Ortofon MC Rondo bei STEREO im Test

STEREO

7/2006

Testauszug:

"...das Rondo Red besticht mit selten gehörter Reinheit und Durchhörbarkeit. Die Töne kommen pur und klar. Es bilden sich keine Klanghöfe um sie herum. Nie hat man Scheiben, die zu etwas wolkigem Klang neigen - Mike Knocks geniale "Ondas" (ECM) gehört etwa dazu-, ungestörter und durchsichtiger erlebt. Dabei entwickelt das rote Rondo keinerlei nüchterne oder analytische Seiten. Entgegen unseren Messungen ist der Bass zwar schlank, aber bis ins unterste Verlies differenziert. Vom ermittelten Höhenbuckel bleibt in der Praxis kaum etwas übrig. Der Hochtonbereich ist zart nuanciert und läuft nach oben sanft heraus..."

"...dem Hörer begegnet im Rondo Red eine vollkommen unaffektierte, schlichte Natürlichkeit. Nichts stellt sich dem vorgegebenen Fluss der Musik in den Weg, die Klangbilder sind in leichter, behänder Art aufgebaut, extrem schattierungsreich und übersichtlich..."

"...das Red zwingt zum Umdenken hinsichtlich von Aluminium-Nadelträgern. Mein Vorurteil, dass mit ihnen die erzielbare Klarheit, Tieftonstruktur und Dynamik begrenzt sind, straft der Däne Lügen. Seine selbstverständliche Offenheit, sein tief hinabreichender, gleichsam trockener wie leichter und atmender Bass sowie seine ansatzlose Rasanz bei Klavieranschlägen oder fulminanten Orchester-Tutti hätten mich an dieser Stelle auf andere Materialien tippen lassen..."

Fazit:

Das Rondo Red spielt den Puristen unter den bezahlbaren MCs. Es klingt extrem leicht und locker, hat dabei einen festen, schlanken Bass und begeistert mit blitzartiger Dynamik und quirliger Beweglichkeit.

Preis/Leistung: exzellent