Onkyo TX-RZ810 im Test bei Audiovision: Highlight

Dieser Test bezieht sich auf folgende Produkte
Onkyo TX-RZ810

7.2 Netzwerk-Receiver


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AUDIOVISION: Highlight (ab 3/07)

7/2016

In der Audiovision Ausgabe 7/2016 auf den Seiten 20 bis 33 wurden drei AV-Receiver getestet.

 

Testauszug:

"... bei der Leistungsmessung konnte der TX-RZ810 mit hohen Kraftreserven auftrumpfen und seinen Vorgänger übertreffen. An sieben Kanälen stellt er bei 4- sowie 6-Ohm-Last rund 100 Watt zur Verfügung und steigert sich bis zu bärenstarken 228 im Stereo-Betrieb (4 Ohm). Die Energie-Effizienz mit durchschnittlich 330 Watt fällt dafür auch etwas geringer aus als beim TX-RZ800 (300 Watt).

So viel Leistung bietet beste Voraussetzungen für die Wiedergabe einer hervorragenden 5.1-Abmischung wie bei Steely Dans "Janie Runaway", den der Onkyo gleichermaßen kraftvoll, dynamisch und musikalisch rund in unseren Hörraum stellte, ohne dabei auf Feinzeichung zu verzichten.

Die Phase-Matching-Bass-Funktion zur Korrektur von Phasenverschiebungen bei Bässen ist aus den Menüs verschwunden, bei Test-Stolperstein "3 Doors Down - Away from the Sun" klang der Onkyo aber auch ohne Schaltoption nicht aufallend dünn - trotz deaktiviertem Subwoofer und groß definierter Frontboxen. Die Einmessung versagte im ersten Versuch mit unbrauchbaren Crossover-Frequenzen - nur um bei der Wiederholung mit leicht veränderter Mikro-Position fast alles richtig zu machen. Die entzerrte Zielkurve passte den Klang aller Boxen ohne Aufhellung einander an, für klangliches Feintuning lässt sich der umfangreiche Equalizer zur Einmessung aktivieren. Zur automatischen Absenkung von Höhen eignet sich das gut funktionierende "Re-EQ", das sich aber nicht bei Atmos-Abmischung anschalten lässt; ebenso wenig die "Late Night"-Schaltung fürs Leisehören.

Leisehören ist bei Actionkrachern wie "Mad Max - Fury Road" samt Top-Atmos-Sound aber ohnehin nicht angesagt: Hier verursachte Onkyos RZ810 mit massiven Bassgewittern und fetter Dynamik beim Anspringen des V8-Interceptor-Motors ein regelrechtes Erdbeben - für den ein oder anderen vielleicht schon zu viel des Guten. Die umherfliegenden Stimmen im Vorspann klangen ortbar, körperhaft und losgelöst von den Lautsprechern. ..."

"... auch bei der Stereo-Wiedergabe legte der Onkyo einen starken Auftritt hin. Norah Jones' Ballade "Don't know why" schallte im Pure-Direct-Modus mit viel Schmelz und unmittelbarer Authentizität, ihre sehr trocken präsent abgemischte Stimme stand körperhaft zwischen den Frontboxen. Andere Qualitäten waren bei Christy Barons minimalistischem "Ain't no Sunshine" gefragt, wo der Receiver dem gezupften Kontrabass grob- wie feindynamisch sauber folgte.

Der Music Optimizer zur Verbesserung klanglich stark komprimierter Kost versieht den Sound mit mehr Höhen und Bässen, bereinigt das Signal aber nicht von digitalen Störgeräuschen. Auf den analogen Cinch-Buchsen rauscht der Onkyo beinahe genauso wenig wie über die optischen Digitaleingänge; hörbar wird dies aber nur bei Pegeln jenseits von Gut und Böse oder speziellen Testsignalen. ..."

 

Bewertung:

+ Dolby Atmos und DTS:X an Bord

+ zukunftssicher dank HDMI 2.0, HDR und HDCP 2.2

+ kraftvoller und dynamischer Klang

+ sehr hohe Leistungsreserven

- keine 7.1.2- oder 7.1.4-Boxensetups möglich

- nur rudimentärer 4K-Scaler und Video-Equalizer

 

Fazit:

Onkyos 1.300 Euro-Bolide TX-RZ810 klingt kraftvoll und setzt sich vom Vorgänger mit vielen kleinen, aber feinen Verbesserungen und einigen neuen Features ab - viele werden aber erst per Firmware-Update nachgereicht. Ein Highlight ist er für uns aber schon heute.

 

Testurteil: sehr gut