Magnat Quantum 1009 S bei AUDIO im Test: Empfehlung

Dieser Test bezieht sich auf folgende Produkte
Magnat Quantum 1009 S

3-Wege Bassreflex Standlautsprecher


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Audio: Empfehlung (ab 01/10)

9/2014

In der Audio Ausgabe 9/2014 auf den Seiten 24 bis 43 wurden sechs Standboxen getestet

Testauszug:

"... überhaupt war es faszinierend zu hören, wie machtvoll und nachdrücklich die Magnat Klangkörper aus dem Frequenzkeller heraus aufbauen konnte. Großorchestrale  Ereignisse besaßen eine grandiose Sattheit und Wärme, so dass aufkeimende Zweifel an der Sinnhaftigkeit derart hochaufragender und membranflächenstarker Standbox in Windeseile zerstreut wurden.

Das Album "Poet Wind" mit David Munyon ertönte über die große Quantum wunderbar grundtonsatt, die brüchige Stimme des Meisters eindringlich und vital. Obwohl die Songs keineswegs übertrieben bassbetont abgemischt sind, will man nach der 1009 keine kleineren Boxen hören, die vielfach schon nach Luft schnappen, wenn die unbeirrbar großvolumig aufspielende Magnat noch keinerlei Zeichen von Anstrengung erkennen lässt.

Noch etwas teilnahmsvoller klang in dieser Runde nur die deutlich teurere Signatur Alpha und Triangle, die nebenbei bemerkt nochmals 5 Zentimeter höher in den Raum ragt und so visuell noch eine Ecke erhabener daherkommt als die Magnat. Schnelle und komplexe Bassfolgen konnte die Französin etwas besser auseinanderhalten, doch bei den eher entspannt dahingleitenden Songs von Gitarrist Munyon spielte dieser Vorzug keine so große Rolle.

Bei aller Wärme war die Magnat kein Kind von Traurigkeit. Sie vermochten in den Mitten und Höhen hingebungsvoll deutlich zu differenzieren und wirkte dynamisch hellwach. Das stilistisch dem Blues zurechnende, irrwitzig temporeiche "You Can't Judge A Book By Its Cover" mit Jungrocker Kenny Wayne Shepherd klang mit der 1009 so einnehmend und unverdeckt, dass sich die Tester mitten in einem intimen Kellerlokal wähnen, in dem sich alles nur um die Musik dreht.

Zusätzlich gelang der große Quantum eine auffallend exakte Raumabbildung, bei der das Geschehen in allen Dimensionen über das gewohnte Feld zwischen den Boxen hinaus reichte. Tatsächlich trat der nun gut 30 Quadratmeter große Hörraum der Tester akustisch völlig in den Hintergrund weil das erzeugte Klangfeld bis in die  hintersten Winkel reichte und so die Abmessungen des Raumes vergessen ließ.

Dem amerikanischen Gitarrenwunderkind und seinen motiviert aufspielenden Kollegen wies die 1009 klar umrissene Plätze auf der imaginären Bühne zu, was den Eindruck von Vitalität und Mühelosigkeit nochmals steigerte. Dieses Kompliment muss man den Technikern in Pullheim machen: So freudvoll zupackend, unangestrengt und obendrein raumgenau arbeiten erschwingliche Dreiwegebox nur höchst selten. Wenn doch, klingen sie vielleicht nich so neutral wie Quantum 1009 S. ..."

Bewertung:

+ Neutraler und vielschichtiger, dennoch unaufgeregter Klang

+ exakte Raumabbildung

+ sehr hohe Dynamikreserven

- Bass etwas weich

Fazit:

Das Topmodell der neuen 1000er Reihe von Magnat wirkt äußerlich wenig revolutionär, hat es dafür technisch und klanglich faustdick hinter den Membranen. Die fast schon superboxenverdächtige Bauhöhe in Kombination mit dem hoch angeordneten Mitteltöner ist ein bewährtes Rezept für eine raumgreifende, dreidimensionale Abbildung, die sich im Hörtest voll und ganz bestätigt. Was die neue 1009 mit ihren talentierten Treibern und einer offensichtlich perfekt abgestimmten Weiche an Abbildungspräsenz erziehlt, ist schlicht frappierend. Das betont unkritische Lastverhalten eröffnet ungewohnt große Spieläume bei der Verstärkerwahl.

Bewertung:

+ neutraler und vielschichtiger, dennoch unaufdringlicher Klang

+ exakte Raumabbildung

+ sehr hohe Dynamikreserven

- Bass etwas weich

Preis/Leistung: sehr gut