AREA DVD-TEST: DVD-Recorder Panasonic DMR-EX72S mit Sat-Tuner & HDMI
Autor: Karsten Serck, AREADVD - update:
08.07.2009

Das Gerät
Mit dem Panasonic DMR-EX72S
bietet Panasonic inzwischen bereits die
dritte Generation von DVD-Recordern
mit integriertem Satelliten-Tuner an. Das neueste Modell kann via HDMI
nicht nur 720p und 1080i sondern auch 1080p ausgeben. HDTV-Programme lassen
sich mit dem DVB-S-Tuner allerdings nicht empfangen.

Der Recorder Panasonic DMR-EX
72 ist mit einer 160 GB-Festplatte ausgestattet und unterstützt für
die DVD-Aufnahme alle bekannten DVD-Formate wie DVD-RAM (inklusive Cartridge),
DVD-RAM,-RW,-R(DL),+RW,+R(DL). Der Panasonic
DMR-EX72S soll ca. 400,00 EUR kosten.

Anschlüsse
Neben der HDMI-Schnittstelle verfügt der Panasonic
DMR-EX 72 noch über einen YUV-Ausgang, über den das Bild in 576i oder
576p ausgegeben werden kann. Die SCART-Buchse 1 liefert Composite, RGB-
und S-Video-Signale. Die Scart Buchse Nr. 2 dient als Eingang für Aufnahmen
von externen Quellen und akzeptiert ebenfalls Composite, RGB- und S-Video.
Auf der Rückseite stehen S-Video-Buchse, Composite und Cinch-Stereo als
Eingang zur Verfügung. Zur Aufnahme der selben Signalquellen gibt es die
entsprechenden Eingänge auf der Vorderseite. Für den Digitalton steht
alternativ zur HDMI-Schnittstelle noch ein optischer Digitalausgang zur
Verfügung.
Das Satellitensignal kann nicht an einen zweiten Sat-Receiver durchgeschleift
werden. Dazu wurde bei dem neuesten Panasonic-Recorder der Ausgang mit
F-Buchse eingespart. Auf der Frontseite befindet sich eine DV-Schnittstelle
zum schnellen Anschluss eines Camcorders. Über den USB-Anschluss können
DivX-Videos (Home Theater Profile, max. 720 x 576 Pixel), MP3/WMA-Audio
und JPG-Bilder dargestellt werden. Auch für Pay TV ist der Panasonic
DMR-EX72S gerüstet. Der Slot für entsprechende Entschlüsselungsmodule
ist auf der Rückseite angebracht, was zumindest in Haushalten mit Kindern
durchaus als Vorteil betrachtet werden könnte.


Anschlüsse im Überblick
- 1 x HDMI
- 1 x YUV
- 1 x SCART (RGB, S-Video, Composite Video) als Ausgang
- 1 x SCART (RGB, S-Video, Composite Video) als Eingang
- 1 x S-Video, Composite Video, Cinch-Stereo als Ausgang
- 1 x S-Video, Composite Video, Cinch-Stereo, DV als Eingang (Vorderseite)
- 1 x Digital Out (optisch)
- 1 x SAT Eingang
- 1 x USB
- 1 x CI-Slot

Features

- Satelliten-Auswahl und DiSEqC-Unterstützung: Sofern der Panasonic
DMR-EX72 S nur für den Empfang von Astra 19.2° Ost eingesetzt wird,
ist der Panasonic DMR-EX72S
innerhalb kürzester Zeit einsatzbereit. Der Receiver überprüft selbständig
die Anlage, stellt alles automatisch ein und lädt bei Durchführung des
"Quick Setup" innerhalb von fünf Sekunden eine vorprogrammierte Astra-Senderliste.
Der ausführlichere automatische Suchlauf dauert hingegen rund 20 Minuten.
Um die Sender in eine gewünschte individuelle Reihenfolge zu bekommen,
muss man eine neue Favoritenliste anlegen, in die man dann die gewünschten
Programme einsortieren kann.
Für Sat-DXer, die neben Astra noch möglichst viele andere Satelliten
mit Sendern aus fremden Ländern empfangen möchten, ist der Recorder
nur bedingt geeignet, da zugunsten der Einfachheit die Funktionalität
auf sehr wenige Einstellungen reduziert wurde. Der Panasonic
DMR-EX 72 S unterstützt DiSEqC 1.0. Dies ermöglicht die Ansteuerung
von vier verschiedenen Satellitenpositionen. Eine Rotor-Steuerung ist
nicht vorhanden. Die DiSEqC 1.0-Einstellungen für die verschiedenen
Sat-Positionen erledigt der Recorder beim Suchlauf automatisch, indem
er die DiSEqC-Positionen abfragt und Satelliten automatisch erkennt.
Dies klappte bei den an der Test-Anlage verwendeten vier Positionen
(19.2° Ost, 28.2° Ost, 13° Ost und 5° West) einwandfrei wenn auch nicht
sonderlich schnell.
Die für den reinen Astra-Empfang wirklich komfortable Automatik zeigt
beim Empfang mehrerer Satelliten einige Handicaps und ist in der Handhabung
immer noch so kompliziert wie beim ersten DVB-S-Recorder von Panasonic.
So werden weiterhin bei der Durchführung eines automatischen Sendersuchlaufs
alle zuvor gefundenen Sender gelöscht. Dies führt dazu, dass nach jedem
Suchlauf die Sendersortierung neu vorgenommen werden muss.
Es fehlen weiterhin Einstellmöglichkeiten, um die Suche auf frei empfangbare
Sender, TV/Radio oder einzelne Frequenzen einzuschränken. So findet
der Receiver auch unzählige verschlüsselte Programmen aus verschiedenen
Ländern, die sich ohnehin nicht betrachten lassen. Immerhin bietet der
Receiver nach einem Suchlauf die Möglichkeit, Satellitenfrequenzen und
die darauf abgespeicherten Sender im Nachhinein zu löschen. So kann
man z.B. die Frequenzen, auf denen ohnehin nur ausländisches Pay TV
gesendet wird, einfach wieder herausnehmen. Ebenso ist das Hinzufügen
von neuen Frequenzen oder einzelnen Sendern durch Eingabe der PID-Daten
möglich, die man z.B. bei www.lyngsat.com
findet. Der Receiver führt nach der Eingabe sofort einen Suchlauf dem
Transponder durch. Möchte man die Suche wiederholen, ist erneut die
Eingabe des Transponders erforderlich, da man keine Möglichkeit hat,
abgespeicherte Transponder einzeln für einen Suchlauf auszuwählen.

- Aufnahme-Verwaltung: Im "Direct Navigator" werden neben einem Vorschaubild
von jeder Aufnahme noch der Titel der Sendung (sofern vom EPG unterstützt),
der Sender sowie das Datum und die Uhrzeit der Aufnahme angezeigt. Die
Informationen werden etwas gekürzt dargestellt. Alternativ gibt es noch
eine Tabellenanzeige ohne Vorschaubild, welches die Daten etwas leserlicher
darstellt. EPG-Informationen mit genauen Infos zur Sendung gehen bei
der Aufnahme verloren.

- Time-Shift und Editier-Funktionen: Per Zugriff auf das Aufnahme-Archiv
über die "Direct Navigator"-Taste auf der Fernbedienung lassen sich
auch während einer laufenden Aufnahme bereits Aufzeichnungen ansehen,
wobei es egal ist, ob dies die aktuell noch laufende Aufnahme oder eine
Aufzeichnung aus dem Archiv ist. Im laufenden Programm kann man beliebig
pausieren und vor- und zurückspulen.
Für die Nachbearbeitung gibt es gleich zwei Funktionen. Zum einen lässt
sich eine Aufnahme in zwei einzelne Teile splitten, was z.B. bei Aufnahmen
in Überlänge Sinn macht, die nicht auf eine DVD passen. Außerdem gibt
es noch eine Schnittfunktion, mit der sich einzelne Teile aus einer
Aufnahme herausschneiden lassen. Nach Druck auf die Pause-Taste kann
man sich praktisch framegenau an die gewünschten Start- und Zielmarken
herantasten, wodurch im Idealfall die Schnitt im Endergebnis gar nicht
auffallen.

- EPG: Während die meisten Sat-Receiver ihren elektronischen Programmführer
ausschließlich aus den via Satellit mitgesendeten DVB-SI-Daten generieren
und dafür auch meist kurze Ladezeiten auftreten, bietet Panasonic einen
erweiterten EPG an, der seine Daten über einen speziellen Astra-Satellitenkanal
in einem Rutsch erhält und damit sofort zur Verfügung steht. Die Daten
holt sich der Receiver in der Nacht (oder einer anderen ausgesuchten
Uhrzeit) in einem Rutsch vom Satelliten und umfassen einen Zeitraum
von rund zwei Wochen. Zum Vergleich: Der EPG aus den DVB-SI-Daten erlaubt
maximal eine Vorschau von einer Woche. Gerade viele Privatsender senden
die Daten aber auch nur drei bis vier Tage aus. Der Panasonic-EPG umfasst
rund 50 überwiegend frei empfangbare TV-Sender. Die EPG-Übersicht
ermöglicht eine Anzeige mehrerer Programme auf einer Zeitachse oder
alternativ die Auflistung des Tagesprogramms eines einzigen Senders.
Nachteil dieses EPG ist, dass er nicht mit dem normalen vom Sender ausgestrahlten
EPG aus den SI-Daten abgeglichen wird und somit ganz kurzfristige Änderungen
nicht berücksichtigt werden. Und Sender, die nicht in der Auswahl sind,
werden im 14 Tage-EPG überhaupt nicht angezeigt. Wer lieber den normalen
Sender-EPG haben möchte, erhält ihn, indem er den 14 Tage EPG durch
die Einstellung Sonstige > System-Update > TV-Guide-Type "Andere"
deaktiviert.
Das Programmieren einer Aufnahme aus dem EPG heraus ist mit einem Knopfdruck
und einer weiteren Bestätigung möglich. Der Panasonic
DMR-EX72S verfügt zusätzlich über einen Videotext-Decoder, der Zugang
zu weiteren Programminfos verschafft.


Bedienung

Das Bedienungskonzept des Panasonic
DMR-EX 72 ist sehr schell zu verstehen und die Fernbedienung wurde
trotz vieler Knöpfe so übersichtlich gestaltet, dass alle Funktionen einfach
erreichbar sind. Durch die farbliche Markierung und gut lesbare Schriftzüge
sind alle den Tasten zugeordneten Funktionen nach Lesen der Bedienungsanleitung
auch gut wiederzufinden. Die On Screen-Menüs sind im typischen Panasonic-Stil
sehr schlicht gestaltet, aber recht übersichtlich und auch auf kleineren
Bildschirmen lassen sich die Schriften gut ablesen. Die Menü-Navigation
ist sehr einfach, auch wenn der Menü-Aufbau mitunter leicht träge wirkt.
Das Geräte-Display ist ähnlich wie das bei anderen DVD-Recordern
von Panasonic verwendete Display sehr schlicht
gestaltet. Die bei immer mehr Sat-Festplattenrecordern zu beobachtende
Tendenz zu Displays mit Klartextanzeige, die auch eine Anzeige des Sendernamens
erlauben, ging an dem Panasonic
DMR-EX72S leider noch vorbei, so dass man sich bei der Verwendung
des Recorders als Radio-Receiver leider die Kanalnummern genau merken
sollte.
Zum Booten benötigt der Panasonic-Receiver rund 70 Sekunden. Für den
Standby-Betrieb gibt es eine Option, den Receiver schneller zu starten:
Im "Schnellstart"-Modus ist der Receiver bereits nach rund zwei Sekunden
nach dem Einschalten betriebsbereit, da hier das System nur zum Teil wieder
heruntergefahren wird, was allerdings auch einen höheren Stromverbrauch
zur Folge hat. Im Energiesparmodus mit länger Boot-Zeit wird der Recorder
hingegen komplett heruntergefahren.
Die Umschaltzeit zwischen zwei Programmen liegt mit rund 2.5 Sekunden
im Mittelfeld. Der integrierte Lüfter des Panasonic
DMR-EX72S läuft zwar im Betrieb ständig mit. Er ist aber selbst aus
einem Abstand von nur wenigen Zentimetern kaum zu hören.

Aufnahme und DVD-Kopier-Funktionen
Das Aufnahmen von Digital-TV und Kopieren auf DVD ist eine scheinbar
sehr einfache Sache. Denn beide digitale Formate sind sich sehr ähnlich
und verwenden MPEG2 zur Video-Kompression. Allerdings wird beim Digitalfernsehen
nicht immer in der vollen PAL-Auflösung von 720 x 576 Pixeln gesendet,
sondern vielfach mit deutlich niedrigeren Auflösungen, die gemäß DVD-Standard
aber nicht erlaubt sind. Um dem DVD-Standard entsprechende Aufnahmen zu
erstellen, schreibt der Panasonic
DMR-EX72S daher nicht einfach 1:1 den Datenstrom auf die Disc sondern
führt ein erneutes Encoding durch, für das vier Qualitätsstufen (XP, SP,
LP, EP) zur Verfügung stehen. Zusätzlich gibt es noch den "FR"-Mous, den
der Panasonic DMR-EX72 für Timer-Aufnahmen
verwendet und die Qualitätsstufe in Abhängigkeit von der noch verfügbaren
Festplattenkapazität anpasst.
Der Ton wird in Dolby Digital 2.0 mitgeschnitten. Vor der Aufnahme lässt
sich eine Tonspur auswählen, allerdings ist es nicht möglich, Dolby Digital
5.1-Tonspuren aufzuzeichnen. Für Aufnahmen im XP-Modus lässt sich alternativ
auch PCM-Ton verwenden, was in erster Linie für Aufnahmen über die externen
AV-Eingänge Sinn macht, da der DVB-Ton ohnehin bereits komprimiert ist.
Der Panasonic DMR-EX72 S ermöglicht
auch eine Aufnahme von Zweikanalton, der im deutschsprachigen Raum bis
auf das schweizer und österreichische Fernsehen aber kaum noch zum Einsatz
kommt. Der Panasonic DMR-EX 72
erlaubt die Anwahl einer Mix-Tonspur, die die verschiedenen Sprachen auf
den linken und rechten Kanal verteilt und so aufnimmt.
Die Bildqualität der Aufnahmen ist im XP- und SP-Modus sehr gut. Trotz
der doppelten MPEG2-Kompression auf Senderseite und im Panasonic
DMR-EX72S ist kaum ein Qualitätsverlust zu erkennen. Artefakte lassen
sich bei den meisten Aufzeichnungen im XP-Modus nur bei sehr genauem Hinsehen
beobachten. Sofern im Bild nicht besonders viel Bewegung stattfindet,
sind die Aufzeichnungen mit dem Recorder der Qualität der meisten Kauf-DVDs
deutlich überlegen. Bei Aufnahmen mit viel Bewegungsdynamik wie z.B. Sport
sind im SP-Modus bei genauem Hinsehen doch häufiger kleine Artefakte zu
sehen. Qualitativ bewegen sich Aufzeichnungen im SP-Modus auf dem Niveau
von Kauf-DVDs mit einer guten bis sehr guten Detailschärfe und nur geringfügigen
Unregelmäßigkeiten. Der LP-Modus für Filme mit Überlänge ist trotz auch
in ruhigen Szenen zu sehenden kleinen Artefakten, die selbst in Szenen
mit wenig Bewegung (z.B. Nachrichten) immer noch brauchbar, stellt qualitativ
aber bereits einen Kompromiss dar. Hier fehlen leider feinere Abstufungen
zwischen den einzelnen Qualitätseinstellungen, die eine bessere Optimierung
der Bildqualität ermöglichen. Nur im äußersten Notfall zu gebrauchen ist
der EP-Modus, in dem die Auflösung reduziert wird und zusätzlich zu deutlichen
Artefakten auch die Bildschärfe sehr gering ist. In diesem Aufnahmemodus
wird lediglich VCD-Qualität erreicht.
Im Idealfall bietet es sich an, Aufzeichnungen zunächst auf der Festplatte
zu speichern, diese dann zu schneiden und anschließend auf DVD zu kopieren.
Für schnelle Kopien von der integrierten Festplatte gibt es einen speziellen
"Highspeed"-Modus, in dem der Panasonic
DMR-EX72S wie ein PC-Brenner die Aufnahmen mit mehrfacher Geschwindigkeit
kopiert. Dabei sind Kopien mit bis zu 12x bei Verwendung von DVD-R möglich.
Ist das Kopieren von Festplatte auf DVD nicht im Highspeed-Modus möglich,
so kopiert der Panasonic DMR-EX72
die Aufnahme in Echtzeit, der Kopiervorgang nimmt dann genau so viel Zeit
in Anspruch wie die ursprüngliche Aufnahme. Trotz USB-Anschluss gibt es
keine Möglichkeit, die Aufnahmen direkt von der internen Festplatte auf
eine externe Festplatte zu überspielen.

Sat-Empfang und Bildqualität
Der Sat-Tuner des Panasonic DMR-EX72S
verfügt über einen ausreichend empfangsstarken Tuner, der auch mit kleinen
Satellitenantennen die Sender selbst bei stärkerem Regen noch einwandfrei
empfängt.
Beim Sat-Empfang bietet der Panasonic
DMR-EX72 über seine HDMI-Schnittstelle eine extrem hohe Bildqualität,
die trotz der Beschränkung auf PAL auch auf größeren Fernsehern eine sehr
scharfe Bilddarstellung ermöglicht. Das Scaling auf 720p oder 1080p führt
zu einem deutlichen Qualitätssprung in der Bildwiedergabe. Konturen und
Details werden extrem scharf gezeichnet. Selbst die Senderlogos werden
haarscharf und ohne Weichzeichnungen dargestellt. Auch beim De-Interlacing
schlug sich der Panasonic DMR-EX
72 recht wacker und stellte z.B. die Laufbänder von Nachrichtensendern
ohne Ruckeln oder Verzerrungen dar. Hin und wieder ist bei Kameraschwenks
aber durchaus leichtes Flimmern zu erkennen.

Natürlich macht sich die hohe Bildqualität des Scalers auch beim Abspielen
von Kauf-DVDs bezahlt. Hier fällt bei bekanntem Filmmaterial wie z.B.
der Star Wars-Trilogie noch deutlicher die Bildverbesserung durch das
Upscaling auf 720p oder 1080p auf. Der Panasonic
DMR-EX72S bietet über HDMI eine exzellente Bildschärfe und stellt
auch feine Details prägnant dar. Wer noch einen kleinen Tick mehr wünscht,
kann die Bildwiedergabe über den Video-Parameter "Bildschärfe" noch etwas
verbessern.
Für Progressive Scan-Wiedergabe bietet der Panasonic
DMR-EX72S neben einer Automatik auch einen manuell einstellbaren Film-
und Video-Modus. Das automatische De-Interlacing funktioniert aber bereits
sehr gut und lässt sich nicht so schnell aus dem Tritt bringen. Den Vorspann
von "Star Wars - Episode IV" stellte der Panasonic
DMR-EX72S sauber ohne Flirren dar. Ebenso meisterte der Panasonic
DMR-EX72 S die verschiedenen herausfordernden Szenen in "Space Cowboys"
und am Anfang von "Star Trek - Der Aufstand".
Fazit
Panasonic präsentiert mit dem Panasonic
DMR-EX72S bereits die dritte Generation seiner DVD-Recorder
mit DVB-S-Satellitentuner. Während in Japan praktisch jeder Recorder
diese Möglichkeit bietet, fristet der Panasonic in Europa weiterhin ein
Nischendasein.
Trotz erneuter Komprimierung des MPEG2-Datenstroms via Satellit bieten
die Aufnahmen im XP- und SP-Modus eine Qualität, die sich vom Original
kaum unterscheidet. Wer einfach schnell und ohne Inanspruchnahme eines
PC eine DVD-Kopie einer Fernsehsendung erstellen will, kommt an diesem
Gerät nicht vorbei. Auch als DVD-Player kann der Panasonic
DMR-EX72 S überzeugen. Der De-Interlacer arbeitet so gut, dass man
sich auf die Automatik fast immer verlassen kann.
Leider ist der Panasonic DMR-EX72S
noch nicht in der Lage, auch HDTV-Programme via Satellit zu empfangen.
Aus dem PAL-Signal holt der Panasonic
DMR-EX72S aber das Maximum heraus und skaliert dieses in exzellenter
Qualität auf 720p oder 1080p.
Wer nicht nur Astra 19.2° Ost sondern auch noch viele andere Satelliten
empfangen will, muss allerdings eine etwas komplizierte Handhabung beim
Hinzufügen neuer Sender in Kauf nehmen, die sich gegenüber der ersten
Generation nicht verbessert hat - obwohl die aktuellen Panasonic-Fernseher
mit DVB-Multituner in dieser Disziplin schon komfortabler geworden sind.

Preis-/Leistung:          
Pro:
- Sehr gute DVB-S & DVD-Wiedergabe via HDMI
- Automatische Satellitenerkennung
- Komfortabler EPG mit 14 Tage-Vorschau
- Komfortable Kopierfunktionen zur schnellen Überspielung auf DVD
- Gelungene und einfach zu bedienbare Schnittfunktionen
- Ergonomische Fernbedienung
- Leiser Lüfter
Contra:
- Senderliste wird beim automatischen Suchlauf gelöscht
- Keine Aufnahme von Dolby Digital 5.1
- Lange Boot-Zeiten im Stromspar-Modus
- Keine Sendernamenanzeige im Geräte-Display
- Kein USB-Zugriff auf die Festplatteninhalte
- Kein HDTV-Empfang
Verantwortlich für den Test: Karsten Serck, AREADVD
- 08.07.2009
Verantwortlich für den Inhalt: Detlev
Schnick, © Copyright 2009 HIFI-REGLER, AREADVD
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