NAD D 3020 bei AUDIO im Test: Kauftipp

Dieser Test bezieht sich auf folgende Produkte
NAD D 3020

Vollverstärker


Zum Produkt
Audio: Kauftipp (ab 01/10)

11/2013

In der Audio Ausgabe 11/2013 auf den Seiten 138 bis 140 wurde der NAD D 3020 getestet

Testauszug:

"... der NAD stellte sich auf die Hinterfüße - was wegen seiner Bauweise durchaus wörtlich zu nehmen ist - und lieferte. Wie ein Superbike mit 160 PS neige er dabei an den in HiFi-Redaktionen üblichen, dicken, steifen Strippen quasi zum "Wheelie" und konnte seine vorderen Füße kaum auf dem Boden Halten. Vor Kraft? Dem Anschein nach ja, denn wie zu Anaog-Zeiten stapelt die werkseitige Leistungssangabe tief und wird vom subjektiven Hörerlebnis Lügen gestraft. Zwar erreicht der der D 3020 nicht ganz die muskulöse Dynamik des in dieser Ausgabe getesteten Marantz PMA 6005, doch wirkte die Darbietung emotional, kräftig und sehr großflächig in der Abbildung. Besonders der Spielfluss und die makellose Homogenität wusst zu begeistern. Der Bass wirkte satt und schwarz, hätte allerdings noch einen Hauch mehr Kontur vertragen. Diese kam gemeinsam mit gesteigerter Transparanz und Attacke erst nach dem Wechsel von Analog- auf Koax-S/PDIF-Eingang, der den kleinen Digi-Amp spürbar über sich hinaus wachsen ließ. Von klanglicher Schieflage keine Spur. ..."

Bewertung:

+ Homogen, ordentlicher Spiefluss, breite, hohe Bühne

- Keine Wahlfreiheit beim Stromkabel

Fazit:

Ja, erstmal verleitet der neue 3020 zum Schmunzeln. Ja, wir alle mussten an eine Kamera denken. Aber warum soll sich HiFi immer so tierisch ernst nehmen? Apple wurde beispielsweise für seine verspielte Menüanimation geliebt. Dabei kann man dem neuen NAD-Design nicht mal Verspieltheit vorwerfern. Im Gegenteil, es macht Gebrauch von der Kompaktheit der Digital-Module. Wirklich verspielt wäre nur ein leere Gehäuse im alten Stil.

Preis/Leistung: sehr gut