HMS Energia Mk II bei Stereo im Test

Dieser Test bezieht sich auf folgende Produkte
STEREO

4/2016

In der Stereo-Ausgabe 4/2016 auf den Seiten 54 bis 55 wurde die HMS Energia Mk II getestet.

 

Testauszug:

"…im Gegensatz zur Ur-Energia mit ihrer sanften, einpoligen Filterung ausschließlich mit Ferritkernen kommt in der neuen Version für jeden Steckplatz ein zweipoliges, angepasstes Filterglied aus stromkompensierter Drossel und x-Kondensatoren sowie höchstwertigen, nanokristallinen Ferritkernen unterschiedlicher Länge und Wicklungsdichte zum Einsatz. Auch die Verkabelung ist an den Einsatzzweck respektive Steckplatz angepasst. Die rot markierten Steckplätze dienen dem Anschluss von Quellkomponenten bis 300 Watt und sind stärker gefiltert, die schwarzen mit schwächster Filterung sollen Verstärker und andere Großverbraucher bis etwa 1000 Watt Anschlussleistung ideal und ohne Dynamikverlust versorgen. Dazwischen liegen die mit 500 Watt belastbaren grünen für analoge Quellen, Voll- oder Vorverstärker. Ausgehend von einer mit sechs Quadratmillimetern üppig ausgelegten Stegleitung als Verkabelung werden die Versorgungsstrippen zu den Steckplätzen für Verstärker mit drei, die für die Quellen mit 1,5 Quadratmillimetern Querschnitt ausgeführt, der Schutzleiter verfügt zum bestmöglichen Potentialausgleich immer über drei Quadratmillimeter OFC-Kupfer. Die verbesserte Einzelsteckplatzfilterung soll der Zunahme von Störungen außerhalb und innerhalb der Anlage Rechnung tragen. Neu ist die Möglichkeit, über die Konfiguration der Einzelfiltersteckplätze hinaus auch eine optionale, in die Leiste integrierte DC-Unterdrückung (DCS) zu ordern. HMS-Chef Strassner möchte sich bei der Schaltung nicht in die Karten schauen lassen, aber es ist clever und logisch gemacht. Er hält die DC-Unterdrückung und ihre Wirkung auf Brummstörungen durchaus für klanglich erheblich, sobald Gleichstromanteile vorliegen. In HiFi-Kreisen bekannt ist als relativ starke Wirkung von Gleichstromanteilen etwa ein mechanisches Trafobrummen, das bei amerikanischen Verstärkern vorkommen kann, weil die Gleichspannung den Trafo schnell in die Sättigung treibt. Aber klangliche Auswirkungen durch die unerwünschte Asymmetrie im Netz und die Verschiebungen der Ladephasen für die Elkos sind laut HMS schon weitaus früher zu erwarten. Festgehalten wurde selbstverständlich an der bewährten Ausstattung mit einem Überspannungsschutz, der die angeschlossenen Komponenten vor Spannungsspitzen aus dem Netz bewahren soll. Zu verschmerzen ist dagegen der Wegfall der Netzphasenanzeige, die die Markierungen der Steckplätze in Kombination mit einem Prüfschraubendreher leicht ersetzen. War schon die "alte" Energia als eine Art Standard zur Stromversorgung einer hochwertigen HiFi-Anlage anzusehen, so gilt dies für die neue Energia Mk II erst recht und auf höherem Niveau. Die neben der schützenden auch klanglich deutliche Wirkung der universellen, aber durch Anzahl und Auslegung der Steckplätze auch individualisiert bestellbaren Netzleiste ist frappierend, was wir nicht zuletzt auf die kräftigen Kabelquerschnitte, die optimierte Filterung und die Pufferung der Steckplätze gegeneinander zurückführen. Die Musikwiedergabe wirkt entspannt, müheloser, der Hintergrund bei sinfonischer Musik oder Jazz schwärzer, ohne dass Temperament oder Dynamik etwa bei "Thunderstruck" von AC/DC leiden. Empfehlenswert ist aber auch die DC-Unterdrückung als zusätzlicher Nutzen, der hier optional geboten wird. Dass die neue Energia-Generation ein Erfolg werden wird, steht für uns fest, denn sie stellt eine äußerst sinnvolle, klang bestimmende Maßnahme in der nur vermeintlichen Peripherie dar. Der Interessent sollte sich aber mit den maßgeschneiderten Möglichkeiten vertraut machen oder gleich eine durch Koppelung mit einer weiteren Energia-Leiste ebenfalls mögliche Erweiterung in Erwägung ziehen…"