcharakteristik mit Einmessung und EQ |
- "Milderer" Klang, Brillanz und Stimmpräsenz leiden
etwas, sehr gute Anbindung der Surround- an die Frontlautsprecher
- Insgesamt ein gutes Einmesssystem, das allerdings etwas
dazu neigt, zu "egalisieren" und eine (auch im Engineer-Modus)
etwas flachere (dafür pegeltaugliche) Charakteristik zu generieren.
|
- Sehr homogenes Klangfeld Fließende Übergänge Front/Surround
- Minimal in den obersten Höhen gedämpft
- Kräftiger Bass
- Sehr gut für die laute Wiedergabe von Musik und Filmton
geeignet
- Auf einem Level mit dem Onkyo
TX-NR906. Der Pioneer
SC-LX81 liegt dank seines exzellenten Bassbereiches und
der nochmals genaueren LS-Anpassung an den Hörraum vorn.
- Wollen mehrere Personen mit Auto Calibration/EQ ermittelter
Akustik hören, ziehen wir die Systeme von Onkyo
und Yamaha vor, da diese
an bis zu 8 und nicht nur an 3 Einmessungen bieten.
|
Unser Fazit: Ein hervorragendes Einmesssystem bieten Onkyo,
Pioneer und Yamaha
- allerdings mit verschiedenen Schwerpunkten. Wer nur an bis zu 3 Hörposition
einmisst und mit max. 2 Personen hört, wird mit dem Pioneer MCACC die
größte Freude haben, denn es findet ein überaus gewissenhafter, präziser
und individueller Einmess- und EQ-Vorgang des Lautsprechersystems statt.
Zudem wird eine brauchbare, effektive akustische Linearisierung durchgeführt,
mit der Folge, dass die Klangcharakteristik des Pioneer
SC-LX81 nach erfolgter Messung ausgewogener ist. Die Nachbearbeitungs-
und Speichermöglichkeiten beim Pioneer
SC-LX 81 sind immens. Das gilt auch für den Yamaha
RX-V3900, der ein überaus flexibles Einmesssystem mitbringt, das ebenfalls
enorm effektiv arbeitet und auch für mehrere Hörer ein angenehmes und
doch dynamisches, offenes Klangbild ermöglicht. Das Audyssey Mult EQ XT
im Onkyo TX-NR906 ist nach wie
vor sehr gut und arbeitet zuverlässig, im Detail aber sind die Pioneer-
und Yamaha-Systeme besser. Das Einmesssystem
im Sony STR-DA 5400 arbeitet
gut, produziert aber unerklärliche Fehlermeldungen und nimmt Brillanz
im Hochtonbereich. Außerdem stehen auch hier nur maximal 3 Einmesspunkte
zur Verfügung.
Videosektion
Teil 1
| Funktionsmerkmal |
Onkyo
TX-NR906 |
Pioneer
SC-LX81 |
| Durchschleifen 1.080p/24
Hz Signal |
- ohne erkennbaren Qualitätsverlust
|
- ohne erkennbaren Qualitätsverlust
|
| Komponente 576i Wandlung
auf 1.080p HDMI, Test von Scaling und De-Interlacing bei Film-
und Videomaterial |
- Herausragende Wandlung des Komponentensignals - das Bild
ist farbecht, klar und scharf.
- Hohe Detailtreue, exakte Farbverläufe.
- Enorme Bildtiefe (Filmmaterial).
- Videomaterial wird ebenfalls exzellent A/D-gewandelt, de-interlaced
und hochskaliert. Schriften werden bewegungsscharf und nahezu
ohne Nachzieheffekte wiedergegeben.
- Im Modus "Auto" korrekte Unterscheidung von Video- und Filmmaterial
|
- Sehr sauberes De-Interlacing und Upscaling,
- enorme Schärfe
- nur minimales Flimmern
- hervorragende Detaillierung,
- Bildtiefe exzellent.
- Nur minimal hinter dem Onkyo
TX-NR906 einzuordnen, der noch ein etwas stabileres Bild
offeriert.
- Das De-Interlacing von Videomaterial erledigt der Pioneer
SC-LX81 souverän und produziert kaum Flimmern oder Nachzieher
- die Auto Detection funktioniert sehr gut.
|
| Nutzen Video-EQ |
- Fein dosierbarer Video-EQ für das Eingangssignal
- Gerade die sensiblen Einstellmöglichkeiten für Helligkeit
und Kontrast sind sehr gut.
- Versierte Anwender nutzen die für R, G und B getrennt schaltbaren
Kontrast- und Bildhelligkeitsregler für eine gezielte Detailoptimierung.
|
- Kontrast, Hue, Flimmerreduzierung und Chromafunktion sind,
je nach Material, gute Helfer für eine kleine Bildoptimierung
- aber gegen den Onkyo
TX-NR906 Video-EQ haben diese wenigen Parameter keine
Chance, zudem sind beim Onkyo
TX-NR 906 die einzelnen Schritte bei Kontrast und Helligkeit
viel sensibler
|
Teil 2
| Funktionsmerkmal |
Sony
STR-DA5400 |
Yamaha
RX-V3900 |
| Durchschleifen 1.080p/24 Hz Signal |
- Ohne erkennbaren Qualitätsverlust
|
- Ohne erkennbaren
Qualitätsverlust
|
| Komponente Wandlung auf 1.080p HDMI |
- Gutes De-Interlacing von Videomaterial, manchmal aber kommt
es bei schnellen Kameraschwenks zu einem leichten Konturenversatz
- Farblich minimal kühl (kleine Farbveränderung gegenüber
den Ausgangssignal
- Scharfes, präzises Upscaling mit tadelloser Detailwiedergabe
- Bei Videomaterial nur minimales Zittern, ansonsten sehr
gute Bildschärfe, kaum Nachzieher - eine Top-Leistung.
|
- Natürliche Farben
- Exzellentes De-Interlacing
von Filmmaterial
- Sehr stabiles,
fast flimmerfreies Bild
- Kaum Nachzieher
- Sehr gute Bildschärfe
- Film-De-Interlacing auf
dem Level des Pioneer.
Der Onkyo liegt knapp
in Führung
- Videomaterial:
keinerlei Fehler, erneut begeistert die hohe Bildschärfe,
sehr gute Bewegungsstabilität
|
| Nutzen Video-EQ |
|
|
Das ist erfreulich: In der Videowertung herrscht durch die Bank ein enorm
hohes Niveau. Am meisten imponiert uns der Onkyo
TX-NR906, denn dessen voll ausgestattete und qualitativ enorm hochwertige
Videosektion ist aktuell einzigartig. Aber auch der Pioneer
SC-LX 81 begeistert mit stabilem De-Interlacing und präzisem Upscaling.
Der Video-EQ ist aber nicht ganz so opulent ausgestattet wie beim Onkyo
TX-NR 906. Mit herausragender Bildschärfe durch extrem präzises Upscaling
und mit sehr gutem De-Interlacing macht der Yamaha
RX-V 3900 von sich reden. Leider fehlt ebenso wie beim Sony ein Video-EQ.
Der Sony STR-DA 5400 gefällt
mit sehr scharfem De-Interlacing von Videomaterial, und auch bei Filmmaterial
gefällt das Ergebnis.
Fazit
Lange Zeit gab es keinen neuen Hardware-Test - dies lag an der intensiven
Beschäftigung mit diesem AV-Receiver-Mastertest
der 2.000,00 EUR-Liga. Die vier Kandidaten haben es uns nämlich nicht
leicht gemacht. Nicht, weil sie durch technische Mängel oder Unzulänglichkeiten
aufgefallen wären - genau das Gegenteil war der Fall. Alle AV-Receiver
boten ein ausgesprochen überzeugendes Performance-Profil, doch wie es
überall ist: Das Bessere ist des Guten Feind, darum haben wir nach langer,
intensiver und reiflicher Überlegung einen Sieger gekürt - die anderen
Modelle sind deshalb aber ebenfalls eine sehr gute Wahl, denn letzten
Endes hängt auch alles vom persönlichen Anforderungsprofil ab, welches
Gerät gekauft wird. Wir können nur raten, vor dem Kauf sorgfältig Probe
zu hören, sich Zeit zu nehmen, die einzelnen AV-Receiver
kennen zu lernen - dann ist die Gefahr eines Fehlkaufes im Wesentlichen
gebannt.

Das günstigste Modell im Test-Feld kann diesen Mastertest nach hartem
Finish für sich entscheiden. Der Yamaha
RX-V3900 führt die Tradition erfolgreicher AV-Receiver
nahtlos fort und sichert sich insbesondere durch den im höchsten Maße
angenehmen Sound in allen Betriebsarten diesen Sieg. Dass er preislich
ausgesprochen fair kalkuliert ist, verbessert die Position des Yamaha
RX-V 3900 weiter. Die von Yamaha AV-Receivern bekannten Vorzüge wie
die exzellente, Maßstäbe setzende DSP-Sektion und die hervorragende äußere
Verarbeitung sind ebenfalls lobend zu erwähnen. Mit seinem hervorragenden
De-Interlacer/Scaler erzielt der Yamaha
RX-V3900 ein gleichermaßen natürliches wie klares und rauschfreies,
sehr scharfes Bild bei Film- und Videomaterial. Auch der Beste ist aber
nicht frei von Mängeln: Es fehlt ein Video-EQ, die Verarbeitung innen
ist nur befriedigend, die LS-Terminals sind etwas wackelig.
+ Beste akustische Homogenität und Harmonie im Test-Feld
+ Kommt auch mit akustisch schwierigeren Hörräumen sehr gut zurecht
+ Bester Stereoklang (Betriebsart Normal) im Test-Feld
+ Beste DSP-Sektion
+ Flexibelstes Einmesssystem
+ Beste Räumlichkeit im Surround/Back Surround-Bereich
+ Bestes Gerätedisplay
+ Grafisch sehr schönes On Screen Menü
+ Günstigster Kaufpreis
- Etwas wackelige LS-Schraubterminals
- Kein Video-EQ
- Innenleben könnte aufgeräumter sein
Sieg der Ausgewogenheit: Mit einem starken Auftritt in
allen Disziplinen sichert sich der preisgünstige Yamaha
RX-V 3900 den ersten Platz im Mastertest

AV-Receiver Oberklasse
Test 27. Februar 2009
Preis-/Leistungsverhältnis          
Der Rest der Teilnehmer in alphabetischer Reihenfolge

Der Onkyo TX-NR 906
stellt nach wie vor eine ausgezeichnete Wahl dar. Er klingt sehr dynamisch
und fundiert in allen Betriebsarten. Bezüglich der Dynamik liegt er vor
dem Yamaha, muss dem Yamaha RX-V3900
aber in Bezug auf Räumlichkeit, Harmonie und Ausarbeitung des Oberwellenbereiches
den Vortritt lasen. Der Vorgänger Onkyo TX-NR905 klang im direkten Vergleich
homogener und harmonischer als der Onkyo
TX-NR 906, das neuere Modell geht mehr in die analytische akustische
Richtung, was je nach Priorität des Käufers aber auch ein Vorteil sein
kann. Die Videosektion ist die beste im gesamten Test-Feld, sowohl was
die Ausstattung, als auch was die Leistungsfähigkeit angeht. Dank ISF-Kalibrierung,
getrennt für jeden Eingang möglich, und De-Interlacing-Betriebsmodi werden
hier Bestwerte erreicht. Der saubere innere Aufbau und die hochwertige
Fernbedienung sprechen ebenfalls für den Onkyo
TX-NR 906. Als Nachteile wäre die schmal bestückte DSP-Abteilung zu
nennen, zudem ist das Audyssey MultEQ XT-Einmessystem zwar nach wie vor
gut, aber nicht mehr so gut wie die Systeme von Pioneer
und Yamaha. Optisch gleicht der Onkyo
TX-NR906 zu stark seinen kleineren "Geschwistern" - etwas mehr Eigenständigkeit
wäre vorteilhaft.
+ Bester Video-EQ im Test-Feld
+ ISF-Kalibrierung für jeden Eingang möglich
+ Bester De-Interlacer/Scaler im Testfeld
+ Dynamischer und fundierter Klang
+ Tadellose Feindynamik
+ Sehr sauberer innerer Aufbau
+ Hochwertige Fernbedienung
+ Sehr gutes Orchestra-DSP
- DSP-Sektion schmal ausgestattet
- Automatisch ermittelte Kurven können nicht in den manuellen EQ kopiert
werden
- Optik gleicht zu stark den günstigeren "Geschwistern"
Der Video-Meister: Mit herausragendem Video-EQ und exzellentem
De-Interlacing/Scaling ist der dynamisch und fundiert klingende Onkyo
TX-NR906 eine hochklassige AV-Schaltzentrale

AV-Receiver Oberklasse
Test 27. Februar 2009
Preis-/Leistungsverhältnis          

Mit Abstand am schwierigsten zu bewerten ist der Pioneer
SC-LX81, denn er hat ein überaus faszinierendes und mitreißendes Leistungsprofil,
welches aber auch mit Abstand am stärksten polarisiert. Der Pioneer
SC-LX 81 ist enorm kraftvoll und dynamisch, bezüglich der gebotenen
Grobdynamik und der Pegelfestigkeit setzt er die Maßstäbe. Zudem bringt
er den präzisesten Bassbereich aller Teilnehmer mit. Der leicht synthetische
Klang und der zu grelle Hochtonbereich sind dafür akustische Nachteile.
Die sehr gute Adaption von PLIIX sowie die leistungsfähigen DSP-Programme
bringen Punkte aufs Pioneer-Konto, ebenso wie die fehlerfrei agierende
Videosektion. Die Verarbeitung innen und außen rechtfertigt den höchsten
Preis im Test-Feld ebenso wie die sehr umfangreiche, praktisch lückenlose
Ausstattung. Spielt der Pioneer
SC-LX 81 mit einem Pioneer Zuspieler, der mit PQLS (über HDMI) ausgestattet
ist, in einer Kette, realisiert er exzellente Leistungen im Stereobetrieb.
Das Einmesssystem misst zwar nur an einer Position ein, erzielt aber die
größte positive Wirkung. Bilanz: Der Pioneer
SC-LX81 ist ebenso faszinierend wie fordernd - wir raten hier unbedingt,
das Gerät vor dem Kauf ausführlich beim Fachhändler Probe zu hören, denn
manche Anwender werden schlichtweg begeistert sein, während andere den
leistungsstarken Pioneer SC-LX81
als akustisch zu drastisch ausgelegt empfinden dürften.
+ Beste Basspräzision im Test-Feld
+ Beste Grobdynamik im Test-Feld
+ Beste Pegelfestigkeit im Test-Feld
+ Mit PQLS erstklassige Stereoperformance
+ Leistungsstarke Videosektion
+ Exzellente Verarbeitung innen und außen
+ Sehr effektives Einmesssystem
+ Praktisch lückenlose Ausstattung
- Dominanter Klang im Hochtonbereich
- Etwas synthetischer Sound durch digitale Endstufen
- Einmessen an 3 und nicht an 8 Positionen maximal möglich
Faszinierend und polarisierend: Der Pioneer
SC-LX81 setzt Maßstäbe bei Basspräzision und Grobdynamik, begeistert
mit Edel-Optik und enormer Video-Performance, klingt aber im Hochtonbereich
recht dominant

AV-Receiver Oberklasse
Test 27. Februar 2009
Preis-/Leistungsverhältnis          

Sony hat mit dem Sony
STR-DA5400ES einen großen Schritt nach vorn gemacht im Vergleich zum
Vorgänger. Mit hervorragender Pegelfestigkeit und sehr guter Grobdynamik
hat der Sony STR-DA5400ES schon
den Anschluss an die Klassenspitze gefunden. Bei Feindynamik und Hochton-Brillanz
ist noch etwas Feintuning erforderlich, aber: Die Konkurrenz sollte aufpassen.
Geht es bei Sony weiter in solchen Schritten
vorwärts, könnten die anderen namhaften Kontrahenten sich plötzlich auf
den Plätzen wiederfinden. Große Schwächen sucht man schon jetzt vergeblich
am Sony ES-Receiver. Allerdings gibt es noch verschiedene Details, die
Verbesserungspotential zeigen: Das Einmesssystem, die Ausstattung (kein
Video-EQ, PLIIx ohne Programmwahl, keine freie Zuweisung der konventionellen
optischen und koaxialen Digitaleingänge, keine USB-Schnittstelle) wären
hier zu nennen. Bilanzierend aber spricht der Sony
STR-DA 5400 ES ein gewichtiges Wörtchen in der 2.000,00 EUR-Liga mit.
+ Hohe Pegelfestigkeit
+ Enorm nachdrückliche Effektdarstellung
+ Sehr gute Räumlichkeit
+ Sehr gute Videosektion
+ Ausgezeichnete On Screen Menüs
+ 6 HDMI-Eingänge
+ Sehr gutes manuelles LS-Setup
- Einmesssystem nimmt etwas Hochton-Brillanz
- Verbesserungspotential bei der feindynamischen Darstellung
- Kein Video-EQ
Großer Schritt nach vorn: Der Sony
STR-DA5400 überzeugt durch seine nachdrückliche und dynamische Auslegung.
Auch die Pegelfestigkeit begeistert. Im Detail gibt es noch etwas Verbesserungspotential

AV-Receiver Oberklasse
Test 27. Februar 2009
Preis-/Leistungsverhältnis          
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