in-akustik (früher Monitor) Black&White NF-1202 (XLR) bei STEREOPLAY im Test: Highlight

STEREOPLAY: Highlight (bis 11/04)
in-akustik (früher Monitor) Black&White NF-1202 (XLR)

08/2003

Fazit und Kommentar der Test-Bewertung, wie auf www.in-akustik.de veröffentlicht:

"Dank einer ungewöhnlichen, nicht ganz geschlossenen Abschirmung ist in-akustik mit dem NF 1202 ein großer Wurf gelungen. Beim NF 1202 richtete Wachsmann sein Augenmerk besonders auf die Abschirmung. Nach seiner Meinung entstehen in kreuzverwobenen genauso wie in reinen Folien-Schirmen Wirbelströme. Sie wirken sich per Induktion schädlich auf das Musiksignal im Innenleiter aus. Die Lösung fand er in „lückenhafter“ Abschirmung. Denn seine doppelt isolierten (selbstredend auch mit Polyethylen) Massivleiter, die den Kern mit den Innenleitern umringen, und der spiralförmig geschlitzte zusätzliche Folienschirm sind radial nicht komplett geschlossen. So soll die einseitig angeschlossene Abschirmung ausschließlich ihre Hauptfunktion erfüllen, ohne das Musiksignal negativ zu beeinflussen - hochfrequenten Störungen gewährt sie keinen Zutritt zu den Innenleitern. Diese sind symmetrisch mit jeweils zwei doppelt isolierten Massivdrähten ausgeführt, zwei für Plus und zwei für Minus. Dadurch ist auch eine rein symmetrische Verbindung möglich. Stabilität erhalten die Innenleiter durch drei hohle PE-Röhrchen, die zudem für Abstand zwischen Plus und Minus sorgen, was die Kapazität verringert. Den Auftakt im Hörraum jedoch durfte die Cinch-Variante des NF 1202 machen. Und schon sie zeigte, wo die Reise hingeht. Äußerst natürlich und sehr stimmig, überzeugte es schon bei den ersten Takten. So wurde Poulencs Kammermusik (Naxos) zu einem farbenprächtigen Ereignis. Zusätzliche Begeisterung weckte das NF 1202 durch seine Eigenschaft, in den Aufnahmeraum hineinzuhören zu lassen. Bei alledem vergaß es nicht, genügend Spielfreude zu vermitteln. Hier wirkte es zwar ein wenig zurückhaltender als das NBS Dragon Fly (11/02), doch konterte das NF 1202 mit noch mehr Detailgenauigkeit und umrisseneren Stimmen etwa bei Riffkins Bach-Kantaten. Dieser überragenden Vorstellung schloss sich die XLR-Variante an und konnte bei manchen vollsymmetrisch aufgebauten Geräten, etwa der Vor/Endstufen-Kombination Ayre K 3x / V 5, minimal mehr Auflösung offerieren. Da wollte auch das LS 1202 (LS-1202 SingleWire Stereoplay 8/2003) nicht zurückstehen und distanzierte das alte LS 1200 deutlich. Denn kaum war das LS 1202 angeschlossen, strafften sich die Bassseiten, gewannen die Sänger an Ausdruckskraft, perlten Klavierläufe nachvollziehbarer, und das Aufnahmestudio vergrößerte sich deutlich. Da zudem auch das Zusammenspiel der Musiker schlüssiger geriet, überzeugte das LS 1202 die Tester völlig, ihm nicht nur einen Klangpunkt mehr zu geben, sondern auch ein Highlight. Ob man der Single-Wire- oder der Bi-Wiring-Variante (Foto) den Vorzug geben sollte, hängt vom Lautsprecher ab. Sobald er konsequent auf Bi- Wiring getrimmt war, wie etwa die Audiodata Petite, überzeugte Bi-Wiring noch mehr. So bereichert in-akustik die High-End-Kabelszene gleich auf vier Einsatzgebieten. Jede der Neukonstruktionen ist ein echtes Highlight."