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Test: Carsten Rampacher, Thomas Hermsen, beide AREADVD
- update: 22. Februar 2007

Einleitung
Wer optisch enorm hochwertige, akustisch durch Klarheit, Präzision und
Nachdruck überzeugende Lautsprecher sucht, wird schon traditionell bei
Elac aus Kiel besonders gut bedient. Aufgrund
des am Markt vorherrschenden Preisgefüges - zwischen 4.500 und 5.000,00€
geben anspruchsvolle Mehrkanal-Liebhaber durchaus für ein 5.1-Set ihrer
Wahl aus - ist die 2er-Serie besonders beliebt und daher aus unserer Sicht
interessant. Wir haben uns folgende Komponenten in den Test-Raum kommen
lassen:

Die Elac FS 207.2
ist eine 2,5 We ge-Bassreflexbox und kostet (Paar) in Kirsche ca. 1.500,00€,
in Silbern oder Titan (Paar) ca. 1.570,00€ und in Vogelaugenahorn
ca. 1.700,00€ (Paar)

Der Elac CC 201.2
ist der größere der beiden Center aus der 2er Serie. Er kommt in Kirsche
oder Schwarz auf jeweils etwa 700,00€, in titan- oder silberfarbener
Ausführung veranschlagt Elac ca. 750,00€/(Stück)

Die kompakten Elac
BS 203.2 verwendeten wir als Rear-Lautsprecher. In Kirsche oder Schwarz
liegt der Paarpreis bei ca. 860,00€, in Weiß Hochglanz, Schwarz Hochglanz,
silberfarbener oder titanfarbener Ausführung bei 920,00€

Auch dieses Detailbild belegt, diesmal anhand der Elac
BS 203.2, die hohe Material- und Verarbeitungsqualität

Der Elac Sub 211.2
ESP hat eine Endstufe mit 250 Watt Sinusleistung und kostet in Kirsche
ca. 1.300,00€ , in silber- oder titanfarbener Variante etwa 1.500,00€
Der Gesamtpreis unseres silberfarbenen 5.1-Ensembles beläuft sich auf
insgesamt ca. 4.800,00€ , damit spielt das Elac-Set in einer Liga
mit sehr starken Kontrahenten wie dem Canton
Karat 5.1-Set, dem Nubert nuLine 120/CS-70/DS-60/AW-1500-Set oder
dem Polk Audio LSi-Set. Wir sind nun gespannt: Können die norddeutschen
Lautsprecher mit ihren typischen Tugenden im Test-Raum punkten?
Technik/Ausstattung
Elac JET Hochtöner
Elac-Lautsprecher sind seit Generationen von Boxen für eine
überdurchschnittlich brillante, klare Hochtonwiedergabe bekannt. Zu verdanken
ist diese Fähigkeit dem sogenannten JET-Hochtöner. Sein Prinzip ist eine
mäanderförmig gefaltete Folienmembran, welche von einem starken, aus
Neodymstäben bestehenden Magnetfeld angetrieben. Neodym-Magneten sind
ausgesprochen kraftvoll und gleichzeitig kompakt, gerade in einem Hochtöner
sehr wichtig. Dieser spezielle Antrieb ist in der Lage, die Luft wesentlich
schneller zu bewegen als bei der schwereren Kolbenmembrantechnik. Kernstück des
JET Hochtöners ist die gefaltete Folienmembran. Mit einer Faltenbreite von nur
0,84 mm verlangt die Herstellung des Hochtöners viel Präzision. Dank der
beständigen Weiterentwicklung ist der aktuelle JET Hochtöner mit einem bis auf
50.000 Hz hochreichenden Frequenzgang gesegnet.
Elac FS 207.2

Die Elac FS 207.2
ist eine stattliche Erscheinung, gleichzeitig aber auch sehr stilvoll
Die Elac FS 207.2 präsentiert
sich als 2,5 Wege-Bassreflex-Lautsprecher mit 43 Litern Bruttovolumen.
Mit Abmessungen von 170 x 430 x 350 (H x B x T) mm kann sie in Anbetracht
des formschönen Designs noch als wohnraumtauglich ohne große Einschränkung
angesehen werden. 15 kg bringt die Box, die für den Anschluss an Verstärker
mit einer Impedanz von 4 bis 8 Ohm ausgelegt ist, auf die Waage. Als empfohlene
Verstärkerleistung nennt Elac 30 bis 250 Watt
pro Kanal. Die Nennbelastbarkeit beziffert Elac
mit 120, die Impuls- (oder auch Musik-) Belastbarkeit mit 160 Watt. Als
Tieftöner kommen 2 x 150 mm AS Konusse zum Einsatz, für die Hochtonwiedergabe
ist der legendäre JET-Hochtöner in der Ausbaustufe III zuständig. Als
Empfindlichkeit gibt Elac 89 dB (2,83 V @ 1m) an. Die Minimalimpedanz
beträgt 3,4 Ohm bei 220 Hz. Der Übertragungsbereich geht von 36 bis 50.000
Hz, damit ist theoretisch eine qualitativ ansprechende Wiedergabe von
DVD Audio- und SACD-Software möglich.
Elac CC 201.2

Der Elac CC 201.2
kann dank des JET-Hochtöners bis 50.000 Hz übertragen
Der Center Elac CC 201.2 ist
auch als 2,5 Wege-Bassreflex-Lautsprecher konzipiert und verfügt über
25,5 Liter Bruttovolumen. Mit Abmessungen von 989 x 220 x 320 (H x B x
T) mm ist der Elac CC 201.2
zwar schon ein größeres Exemplar, aber noch nicht zu ausladend. Er wiegt
volle 10 kg und ist für den Anschluss an Verstärker mit einer Impedanz
von 4 bis 8 Ohm ausgelegt. Als empfohlene Verstärkerleistung gibt Elac
30 bis 200 Watt pro Kanal an. Die Nennbelastbarkeit liegt bei 110, die
Impuls- (oder auch Musik-) Belastbarkeit bei 140 Watt. Als Tieftöner kommen
2 x 150 mm AS Konusse zum Einsatz, für die Hochtonwiedergabe ist der JET-Hochtöner
in der Ausbaustufe III zuständig. Alle Lautsprecher im Center-Gehäuse
sind magnetisch geschirmt. Als Empfindlichkeit nennt Elac 90 dB (2,83
V @ 1m). Die Minimalimpedanz beträgt 3,2 Ohm bei 190 Hz. Der Übertragungsbereich
geht von 38 bis 50.000 Hz.
Elac BS 203.2

Die Elac BS 203.2
ist kompakt gebaut und mit Elacs legendärem JET-Hochtöner bestückt
Die kompakte Elac BS 203.2, geeignet
für den Anschluss an Verstärker zwischen 4 und 8 Ohm, wird bei uns
als Rearlautsprecher verwendet. Sie ist eine 5 kg schwere Zweiwege-Bassreflexbox
mit zurückhaltenden Abmessungen (285 x 170 x 232 mm, H x B x T) und 11,2
Litern Bruttovolumen. Der Tieftöner misst 150 mm, als Hochtöner (magnetisch
geschirmt) kommt auch hier der JET III zum Einsatz. Die empfohlene Verstärkerleistung
liegt bei 30 bis 150 Watt pro Kanal. Die Minimalimpedanz beträgt 3,2 Ohm
bei 250 Hz. Als Nennbelastbarkeit werden 60 und als Impulsbelastbarkeit
80 Watt genannt. Die Empfindlichkeit (2,83 V @ 1 m) beträgt 88 dB. Der
Übertragungsbereich beginnt bei 42 und endet, wie bei den anderen passiven
Lautsprechern auch, bei 50.000 Hz.
Elac Sub211.2ESP

Der Elac Sub 211.2 weist
einen Übertragungsbereich von 24 bis 240 Hz auf
ESP - elektronisches Stabilitäts-Programm - ist aus modernen Autos nicht
mehr wegzudenken. Was jedoch bedeutet diese Abkürzung bei einem aktiven
Subwoofer? Gleich zur Einleitung zum Test zum Elac
Sub 211.2 ESP wollen wir dieser Frage nachgehen. ESP® ist auch hier
ist ein elektronisches Stabilisationsprogramm, das frequenz- und leistungsabhängig
arbeitet. So wie im Auto das elektronische Stabilitätsprogramm dazu verhilft,
dass die Fahrstabilität des Wagens permanent überwacht wird und dass das
Auto auch in extremen Situationen sicher die Spur hält, so agiert auch
ELACs Subwoofer-ESP®. Im Gegensatz zu herkömmlichen Subwoofern ohne ESP®
können aktive Subwoofer mit ESP® praktisch nicht mehr übersteuert werden.
Die elektronischen Helfer sorgen auch dafür, dass die Chassis unter extremer
Belastung keine Störgeräusche produzieren - in der Praxis funktionierte
dies bei einem früher getesteten, deutlich älteren Elac Subwoofer - dem
Elac Sub 203 ESP, also in etwa einem Vorgängermodell des Elac
Sub211.2 ESP - im Grenzbereich besser. Während sich bei unserem Test-Probanden
im Musik-Einsatz das Limit allmählich ankündigt und dann leicht die Dynamik
weggeht, sind urplötzliche, massive Effekte bei der Filmtonwiedergabe
etwas zu viel für den Elac Sub 211.2
ESP - wenn sie bei hohem vorherrschendem Grundpegel zusätzlich abverlangt
werden.

Die Rückseite des Elac
Sub 211.2 ESP offeriert nicht allzu viel Ausstattungs-Luxus. Es gibt
keinen Stufenlosen Phasenregler und keinen parametrischen Equalizer zur
Abschwächung von Bass-Peaks.
Kommen wir zu den weiteren technischen Daten. Der Elac
Sub 211.2 ESP ist als Frontfire-Subwoofer (250 mm Chassis) mit zusätzlicher
Passivmembran (300 mm) konzipiert. Die Leistung der eingebauten Endstufe
beträgt 250 Watt (Sinus) beziehungsweise 300 Watt (Impuls). Die obere
Grenzfrequenz ist stufenlos in einem Bereich zwischen 40 und 180 Hz einstellbar.
Der Übertragungsbereich geht von 24 bis 240 Hz. Mit einem Bruttovolumen
von 56 Litern, einem Gewicht von 23 kg und Abmessungen von 475 x 335 x
430 (H x B x T) mm kann man den Basslautsprecher noch problemlos unterbringen,
ohne dass die Ehe unmittelbar in Gefahr gerät. Nicht ganz überzeugend
geriet die Ausstattung. Es fehlt ein stufenlos einstellbarer Phasenregler,
und eine Raum-Kompensation oder ein parametrischer Equalizer sind ebenfalls
nicht vorgesehen. Nur ein Line-Cinch-Eingang ist auch dürftig, einen Cinch-Ausgang
zum einfachen Kaskadieren hätte man dem Elac
Sub 211.2 ESP schon spendieren sollen.
Insgesamt zeigen sich die fünf passiven Lautsprecher ansprechend ausstaffiert,
denn sie verfügen über Elacs legendären, aufwändigen JET-Hochtöner. Ansonsten
sind sie als klassische Bassreflexboxen konstruiert. Alle Belastungswerte
liegen im klassenüblichen Rahmen, wobei hier nur die Theorie spricht.
Was das Elac-Set tatsächlich kann, wird sich später in den Test-Reihen
herausstellen. Der aktive Subwoofer Elac
Sub211.2 weist kein überdurchschnittliches Ausstattungsniveau auf.
Gesamtnote Technik/Ausstattung: Sehr gut.
Verarbeitung

Erstklassiges Anschlussterminal an der Elac
FS 207.2

Auch bei abgenommenem Frontgitter weisen die Elac
FS 207.2 keinerlei Verarbeitungsschwächen auf - alles passt perfekt
und ist von bestmöglicher Qualität

Die Elac BS 203.2
Surroundlautsprecher haben ebenfalls schon die Elac-typischen, überdurchschnittlich
edlen Bi-Wiring-fähigen Terminals

Die mitgelieferten Lautsprecher-Abdeckgitter sind zwar aus
Stoff, wirken jedoch trotzdem sehr hochwertig. Anstatt billiger Plastikstifte
werden zur Befestigung Metallstifte verwendet

Die Verarbeitung der Gehäusekanten ist bei allen Komponenten
perfekt - hier im Bild der Center Elac
CC 201.2

Bis ins kleinste Detail sind alle Passungen genau

Die Oberflächengüte ist auf höchstem Niveau

Der aktive Subwoofer Elac
Sub211.2 kommt mit meisterlicher Verarbeitung und robustem Abdeckgitter

Fehlerlose Lackierung auch beim aktiven Subwoofer Elac
Sub211.2

Griffgünstige Drehregler auf der Rückseite des aktiven
Subwoofers

Der edle, solide Standfuß der Elac
FS 207.2 im Detail

Komplett-Set im Lieferumfang: Der Standfuß und die Spikes
mitsamt passender Verschraubung

So sieht der Standfuß in montierter Form aus
Alle Komponenten unseres Elac-Ensembles setzen bezüglich
der Verarbeitung Maßstäbe - auch über die Preisklasse hinaus. So sind
alle Chassis praktisch perfekt eingepasst, die hochwertige Verschraubung
überzeugt restlos. Perfekt ist auch das richtige Wort für die formschönen,
leichtgängigen und hochwertigen Lautsprecherkabel-Anschlussterminals.
Die Oberflächenqualität der aufwändigen Lackierung in silbernem Mehrschichtlack
ist völlig frei von irgendwelchen Staubpartikeln oder anderen Einschüssen,
die sich in geringer oder auch stärkerer Form bei vielen Kontrahenten
finden. Der Lack ist optimal aufgetragen, "orangenhaut-artige" Unreinheiten
finden sich nirgendwo. Ohne jeglichen Fehler zeigt sich auch die Kantenverarbeitung
- hier herrscht durchweg Perfektion. Der hochsolide, optisch attraktive
Sockel, auf dem die Standlautsprecher stehen, scheffelt weitere Punkte
auf das Konto des Elac-Sets. Auch die robusten, griffgünstigen Bedienelemente
auf der Rückseite des Elac Sub 211.2
und die hochwertigen Standfüße des Elac
Sub 211.2 beweisen, dass die Elac-Boxen meisterlich verarbeitet sind.
Gesamtnote Verarbeitung: Perfekt.
Test-Equipment:
Klang

Elac-typisch sind die Hochtöner unseres Sets erstklassig: Sie
vereinen Dynamik, Präzision und Brillanz auf hohem Level
Die Darstellung von mehrkanaligem Musikmaterial gelingt
dem Elac 5.1-System hervorragend. Ein brillantes, detailreiches und doch
gleichzeitig homogenes Klangbild sorgt für ein Gefühl großer Zufriedenheit:
"Goldfinger", instrumental auf einer 5.1-SACD präsentiert, klingt lebendig,
dynamisch und gefühlvoll, so dass man sich inmitten einer dreidimensionalen
musikalischen Welt wähnt. Die Dynamik, die bei orchestralen Einsätzen
geboten wird, entfacht im Publikum wahre Begeisterung. Gerade der kristallklare,
aber trotzdem nie übersteuert auftretende Hochtonbereich beweist, dass
der Bau exzellenter Hochtöner nach wie vor Elac-Domäne ist. Frauenstimmen
werden im Hochton- und hohen Mitteltonbereich sehr fein aufgelöst und
mit hohem Emotionalitätsfaktor im Hörraum verteilt, wie sich bei "Welcome
to Paradise" von Gigi d'Agostino nachvollziehen ließ. Bei der 5.1-Version
(DTS) von Ludwig van Beethovens "Pastorale" begeistert die prägnante,
mitreißende Wiedergabe auch komplexer Instrumente (Streicher). Der aktive
Subwoofer Elac Sub 211.2ESP fügt
sich bestens ein und liefert ein stets spürbares, aber nie störendes,
sehr wohldosiertes Fundament.

Die Elac BS 203.2
als kompakte Surroundlautsprecher begeistern durch Natürlichkeit und exakte
Effektdarstellung
Nur bei sehr großen Lautstärken kann man den Basslautsprecher
dann orten, bevor allerdings ernsthafte Gehäusegeräusche beginnen, wird
der Elac Sub211.2 elektronisch
"eingebremst". Fürs Genießen im heimischen Wohnzimmer reicht das Pegel-Potential
insgesamt problemlos aus. Bei Antonin Dvoraks Symphonie "aus der neuen
Welt" (Multichannel-SACD) ist die gebotene Hochton-Dynamik erneut über
alle Maßen begeisternd: Der Zuhörer bekommt dadurch die Möglichkeit, den
von Dynamiksprüngen und sehr vielschichtiger Darstellung geprägten Stil
in vollem Umfang mitzuerleben. Blitzschnell stehen auch die kleinen Regallautsprecher
für die Surroundwiedergabe "Gewehr bei Fuß" und sichern eine authentische,
nie oberflächlich wirkende Untermalung im rückwärtigen Bereich. Insgesamt
ist auffällig, wie frei, wie klar und wie vielschichtig die Elac-Lautsprecher
bei Musikmaterial agieren. Sie verknüpfen diese eindrucksvollen Tugenden
aber gleichzeitig mit einer hervorragenden Dynamik, so dass das jeweilige
Musikstück nicht mit der langweiligen Präzisionsanalyse eines fleißigen
Buchhalters, sondern mit der filigranen, mitreißenden Leichtigkeit eines
begabten Künstlers zum Auditorium transportiert wird. Nichts wirkt fade
an der Vorstellung der Elac 2er Serie, alles ist brillant, graziös und
emotional. Mit dieser Auslegung wird sich das 2er Serie 5.1-Set gerade
bei Musikliebhabern, die viel Klassik oder Jazz hören, ganz oben auf der
Wunschliste wiederfinden.
Bezüglich der Wiedergabequalitäten bei Filmton kann das Elac-Set nicht
ganz an die grandiosen Erfolge bei der Musikwiedergabe anknüpfen. Gründe
dafür gibt es zwei: Die Elac FS 207.2
Frontlautsprecher produzieren zwar einen straffen, präzisen Bass, können
aber bezüglich Nachdruck und Tiefgang keinen aktiven Subwoofer ersetzen.
Daher ist anzuraten, im Zusammenarbeit mit einem aktiven Subwoofer und
einem entsprechenden Bassmanagement im AV-Verstärker
oder AV-Receiver die Übernahmefrequenz
auf 60 Hz zu setzen. Ist das Bassmanagement besonders feinfühlig einzustellen,
kann man auch mit einer 50 Hz-Position experimentieren. Insgesamt jedoch
sind die Elac FS 207.2 auf den
Support durch einen aktiven Subwoofer angewiesen. Der in unserem Test-Paket
enthaltene Elac Sub211.2 setzt
sich allerdings bei der Filmtonwiedergabe nicht ausschließlich vorteilhaft
in Szene.
Bei "Star Wars Episode III", als gleich zu Filmbeginn der republikanische
Sternzerstörer durchs Bild gleitet, oder bei Episode II, als Amidalas
Schiff den Landevorgang auf Coruscant einleitet, ist der Elac
Sub211.2 mit der Darstellung dieser zugegebenermaßen extrem wuchtigen
tieffrequenten Effekte überfordert und schlägt durch, hier hilft auch
ESP nicht wirklich. Das gleiche Problem auch bei "Stealth - unter dem
Radar": Bei Home Theatre-tauglichen Pegeln setzt der Elac
Sub211.2 nicht mehr genug Dynamik frei, sondern wirkt etwas gepresst.
Diese Probleme treten auch bei anderen aktiven Subwoofern auf, in Anbetracht
der Preisklasse, in der sich der Elac
Sub211.2 jedoch befindet, darf hier ein höheres Performance-Niveau
bei hoher Lautstärke erwartet werden. Auch, was den Tiefgang angeht, gibt
es Alternativen, die mehr bieten und trotzdem optisch kompakt gehalten
sind, beispielsweise den Canton Ergo
AS 650 SC von Canton. Und der sehr kompakte SVS SB12-Plus kann zwar
auch nicht mit einem sensationellen Tiefgang auftrumpfen, agiert aber
dafür auch im "Grenzbereich" bei hoher Lautstärke noch sehr sauber. Es
ist aber beleibe nicht so, dass der Elac
Sub 211.2ESP bei der Wiedergabe von Filmton deplaziert wirkt: Wer
nicht ständig hohe Pegel fährt, wird sich über die angenehme, klare Basswiedergabe
und die saubere Herausarbeitung kleiner tieffrequenter Einzelheiten sehr
freuen. Kultiviert und dynamisch geht der Elac
Sub211.2 zu Werke, damit ist er zusammen mit der schönen Optik ein
idealer Subwoofer für den Einsatz im Wohnzimmer mit normaler bis gehobener
Lautstärke.

Der Center Elac
CC 201.2 löst Stimmen sehr gut von den Membranen und stellt vokale
Anteile frei in den Hörraum
Alle anderen Lautsprecher zeigen auch bei der Wiedergabe von Filmton
das Elac-typische Profil. So werden Stimmen sehr exakt wiedergegeben,
so dass sich ein sehr authentisches Gefühl entwickelt, wie sich bei den
Dialogen in "Star Wars Episode III und IV" sehr gut nachvollziehen lässt:
Der Elac CC 201.2 löst die Stimmanteile
vom Lautsprecher, was den Eindruck erweckt, die Protagonisten bewegten
sich frei im Hörraum. Die ausgezeichnete tonale Anpassung von Center Elac
CC 201.2 und Frontlautsprechern aneinander sorgt für eine nahezu lückenlose
Frontkulisse. Noch besser und gleichförmiger kann man sie nur mit 3 x
der absolut identischen Box genießen, was bei einem Standlautsprecher
5.1-Set natürlich nur schwer zu realisieren ist. Überragende Arbeit verrichten
auch die kompakten Elac BS 203.2
Surroundlautsprecher. Hier ist beachtlich, wie dynamisch und präzise auch
mit komplexen bi-direktionalen Surroundeffekten umgegangen wird. Fein
und gekonnt dosiert entweichen die Klanganteile in Richtung der Zuhörerschaft.
Nie wirkt die Surround-Klangkulisse aufgeblasen oder oberflächlich, vielmehr
wird eine von Natürlichkeit geprägte Vielschichtigkeit fokussiert.

Die FElac FS 207.2 stellt
auch im Stereo-Einsatz ihre Talente unter Beweis
Im Stereo-Musikbetrieb können wir der Kombination aus 2 x Elac
FS 207.2 und dem Elac Sub211.2
ausgezeichnete Zensuren ausstellen. So fügt sich der aktive Subwoofer
bei einer Übernahmefrequenz von 60 Hz sehr gut zwischen beide Frontlautsprecher
ein, so dass der Eindruck einer runden, ganzheitlichen Wiedergabe entsteht.
Bei "Musica é" von Eros Ramazzotti begeistern die Elac-Lautsprecher
durch die gekonnte Loslösung des Klangs vom Lautsprecher, ein feiner,
natürlicher Klangteppich legt sich über das Auditorium. Auch bei Ludwig
van Beethovens "Pastorale" agieren die Elac
FS 207.2 sehr feinfühlig, nicht nur die kompletten orchestralen Einsätze,
sondern auch Ereignisse wie leises instrumentales Abklingen werden sehr
gut zum Ausdruck gebracht. Bei der Sammlung aller James Bond-Titelmelodien
begeisterte wieder einmal "You only life twice" - wenn solche Könner
wie die Elac FS 207.2 für die Übertragung
zuständig sind: Der geschliffene, saubere Aufbau, der mit Brillanz und
Ausdruckskraft den Hörraum ausfüllt, ist von enormer Güte.
Wenden wir uns nun einem Konkurrenzvergleich in dieser Preisklasse zu.
Auch nach diesem Test gibt es ganz oben an der Spitze keine Veränderungen:
Das Nubert nuLine 120/CS-70/DS-60/AW-1500 präsentiert sich in zu starker
Verfassung, als dass es seinen "Platz an der Sonne" aufgeben müsste. Eine
pegelstarke, direkte, gewaltige akustische Vorstellung sorgt dafür, dass
das nuLine-Set weiterhin ganz oben steht. Die massivste Konkurrenz - das
ist erstaunlich - kommt aus einer ganz anderen Ecke: Das Canton
Ergo 602/605 CM/AS 650 SC 5.1-Regallautsprecher-Ensemble ist genau
die richtige Alternative, wenn nur wenig Raum zur Aufstellung zur Verfügung
steht, die Ansprüche an Pegel, Nachdruck, Dynamik und Gefälligkeit aber
enorm hoch sind. Für 3.740 ? gibt es viermal die Canton
Ergo 602, einmal den Canton Ergo
605 CM Center und den bärenstarken, nachdrücklich und zugleich kultiviert
vorgehenden Canton AS 650 SC
Elite-Subwoofer, in Anbetracht der Leistungen ist dies als ebenso günstig
einzustufen wie die knapp 4.800,00€ für Nuberts First Class-Offerte.
Beide Systeme halten die Konkurrenz auf Distanz, was jedoch nicht heißt,
dass der Markt nicht trotzdem für einen bestimmten Anwenderkreis verheißungsvolle
Alternativen aufbieten könnte: Das Pioneer S-H810V, Pioneer S-C80 und
Pioneer S-W250 Set würde nach heutigen Maßstäben - auch wir müssen uns
der allgemeinen Performance-Situation anpassen - ebenso ein "überragend"
als Test-Prädikat erhalten (damals noch "Referenz") wie es sich später
das Elac-Ensemble abholen wird: Beide Sets begeistern mit der herausragenden
Durchzeichnung des Hochtonbereichs und der brillanten, glasklaren Wiedergabe,
inzwischen aber geht im Filmton-Bereich entschieden mehr. Beide aktiven
Subwoofer präsentieren sich bezüglich Volumen, Nachdruck und Pegelfestigkeit
nicht in absoluter Bestform. Und sowohl die Pioneer S-H810V als auch die
Elac FS 207.2 sind nicht eben bassstark,
weder in Bezug auf den maximal möglichen Nachdruck noch auf den maximal
möglichen Tiefgang. Also muss man, gerade im Filmtonbetrieb, einen aktiven
Subwoofer zusätzlich einsetzen. Nicht nötig ist dies beim Polk Audio LSi-5.1-Paket.
Hier entfachen die beiden Frontlautsprecher eine ganz erstaunliche Basskraft.
Das gesamte Ensemble punktet mit warmem, runden Klang und hoher Homogenität,
kann aber, was Detaillierung und Feingefühl angeht, keine Akzente setzen.
Somit würde es nach heutigen Maßstäben mit einem "überragend" belohnt,
denn nach wie vor überwiegen sehr deutlich die Vorteile, aber für feinsinnige
Menschen gibt es mittlerweile, wie das Nubert-Ensemble beweist, bessere
Alternativen, die aber trotzdem ausgesprochen kräftig hinlangen können.
Immer noch in der Spitzengruppe spielt das Canton
Karat 5.1-Set mit. Gründe dafür gibt es viele: Die dezent-gefällige
Auslegung aller Lautsprecher trifft den Geschmack vieler Hörer, die auch
noch nach Stunden die sehr schönen Detaillierungsfähigkeiten des Canton-"Teams"
genießen können. Störend wird dieser Boxensatz nie. Die herausragende
Integration des aktiven Subwoofers und die enorme Pegelfestigkeit der
vorderen Canton Karat 709DC Standlautsprecher
untermauern die Stellung weiter.
Gesamtnote Klang Elac 2er Serie 5.1-Ensemble (in Relation zur Preisklasse):
Ausgezeichnet
Fazit

Höchst musikalisch: Das Elac 5.1-Set der 2er-Serie fällt
durch exzellente grob- und feindynamische Darstellungsfähigkeiten auf
Musik-Liebhaber aufgepasst: Wer auf sehr hohem Level Musik genießen möchte
- insbesondere Klassik oder Jazz - wird vom Elac-Ensemble, bestehend aus
Elac FS 207.2, Elac
CC 201.2, Elac BS 203.2 und
Elac Sub211.2, rundherum glücklich
gemacht: Der brillante, facettenreiche Hochtonbereich, die präzise Herausarbeitung
vokaler Charakteristika und der straffe, angenehme, sehr gut integrierte
Bass sorgen für erstklassige Resultate. Eine so gekonnte Betonung auch
kleiner Einzelheiten findet sich auch in deutlich höheren Preisklassen
nur selten. Für das Elac-Set spricht auch die exzellente Verarbeitung,
die man getrost als beispielhaft bezeichnen kann. Die Auswahl an lieferbaren
Oberflächen ist exklusiv und stimmig, nur sind leider nicht alle Komponenten
unseres Test-Sets auch in allen Farben lieferbar. Derjenige Anwender,
dem die effektgewaltige Filmtonwiedergabe wichtiger ist als eine dynamisch-sensible
musikalische Präsentation, wird mit dem 2er-Serie-Set unter Umständen
nicht richtig bedient sein. Der aktive Subwoofer Elac
Sub211.2 begeistert zwar durch Präzision und sehr schöne Integration
in die Front-Klangkulisse, schlägt aber bei der Wiedergabe großer tieffrequenter
Effekte bei beträchtlichem Pegel etwas zu leicht durch. Auch fehlt es
etwas an Volumen und massivem Nachdruck. Vergleichen wir hier mit anderen
Woofern dieser Preisklasse, kann sich der Elac
Sub 211.2 summa summarum nicht ganz in der Spitzengruppe platzieren.
Der Rest des Ensembles schlägt sich auch bei der Wiedergabe von Filmton
gut: Stimmen werden höchst klar und exakt wiedergegeben, die Präzision
bei der Darstellung von Effekten ist enorm. Der Hochtonbereich ist sehr
klar akzentuiert, gleichzeitig aber erscheinen die Mitten nicht unterrepräsentiert.
Bilanzierend setzt sich das Elac 5.1-Set als sehr musikalische, feinfühlige
Alternative für den erfahrenen, reifen Hörer sehr ansprechend in Szene.
Dynamisch, sensibel, brillant: Das Elac 5.1-Ensemble aus der
2er Serie begeistert im Mehrkanal-Musikbetrieb mit exzellentem Leistungsprofil

Lautsprechersystem obere Mittelklasse
Preis-/Leistungsverhältnis          
Test 22. Februar 2007
+ Brillanter, sensibler Klang aller Komponenten
+ Außergewöhnlich präzise Stimm- und Instrumentaldarstellung
+ Kompakte Surround-Lautsprecher entfalten natürliche Räumlichkeit
+ Der Subwoofer Elac Sub211.2 fügt
sich hervorragend in die Front-Klangkulisse ein
+ Verarbeitung auf Referenzniveau
- Aktiver Subwoofer Elac Sub211.2
bei der Filmtonwiedergabe nur durchschnittlich pegelfest
Test: Carsten Rampacher, Thomas Hermsen, beide AREADVD
Datum: 22. Februar 2007
Redaktion und Text: Carsten Rampacher, AREADVD
Test-Aufbauten: Thomas Hermsen, AREADVD
Pegeltest-Supervisor: Roland Klinke, HIFI-REGLER
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