KEF C3 bei HEIMKINO im Test

HEIMKINO
KEF C3

7/2009

Testauszug:

"...kommen wir zum schönsten Teil unserer Testprozedur - dem Hörtest. Nachdem das System aufgestellt und die 48-stündige Einspielphase abgeschlossen ist, kann es endlich losgehen. Zunächst wollen wir wissen, wie es um die musikalischen Fähigkeiten der C7 in der Stereowiedergabe bestellt ist, und füttern unseren CD-Player mit "The Labyrinth" von Kate Price. Die zunächst fast parallel zueinander ausgerichteten Boxen bestechen zwar durch eine detailklare Stimmwiedergabe, lassen es aber zunächst an Räumlichkeit vermissen. Dies ändert sich aber prompt, als wir die beiden Klangsäulen leicht auf den Hörplatz einwinkeln. Plötzlich öffnet sich die Bühne vor uns, Instrumente werden punktgenau und plastisch abgebildet und der Raum scheinbar vergrößert. Noch deutlicher wird der Unterschied in der Stimme der Amerikanerin, die nicht mehr an den Standboxen klebt, sondern jetzt mittig zwischen den beiden Lautsprechern dargestellt wird. Mit "U-571" wollen wir nun wissen, wie es um die Heimkinofähigkeiten der neuen C-Serie bestellt ist. Und auch hier beweist sich die leicht auf den Hörer ausgerichtete Aufstellung als Ideallösung, denn auch hier begeistern uns die räumliche Abbildung und die exzellente Detailwiedergabe, die die bedrückte Stimmung an Bord des unter Beschuss stehenden U-Bootes perfekt in unseren Hörraum transferieren. Die in Folge explodierenden Wasserbomben stellt der kompakte Sub C4 dann zwar nicht so tiefgründig wie sein größerer Bruder PSW3500 dar, dafür aber mit Knack und einer unglaublichen Präzision. Gefestigt wird unser erster Eindruck dann bei der unterirdischen Sesselfahrt in "Casper", die von Details nur so gespickt ist. Egal ob quietschende Hebel, lang anhaltende Echos oder das klirrende Geräusch der aneinanderschlagenden Rasiermesser - KEFs Sextett reproduziert alle ihm übergebenen Schallanteile, ohne auch nur das kleinste Detail zu unterschlagen oder aufdringlich zu agieren. Das Ganze wird sogar noch einmal gesteigert, als wir mit Steely Dans "Cousin Dupree" zur mehrkanaligen Musikwiedergabe bitten. Denn jetzt läuft das Set zur absoluten Höchstform auf und besticht durch seine tolle Surroundkulisse und die extrem lebendige Stimmreproduktion Donald Fagens. Den wohl wichtigsten Part übernimmt unterdessen der kompakte C4-Basswürfel, der nur auf diesen Augenblick gewartet zu haben scheint; er begleitet das perfekt zusammenspielende Quintett durch einen satten, präzisen und jederzeit kontrollierten Oberbass, der uns unweigerlich im Takt mitwippen lässt. Kein Wunder, dass wir mehr wollen und uns anschließend noch ein paar Titel der "Two against Nature"-DVD gönnen..."

Bewertung:

+ knackige Grundtonwiedergabe
+ hervorragende Dialogdarstellung

Fazit:

Wenn die britischen Lautsprecherspezialisten von KEF etwas anfassen, hat das Hand und Fuß. So auch in ihrer C-Serie, die mit Fug und Recht als "Einstiegsdroge" für Heimkinofans bezeichnet werden kann. Und das hat gute Gründe, denn das uns überlassene Sextett besticht durch seine gute Verarbeitung und die sinnvolle und üppige Ausstattung. Das Ganze wird aber noch durch die hervorragenden Klangeigenschaften und die extrem attraktive Preisgestaltung getoppt. Wer also mit dem Gedanken spielt, sich demnächst ein 5.1-Heimkinosystem zuzulegen, sollte KEFs C-Serie auf jeden Fall in die engere Wahl nehmen.

Oberklasse: 1,2

Gesamturteil: ausgezeichnet

In der Heimkino-Ausgabe 7/2009 wurde ein Lautsprecherset bestehend aus 2 x KEF C7, 1 x KEF C6LCR, 2 x KEF C3 und 1 x KEF C4 getestet.