TEST: Panasonic 3D LCD-Beamer PT-AT5000E - Guter Bildwerfer für ca. EUR 3.200,00
Test: Philipp Kind, Carsten Rampacher, AREADVD
- update: 16.11.2011

Einführung
Panasonic bereichert mit dem PT-AT5000E
den Markt der Full HD 3D-Projektion. Der Panasonic
PT-AT5000E ist ein LCD-Projektor für den Heimkino-Bereich, der für
ca. EUR 3.200,00 erhältlich ist. Mithilfe des 3D Detail Clarity Prozessors
soll die Darstellung von 2D- und 3D-Inhalten kinogetreu und authentisch
gelingen. Mit dem Panasonic, bestückt mit 3 x 0,74" TFT-LCD Panels und
2x elektrischer Zoomlinse, sollen Projektionsdiagonalen von 1,02 bis 5,08m
erzielt werden können. Den Kontrast gibt Panasonic mit 300.000:1, die
Helligkeitswerte mit 2000 ANSI-Lumen an. Eine Objektiv-Shiftfunktion gehört
ebenfalls zur Ausstattung des Projektors, vertikal +-100%, horizontal
+- 26%, zudem sieben verschiedene Bildmodi und ein Video-EQ. Das Betriebsgeräusch
ist mit 22 dB angegeben. Für scharfe Bilder bei schnellen und bewegten
Szenen sorgt die 480 Hz Intelligent 3D Frame Creation. Die 21:9 und Lens
Memory 2-Funktion steht dem Nutzer per Knopfdruck der passende Fokus und
Zoom zur Verfügung, die aus den verschiedenen Bildformaten des Fernsehers
justiert werden. Der 3D Infrarot-Transmitter ist beim Panasonic bereits
im Gerät integriert, aktive Shutter-Brillen müssen hinzugekauft werden.
Verarbeitung

Front des PT-AT5000

Optik

Im Betrieb

Bedienelemente seitlich

Ansicht Seite

Status-LEDs

Höhenverstellbarer Standfuß

Standfuß hinten

Fernbedienung
Der Panasonic PT-AT5000 steckt in einem mattgrauen Gehäuse. Die Optik des Gerätes
wird keine Design-Preise gewinnen, die Verarbeitung des Kunststoff-Gehäuses
wirkt aber solide und da der LCD-Projektor
ohnehin im Idealfall unter der Decke des eigenen Heimkinoraumes zum Einsatz
kommt, schmerzt das eher schlichte Design den Anwender kaum. Die Abmessungen
des Gerätes betragen 47 x 13,7 x 34,5 (B x H x T in cm) bei einem Gewicht
von 8,7 kg. Die Detailverarbeitung des Panasonics ist gut gelungen, die
Bedienelemente seitlich sind sauber integriert und bieten einen ausgezeichneten
Druckpunkt, die Optik an der Front ist ebenfalls sauber eingefasst. Links
davon befindet sich ein Hebel für den Lens-Shift. Die Linse verfügt nicht
über eine automatische Staubschutzblende sondern kann nur mit der mitgelieferten
Abdeckung versehen werden. Ungleichmäßige Spaltmaße, Grate oder Einschlüsse
finden sich nirgends am Gerät. Die Anschlüsse auf der Rückseite sind sauber
eingepasst und sitzen fest. Die Unterseite besteht aus einer Aluminiumplatte,
links wie rechts vorne sind höhenverstellbare Standfüße angebracht, an
der Rückseite eine gummierte Auflagefläche. Die Fernbedienung mit zum
Beamer identischer Oberfläche ist recht kompakt gehalten, komplett beleuchtet
und bietet ausgezeichneten Tastendruckpunkt.
Anschlüsse

3x HDMI

Weitere Anschlüsse
HDMI 3x
Komponentenvideo-Eingang
FBAS Composite Eingang
S-Video
Anschluss für 3D-Transmitter
VGA Eingang
RS232
Die Anschlusssektion des Panasonic Projektors präsentiert sich
gut bestückt. Drei HDMI-Eingänge, ein Komponenten-Videoeingang, FBAS Composite
sowie S-Video ist zu finden, zudem ein VGA-Anschluss für einen PC, eine
RS232-Schnittstelle und 12 V Trigger-Ausgänge (auch für den 3D Transmitter).
Installationsempfehlung
Der Panasonic PT-AT5000E ist ein Heimkino-Projektor und somit
auf den Betrieb im möglichst komplett abgedunkeltem Raum hin abgestimmt und
optimiert. Jeglicher externer Lichteinfall wirkt sich negativ auf die
Bildhelligkeit, den Kontrast und somit letztendlich die gebotene visuelle
Qualität aus. Nicht nur Tageslicht macht sich bemerkbar sondern auch Displays,
hell leuchtende Status-LEDs und sonstige blinkende Gimmicks an Geräten im
Heimkino beeinflussen den Heimkino-Projektor, diverse Leuchtquellen aller
Geräte sollten also nach Möglichkeit gedimmt werden. Die Projektionsdiagonale
ist zwar mit bis zu 5m angegeben, allerdings ist dieser Wert deutlich zu hoch
gegriffen, möchte man ein möglichst authentisches und besonders
kontrastreiches Bild mit gutem Schwarzwert erhalten. Über drei Meter Diagonale
sollte die Leinwand nicht unbedingt sein, gerade im 3D-Betrieb wird vom
Projektor viel gefordert, hier empfehlen wir eher eine maximale
Projektionsdiagonale von 2,40m und selbst in diesem Fall wird man noch mit
geringen Einbußen leben müssen.
Bedienung & Setup

Bildeinstellung

Gute Kalibrationsmöglichkeiten

Farb-Feinjustage am Beispiel der Sekundärfarbe Magenta

Auch versierte Anwender finden hier Möglichkeiten zum
Feintuning

Y-Einstellung

Y-Einstellung (Luminanz) mittels Graph

Rot-Einstellung mittels Graph
Die Bildeinstellungen bzw. der Video-EQ des Panasonic Projektors
umfassen zunächst verschiedene vorgefertigte Bildfelder, darunter:
Dynamik: Anzeige mit hoher Helligkeit und Bildschärfe
Normal: Ein allgemeines Setting für TV-Bild
Kino 1: Ein von Hollywood-Koloristen abgestimmtes Kinobild
mit hoher Qualität
Kino 2: Lebendig abgestimmtes Bild mit leuchtenden Farben
und hoher Schärfe
D-Cinema: Für D-Cinema Standard, 6300 K
REC 709: HDTV Standard und bei Standardeinstellung 6500K
Spiele-Modus
Ist ein Preset gewählt können Feineinstellungen individuell
vorgenommen werden. Der Kontrast ist in Schritten von -64 bis +64 sehr fein
einstellbar, kommt aber vor dem Helligkeitsregler. Grundsätzlich wird zuerst
die Helligkeit und im folgenden der Kontrast eingestellt. Die Helligkeit ist von
-32 bis + 32 justierbar. "Farbe" stellt die globale Farbdichte von -32
bis +32 ein. Mit Tint kann der Hautfarbton im projizierten Bild festgelegt
werden: Von -32 bis +32, die negativen Werte sorgen für weniger Grün-Anteile,
die positiven für weniger Rot-Anteile. Erscheinen weiße Bereiche im Bild mit
einem bläulichen oder rötlichen Stich, kann mit Farbton nachgebessert werden.
Der Einstellungsbereich liegt hier von -6 bis +6, die negativen Werte sorgen
für weniger Blau, die positiven für weniger Rot.
Öffnen wir das Sub-Menü "Bildschärfe" muss
zunächst der Einfache oder Fortgeschrittene Modus gewählt werden. In der
Einfachen Einstellung wird die Bildschärfe global, also horizontal wie vertikal
gemeinsam angepasst, im fortgeschrittenen Modus kann jede Richtung einzeln
justiert werden. Die Einstellung erfolgt jeweils von 0 bis 15. Im nächsten
Punkt kann "Dynamische Iris" ein- bzw. ausgeschalten werden. Im
eingeschalteten Zustand erfolgt hier eine automatische Anpassung der Lampe und
des Objektivs.
Der Punkt "Erweitertes Menü" eröffnet dem Anwender
weitere, umfangreiche Möglichkeiten der Bildjustage, angefangen bei der
Gamma-Einstellung. Hier kann wiederum zwischen einfacher und fortgeschrittener
Einstellung ausgewählt werden. Unter Einfach können lediglich die Presets
Gamma Hoch, Mittel und Fein eingestellt werden, wählt man den fortgeschrittenen
Modus kann man die Gammakurven für R-G-B und Y getrennt einstellen. Sehr
praxisgerecht, da die Gammakurve Einfluss auf die Farbwiedergabe hat. Auch
Helligkeit und Kontrast können für R-G-B getrennt eingestellt werden.
Weitere Einstellungsmöglichkeiten umfassen die
Rauschunterdrückung, die von 0 bis +3 regelbar ist, auch eine
MPEG-Rauschunterdrückung steht mit 0 bis +3 zur Verfügung. Frame Creation
heißt die Einstellung für Panasonics Frame-Interpolationstechnik, die
ausgeschalten oder auf Modus 1, 2 und 3 gesetzt werden kann. Modus 1 soll bei
Standardbildern genutzt werden, Modus 2 bei Kino und Modus 3 für besonders
schnell bewegte Bilder. Wird 2D-Material in 3D gewandelt, ist die Frame Creation
nicht verfügbar. Im nächsten Punkt "Farbmanagement" und der
Einstellung RGBMCY können sowohl die Primärfarben als auch Sekundärfarben
Magenta, Cyan und Gelb bezüglich Farbe, Tint und Helligkeit justiert werden.
Die Anpassungen können als Profil gespeichert und später aufgerufen werden.
Detail Clarity soll die Detailschärfe nochmals verstärken.
Liegt ein 24p-Signal an, kann die Cinema Clarity, ein Bildsynchronisator,
aktiviert werden.

Bild an die Projektionsfläche anpassen

3D-Einstellungen

Objektiv-Einstellungen
Die weiteren Einstellungsmöglichkeiten des Menüs umfassen die
Horizontale wie vertikale Bildposition im Punkt "Position", sowie die
Aspect-Ratio Einstellung und die Anpassung der Bildgröße. Zudem bietet der
Panasonic, sollte des Gerät nicht optimal im Raum aufgestellt werden können,
eine Trapez-Korrektur an. Diese geht aber grundsätzlich mit einer
Verschlechterung der Bildqualität einher, sollte also vermieden werden. In den
3D-Einstellungen wird zunächst die Bildgröße festgelegt, zudem kann linkes
und rechtes Bild getauscht werden und die 2D in 3D Wandlung aktiviert werden,
zudem kann ein komplexer 3D-Bildabgleich vorgenommen werden.

Options-Menü
Die Objektiv-Einstellungen dienen der Anpassung des Bildes auf
die Projektionsfläche, horizontale und vertikale Position sowie linker,
rechter, oberer und unterer Maskenbereich wird justiert. Der Letzte Punkt
"Optionen" dient den eher obligatorischen Einstellungen wie der
Hintergrundfarbe, der Menüposition, dem HDMI Dynamikbereich sowie der
Einstellung der Lampenleistung (Eco/Normal) etc.
Test-Equipment
Onkyo TX-NR5009
Panasonic DMP-BDT310
Denon DBP-4010UD
Pioneer BDP-LX91
Teufel System 9
Raumakustik by RTFS
Verkablung von Oehlbach
Betriebsgeräusch
Der PT-AT5000E ist im "Eco" Modus relativ leise
(Abstand 1 Meter vom Beamer) und greift auch in Dialogszenen kaum negativ ein.
Im Normalbetrieb ist Lüftergeräusch hörbar lauter, bei sehr leisen
Filmsequenzen kann es daher empfindlichere Anwender schon etwas beim Filmgenuss
stören.
Bildqualität

Wir waren gespannt auf die Leistungsfähigkeit des PT-AT5000E
Blu-ray Casino Royale, ab 2. Kapitel
Ausgezeichnete 24p-Stabilität bietet der Panasonic in den
ersten Sekunden des zweiten Kapitels des 22. Bond-Spektakels. Der Kameraschwenk
über die Kampfarena auf Madagaskar gelingt an allen Diagonalen und geraden
Linien zitterfrei und mit lediglich geringem 24p-Judder, gerade bei Projektoren
gibt es hier noch häufiger Schwachpunkte zu kritisieren, der Panasonic aber
meistert die Szene glänzend. Auch die gebotene Plastizität ist sehr
ausgeprägt, sowohl die verschiedenen Ebenen der Zuschauerränge und der
umstehenden Häuser als auch die Objektplastizität einzelner Komponenten im
Bild, wie ein auf einer Wellblechhütte liegender Autoreifen im linken oberen
Bildbereich kommt prägnant heraus. Im weiteren Verlauf des Films überzeugen
die hohe Kantenschärfe sowie Kantenstabilität sowie die Detailschärfe. Der
Panasonic hat auch bei vielen bewegten Objekten im Bild keine
Differenzierungsschwierigkeiten. Die Farben erscheinen durch die leichte Wärme
sehr angenehm und Kino-like - wie wir es von Panasonic-Produkten her kennen und
schätzen. Hauttöne haben einen minimal erdigen Einschlag. Der Kontrast
überzeugt insgesamt, als 007 vor dem verkohlten Holzbalken zu sehen ist, werden
die Bartstoppeln prima herausgearbeitet, und die verkohlte Struktur des Balkens
kommt überzeugend heraus. Der Schwarzwert allerdings könnte noch eine Idee
besser sein, was Hardcore-Heimcineasten bemängeln dürften. Die Differenzierung
verschiedener Grauabstufungen gelingt gut, hier geht allerdings noch mehr. Die
Verfolgungsjagd 007-Bombenleger gelingt mit guter Bewegungsschärfe, der
Kameraschwenk am Kranausleger auf der Großbaustelle, als 007 dem Bombenleger
hinterher hetzt, wird vom PT-AT5000E ausgezeichnet umgesetzt. Die Panasonic
Frame Creation liefert extrem ruhige und stabile Kamerafahren, dafür prägen
sich leichte Artefakte aus und die Gesamtbildschärfe leidet etwas. Manchmal
finden sich an schnell bewegten Objekten zudem Pixelwolken und es kommt zu
leichtem Nachziehen.
Blu-ray Tron Legacy, 3D nativ
Bei der Blu-ray "Tron Legacy" in 3D erfreut der
Panasonic-Beamer mit einem ausgeprägten 3D-Effekt und nur geringem Ghosting -
gute Arbeit. Die hohe Kantenschärfe und die tadellose Durchmodellierung im
hochfrequenten Bildbereich kennen wir schon vom 2D-Betrieb her. Die
Gesamthelligkeit ist allerdings nicht allzu hoch, so dass Projektionsdiagonalen
oberhalb von 2,40 Meter im 3D-Einsatz nicht unbedingt empfehlenswert sind, auch
nicht im komplett abgedunkelten Raum. Ordentlich ist die Durchzeichnung feiner
Strukturen, und auf Diagonalen bis zu den genannten 2,40 Metern ist der
Bild-im-Bild-Kontrast prima. Die Bildruhe liegt hoch, auch wenn man sich
während des Betrachten eines Films bewegt, sind die Auswirkungen kaum spürbar
und der 3D-Effekt bleibt beinahe in vollem Umfang erhalten. Auch
Farbverfälschungen treten kaum auf - so bleibt als einziger Kritikpunkt
die schwache Gesamthelligkeit des Bildes.
Blu-ray "Fluch der Karibik" Teil 1, Kapitel 1 + 2, 2D
plus Wandlung 2D nach 3D

Der Beamer schafft eine ordentliche Wandlung von 2D nach 3D
Dem Panasonic-Beamer gelingt eine erstaunlich gute Wandlung von
2D nach 3D, das Galionsschiff zu Beginn des Films fährt nach der Wandlung mit
mehr Bildtiefe und somit insgesamt plastischer nach vorn ins Bild hinein. Der
PT-AT5000AE modelliert Details an der Galionsfigur gut heraus, die Details
wirken bei der reinen 2D-Wiedergabe aber eine Idee schärfer und ruhiger als
beim gewandelten Bild. Auch beim gewandelten Bild sind Gebrauchsspuren an den
Segeln sehr gut zu erkennen, der Nebel ist leicht von Artefakten durchwirkt. Die
kleine Elisabeth ist problemlos zu erkennen, auch ihre Sommersprossen
kommen beim gewandelten Bild prima heraus, als die Kamera näher herangeht. Die
Farbgebung erscheint weitestgehend authentisch, bei der 2D nach 3D Wandlung
kommt es kaum zu Verlusten - wohl aber, wie schon bei nativem 3D-Material
beobachtet, bei der Bildhelligkeit. Dadurch gehen auch kleine Details in dunklen
Bildbereichen verloren, dies sieht man gut im 2. Kapitel, als Jack Sparrow die
zur Warnung aufgehangenen Piratenskelette mit seinem schrottreifen Boot
passiert. Die Felsen hinter den Skeletten könnten noch feiner durchstrukturiert
werden. Im 2D-Betrieb sind deutlich mehr Details erkennbar, dafür ist die
Bildtiefe nicht so immens. Gut gefällt uns, dass auch das gewandelte Bild nach
wie vor eine tadellose Bildschärfe aufweist. Das 2D-Bild ist natürlich scharf,
ohne Überschärfungseffekte wie Doppelkonturen oder Artefakte an
Objekträndern. Als kurze Zeit später der Kameraschwenk auf die Festung
erfolgt, auf der gerade eine Beförderungszeremonie stattfindet, überzeugt die
Stabilität in 2D und auch im gewandelten Bild.
DVD Star Wars Episode III, Die Rache der Sith, ab 1. Kapitel
Der Sternenhimmel zu Beginn der dritten Star Wars Episode
gelingt sehr gut mit vielen herausgearbeiteten Sternen im Hintergrund. Auch der
Schwarzwert gelingt nicht schlecht, hier bleibt aber noch etwas Luft nach oben.
Gleich am Anfang sind leichte Treppenstufen an den Buchstabenkanten zu erkennen,
die sich in den hinteren Bildebenen etwas deutlicher ausprägen. Abgesehen davon
macht die gelbe Laufschrift aber einen soliden Eindruck mit nur geringem Zittern
und guter Bildstabilität. Auch die Farbgebung des Gelbs macht sich
out-of-the-box im Kino 2 Modus gut, wenn auch leicht intensiv. Wellenbewegungen
oder sonstige Artefakte bleiben aus, allerdings machen sich im hinteren Bereich
deutlichere Unruhen und leichtes Zittern an den Buchstabenkanten bemerkbar. Der
Schwenk auf den Zerstörer gelingt größtenteils sauber, nur leicht wird die
Bildstabilität in Mitleidenschaft gezogen, der Zerstörer liegt nach etwa 2
Sekunden stabil und plastisch im Raum und weist sowohl an der oberen diagonalen
Linie sowie der Kommandobrücke kaum Zittern mehr auf. Der Kontrast im Schatten
liegenden Heckbereich gelingt dem Panasonic sehr gut, Details in den niedrigen
IRE-Bereichen bleiben größtenteils sichtbar, nur leicht ist an den Turbinen
Überstrahlen festzustellen. Die Objektkanten der beiden Raumjäger von Anakin
und Obi-Wan, die über den Sternzerstörer hinwegfliegen, weisen leichtes
Zittern und Treppenstufen auf, bilden aber keine Pixelwölkchen aus. Beim
Abknicken eröffnet sich ein plastisches Panorama mit guter Ebenenstaffelung der
verschiedenen Raumschiffe, die über der Planetenoberfläche von Coruscant
schweben. Im Gefecht mit vielen bewegten Objekten bleibt das Bild gut stabil,
einige Kanten weisen aber Zittern und Treppenstufen aus, was zu einer etwas
unausgewogenen Gesamtpräsentation führt. Ausgezeichnet gelingt die
Detailschärfe in den Cockpits der Protagonisten, hier sind in Gesicht und
Kleidung der Jedis Details fein gezeichnet und charakteristische Ausprägungen
zu sehen. Insgesamt bietet der Panasonic Projektor eine solide Upconversion mit
einigen wenigen sichtbaren Schwächen wie Treppenstufenbildung und
Kantenzittern, die das HD-Feeling etwas schmälern. Gerade da hausintern in
vergleichsweise günstigen Blu-ray Playern klar leistungsfähigere
Prozessor-Einheiten stecken, müssen wir diesen Umstand bemängeln.
DVD AVEC Professional Test DVD
Laufschriften in verschiedenen Geschwindigkeiten: Das
Videomaterial gelingt dem Panasonic sehr gut. Die Laufschriften sind in
allen Geschwindigkeiten gut ablesbar und es werden kaum Artefakte
ausgeprägt. Besonders in der langsamen Geschwindigkeit ist auch kaum
Zittern zu sehen, welches sich in den anderen beiden Geschwindigkeiten etwas
stärker ausprägt. Die Farbtrennung gelingt gut.
Schwingendes Pendel: Das Pendel kämpft ab dem oberen
Drittel mit Nachzieheffekten und bildet auch kleine Pixelwölkchen. Minimal
bluten die farbigen Balken aus und lassen sich ab der Mitte nicht mehr ganz
sauber differenzieren. Die Linie, über die das Pendel gleitet, bleibt
stabil
Stadtbild Esslingen: Esslingen gelingt mit guter
Farbdarstellung und guter Bildstabilität, Zeilenrauschen an den Dächern
sowie kleine Pixelwolken in den Strukturen der Bäume sind aber zu sehen.
Die Kanten- und Detailschärfe an sich sowie die Bildtiefe und die
Feinzeichnung in hinteren Bildebenen gelingt solide.
Fazit

Zum
fairen Preis bietet Panasonic mit dem PT-AT5000E einen talentierten LCD
3D-Beamer für kleinere Bilddiagonalen an. Wer einen kleinen bis mittelgroßen
Heimkinoraum hat und mit Bilddiagonalen von maximal 2,4 Metern arbeitet, kann
mit dem sauber verarbeiteten Beamer sehr glücklich werden. Voraussetzung für
eine überzeugende 3D-Performance ist aber, dass der Raum komplett abgedunkelt
werden kann und dass sich kein Reflexionspotential bietet, denn wenn diese
Parameter nicht gegeben sind, merkt man auch auf kleineren Diagonalen die
geringe Bildhelligkeit im 3D-Betrieb. Schon im 2D-Betrieb ist nicht allzu viel
Helligkeit vorhanden, und wenn man dann in den 3D-Modus wechselt, geht nochmals
Helligkeit verloren. Das ist eigentlich der einzige größere Nachteil des
Panasonic, der ansonsten mit guten Bildeinstellmöglichkeiten, angenehmer
Farbgebung, natürlicher Farbgebung und hoher Bildstabilität punktet. Der
Schwarzwert ist in Ordnung, setzt aber keine Maßstäbe, im 3D-Betrieb gefällt
die geringe Ghosting-Neigung und die Unempfindlichkeit gegen kleinere Bewegungen
seitens des Zuschauers. Die Upconversion eingehender 576i Signale auf 1080p
Signale gelingt recht gut, hier gibt es nur im Detail - siehe die betreffende
Wertung - Kritik. Insgesamt legt der Panasonic eine überzeugende Vorstellung
hin - und wegen der Nachteile: Schließlich muss auch die nächste Generation
noch ihre Daseinsberechtigung haben. Preislich interessanter
LCD 3D-Beamer mit sauberer 3D-Darstellung und hoher Bildstabilität

3D-Beamer untere Mittelklasse
Test 16. November 2011
+ Hohe Bildstabilität
+ Nur geringe Ghostingneigung im 3D-Betrieb
+ sehr gute 2D nach 3D Wandlung
+ Gute Upconversion von 576i Signalen auf 1080p
+ Umfangreiche Bildeinstellmöglichkeiten
+ Ordentliche Anschlussbestückung
- Bildhelligkeit vor allem im 3D-Betrieb
Test: Philipp Kind, Carsten Rampacher, AREADVD
Bilder: Sven Wunderlich, AREADVD
Datum: 16. November 2011
Verantwortlich für den Inhalt: Detlev
Schnick, © Copyright 2011 HIFI-REGLER, AREADVD
Mehr zum Thema "Panasonic Projektoren / Beamer" finden Sie auch in Google,
der weltweit besten Suchmaschine.
|