KEF R Dolby-Atmos-Set im Test bei Audiovision: Highlight

Dieser Test bezieht sich auf folgende Produkte
KEF R500

3-Wege-Standlautsprecher


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KEF R700

3-Wege-Standlautsprecher


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KEF R200c

3-Wege-Centerlautsprecher


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KEF R400b

Aktiver Subwoofer


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KEF R50

Dolby-Atmos-Lautsprecher


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AUDIOVISION: Highlight (ab 3/07)

10/2015

In der Audiovision Ausgabe 10/2015 auf den Seiten 18 bis 21 wurde ein KEF R-Set für Dolby-Atmos getestet.

Testauszug:
„… sämtliche Frequenzgänge zeigen einen ausgewogenen Verlauf, allenfalls ist bei allen Boxen eine minimal zum Hochtonbereich fallende Tendenz zu beobachten. Der Subwoofer erarbeitet sich mit seiner unteren Grenzfrequenz von 33 Hertz und dem Maximalpegel von 103 Dezibel zwar nicht gerade Spitzenwerte, lässt aber auch keine klanglichen Schwächen befürchten. Den Atmos-Boxen R50 fühlten wir gesondert auf den Zahn, denn die strahlen ja weniger in Richtung Zuhörer, als zur Decke in den Raum. Deshalb ist der Frequenzgang inklusive aller Raumreflexionen für ihren Klang aussagekräftiger als der normalerweise ermittelte ohne die Reflexionen. Und der war durchaus ausgewogen, was eine ausgeglichene Klangbalance erwarten lässt. Auch ermittelten die Tester das Rundstrahlverhalten der R50, und zwar anders als beim Center bis zu einem Winkel von 90 Grad. Hier zeigte sich, dass KEFs Atmos-Lautsprecher eigentlich etwas zu breit abstrahlen. Diese für normale Lautsprecher willkommene Eigenschaft ist für den Atmos-Einsatzzweck nicht so günstig: denn selbst wenn der Direktschall vom Lautsprecher wie hier unter einem Winkel von 90 Grad mit etwa 10 bis 12 Dezibel leiser wiedergegeben wird als der auf der Achse, stört er das menschliche Gehör bei der Ortung der Schallquelle, weil er früher eintrifft als der reflektierte Schall von der Decke. Und von dort soll er ja eigentlich hörbar werden und nicht von vorn und hinten. …“
„… so die Theorie, doch zeigt sich in unserm Hörraum schnell, dass dies den Spaß an der neuen Technik kaum beeinträchtigt. Der Klang von oben ist bei entsprechend abgemischtem Material wie dem Science-Fiction-Drama „Gravity“ stets wahrnehmbar und eine wirkliche Bereicherung zum klassischen Klangerlebnis.  Man wähnt sich wirklich im All schwebend, die Klänge hüllen den Zuhörer regelrecht ein. Auch bei „Ecstasy of Gold“ von Metallica fühlt man sich mehr ins Klanggeschehen hineinversetzt und noch mehr wie in einem echten Konzert. Bei direktionalen Effekten von oben muss man gegenüber einem echten Set mit an der Decke montierten Boxen aber Einschränkungen hinnehmen. Wenn beispielsweise in „The Expendables 3“ ein Hubschrauber über die Köpfe fliegt, ist der zwar von oben zu hören, allerdings auch vorn und hinten. Hier spielt der Direktschall von den Atmos-Boxen dem Gehör einen Streich.
Eine große Hilfe für die Wirkung der Atmos-Effekte ist das fein aufgelöste, luftige und trotzdem ungemein präzises Klangbild des gesamten Sets. Da machen selbst Blu-Rays ohne Atmos-Tonspur einen immensen Spaß. Ob Omar Hakim „ListenUp!“ mit seiner Band erklingen oder in „Ice Age – Jetzt Taut’s“ Manny das Mammut ins Dampfgeysir-Minenfeld stürmt, das Set behält auch bei komplexen Passagen und hoher Lautstärke immer die Übersicht. Feine Details arbeitet es akribisch heraus und räumliche Informationen stellt es mit traumwandlerischer Sicherheit dar. Das ist im wahrsten Sinne des Wortes großes Kino. …“
„… mit großer Hingabe stellen die R700 auch Stereo-Musiktitel in den Raum. Egal ob Marc Cohn sein „Walking in Memphis“ darbietet, Simon Phillips auf seiner CD „Protocol II Moments of Fortune“ zelebriert oder die Beatles auf der neu abgemischten „Let it Be… Naked“ ihr „Get Back“ zum Besten geben, die KEFs bringen das stets präzise, fein aufgelöst und mit fast dreidimensional wirkender Räumlichkeit. Auf einen Subwoofer sind sie dabei nicht angewiesen, sondern bringen tiefe Töne auch ganz allein sauber, tief und druckvoll. …

Bewertung:
+ präzise und doch voluminöse Basswiedergabe
+ luftiges, präzises und verfärbungsarmes Klangbild
+ exzellent fokussierte, mühelose Raumabbildung
- Atmos-Effekt könnte ausgeprägter sein

Fazit:
Schon als 5.1-Set ist das R-Set ein Highlight und lässt die meisten Mittbewerber hinter sich. Dank der Atmos-Erweiterung, für die es von uns eine Innovations-Auszeichnung gibt, spielt es mit entsprechendem Material in einer eigenen Liga.

Testurteil: sehr gut
Referenzklasse

Getestet wurde ein 5.1.4 Atmos-Set, bestehend aus 2 x KEF R700, 2 x KEF R500, 1 x KEF R200c 1 x KEF R400b und 4 x KEF R50