Elac FS 77 bei AUDIOVISION im Test

Dieser Test bezieht sich auf folgende Produkte
Elac SUB 2030

Aktiver Subwoofer


Zum Produkt
AUDIOVISION (ab 3/07)
Elac FS 77

1/2015

In der audiovision Ausgabe 1/2015 auf den Seiten 82 und 83 wurde ein 5.1-Boxenset getestet

Testauszug:

"... der SUB 2030, dessen 25-Zentimeter-Chassis in einem kompakten geschlossenen Gehäuse arbeitet. Seine Endstufe ist mit ihren 350 Watt üppig dimensioniert. ..."

"... schaut man sich die Frequenzgänge des Subs an, wird sofort klar, warum: Die reichen nämlich bis 23 Hertz, was für ein so kleines Gehäuse einen immensen Tiefgang bedeutet. Hier ist mit Sicherheit eine elektronische Entzerrung am Werk, die ganz tiefe Frequenzen anhebt. Damit das auch bei größeren Lautstärken klappt, ist viel Verstärkerleistung notwendig. Dass der SUB 2030 mit diesen Voraussetzungen einen Maximalpegel von 103 Dezibel schafft ist aller Ehren wert.

Der Frequenzgang der FS 77 zeigt einen leichten Loudness-Charakter, Töne unterhalb von 400 Hertz und oberhalb von 5 Kilohertz werden etwas lauter wiedergegeben als der Bereich dazwischen. Der Center kommt hingegen mit einem ausnehmend linearen Verlauf daher. Was sich auf die Wiedergabe der Dialoge positiv auswirkt - selbst bei heftigem US-Slang oder starken Brit-Akzenten bleibt alles gut verständlich. Dass der CC 71 auf Plätzen abseits seiner Abstrahl-Achse mittlere Frequnzen etwas zu leise wiedergibt, trübt das positive Bild kaum.

Als Ganzes spielt das Set trotz leicht unterschiedlicher Frequenzgänge homogen und glänzt mit einem weiträumigen, lockeren Klangbild. Feine Details wie das Glucksen der Tropfen im Abwasserkanal bei "Ratatouille" bringt es ebenso überzeugend zu Gehör wie die Räumlichkeit und friedliche Atmosphäre beim Eintritt von Gandalf ins Auenland im ersten Teil von "Der Herr der Ringe". Beeindruckend sind auch Kraft und Tiefgang, mit denen der Subwoofer zu Werke geht, wenn der Flugdroide in "Terminator - die Erlösung" über Abschleppwagen und Brücke dröhnt. Das lässt das Bauchfell schon merklich vibrieren. Etwas zurückhaltend gibt das Elac-Set Impulse wieder, kräftige Trommelschläge beispielsweise von Drummer Omar Hakim auf "Listen Up" lassen etwas Temperament vermissen. ..."

"... für den Stereobetrieb sollten die FS 77 nicht in Wandnähe aufgestellt werden, denn sie überraschen mit einem üppigen Basspegel. Der könnte bei zu großer Wandnähe Präzision kosten. Und das wäre schade, denn dadurch würde die exakte, mit viel Tiefe versehene Räumlichkeit - die ebenso wie die Feinauflösung von einer gewissen Einspielzeit durchaus profitiert - im Dröhnen versinken. Viel Spaß macht bei korrekter Platzierung beispielsweise "Livin' in the Love" von Colee Coil, bei der das Elac-Set Stimme und Instrumente säuberlich wie selbstverständlich im Raum sortiert und so den emotionalen Funken auf die Zuhörer überspringen lässt. ..."

Bewertung:

+ weiträumiges, entspanntes Klangbild

+ tönt sehr homogen

+ räumliche Abbildung in Breite und Tiefe präzise

- Center-Klang winkelabhänig

Fazit:

Für knapp 3.000 Euro hat Elac mit der 70er-Kombi ein eindrucksvolles Boxenset auf die Beine gestellt. Vor allem der Subwoofer begeistert trotz seiner kompakten Maße mit ordentlich Tiefgang.