TEST: Infinity Classia C 336/CC 225/C 205/PSW 8 Mehrkanal-Set
Test. Carsten Rampacher, AREADVD
- update: 22.12.2008

Einführung
Infnity is back ? längere Zeit haben wir auf dem deutschen Markt
nicht viel vom Lautsprecher-Experten der Harman International gehört,
mit dem Launch der Classia-Serie
wird sich dies aber sicherlich ändern. Das hat viele Gründe, zum ersten
wäre das ausgesprochen attraktive Design anzuführen. Edel, unverwechselbar
und modern stehen alle Vertreter der Classia-Baureihe
vor uns. Doch auch der Preis lässt aufhorchen, denn für faire ca. 2.650,00
EUR erhält man das komplette 5.1-Set, bestehend aus zweimal der Infinity
Classia C 336 Frontbox, einmal dem Infinity
Classia CC 225 Centerlautsprecher, zweimal den Rearboxen Infinity
Classia C 205 und dem aktiven Subwoofer Infinity
Classia PSW 8. Wahlweise in schwarzer oder kirschefarbener Version
lieferbar, macht sich Classia daran, mit akustischer Güte und feinem Design
für Furore in den Wohnzimmern anspruchsvoller Mehrkanal-Liebhaber zu sorgen.
Ob diese Mission letzten Endes glückt, klärt unser Test.
Verarbeitung

Saubere Detailverarbeitung, gelungener Materialmix

Detail-Seitenansicht der Infinity
Classia C 336

Sockel der Infinity Classia
C 336

Der Inifnity Classia
PSW 8 steht auf stabilen Füßen

Extravagante Formgebung auch beim aktiven Subwoofer
An der Verarbeitung der Komponenten sollte ein Scheitern
nicht liegen, denn das Materialmix, aus dem die Komponenten bestehen,
erscheint edel und gelungen. Es befinden sich auch Kunststoffelemente
darunter, diese wirken aber hochwertig und sind stimmig integriert. Die
Spaltmaße sind relativ gering und gleich bleibend, die Oberflächenqualität
war bei unseren Test-Exemplaren in schwarzer Ausführung hervorragend.
Das Hochglanz-Finish wirkt edel und tief, es wird ein für die Preisklasse
überdurchschnittlicher Standard erreicht. Die abgerundeten Formen erzeugen
gekonnt eine optische Harmonie, welche sehr gut nicht nur zu modern, sondern
sogar zu eher klassisch eingerichteten Wohnzimmern passt. Für Freude des
modernen Einrichtungsstils empfiehlt sich die schwarze Variante, während
im konservativeren Wohn-Ambiente die kirschefarbene Version die stimmigeren
Akzente setzt. Ganz gleich, welche Farbgebung gewählt wird, die Lautsprecherkabel-Schraubanschlüsse
erscheinen uns solide und sind problemlos dazu geeignet, Bananenstecker
(in unseren Test-Reihen verwendeten wir Exemplare von Real Cable) aufzunehmen.
Die Lautsprecher-Chassis sind allesamt sauber eingepasst. Der aktive Subwoofer
Inifnity Classia PSW 8 weist
auf der Rückseite keine Lautsprecherkabel-Anschlussterminals auf, sein
Anschlussfeld ist schlicht gestaltet, aber ohne Mängel verarbeitet. Der
Bass-Experte ruht auf speziellen Füßen, die einen sicheren Stand gewährleisten.
Gesamtnote Verarbeitung in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet.
Technische Merkmale/Konstruktion

Hoch- und Mitteltöner der Infinity
Classia C336

Die Inifnity Classia
C 205 arbeitet nach dem Bassreflexprinzip
Die Classia Serie bietet verschiedene
konstruktive Highlights.
Zunächst anzuführen wären die CMMD-Wandler, über die alle Infinity
Classia Boxen verfügen. Die Membranen in spezieller CMMD-Technik bestehen
aus einem Verbundwerkstoff, bei dem ein metallisches Trägermaterial mit
Keramik beschichtet ist ? dies ergibt eine Reihe handfester Vorteile.
Große Verwindungssteifigkeit, hohe Belastbarkeit und Partialschwingungen,
die erst weit oberhalb der maximalen Betriebsfrequenz liegen. Dadurch
wird ein klarer und verzerrungsfreier Sound realisiert, der bei der Infinity
Classia Baureihe mit enormer Natürlichkeit kombiniert werden soll.
Weiteres Merkmal aller Classia-Schallwandler ist der bis 40 kHz erweiterte
Frequenzbereich. Nicht nur für die Wiedergabe der weniger verbreiteten
Highend Audiomedien DVD-Audio und SACD, sondern auch für die aktuellen
HD-Tonformate Dolby TrueHD und DTS-HD Master Audio sind die Infinity
Classias somit geeignet. Die aufwändig konstruierten Hochtöner bieten
eine hervorragende akustische Reinheit bis hoch auf 40 kHz. Auch die Schallführungen
in CAI-Technik sind erwähnenswert. ?Constant Acoustic Impedance?
heißt CAI ausgeschrieben. Die Entwicklung hat zum Ziel, den Dynamikumfang
durch einen besonders hohen Wirkungsgrad im oberen Frequenzbereich spürbar
zu erweitern. Diese ausgeglichene Strahlungsdämpfung ermöglicht den Einsatz
von verlustarmen Frequenzweichen mit stringentem Aufbau. Die angenehme
Folge ist ein sehr gleichmäßiger, fließender Übergang zwischen den einzelnen
Frequenzbereichen.

Inifnity Classia
C 205
Wenden wir uns nun den technischen Daten zu. Wir beginnen mit dem Inifnity
Classia C 205 Regallautsprecher, der mit einem Frequenzgang von 60
Hz bis 30 kHz (- 3 dB) beziehungsweise von 55 Hz bis 40 kHz (- 6 dB) aufwarten
kann. Die von Infinity empfohlene Verstärkerleistung
liegt bei 10 bis 125 Watt. Wie alle Classia Passivboxen ist auch die Inifnity
Classia C 205 als 8-Ohm-Box ausgelegt. Sie weist einen guten Wirkungsgrad
von 88 dB (2,83 V bei 1 Meter) auf. Als Basschassis kommt ein 133 mm CMMD-Bauteil
zum Einsatz. Ein 25 mm CMMD Treiber ist für den Hochtonbereich mit an
Bord. Die 4,9 kg wiegende Konstruktion lässt sich mit Maßen von (H x B
x T) 384 x 190 x 235 mm perfekt auf dem Regal oder Sideboard oder aber
auf einem speziellen Boxenständer unterbringen.

Drei Basschassis bei der Infinity
Classia C 336. Auf der Rückseite befindet sich die Bassreflexöffnung
Der Infinity Classia C 336 mit 91
dB Wirkungsgrad (2,83 V @ 1 m) ist ein ausgewachsener und leistungsfähiger
Standlautsprecher, der für Verstärkerleistungen von schmalen 10 bis hin
zu massiven 250 Watt geeignet ist. Die hohe Belastbarkeit der CMMD Membranen,
verbunden mit deren sehr günstigen Wirkungsgrad, machen diese enorme Bandbreite
möglich. Der Frequenzgang bei ? 3 dB geht von 40 Hz bis 30 kHz,
bei ? 6 dB von 35 Hz bis 40 kHz. Drei 165 mm CMMD Tieftöner werden
von einem 100 mm CMMD Mittel- und einem 25 mm CMMD Hochtöner ergänzt.
Die satte 25,4 kg schwere Box ist mit Abmessungen von (H x B x T) 1.232
x 216 x 267 mm ein echter Blickfang, der aber nicht zu massig erscheint.

Inifnity Classia
CC 225
Der Inifnity Classia CC 225
fungiert als Centerlautsprecher und somit als ?zentraler Pol?
innerhalb der Classia Baureihe. Er wird zum Anschluss an Verstärker mit
10 bis 150 Watt empfohlen und weist (2,83 V bei 1 Meter) einen Wirkungsgrad
von 90 dB auf. Die Chassis sind wie bei den anderen Classia
Boxen magnetisch abgeschirmt. Im Bassbereich kommen 2 x 133 mm CMMD
Bauteile zum Einsatz, im Hochtonbereich ein 25 mm CMMD Treiber. Der Frequenzgang
reicht bei ? 3 dB von 55 Hz bis 30 kHz und bei ? 6 dB von
50 Hz bis 40 kHz. Der Lautsprecher wieg 7,3 kg und misst (H x B x Tin
mm) 175 x 806 x 127.

Basschassis des Inifnity
Classia PSW 8

Inifnity Classia
PSW 8 von hinten
Als aktiver Subwoofer
befindet sich der äußerst kompakte Inifnity
Classia PSW 8 im ?Team?. Mit Abmessungen von ( (H x B
x T in mm) 438 x 279 x 419 lässt er sich auch in nicht allzu großen Hörräumen
problemlos integrieren. Die RMS-Verstärkerleistung liegt bei 150 Watt,
die dynamische Impulsleistung (kurzzeitige Höchstleistung) bei 300 Watt.
Die Übernahmefrequenz lässt sich stufenlos von 50 bis 150 Hz regeln. Als
Basstreiber steht ein 200 mm MMD Chassis zur Disposition. Der Bassist
wiegt 14,4 kg und weist auf der Rückseite Bedienelemente zur Regelung
von Pegel und Übernahmefrequenz auf. Es gibt einen rechten und linken
Cincheingang sowie einen dedizierten LFE Cincheingang. Was wir vermissen,
ist ein Cinchausgang zum Kaskadieren mehrerer Infinity
Classia PSW 8.
Insgesamt bietet die Classia-Serie
aufwändige Technik zum fairen Marktpreis. Dies belohnen wir mit der Gesamtnote
ausgezeichnet.
Test-Equipment
? Yamaha DSP-Z11
? Harman Kardon AVR-355
? Philips Essence 42PES0001D/10
? Pioneer BDP-LX71
Klangwertung

Der Centerlautsprecher
überzeugt mit seinem breiten Abstrahlwinkel
Das Classia-Set in 5.1-Konfiguration zeigt in den Test-Reihen
eindrucksvoll, dass authentisches Multichannel-Flair nicht nur bei den
herkömmlichen Heimkino-Tonnnormen, sondern auch bei den neuen HD-Tonformaten
Dolby TrueHD und
DTS-HD Master Audio
zu einem moderaten Kaufpreis möglich ist. Beim Trailer von ?Ghost
in a Shell? auf der Dolby
TrueHD / Dolby Digital Plus Demo-Blu-ray kokettiert das Boxenensemble
mit einem vorzüglichen Stehvermögen, wobei sich besonders der äußerlich
kompakte aktive Subwoofer Inifnity
Classia PSW 8 in den Vordergrund spielen konnte. Er stellte einen
erstaunlichen Tiefgang und ein überraschendes Volumen zur Verfügung, bei
entsprechender Trennung bei 60 Hz war er im Hörraum (ca. 30 Quadratmeter)
nicht zu orten. Doch auch die restlichen Komponenten wussten zu überzeugen:
Die Front-Klangkulisse erscheint sehr homogen, was dafür sorgt, dass die
Wiedergabe des imposanten Soundtracks in Dolby
TrueHD wie aus einem Guss beim Zuhörer ankommt. Die beiden Rearlautsprecher
Inifnity Classia C 205 boten
eine tadellose Räumlichkeit und eine sehr schnelle Effektverarbeitung.
Auch beim Auszug aus ?Sahara? (ebenfalls in Dolby
TrueHD) begeisterte das Classia 5.1-Ensemble, denn die wilde Verfolgungsjagd
Hubschrauber ? Oldtimer kann in nahezu allen Effektebenen nachdrücklich
umgesetzt werden. Das Kräftige, Wuchtige, dabei trotzdem Lebendig-dynamische,
das ist eindeutig die Domäne des Classia-Lautsprecher-Sets.
Damit empfiehlt es sich gerade für effektgeladene Actionfilm-Soundtracks.
Klar ist, dass bei solchen Voraussetzungen auch ?Alien vs. Predator
1? (englische Tonspur DTS-HD
Master Audio) besonders gut zur Geltung kommt. Die Kampfhandlungen
in den unterirdischen Höhlenzügen wirken sehr nachdrücklich und echt.
Bei ?Stirb Langsam 4.0? (Blu-ray, Tonspur englisch DTS-HD
Master Audio) beweist das Classia-Schallwandlerpaket seine Pegel-Fähigkeiten.
Als die Wohnung des Computerhackers von den französischen Killern Gabriels
zerlegt wird, kann diese action-geladene Sequenz auch mit sehr hoher Lautstärke
genossen werden ? die hoch belastbaren CMMD Membranen verzerren
auch bei großen Pegeln nicht. Sehr beeindruckt sind wir in diesem Zusammenhang
von zwei Faktoren. Zum einen arbeitet das preiswerte Ensemble mit einem
Elite-Boliden wie dem Yamaha DSP-Z11
souverän zusammen, nichts wirkt unterdimensioniert oder erscheint nicht
ausgewogen. Zum zweiten waren wir verblüfft, wie gut sich der kleine Infinity
Classia PSW 8 in Szene setzen kann. Durchschlagen tut er erst bei
enormer Lautstärke, die in der Hörpraxis auch von versierten Anwendern
kaum vorkommen dürften. Nur, wenn er sich allein im großen Hörraum ab
30 Quadratmeter durchsetzen muss, nähern sich seine Grenzen schneller.
In diesem Zusammenhang ist es wahrhaftig schade, dass der kleine aktive
Basslautsprecher keinen Cinchausgang für den Anschluss eines weiteren
Infinity Classia PSW 8 mitbringt.
So ist man, möchte man mehrere Woofer betreiben, darauf angewiesen, dass
der AV-Receiver oder AV-Verstärker
zwei Subwoofer-Vorverstärkerausgänge mitbringt. Das ist aber eher selten
der Fall und wenn, dann weisen eher hochpreisige Komponenten einen derartigen
Eingang auf.
Nun aber genug der Kritik ? freuen wir uns über die tadellosen Leistungen,
die das Infinity-Ensemble bei ?Star Wars Episode III? abliefert.
Hier haben wir einmal wieder die schon beinahe legendäre Eröffnungsschlacht
über Coruscant angehört. In Zusammenarbeit mit dem sehr leistungsstarken
Harman Kardon AVR-355 wurde
ein imposanter Gesamteindruck geboten, der sich in energiegeladenen Kampfsequenzen
und räumlich intensiver Auskleidung aller Effektversionen zeigte. Schon
das Auftauchen des republikanischen Sternzerstörers gleich zu Beginn des
Films beweist das Potential, welches im Infinity 5.1-Set steckt. Der kleine
Infinity Classia PSW 8 überrascht
hier einmal mehr mit einem ausgezeichneten Tiefgang. Nur ganz kurz stößt
der Subwoofer Infinity Classia PSW
8 an seine Belastungsgrenzen, als die wummernde Akustik des gigantischen
Raumschiffs ihren Höhepunkt erreicht. Dann aber fängt sich der Basslautsprecher
wieder, um beim ereignisreichen Flug der Raumjäger von Obi-Wan und Anakin
für eine gleichermaßen schnelle wie kräftige tieffrequente Untermalung
zu sorgen. Sehr gut gefiel uns der Infinity
Classia CC 225, der mit gleichmäßiger Effektverteilung und angenehmer
Stimmwiedergabe die Cockpit-Gespräche zwischen Anakin und Obi-Wan sehr
treffend wiedergibt. Die stimmtypischen Merkmale werden gut herausgearbeitet,
die Verständlichkeit ist auch bei großer Lautstärke gegeben. Stimmen klingen
immer minimal weich und auch bei beträchtlichen Pegeln nicht grell oder
metallisch. Durch den tadellosen Wirkungsgrad ist es ohne Schwierigkeiten
möglich, das Classia-Set auch an AV-Receivern
der 500,00 - bis 600,00-EUR-Preisklasse zu betreiben.

Exzellent - der Infinity
Classia PSW 8 bietet einen enormen Tiefgang trotz kompakter Abmessungen
und recht kleinem Chassis
Für die klangliche Umsetzung hochqualitativer Game-Tonspuren eignet sich
das Classia-Package ebenfalls. Bei ?Need for Speed Carbon?
und bei ?Lara Croft ? Underworld? (beide Games gespielt
auf der Sony PS 3) sorgt die einheitliche Fronteffektkulisse, die durch
den breiten Abstrahlwinkel des Infinity
Classica CC 225 besonders intensiv wirkt, für Freude beim versierten
Gamer. Auch überraschende Dynamikwechsel (Lara Crofts Mission in Mexico)
werden rasch erfasst und korrekt wiedergegeben. Der Hochtonbereich bleibt
auf der sicheren Seite, er bietet keine messerscharfe Klarheit, sondern
lieber eine angenehme hochfrequente Weitläufigkeit, die auch bei hoher
Lautstärke erhalten bleibt. Diese etwas sanfte und nicht zu harsche Auslegung
freut dann ganz besonders, wenn man über einen langen Zeitraum hört.
Die Mehrkanal-SACD ?James Bond Themes? mit den instrumental
eingespielten Titelsongs aus vielen 007-Filmen liegt dem Classia-Ensemble
ebenfalls ausgezeichnet. Besonders aufgefallen sind die sämigen Übergänge
zwischen den einzelnen Frequenzbereichen, die für ein klares, wie aus
einem Guss wirkendes Klangbild sorgen. Die Auslegung der Classia
erscheint auch hier eher wieder angenehm und recht voll, das hat zur Folge,
dass die Songs als reichhaltig ausgeschmückt und atmosphärisch dicht beim
Zuhörer ankommen. Das gesamte Klangbild zeigt eine jederzeit ehrliche
Struktur mit klarem Umriss der wichtigsten Instrumente. Ein Detaillierungsverlust
kann nur bei kleineren Ereignissen in hinteren akustischen Ebenen festgestellt
werden. Dies ist aber nicht wirklich tragisch, da das Classia-Set preislich
nicht in Regionen angesiedelt ist, in denen eine perfekte Integration
auch kleiner Einzelheiten gewährleistet sein sollte. Bei der Live in Las
Vegas-Blu-ray ?A New Day? von Celine Dion beweist das Classia-Set
erneut seine Gutmütigkeit und seine Pegelfestigkeit. Bei ?It?s
all coming back to me now? und bei ?A new Day? wird
Dions Stimme bei großer Lautstärke hervorragend erfasst, sie klingt immer
noch klar und natürlich, es kommen praktisch keine Verzerrungen oder tonale
Veränderungen vor. Wie souverän das Classia-Set hier agiert, ist sehr
zu loben. Ebenfalls ausgezeichnet ist die Trennung von Stimmen und Instrumenten.
Die Dynamikunterschiede werden schön herausgearbeitet, was wiederum beweist,
dass die Classia Lautsprecher
sehr gut für die Wiedergabe der neuen HD-Tonformate geeignet sind.

Die Infinity Classia C
336 agiert auch im Stereobetrieb gekonnt
?One Chance? ? eine emotional unter die Haut gehende
CD des neuen Stars am Tenor-Himmel Paul Potts. Der Brite beweist bei seiner
Interpretation berühmter Musikstücke sein Feingefühl und seine Stimmgewalt.
Mit realistischem Bühnenaufbau, der eine gute Tiefenstaffelung aufweist,
sammeln die beiden Infinity Classia
C336 Frontlautsprecher viele Punkte für das Leistungsvermögen im Stereobetrieb.
Der Bass wirkt angenehm und kräftig, aber nicht aufgeblasen-oberflächlich,
und die Stimmdarstellung gewinnt durch die tadellose Lösung vokaler Elemente
vom Lautsprecher an wahrnehmbarer Gestalt. Das Hören mit den Infinity
Classia C 336 gestaltet sich im Stereobetrieb auch bei hohen Lautstärken
als ausgesprochen angenehm. Sehr hervorzuheben ist der dichte räumliche
Gesamteindruck, auch der solide und angemessen dargestellte Grundtonbereich
sorgt für sehr zufriedene Gesichter. Die drei Basschassis sichern auch
ohne das zusätzliche Zuarbeiten eines aktiven Subwoofers ein solides,
aber nie übertrieben erscheinendes tieffrequentes Fundament. Durch die
auf der Rückseite angebrachte Bassreflexöffnung ist es allerdings ratsam,
dass ein Mindestabstand von rund 1 Meter von der Hörraumwand eingehalten
wird. Die Infinity Classia C 336
ist wenig aufstellungskritisch, bei der Aufstellung empfiehlt sich eine
leichte Anwinklung auf den Hörer.
Akustisches Fazit: Das Classia 5.1-Set ist in Hörräumen zwischen knapp
20 und knapp 50 Quadratmeter einzusetzen und betätigt sich gekonnt als
kräftiger, ausgeglichener Harmoniespender im Hörraum. Die eher sanfte
Hochtondarstellung entpuppt sich im Alltagsbetrieb als sehr angenehm,
zumal die räumliche Ausbreitung bei hohen Frequenzen ebenso wie die Detaillierung
als wirklich gelungen angesehen werden kann. Der sich nahtlos anschließende
Mitteltonbereich überzeugt durch klare Konturen und eine recht dynamische
Wiedergabe. Der volle und kräftige Bassbereich ergänzt die anderen Impressionen
stimmig. Gesamtnote Klang in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet ?
hervorragend.
Fazit

Das Comeback von Infinity ist mit der Classia-Serie
ausgesprochen überzeugend gelungen. Die schon optisch sehr attraktiven
Lautsprecher aus der Classia-Serie
verbinden einen höchst angenehmen, harmonischen und trotzdem dynamischen
Sound mit hervorragender Pegelfestigkeit. Durch die absolut alltagstaugliche
klangliche Auslegung sind die Schallwandler für nahezu jeden Musikstil
und auch für mehrstündige Hör-Sessions bestens geeignet. Der günstige
Wirkungsgrad sorgt für ein problemloses Zusammenspiel auch mit AV-Receivern
der Mittelklasse. Durch die hohe Belastbarkeit und den homogenen Sound
arbeiten die Classia Komponenten aber auch ohne Schwierigkeiten mit echten
AV-Boliden zusammen. Insgesamt ergibt sich so das Bild eines in sich schlüssigen
und durchdachten Gesamtkonzepts, das uns deutlich beweist: Mit Infinity
ist mehr denn je zu rechnen.
Harmonisch, angenehm und kräftig klingendes, edel gestaltetes 5.1-Ensemble mit überdurchschnittlicher Pegelfestigkeit

Mehrkanal-Lautsprecherset Mittelklasse
Test 22.12.2008
Preis-/Leistungsverhältnis          
+ Enorme Pegelfestigkeit
+ Hervorragendes räumliches Abbildungsvermögen für die Preisklasse
+ Harmonische Gesamtakustik
+ Fließende Übergänge zwischen den einzelnen Frequenzbereichen
+ Nachdrücklicher Bass und ausgezeichneter Tiefgang beim Infinity
Classia PSW 8
+ Center mit breitem Abstrahlwinkel
+ Exklusive Optik und gediegenes Finish
- Aktiver Subwoofer ohne Cinch-Ausgang
Test: Carsten Rampacher, AREADVD
22. Dezember 2008
Verantwortlich für den Inhalt: Detlev
Schnick, © Copyright 2009 HIFI-REGLER, AREADVD
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