NAD D 7050 bei STEREOPLAY im Test: Highlight

STEREOPLAY: Highlight (ab 5/05)

8/2014

"In der Stereoplay-Ausgabe 8/2014 auf den Seiten 16 bis 18 wurde der NAD D 7050 getestet."

Testauszug:

"...mit dem Lied "Aganjú" der brasilianischen Sängerin Bebel Gilberto geht es in den unerhörten Hörvergleich mit dem vergleichbaren T+A Music Receiver, der zwar um 1800 Euro teurer ist, am Ende aber klanglich gar nicht so weit entfernt lag... Dessen Diktion der Bossa-Nova-Gitarre zu Beginn des Stücks fällt mit vollem und ausgesprochen natürlichem Anschlag aus. Der kleine NAD kontert präzise und sauber, aber auch etwas schlanker. Während der Song immer dichter Trommeln, Congas, Hi-Hat und Chor mit Bebels sanfter Stimme verwebt und der T+A seine lustvolllebendige Art weiter versprüht. An Charme und Crescendo legt der T+A einiges vor, was der D-7050 mit präziser Räumlichkeit und rhythmischer Zackigkeit abtut. Und während Gilbertos Stimme beim T+A den Zuhörer mehr ansingt, integriert der D-7050 die Sängerin lieber in einem kohärenten Raum. Nach audiophilen Gesichtspunkten steht es 1:0 für den T+A. Zugespielt wurde über Netzwerkkabel von der RipNas. Wir wechseln auf den Koax-Eingang. Hier fühlt sich der NAD gleich wohler und intoniert den sonor wandernden Bossa-Bass konturklar, während Gilbertos warme Stimme den Zuhörer sanfter einschmeichelt. Alle Klangereignisse bleiben dabei so wohl sortiert und aufgereiht wie eine Fußball-Elf bei der Eröffnungshymne. Das macht der T+A zwar noch etwas körperhafter und schmeichelnder, jedoch wirkt sein Bass hier untersetzt und breitgetreten. Das heißt: 1:1-Ausgleich. Das Thema Tiefbass ist ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das mit den tief pumpenden Beats auf "all around" eruiert wird: Auch hier bleibt der D 7050 auf der knackigen Seite mit der besseren Kontur. Der T+A kontert mit der lustvolleren Dynamik und bietet etwas mehr Tiefgang. Die musikalischere Gangart macht den Punkt. Mit 2:1 geht der T+A in Führung. Hier stehen sich nicht nur die zwei Technologien analog und digital gegenüber, sondern zwei immanent unterschiedliche Hörkonzepte. Was würden Sie bevorzugen? Eher live, lustvoll, anspringend, natürlich und dafür nicht so genau? Oder lieber randscharf, präzise, analytisch und dafür etwas weniger körperbetont und eingebunden? Über Bluetooth und AirPlay klingt der NAD kaum schlechter und in puncto Frequenzgang-Richtigkeit liegt der kleine Soundprojektor insgesamt vorn. An spannungshungrigen Boxen wie den geschlossenen Magico Q3 knickt er bei hohen Lautstärken ein (wobei er kaum handwarm wird und sich unbemerkt abschaltet). An den meisten klassischen Lautsprechern dürfte es aber keine Probleme geben. Über USB zeigt die schwarze Kiste überraschenderweise ein besonders lebendiges, eindrucksvoll aufgelöstes Klangbild, das von der gelungenen asynchronen Implementierung zeugt. Zwar bringt der NAD nicht ganz die Souveränität des T+A, ist aber deutlich preisgünstiger. Wer einen leistungsstarken "iAmp" haben möchte, der braucht nicht mehr lange zu überlegen..."

Fazit:

Sehr kompakter, gut bedienbarer und überall integrierbarer DAC-Vollverstärker mit cleverem Class-D-Schaltungsdesign. Ob Streaming mit Apple oder Android, HiRes, Computer-HiFi - immer zeigt der D-7050 Feinsinn, Kraft und Kontrolle.

Klang: Spitzenklasse

Gesamturteil: gut – sehr gut

Preis/Leistung: überragend