Elac AIR-X 409 im Test bei Stereoplay: Highlight

STEREOPLAY: Highlight (ab 5/05)

11/2015

In der Stereoplay Ausgabe 11/2015 auf den Seiten 44 bis 47 wurden die Elac AIR-X 409 Lautsprecher getestet.

Testauszug:
„… die Air-X 409 entpuppte sich als Aktivbox mit erstaunlichen Pegel- und Bassreserven. Wem der in der Grundeinstellung dominierte Tiefton zu stark ist, der kann die Anpassung an seinen Raum über DIP-Schalter-Kombinationen vornehmen. Im Hörraum erwies sich eine Absenkung nur einer Box auf „On-Wall“ als beste Lösung; die resultierende Pegeldifferenzen sind für das Gehör, das keinen Tiefton orten kann, ohnehin irrelevant.
Folgendermaßen eingepegelt, legte die ELAC mit Sturm und Drang los: Dream Theaters schon bei normaler Wiedergabe recht schnelles „Images And Words“ hämmerte mit einer Doppel-Bassdrum-Power in den Hörraum, die die Überlegenheit der aktiven Technik im Bass eindrucksvoll belegte. Die Druckwellen jedes Anschlags verschwanden so schnell, wie sie gekommen waren.
Auch sonst war die ELAC auf Impulsverarbeitung gezüchtet: Singend und energetisch die E-Gitarren, hart, direkt und treibend die Rhythmen, und über allem thronte glockenklar die sehr nah projizierte Falsettstimme von Sänger James LaBrie.
Gleiche Gesangslage, aber ein musikalischer Szenenwechsel, ja ein Stilbruch, wie er kaum stärker sein könnte: Bachs elegisch-ruhige Kantate „Ich habe genug“, in der Version mit Countertenor. Jochen Kowalski singt die ruhigen Arien opernartig aus, und die ELAC fängt die Stimme mit höchster Genauigkeit besonders im Timing ein, und unterstützt sie mit einem dicht, voll und mit Spannung spielenden Orchester. So überragend die Klangfarben, so vielfältig und akzentuiert das musikalische Geschehen. So ließ sich doch manchmal eine etwas eingeschränkte Raumtiefe nicht leugnen; die Air-X ist für Fans von Rundstrahlern und Raumwundern vielleicht nicht ganz der richtige Lautsprecher.
Das will sie auch gar nicht sein: Friedmanns „Saitensprung“ kam mit seinen federnd-genauen Tiefbässen und den revers eingespielten Gitarren-Licks dem impulsiven Charakter der ELAC deutlich mehr entgegen: Das spielte zackig, auf den Punkt, ultrapräzise, doch nie mit übertriebener Analyse, vor allem aber nie anstrengend. Übrigens völlig unabhängig davon, ob die Aufnahme analog per XLR-Kabel eingefüttert wurde oder digital per optisches Kabel in den ELAC-Sender: ein Beweis für die transparente Funktion der Sendestrecke. Die sich übrigens auch bei High-End-Quellen hielt: Miles Davis‘ „Tutu“ klang auch vom HiRes-Master allenfalls einen winzigen Tick freier über die analoge Zuspielung und demonstrierte nochmals die beeindruckenden Fähigkeiten der ELAC bei Dynamik und Bass. So punktgenau, satt, locker und treibend haben bisher nur wenige Boxen bei stereoplay gespielt. Und das mit drahtlosem Komfort und absoluter Langhörtauglichkeit. Was will man mehr? …“

Fazit:
Sehr hochauflösend und impulsgenau spielende Aktivbox mit präzisem, tiefem Bass und vielschichtigen Klangfarben. Bildet sehr genau ab, doch weniger Tiefe. Audiophiles und durchdachtes Wireless-Konzept.

Klang: absolute Spitzenklasse
Preis/Leistung überragend