TEST: Panasonic Blu-ray Disc-Player DMP-BD10
Autor: Karsten Serck, AREADVD -
update: 21.02.2007

Eigentlich sollte Panasonics erster Blu-ray
Disc-Player bereits im November von uns getestet werden, doch durch
einen Fehler bei einem Firmware-Update verabschiedete sich unser Test-Gerät
in den Blu-ray Himmel und konnte aufgrund der hohen Test-Nachfrage von
Panasonic erst jetzt durch ein neues Gerät
ersetzt werden. Das ist in einer Hinsicht zumindest durchaus ein Vorteil,
da im Gegensatz zum noch knappen Blu-ray Disc-Angebot im November inzwischen
schon eine recht beachtliche Anzahl an Filmen im Handel erhältlich ist.

Neben dem Samsung BD-P1000
ist der Panasonic DMP-BD 10
der zweite Blu-ray Disc-Player
auf dem deutschen Markt. Für ca. 1.500,00 EUR erhält man einen Universal-Player,
der neben Blu-ray Discs, DVDs und VCDs auch DVD-Audio-Discs sowie CDs
abspielen kann. Der Panasonic DMP-BD10
beherrscht sämtliche DVD-Recordable-Formate wie DVD-RAM, DVD-R, DVD-RW,
DVD-R DL, +RW, +R, + R DL sowie CD-R und CD-RW. Photos lassen sich auch
in HDTV-Qualität von CDs abspielen. Als Audio-Formate werden auch die
recht seltenen HDCDs und MP3-CDs unterstützt. Nicht unterstützt werden
WMA und DivX. Auch das Abspielen von gebrannten Blu-ray Discs in den Formaten
BD-R und BD-RE ist nicht möglich, obwohl in dem Panasonic
DMP-BD 10 ein Blu-ray Disc-Laufwerk vom Typ SW-5582-C verbaut ist,
das laut den technischen Spezifikationen Blu-ray Discs nicht nur lesen
sondern auch beschreiben kann.
Für Informationen zur Technik der Blu-ray Disc lesen Sie bitte unser
umfangreiches Blu-ray
Disc & HD-DVD-Special.

- 1 x HDMI 1.2
- 1 x YUV
- 1 x S-Video
- 1 x Composite Video
- 1 x SCART (RGB)
- 1 x Digital Out (optisch)
- 1 x Digital Out (koaxial)
- 1 x 7.1 (analog)
- 1 x Stereo (analog)

Installation (Bild)
Der Panasonic DMP-BD 10 ist
mit einer HDMI 1.2-Schnittstelle ausgestattet und kann HDTV-Signale in
1080p/60, 1080i und 720p ausgeben. Auch Bilder von DVDs können auf HDTV-Auflösungen
hochskaliert werden. Das Bildausgabeformat muss man nicht unbedingt fest
einstellen. Eine Automatik sorgt dafür, dass der Panasonic
DMP-BD10 automatisch die höchstmögliche Auflösung ausgibt. Dabei sorgt
die Automatik dafür, dass meist die höchste unterstützte Auflösung ausgewählt
wird. Dies muss aber nicht zwangsläufig auch die Auflösung sein, in der
das Bild am besten aussieht. Auch die HDTV-Ausgabe
via YUV in 1080i und 720p stellt kein Problem dar, solange Blu-ray
Discs kein ICT-Token besitzen, welches die Ausgabe auf die HDMI-Schnittstelle
beschränkt. In diesem Fall wird das Bild nur noch als 576p/480p-Signal
ausgegeben. Auf den Einsatz des ICT wollen die Hollywood-Studios nach
eigenen Angaben aber vorerst verzichten.
Zur Bildoptimierung bietet der Panasonic
DMP-BD10 einen sehr umfangreichen Video-Equalizer, der neben einer
Anpassung von Helligkeit, Kontrast und Farbe auch eine Schärfe-Anhebung
sowie eine Gamma-Korrektur erlaubt. Zusätzlich gibt es noch eine Rauschunterdrückung
sowohl für analoges als auch digitales Rauschen.

Installation (Ton)
Zur Tonwiedergabe gibt es drei Möglichkeiten: Über die HDMI-Schnittstelle
lässt sich der Ton von Blu-ray Disc
und DVD-Audio als digitales PCM-Mehrkanalsignal übertragen. Falls auf
der Blu-ray Disc ein DTS HD oder Dolby True HD-Soundtrack sein sollte,
wird ein Dolby Digital oder DTS-Signal ausgegeben. Dies gilt ebenfalls
für den optischen oder koaxialen Digitalausgang. Eine HDMI-Unterstützung
von DTS HD und Dolby True HD ist via Software-Update in Planung.

Der integrierte Decoder mit 7.1-Ausgang erlaubt die Nutzung als DVD-Audio-Player
und unterstützt zudem die Formate Dolby Digital und DTS. Derzeit gibt
der Panasonic DMP-BD10 solche
Signale noch als DTS oder Dolby Digital-Signal aus. Nur PCM oder Dolby
Digital Plus-Audio-Tracks werden als 7.1-Signal ausgegeben, die anderen
Formate (ohne Back-Surround) auf 5.1 heruntergerechnet. Das Lautsprecher-Setup
erlaubt eine Konfiguration für 5.1 und 7.1-Systeme. Für die einzelnen
Kanäle lässt sich neben dem Bass-Management (Groß/Klein) auch der Pegel
sowie die Verzögerungszeit anpassen. Zur Klangverbesserung verfügt der
Panasonic DMP-BD10 über die
Re-Master-Audio-Schaltung, die den Klang in drei Stufen sowohl bei Stereo-
als auch Mehrkanalaufnahmen verbessern soll.
Bedienung
Im Vergleich zu einem DVD-Player fallen bei dem Panasonic
DMP-BD10 die längeren Ladezeiten für Blu-ray Discs auf. Auch das Reaktionsverhalten
wirkt teilweise etwas träge. Beim Starten des Films oder Extras aus dem
Menü treten immer Wartezeiten von mehreren Sekunden auf. Das Geräte-Design
des Panasonic DMP-BD10 mit der
verspiegelten Front-Klappe ist sehr ansprechend. Beim genauen Hinsehen
aus der Nähe wirkt das Gerät aber nicht ganz so nobel wie der Samsung
BD-P 1000 mit seinem Klavierlack-Design. Hinter der Klappe hört die
Noblesse auch auf und die dröge gestaltete Schublade lässt auch von außen
erkennen, dass der Panasonic DMP-BD
10 mit einem PC-Laufwerk arbeitet. Trotzdem: Solange die Klappe verschlossen
ist, präsentiert sich der Panasonic
DMP-BD10 sehr edel im heimischen Wohnzimmer.

Die silbrig-verspiegelte Frontklappe des Panasonic
DMP-BD10 ist nicht motorgetrieben. Sie muss beim Wechsel einer Blu-ray
Disc jedes Mal von Hand geöffnet werden. Hinter der Klappe verstecken
sich lediglich ein paar Tasten für Basis-Steuerbefehle. Das sehr spartanische
Display des Panasonic DMP-BD 10
zeigt meist nicht mehr als nur die aktuelle Laufzeit an. Kleine Icons,
die z.B. die Auflösung und das Tonformat signalisieren, sind nicht vorhanden.

Die On Screen-Menüs sind optisch extrem schlicht gestaltet, so wie es
derzeit bei vielen Panasonic-Geräten der Fall ist. Für ein Gerät in der
Premium-Preisklasse wäre hier etwas mehr zu erwarten gewesen. Dafür sind
die On Screen-Menüs sehr übersichtlich gestaltet und die einzelnen Menü-Punkte
auch gut ablesbar. Einen Netzwerkanschluss (bei HD-DVD Pflicht) für interaktive
Dienste oder Updates hat der Panasonic
DMP-BD 10 ebenso wenig zu bieten wie das Konkurrenz-Modell von Samsung.
Software-Updates können aber via CD installiert werden. Das PC-Blu-ray
Disc-Laufwerk fällt beim Laden von Discs oder dem Zugriff auf Kapitel
häufiger durch gut hörbare Laufwerksgeräusche auf. Der eingebaute Lüfter
hingegen verhält sich ausgesprochen ruhig und ist kaum zu hören.

Auch die Bildschirmanzeigen sind sehr schlicht gestaltet. Auf Knopfdruck
werden lediglich der aktuell laufenden Titel, das Kapitel und die Laufzeit
eingeblendet. Während fast alle Voreinstellungen im Setup-Menü eingestellt
werden, steht der Video-Equalizer per Knopfdruck im laufenden Betrieb zur
Verfügung (siehe unten).

Die Fernbedienung des Panasonic
DMP-BD10 ist exzellent gestaltet. Wie bereits beim Panasonic DVD-A350,
einem der ersten DVD-Player, zeigt Panasonic
auch bei seinem ersten Blu-ray
Disc-Player ein ausgezeichnetes Gespür für eine Benutzer-Ergonomie,
die aus einer Hand den Zugriff auf die wichtigsten Funktionen ermöglicht.
So gibt es auch eine eigene, gut positionierte Taste für die "Pop-Up-Menüs",
die sich bei einer Blu-ray Disc einfach in das Bild eines laufenden Filmes
einblenden lassen.

Die Tasten der Fernbedienung des Panasonic
DMP-BD 10 sind ausreichend groß und die Beschriftungen sehr gut ablesbar.
Unter einer Klappe verstecken sich die Zehner-Tastatur sowie die Tasten
zur Konfiguration des Panasonic
DMP-BD10. Hier sind auch einzelne Tasten für die verschiedenen Features
des Video-Equalizers zu finden. Durch die Abtrennung dieser Tasten vom
restlichen Bedienfeld in Form der Klappe ist es beinahe unmöglich, am
Panasonic DMP-BD 10 etwas zu
verstellen, indem man versehentlich auf eine Taste kommt.

Nach dem Einschalten ist der Panasonic
DMP-BD 10 nach rund 20 Sekunden betriebsbereit. Das ist im Prinzip
nicht schlecht, wenn man sich damit abgefunden hat, dass sowohl Blu-ray
Disc-Player als auch HD DVD-Player
das Bootverhalten eines PCs aufweisen. Zum Starten einer Blu-ray
Disc benötigt der Panasonic
DMP-BD10 dann allerdings rund 40 Sekunden. Einen richtigen Ein- und
Ausschalter bietet der Panasonic
DMP-BD10 nicht, so dass er auch im ausgeschalteten Zustand immer noch
unnötig Strom verbraucht.
Blick in die Hardware

Der Innenraum des Panasonic DMP-BD10
wirkt für ein Gerät mit so komplexer Technik der ersten Generation erstaunlich
leer. Auf auffälligsten ist der große Chip von Sigma Designs, der für
die Verarbeitung der Video-Signale zuständig ist.

Das Audio-Board mit den Ausgängen für den integrierten 7.1-Decoder ist
getrennt vom Mainboard mit der Video-Signalverarbeitung und befindet sich
direkt hinter dem über ein Flachbandkabel verbundenen Laufwerk.

Video-Equalizer
Der Panasonic DMP-BD10 verfügt
über einen Video-Equalizer mit insgesamt sieben verschiedenen Bildeinstellmöglichkeiten.
Diese können direkt über eigens zugewiesene Tasten aufgerufen werden,
die sich allerdings unter der Klappe der Fernbedienung befinden. Neben
Standard-Einstellungen wie Farbe, Kontrast und Helligkeit hilft die Gamma-Korrektur
für etwas mehr Details in dunklen Bildbereichen. Von den zwei Möglichkeiten
zur Rauschunterdrückung sollte man allerdings im Blu-ray
Disc-Betrieb die Finger lassen. Denn nach unseren Erfahrungen gibt
es bei Blu-ray Discs kaum Probleme
mit Rauschen oder Artefakten, so dass die Rauschunterdrückung hier dem
Bild eher etwas Schärfe nimmt, als die Qualität zu verbessern. Und der
typische Stil von Film-Körnigkeit ist ja gerade auch ein Kriterium für
die besonders feine Detailauflösung bei der HDTV-Wiedergabe.
Nützlich ist hingegen die Schärfe-Einstellung, die eine Veränderung der
Schärfe in jeweils sechs Schritten nach oben und unten erlaubt und so
noch etwas mehr Detail herauskitzeln kann, ohne dabei störend aufzufallen.

Bildqualität (Blu-ray Disc)
Nachdem in den ersten Monaten nur sehr wenige Blu-ray
Discs das Potential von HDTV wirklich
ausreizen konnten, hat sich die Anzahl qualitativ hochwertiger Titel inzwischen
gesteigert. Sowohl mit den versteckten Test-Bildern, die sich auf vielen
Sony Blu-ray Discs finden (Eingabe "7669" im Hauptmenü) als auch mit richtigen
Filmen produziert der Panasonic
DMP-BD 10 ein gestochen scharfes Bild. Der hohe Kontrast und die prächtigen
Farben lassen "The Phantom of the Opera" extrem plastisch wirken und in
"Training Day" lassen sich selbst Rande des Kamerabildes noch feinste
Details der Großstadt detailliert erkennen. Mit dem Video-Equalizer lässt
sich noch ein wenig mehr Schärfe aus dem Bild herausholen. Hingegen sollte
man die Rauschfiltereinstellungen des Panasonic
DMP-BD10 lieber in die Nullposition bringen. Denn sie nehmen in den
obersten Frequenzbereichen dem Bild etwas Detail weg und Rauschen stellt
sich auf Blu-ray Disc ohnehin
meist nur in Form von Körnigkeit des verwendeten Film-Materials dar.

Im Vergleich mit dem Samsung BD-P1000
liegt die Bildqualität beider Blu-ray
Disc-Player auf einem vergleichbaren, sehr hohen Qualitätsniveau.
Dies ist sehr erfreulich, wenn man sich einmal in Erinnerung holt, wie
lange es bei DVD-Playern gedauert hat,
bis diese über Schnittstellen wie YUV und HDMI verfügten, die das Bild
in optimaler Bildqualität (Progressive Scan) ausgeben können. Hier bewegt
sich der Panasonic DMP-BD 10
bereits nah am Rande der Perfektion. Im Direktvergleich mit dem Samsung
BDP 1000 kann der Panasonic
DMP-BD10 noch ein klein wenig mehr Detailschärfe aus den Blu-ray
Discs herauskitzeln. Diesen Vorsprung kann der Panasonic
DMP-BD10 durch den Video-Equalizer noch ein wenig ausbauen, der selbst
nicht in jedem Details ganz so glanzvoll animierten Digital-Produktionen
wie "Ice Age 2" noch etwas mehr Feinschliff verpasst.
Ein Direktvergleich mit den HD DVD-Playern
von Toshiba erweist sich als schwierig, denn
die wirklich besten Titel, die aus dem Medium alles herausholen, wie z.B.
"King Kong", gibt es nicht in beiden Formaten. Die bereits von uns getesteten
Abspielgeräte für Blu-ray Disc und HD DVD zeigen allerdings, dass beide
Formate eine exzellente Bildqualität bieten können, die auf diesem hohen
Niveau bislang im Heimkino nicht möglich war. Das Format selbst ist hierfür
aber nicht entscheidend, sondern vielmehr die Qualität der Produktion
der Filme und der Abspielgeräte. Schließlich sind ja auch die bei Blu-ray
Disc und HD DVD verwendeten Video-Codecs
nahezu identisch.
Verbesserungsmöglichkeiten böte bei dem Panasonic
DMP-BD 10 eine 1080p/24-Bildausgabe, die den Pulldown auf 60 Hz überflüssig
machen würde. Das allerdings ist laut beim Panasonic
DMP-BD 10 leider nicht via Software-Update machbar.

Bildqualität (DVD)
Bei der DVD-Wiedergabe verschafft der integrierte Scaler dem Panasonic
DMP-BD10 zu einem moderaten Schärfegewinn gegenüber der normalen PAL-Wiedergabe.
Ganz an die Qualität der aktuellen Denon-DVD-Player wie dem Denon
DVD 2930 kommt der Panasonic-Player aber nicht heran. Feinste Details
werden von dem Denon noch etwas nuancierter dargestellt. Auch ist im DVD-Betrieb
der Video-Equalizer des Panasonic
DMP-BD 10 nicht ganz so gut in der Lage, noch mehr Detail aus dem
Bild herauszukitzeln wie dies im Blu-ray
Disc-Betrieb möglich ist. In der Full HD-Einstellung wirkte das Bild
zudem bei der DVD-Wiedergabe etwas detailarmer als im 720p-Modus. Dennoch:
Die Wiedergabequalität ist beachtlich. Neben einem sehr guten Blu-ray
Disc-Player erhält man mit dem Panasonic
DMP-BD 10 also auch einen guten DVD-Player.
Der Video-Equalizer gestattet es, im laufenden Betrieb das De-Interlacing
entweder automatisch erfolgen zu lassen oder manuell den Video-Modus zu
aktivieren. Die Ergebnisse des De-Interlacing-Tests fielen unterschiedlich
aus, je nachdem, ob man spezielle Test-Sequenzen oder Filmszenen aus der
Praxis verwendet: Während Sequenzen von Test-DVDs ein deutliches Flimmern
zeigten, meisterte der Panasonic
DMP-BD10 problematische Szenen auf vielen verschiedenen DVDs einwandfrei.
Flackern oder Flimmern in einzelnen Bildbereichen war bei Filmen nicht
zu erkennen. Selbst die "Treppe" in Star Wars-Episode 2 stellt der Panasonic
DMP-BD10 absolut frei von Störungen dar.

Tonqualität
Eine Spezialität des Panasonic
DMP-BD10 ist seine hochwertige Audio-Sektion. Dies ist der erste Next
Generation-Player, der zugleich auch eine Unterstützung für die Wiedergabe
von DVD-Audio mit sich bringt, die sowohl über den analogen 7.1-Ausgang
aber auch über die HDMI-Schnittstelle wiedergegeben
werden können.
Ungeachtet der noch fehlenden Unterstützung von DTS HD Master Audio und
Dolby True HD, die der Panasonic
DMP-BD10 erst mit einem kommenden Firmware-Update erhalten soll, präsentiert
er bereits jetzt einen sehr guten Heimkino-Sound sowohl von DVD als auch
Blu-ray Disc. Der sehr musikalische
Dolby Digital 5.1-Soundtrack der US Blu-ray Disc "The Phantom of the Opera"
wird mit viel Dynamik und räumlicher Weite wiedergegeben und produziert
einen glasklaren Klang in den Höhen. DVDs wie z.B. das "Unplugged"-Konzert
"An Evening with the Dixie Chicks" bieten ebenfalls einen sehr atmosphärischen
5.1-Sound. Die gerade von Sony auf den Blu-ray Discs verwendeten unkomprimierten
PCM 5.1-Audiotracks boten vereinzelt mehr Dynamik als die Dolby Digital
5.1-Audiotracks. Doch nicht in jedem Fall ist "unkomprimiert" bedeutend
mit einer hörbaren Klangverbesserung. In vielen Fällen klangen die PCM-Tracks
fast identisch mit der Dolby Digital 5.1-Tonspur. Bei einzelnen Blu-ray
Discs wie z.B. "Vertical Limit" konnte sogar der Dolby Digital 5.1-Track
im Direktvergleich mit dem PCM-Sound überzeugen. Unterschiede zwischen
den beiden Formaten machen sich am ehesten in Szenen mit viel Dynamik
bemerkbar, während die Klangcharakteristik meist weitgehend gleich ist.
Da bei Blu-ray ohnehin auch bereits bei Dolby Digital-Tracks eine höhere
Bitrate von 640 kbps im Vergleich zu maximal 448 kbps bei der DVD eingesetzt
wird, sind auch komprimierte Audio-Tracks auf einem technisch höheren
Niveau.
Als DVD-Audio-Player macht sich der Panasonic
DMP-BD 10 gut bezahlt. DVD-Audio-Discs wie die auf hervorragendem
technischen Niveau produzierte Scheibe "The Corrs - In Blue" bieten eine
sehr hohe Klangtransparenz und nutzen zugleich alle Kanäle sehr gleichmäßig
für einen sehr lebendigen Surround-Mix. Praktisch erwies sich auch die
DVD-Audio-Wiedergabe via HDMI, die das Verlegen
weiterer Kabel für den Ton überflüssig macht.
Auch bei der Wiedergabe von Audio-CDs wie z.B. Tracy Chapmans Debüt-Album
produziert der Panasonic DMP-BD
10 einen sehr angenehmen warmen Sound mit viel Volumen und sauberen
Höhen, ohne dabei spitz zu klingen.

Preis-/Leistung:          
Fazit
Panasonic hat sich bei seinem ersten Blu-ray
Disc-Player nicht nur darauf beschränkt, ein Abspielgerät für Blu-ray
Discs und DVDs zu produzieren, sondern den Panasonic
DMP-BD 10 auch als hochwertige Audio-Maschine konzipiert. Dies ist
der erste Blu-ray Disc-Player, der auch DVD-Audio abspielen kann und auch
bei CDs einen guten Sound bietet, was an die alten Hifi-Traditionen erinnert,
durch die sich früher die Marke Technics auszeichnete. Dies ändert zwar
nichts am hohen Einstiegspreis in die Blu-ray Disc-Welt, macht diesen
aber zumindest etwas akzeptabler. Mit dem Video-Equalizer lässt sich das
Bild von Blu-ray Discs noch etwas verbessern und auch die Bedienung ist
mit der gelungen Fernbedienung sehr einfach. Auch als DVD-Spieler
macht der Panasonic DMP-BD10
eine gute Figur, kommt dabei aber nicht ganz an die Qualität der aktuellen
Denon DVD-2930 heran.
Arbeiten müssen die Panasonic-Techniker für Player der nächsten Generationen
vor allem noch an schnellen Boot- und Zugriffszeiten. Oben auf der Wunschliste
steht auch eine 1080p/24-Wiedergabe. Auch wenn der Pulldown sich in der
Praxis weitaus weniger bemerkbar macht als man es anderswo liest, wäre
die Ausgabe des Bildes in genau dem Format, wie es auf der Blu-ray
Disc gespeichert ist, das Beste. Und das Design der Panasonic On Screen-Menüs
ist inzwischen leider so schlicht, dass selbst manche No Name-Geräte ansprechende
Bildschirmanzeigen bieten.
Ein leicht verbesserter Nachfolger mit HDMI 1.3-Schnittstelle wird zwar
bereits in Kürze in den Handel kommen, doch das macht den Panasonic
DMP-BD 10 noch etwas interessanter, wenn er vielleicht schon bald
als Schnäppchen zu bekommen ist. Zudem soll es voraussichtlich Ende März
auch ein Software-Update für Dolby True HD und DTS HD geben.
Pro:
- Sehr gute Blu-ray Disc-Bildqualität
- Hochwertige Audio-Sektion inklusive DVD-Audio-Unterstützung
- Sehr guter CD-Klang
- Sehr gute Fernbedienung
- Guter Video-Equalizer
- 1080p-Bildausgabe
- Integrierter 7.1-Decoder mit Analog-Anschluss
- Ansprechendes Design
Contra:
- Hoher Preis
- Keine 1080p/24-Wiedergabe
- Lieblos gestaltete On Screen-Menüs
- Träges Laufwerk im Blu-ray Disc-Betrieb
- Lange Ladezeiten
- Kein Hardware Ein/Aus-Schalter am Gerät
Technische Daten des Blu-ray-Spielers Panasonic
DMP-BD10:
| ABSPIELFORMATE |
|
| Blu-ray Disc |
? |
| BD-Video / DVD-Video / DVD-Audio |
?/?/?(7.1) |
| DVD-RAM / DVD-R / -R[DL]/ -RW / +R / +R[DL] / +RW |
?/?/?/?/?/?/? |
| SVCD / Video-CD / Audio-CD / HDCD |
?/?/?/? |
| MP3 von CD-R / -RW |
? |
| JPEG von CD-R / DVD-RAM |
?/? |
| |
|
| VIDEO-FEATURES |
|
| Video D/A-Wandler(MHz) |
297/14bit |
| P4HD (Precision Progressive Processing für HD) |
? |
| Progressive Scan: PAL/NTSC |
?/? |
| Digital Noise Reduction für das Bild |
? |
| Bildeinstellungen (u.a. Gamma Korrektur) |
? |
| Normal/Cinema1+2/Animation/Dynamik |
?/?/?/? |
| NTSC-Wiedergabe |
? |
| |
|
| AUDIO-FEATURES |
|
| 192kHz/24 bit Audio D/A-Wandler |
? |
| Multi Digital Remaster |
? |
| dts / DolbyDigital / DD Plus Dekoder |
?/?/? |
| Advanced Surround |
? |
| PCM-Audio / MPEG 2 Ton |
?/? |
| Dialog-Lautstärke-Modus |
? |
| Dynamik Kompression |
? |
| Highspeed-Scan |
200x |
| |
|
| BEDIENFREUNDLICHKEIT |
|
| Menüführung (GUI) / Kapitelrückschau |
?/? |
| Navigations-Menü (MP3/JPEG) |
? |
| Progress Indicator |
? |
| Fernbedienung |
? |
| |
|
| ANSCHLÜSSE |
|
| HDMI / HDAVI-Control |
?/? |
| optisch/coaxial |
?/? |
| Scart (RGB, S-Video, Video) |
? |
| Componenten Ausgang (YUV) |
? |
| S-Video Ausgang Hosiden / Video-Ausgang |
?/? |
| Audio-Ausgang 7.1 / 5.1 / 2.0 |
?/?/? |
| |
|
| ALLGEMEINE DATEN |
|
| Abmessungen (B x H x T) |
43,0 x 8,5 x 33,1 cm |
| Gewicht in kg |
4,7 kg |
| Farbe |
silber |
Verantwortlich für den Inhalt: Detlev
Schnick, © Copyright 2007 HIFI-REGLER, AREADVD
Mehr zum Thema "Blu-Ray-Player von Panasonic" finden Sie auch in Google,
der weltweit besten Suchmaschine.
|