Marantz SA KI-Pearl (Limited Edition) bei STEREO im Test

STEREO
Marantz SA KI-Pearl (Limited Edition)

11/2009

Testauszug:

"...der Zufall wollte, dass die bereits umfassend eingespielten Pearls bei uns ihre erste Vorstellung an Focals grandiosen Lautsprechern Maestro Utopia gaben. Und die rund 35000 Euro fürs Paar teuren Top-Boxen waren hinsichtlich der vom Marantz-Doppel geforderten Raumdarstellung, hauchzarten Auflösung, farblichen Nuancierung und Geschmeidigkeit keinesfalls unterfordert. Mit Titeln von der hauseigenen "30th Anniversary"-Hybrid-SACD, die jeder Käufer des Perlen-Duos nach einer Registrierung ebenso wie ein englischsprachiges Hardcover-Bändchen zur Edition erhält, und die die "KI Pearls richtig glänzen lassen sollen", entwickelte das Set in der Tat zauberhaft leichte, beschwingte und in jeder Weise "harmonische" Klangbilder. Die Vorstellung war so fesselnd und in sich stimmig, dass wir fast die gesamte Disc bei mäßiger Lautstärke durchlaufen ließen. Es gab gar keinen Drang zu höheren Pegeln, denn die Wiedergabe war einfach perfekt und schlüssig. Es war alles da. So muss HiFi sein. Zugegeben, an dem hochklassigen Ergebnis war der superbe Tonträger nicht unschuldig, denn mit ihm zeigte die Perlen-Kette tatsächlich, was sie draufhat. Doch auch mit anderen bewährten Test-CDs präsentierte Ishiwatas schwarzes Doppel sein klangliches Credo, das in dieser reinen Ausformung sicherlich eine Sonderstellung innerhalb des Marantz-Programms einnimmt. Dies erwies sich bereits, als wir vom Pearl-Amp auf Marantz' bewährten PM-15S1 umsteckten. Auch wenn Sie uns jetzt maßlose Übertreibung unterstellen: Das einfachere Modell tönte im Vergleich wie ein Reibeisen. Noblesse und Schmelz wichen jäh kratziger Strenge. Gerade in den sensiblen Mitten machte der alte 15er gegen den sonoren Pearl keinen Stich, obwohl als Zuspieler immer noch die schwarze SACD-Perle fungierte. Logisch, dass beide ausgephasten Verstärker auf exakt dem gleichen Pegel und per identischem Netzkabel betrieben wurden. Nein, da gab's keine Ausflüchte: Der PM-KI Pearl musizierte ungleich emotionaler, tonal geschlossener und - jawohl! - harmonischer. Ehrlich gesagt mochte man kaum glauben, dass beide aus demselben Stall kommen, so drastisch waren die Unterschiede. Und es kam noch dicker. In Form des großen Vollverstärkers PM-11S2 nämlich, dessen Preis just auf rund 4000 Euro geliftet wurde. Zum Fiasko wie beim 15er geriet die Gegenüberstellung für ihn nicht, doch auch Marantz' potentes Schmuckstück zog in Sachen Natürlichkeit und Charme klar den Kürzeren. An der Focal wie auch im Zusammenspiel mit Dynaudios Contour S 5.4 oder einer Audio Physic Virgo wirkte sein Vortrag nüchterner, beliebiger, unbeteiligter, während sich der Pearl wenn schon nicht in Leidenschaft verzehrte, so doch stärkeres musikalisches Engagement zeigte und verbindlicher erschien. Es stimmt schon: Der Pearl ermöglicht dem Hörer den leichteren wie intensiveren Zugang zur Musik. Und das ohne alle vordergründigen Tricks, wie auch die exzellenten Labordaten beweisen..."

"...das füreinander gemachte und gedachte Set musiziert aus einem Guss und lässt wie versprochen die Geräte vergessen. Hier passt die Floskel: Was will man mehr? Ken Ishiwatas Konzept geht voll auf. Eine schönere Botschaft als seine Pearls konnte er von Marantz kaum überbringen!..."

Fazit:

Hochmusikalischer Stereo-SACD-Player, der sich klanglich an Marantz` Spitzenspieler SA-7 orientiert. Das Jubiläumsmodell holt einiges von dessen Homogenität, Raumabbildung und Finesse in die günstigere Preisklasse hinüber. Für ein SACD-Gerät erstaunlich hohe CD-Wiedergabequalität.

Preis/Leistung: exzellent

In der Stereo-Ausgabe 11/2009 wurde der Vollverstärker Marantz PM-KI Pearl und der CD-Player Marantz SA-KI Pearl als Kombination getestet.