Dynaudio Focus 600 XD im Test bei Stereoplay: Highlight

Dieser Test bezieht sich auf folgende Produkte
Dynaudio Focus 600 XD

Aktiv-Standlautsprecher


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STEREOPLAY: Highlight (ab 5/05)

1/2016

In der Stereoplay Ausgabe 1/2016 auf den Seiten 10 bis 27 wurden 5 digitale Komplettanlagen getestet.

Testauszug:
„… die Focus XD sieht zwar äußerlich wie eine normale Aktivbox aus, sie besitzt aber die gesamte Elektronik für Steuerung und Vorverstärker im Gehäuse. Sie kann wahlweise digital, analog oder drahtlos mit Musiksignalen beschickt werden; auf der Fernbedienung lässt sich zwischen allen Eingängen hin- und herschalten. Eingang und Betriebsart zeigt die „Anlage-in-der-Box“ durch eine kleine LED-Leiste neben dem Hochtöner an, die auch als Lautstärke-Display fungiert und in der neuen Software-Version etwas sanfter hoch- und heruntergleitet als bei früheren Versionen.
Wer hochauflösende Digitalsignale per Kabel zuspielt, kann die Wireless-Funktion in Kombination mit bis zu drei Sendern als Multiroom-Lösung verwenden und dann eine sehr leistungsfähige und flexible Streaming-Gesamtlösung mit diversen Quellen im ganzen Haus installieren.
Ganz ohne Kabelverbindung geht es leider nicht: Da bislang keine drahtlose Stromzuführung in alltagstauglicher Form existiert, müssen die Aktivlautsprecher noch konventionell „über Strippe“ mit elektrischer Energie versorgt werden. Die Audiosignalübertragung kann mit dem optional erhältlichen Sender Connect (350 Euro) aber bereits vollständig drahtlos erfolgen. Musik lässt sich damit sowohl über eine direkte Bluetooth-Verbindung als auch per WLAN-Stream aus dem Heimnetzwerk zuspielen, Spotify-Funktionalität inklusive. Selbstverständlich stehen auch normale Audio-Anschlüsse (analog: 3,5-mm-Stereoklinke oder Cinch, digital: optisch, koaxial und Mini-USB) zur Verfügung. …“
„… fesselte die Dynaudio die Hörer vom ersten Takt an: Sie baute die atmosphärische Spannung dieser Musik eher hintergründig auf, ließ den Klangfarben einen samtigen Glanz, aber stellte das Orchester in voller Breite, Raumtiefe und dennoch Ortungsgenauigkeit in den Raum. Setzten Blech und Schlagwerk ein, mögen einige vielleicht einen Funken Attacke vermisst haben, der sich aber dank des Höhenschalters in zu stark bedämpften Räumen problemlos herbeizaubern lässt.
So eingestellt, gab es kein Halten mehr: Was immer auch im Player oder auf der Playlist landete, die Focus 600 XD punktete mit immer neuen audiophilen Stärken, ohne damit im Normalbetrieb irgendwie zu protzen. Da wäre der knochentrockene, bis in Abgründe reichende Tiefbass von „Millionen Legionen“ (von den Fantastischen Vier, „Unplugged“), der satt und souverän, aber kein Stückchen fett oder wummerig seinen Weg in den Hörraum fand. Dazu eine schummrige Atmosphäre eines Jazzkellers (in diesem Fall einer Höhle), in dem es nicht zu laut ist, den man auch zu später Stunde mit einem Glas Rotwein in der Hand noch genießen kann.
Szenenwechsel: Kari Bremnes‘ schon etwas glatt audiophil produzierte Scheibe „Norwegian Mood“ hauchte die Dynaudio neuen Charme ein. Eine weit atmende, aber genau platzierte Stimme, eine Transparenz und Nuancierung durch alle Frequenzlagen, die aber niemals aufdringlich wirkt. Genau im Timing, doch nie hastig oder langsam – die Dynaudio klang nicht nur tonal einfach richtig. …“

Fazit:
Ein tolles Drahtlos-Konzept, aber noch mehr eine unglaublich audiophil transparente und überragend natürliche Box. Spielt eher seidig, aber impulsgenau, tiefbassstark und in der Abbildung verblüffend realistisch.

Klang: absolute Spitzenklasse
Preis/Leistung: überragend