Ortofon 2M bei LP im Test

LP

4/2008

Testauszug:

"...das bronzene Modell lehnt sich im Vergleich zum lebendig aufspielenden Blue erst einmal zurück - es wirkt im direkten Vergleich lässig-elegant, was aber nichts mit der etwas geringeren Ausgangsspannung zu tun hat. Das Zusammenspiel zwischen dem modifizierten Gehäuse und Generator einerseits und dem scharfen Fine-Line-Nadelschliff funktioniert so gut, dass dieser spontane Eindruck absoluter Mühelosigkeit entsteht und man sogar als gnadenloser Tester der Versuchung erliegt, einfach mal nur Musik zu hören. Selbstverständlich hat auch das 2M Bronze seine Stärken - eine ganze Menge sogar: Der Tiefstbassbereich gerät noch einmal souveräner als beim Blue, die Mitten sind genau so ausgewogen, die zur Verfügung stehende Farbpalette ist jedoch noch einmal etwas weiter geworden. Den größten tonalen Zugewinn bringt der scharfe Nadelschliff in den Höhen, die sagenhaft fein aufgelöst und hochpräzise das I-Tüpfelchen der faszinierenden Spielweise des Ortofons ausmachen. In der räumlichen Ausdehnung der Bühne bleibt das Bronze gegenüber dem 2M Blue in etwa gleich, allerdings gewinnt die Genauigkeit der Platzierung einzelner Stimmen noch einmal deutlich. Insgesamt muss man also dem 2M Bronze zubilligen, dass sich auch dieser Preissprung gegenüber dem nächstkleineren Modell klanglich auszahlt..."

Fazit:

Mit den 2M-Systemen hat Ortofon ein Zeichen gesetzt: Das Red und das Blue setzen in ihren jeweiligen Preisklassen Maßstäbe in puncto Lebendigkeit und Neutralität, während das Bronze und vor allem das überragende 2M Black eindrucksvoll beweisen, zu welchen musikalischen Spitzenleistungen Moving-Magnet-Systeme in der Lage sind.