Mordaunt-Short Performance 6 bei STEREOPLAY im Test

STEREOPLAY

10/2005

Testauszug:

"...wie die meisten Schallwandler mit Metallmembranen spielte die Performance 6 in den ersten Stunden nach dem Auspacken etwas kantig, wobei sie von Anfang an eine enorme Präzision ausstrahlte. In den folgenden Tagen gewann sie an Geschmeidigkeit, legte aber auch bei der Kontrolle noch zu. Bei tonalen Zusammenhängen bewies die Mordaunt Short eine enorme Treffsicherheit. In der exakten Darstellung von Stimmen, etwa der fantastischen Gänsehautstimme von Lizz Wright, war sie sogar dem langjährigen Über-Lautsprecher dieser Klasse überlegen, der KEF Reference 203, die Frau Wright etwas nasaler darstellte, andererseits aber noch plastischer und emotionaler zur Sache ging..."

"...untenrum wirkten die Klangskulpturen alles andere als asketisch, sondern eher groovig und rollend, ein schöner Kontrast zur Sachlichkeit der übrigen Bereiche. Einen überschwänglich-sinnlichen Charakter kann man der Performance 6 dennoch nicht nachsagen: Sie ist trotz ihres Äußeren kein Schönfärber, sondern ein hochklassiger und unbestechlicher Mittler, der sich selbst zurücknimmt und der Musik unterordnet. Welcher Designlautsprecher kann das schon von sich behaupten?..."

Fazit:

Formschöne, gediegen verarbeitete Standbox mit Alumembranen und Gussgehäuse. Auffallend neutrales Klangbild mit beachtlicher Präzision. Eine Klangskulptur für Freunde unbestechlicher Monitor-Qualitäten.

Klang: absolute Spitzenklasse

Gesamturteil: gut – sehr gut

Preis/Leistung: sehr gut