Musical Fidelity V-PSU II bei STEREOPLAY im Test: Highlight

STEREOPLAY: Highlight (ab 5/05)
Musical Fidelity V-PSU II

5/2012

"In der Stereoplay-Ausgabe 05/2012 auf den Seiten 42 bis 44 wurde der Musical Fidelity V-LPS II und das Netzteil Musical Fidelity V-PSU II getestet."

Testauszug:

"...beste Voraussetzungen für den Hörtest also, den stereoplay mit dem Plattenspieler Acoustic Signature Storm Anniversary durchführte. Zuerst durfte sich die V-LPS II gegen ihre Vorgängerin V-LPS und im MM-Modus beweisen. Hierzu montierten wir das stereoplay Highlight und recht typische MM-System Reson Reca. Der Unterschied zwischen den beiden Schwester-Amps blieb aber verschwindend gering. Höchstens einen Hauch mehr Hochtonglanz und minimal mehr Feinzeichnung konnten wir der V-LPS II attestieren. Anders jedoch der klangliche Zuwachs, den das Netzteil V-PSU II brachte: Die Zuhörer beschlich durchaus das Gefühl, hier hätte jemand einen Turbo zugeschaltet. Auch große Orchestereinsätze kamen deutlich kraftvoller und treibender rüber. Wer nun befürchtete, dass die Kombi Feinheiten unter den Teppich kehren würde, sah seine Bedenken bei kleinen Besetzungen wie etwa Bonnie "Prince" Billy & The Cairo Gang ("The Wonder Show Of The World", Domino Records) zerstreut. Hier sang der amerikanische Liedermacher Will Oldham noch einfühlsamer und eindringlicher, die Gitarren wirkten noch zarter und das Rascheln des Snare-Besens vielgliedriger. Mit V-PSU II forderte die V-LPS II nicht nur die etwas teurere Clearaudio smartphono heraus, sie überflügelte sie gar. Die smartphono wehrte sich zwar vehement mit druckvollem Bass und gewohnt direktem Klangbild, doch gegen den Klangfarbenreichtum und die Spielfreude sowie die erweiterte Dynamik der Musical-Fidelity-Kombi hatte sie keine Chance. Diese Qualitäten ließen sich genau so nachvollziehen, als der Referenz-MC-Abtaster Lyra Atlas die Rilleninformationen lieferte. Im MC-Betrieb fiel schon ohne das Add-On-Netzteil eine kleine Verbesserung gegenüber der V-LPS auf. Feine Obertöne integrierten sich bei der Neuen besser in den Gesamtklang, und der Grundton kam etwas kraftvoller. So gab's einen Klangpunkt mehr. Konnte eine zweite V-LPS II noch etwas draufpacken auf das ohnehin schon begeisternde Duo mit dem V-PSU II? Um diese Frage zu klären, nutzten wir bei jeder V-LPS II nur den rechten Ein- und Ausgang, damit beide Stereo-Kanäle gleich behandelt wurden. Auch hier gab es eine Überraschung. Das Trio löste das Klangbild noch mehr von den Lautsprechern, zauberte Instrumente plastischer in den Hörraum und verdaute noch entspannter große Dynamikattacken. So spielte es in der Liga des Trichord Dino. Jenes stereoplay Highlight malte zwar mit etwas wärmeren Farben; musikalisch einfühlsamer aber erschien uns das Trio von Musical Fidelity. Egal in welcher Ausbaustufe - die V-LPS II ist ein stereoplay Highlight..."

Fazit:

Schon als Basis-Version beeindruckt die günstige V-LPS II sowohl bei MM als auch bei MC mit natürlichen Klangfarben und einer mitreißenden Spielweise. Klar ist die Phonostufe ein stereoplay Highlight.

Klang: Spitzenklasse

Gesamturteil: gut – sehr gut

Preis/Leistung: überragend