Marantz PM-11S3 bei STEREO im Test

Dieser Test bezieht sich auf folgende Produkte
Marantz PM-11S3

Stereo-Vollverstärker


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STEREO

10/2012

"In der Stereo-Ausgabe 10/2012 auf den Seiten 54 bis 56 wurde der Marantz PM-11S3 getestet."

Testauszug:

"...es muss ja einen Grund dafür geben, dass der PM-11S3 das von Louis Capart & dem Duo Balance vorgetragene "Marie-Jeanne-Gabrielle" noch beschwingter, leichtfüßiger und zugleich substanzieller 'rüberbringt als unser guter alter S2, der geringfügig, aber eben doch vernehmlich steifer sowie weniger gelöst spielt, ganz verdattert neben seiner Wachablösung steht und irgendwie keinen rechten Stich mehr macht..."

"...optimiert wurde obendrein die fein auflösende, elektronische Lautstärkeregelung, die so etwa weniger Einwirkung aufs Signal nehmen soll..."

"...denn so sehr sich der S2 auch ins Zeug legte und seine bekannten Stärken wie eherne Festigkeit oder souveräne Kraftentfaltung in die Waagschale schmiss - der Neue war ihm stets überlegen. Der PM-11S3 trumpft zwar kaum potenter auf, doch er koppelt den Bass über seinen geschmeidigen Grundton schlüssiger an die Mitten, löst die Klangbilder müheloser von den Boxengehäusen und erreicht eine Stimmigkeit, Lockerheit und innere Harmonie, die seinem Vorgänger versagt bleibt. Dabei hilft gewiss auch die Fähigkeit, Orchester weiter in die Tiefe staffeln zu können, was die Authentizität der Wiedergabe steigert. Sein Vorgänger bildet flacher ab. Es war übrigens egal, ob wir dem fraglos erfolgreich aufgewerteten Marantz Musik von CD oder Schallplatte zuspielten. Beide Medien profitieren gleichermaßen von der Auffrischung: Stimmen haben ein noch natürlicheres Timbre, atmen freier durch, zeigen Schmelz und erscheinen in dieser Weise insgesamt realistischer. Das ebenso zart schattierte wie konturiert gesetzte "Mosaic" des Marcin Wasilewski Trios ließ sich der S3 genussvoll auf der Zunge zergehen und in einer duftig-swingenden Aura erstehen, ohne dafür die Schwärze der unteren Lagen aufzuweichen. Der S2 wirkte demgegenüber spröder. Er hatte nicht das Maß an Luft zu bieten, die dieses Stück braucht, um seine ganze Magie zu entfalten. Die Unterschiede rühren tatsächlich an eine Sphäre, die abseits abzählbarer Parameter wie Dynamik, Raumabbildung oder Homogenität das Empfinden anspricht. Man saß einfach nur da, hörte zu - und alles war gut. Mit diesen Qualitäten setzt sich der PM-11S3 nicht nur ein gutes Stück vom S2 ab, sondern verkürzte auch ganz klar die Distanz zu den Platzhirschen von Audionet oder Symphonie Line, die wir im Vergleich hörten. Den "großen Marantz" verleugnet dieser Amp indes nicht. Die gravitätische Pose, mit der er seine stabilen, in sich enorm gut organisierten Klangbilder erzeugt, steht vollkommen in deren Tradition. Und wer ihn hört, fragt schon gar nicht mehr, warum es ihn geben muss. Eben darum!..."

Fazit:

Gelungene Modellpflege! Durch Eingriffe an vielen Stellen legt Marantz' Klassiker an Reife zu. Prima: Der Preis bleibt stabil.

Preis/Leistung: exzellent