TEST: Panasonic LCD-TV TX-32LX70F - der Kontrastmeister
Test: Carsten Rampacher, AREADVD
- update: 27. Juni 2007

Einführung
Basisdaten:
- LCD-TV mit IPS Alpha Panel
- 32 Zoll Bildschirmdiagonale (entspricht ca. 82 cm)
- HD ready (Auflösung 1.366 x 768 Pixel)
- Kontrastverhältnis 8.500:1
- Betrachtungswinkel (hor./vert.) 178°
- 1.080p/60-Signalverarbeitung (kein 1.080p/24)
- 100 Hz Motion Picture Pro Technologie für flüssige Bewegungsdarstellung
- Intelligent Scene Controller zur automatischen Regulierung der Hintergrundbeleuchtung
- V-Real 2 Videoprocessing
- 20 Watt Ausgangsleistung
- Analoger Kabeltuner mit 99 Programmspeicherplätzen
- Viera-Link HDAVI 2
- Farbe: Schwarz/Silbern
- Tischfuß im Lieferumfang
Panasonic ist einer der wenigen Anbieter,
die sowohl technisch aufwändige und bildstarke Plasma-Fernseher als auch
High-Tech-LCD-TVs herstellen. Das 42 Zoll-Plasma Panasonic
TH-42PV71F konnte sich vor einigen Wochen mit einer sensationellen
Leistung unser "Masterpiece" sichern - ein Zeichen dafür, dass die Entwicklungsabteilung
der Japaner derzeit hervorragende Arbeit abliefert. Ob dies auch für den
LCD-Sektor gilt, wollten wir herausfinden und haben uns einen Fernseher
der beliebten 32 Zoll-Klasse in den Test-Raum geholt: Der Panasonic
TX-32LX70 kommt auf eine unverbindliche Preisempfehlung von derzeit
ca. 1.200,00€ und kann damit durchaus zu den teureren Alternativen
gezählt werden. Modelle der Einsteigerklasse wie der Toshiba 32C3000P
liegen mit einer UVP von ca. 800,00€ deutlich darunter. Der Panasonic
TX-32 LX 70 bringt eine aufwändige interne Videosignalverarbeitung
mit und ist in der Lage, 1.080p/60 intern zu verarbeiten - allerdings
kein 1.080p/24.
Verarbeitung

Passable Spaltmaße, das Material, welches für den Rahmen
verwendet wurde, hinterlässt einen ordentlichen, aber keinen
überdurchschnittlichen Eindruck

Der mitgelieferte Standfuß ist optisch schick und ermöglicht
einen sicheren Stand

Das Lautsprechersystem mit 20 Watt Ausgangsleistung ist
optisch stimmig integriert

Im Gegensatz zum aktuellen Optik-Trend mit klavierlackschwarzen
Oberflächen präsentiert sich der Panasonic
TX-32LX70 in mattem Schwarz

Die Qualität der Fernbedienung ist tadellos,
Überdurchschnittliches wird jedoch nicht geboten
Zumindest in der ersten Teilwertung können wir uns noch
nicht komplett für den Panasonic
TX-32LX70 begeistern. Dies liegt in eher nüchternen Optik begründet.
Die für den Rahmen verwendeten Materialien hinterlassen einen ordentlichen,
aber keinen überdurchschnittlichen Eindruck, zudem wirkt die Kombination
aus silberfarbenen Akzenten mit mattschwarzen großen Flächen nicht mehr
taufrisch. Wenn man sich anschaut, was z.B. die aktuellen Samsung- oder
Toshiba-LCD-Modelle optisch bieten, muss sich derPanasonic
TX-32 LX 70 hinten anstellen. Wirkliche sachliche Mängel gibt es aber
erfreulicherweise keine. Alle Anschlüsse an den entsprechenden Terminals
sind fest eingepasst, der Standfuß- dessen Design sogar als recht gelungen
bezeichnet werden kann - sichert einen soliden Stand des LCD-Geräts.
Das Lautsprechersystem ist gut integriert, und die mitgelieferte Fernbedienung
ist zwar kein Qualitäts-Highlight, geht für die Preisklasse aber ohne
Frage in Ordnung.
Gesamtnote Verarbeitung in
Anbetracht des Kaufpreises: Gut - sehr gut.
Technik und Ausstattung, Anschlüsse
In dieser Wertungsdisziplin kann sich der Panasonic
TX-32 LX70 sehr gut in Szene setzen, denn er ist üppig mit High-Tech
ausstaffiert. So ist der LCD-TV mit
dem V-Real-Bildsignalprocessing ausgestattet, das für natürliche, lebendige
Bilder sorgen soll. Durch die 3D-Verarbeitung von Farb- und Helligkeitswerten
erscheint die Wiedergabe sehr vielschichtig - dies lässt sich auch später
in den Test-Reihen tatsächlich nachvollziehen. Durch die besonders präzise
Steuerung wirkt das Bild auch natürlich scharf und plastisch. Ein Problem
bei LCDs ist oft noch das Thema Kontrast.
Gerade in dunklen oder auch sehr hellen Bildbereichen gehen Details verloren
- dass dieses Phänomen in dunklen Bildbereichen noch deutlich ausgeprägter
ist, liegt daran, dass, bedingt durch den LCD-typischen Restlichteinfall,
der Schwarzwert sowieso nicht optimal ist. Panasonic möchte beim Panasonic
TX-32 LX 70 mit der "LCI AI"-Technologie dieser Problematik entgegen
wirken. Hier wirk die "Active Light Control" mit dem "Active Contrast"-System
verbunden. Zusammen ergibt diese Mischung eine gesteigerte Bildhelligkeit
bei gleichzeitig besserem Schwarzwert und filigranerer visueller Abstufung.
Die Technik vergrößert den Dynamikbereich zwischen den Maximalwerten von
Schwarz und Weiß auf mehr als das Doppelte. Integriert in die Bildsignalverarbeitung
ist auch ein Sub-Pixel-Controller, der gegen ausgefranste oder verschwommene
diagonale Linien ankämpft. Anders als schlichtere Systeme, die alle drei
RGB-Signale zusammen verarbeiten, berechnet Panasonics System jeden Pixel
separat, was zu schärferen, klareren Bildern führt.
Ein weiteres Ausstattungsmerkmal ist die 100Hz Motion Picture Pro-Technik.
Wie auch bei anderen Anbietern (z.B. Toshiba) soll die 100 Hz Bildwiedergabe
gegen Bewegungsunschärfen und Nachzieheffekte ankämpfen, indem das Panel
jetzt mit 100 (100Hz) statt der üblichen 50 (50Hz) Bildern pro Sekunde
angesteuert wird. Bei LCD-Fernsehgeräten
ist das einzelne Bild immer so lange zu sehen, bis es durch ein neues
ersetzt wird ? deshalb erscheinen Bewegungen oft ruckelig und unscharf.
Das Bild wird durch die lange Verweildauer förmlich im Auge ?eingebrannt?.
Ein herkömmlicher LCD-Fernseher wechselt
das Bild alle 1/50 sec. ?Motion Picture Pro? hingegen tauscht
alle Bilder jede 1/100 sec, daher ist jedes Bild nun nur noch halb so
lange zu sehen, bevor es ausgetauscht wird. Die Anzeigedauer zu halbieren,
würde aber bedeuten, dass eine Sendung auch doppelt so schnell läuft.
Um dies zu verhindern, berechnet und interpoliert das System zwischen
je zwei Originalbildern ein zusätzliches Bild. Auf diese Weise ist eine
flüssige, klare Bewegungsdarstellung garantiert.
Neu ist auch das IPS Alpha Panel. Hinter der Abkürzung "IPS" verbirgt
sich "In-Plane-Switching", diese Technik ermöglicht einen horizontalen
und vertikalen Betrachtungswinkel von 178 Grad. Durch diesen großen Sichtwinkel
kann man nun auch zu mehreren Personen problemlos Filme auf dem Panasonic
TX-32 LX 70 anschauen, ansonsten hatten die Zuschauer auf den äußeren
Plätzen immer eher schlechte Karten, da Helligkeit, Farbe und Bildschärfe
sich sehr zum Nachteil verändert haben.
Hier nun ein Überblick über die Möglichkeiten zur Bildeinstellung:

Die Bildeinstellmöglichkeiten beim Panasonic
TX-32LX70. Als Bild-Modi sind "Dynamik", "Normal" oder "Kino" abrufbar.
Erfreulicherweise ist Panasonic der Kino-Modus
diesmal sehr gut gelungen, das Bild wirkt augenfreundlich, aber nicht
zu düster, die Farben wirken authentisch und nicht zu blass und ausdruckslos.
Als Farbton kann man sich zwischen "normal", "kühl" und "warm" entscheiden.
Hier bietet die Einstellung "normal" mit realistischen Farben keinen Anlass
zur Klage. Der Video-EQ stellt Regler für Kontrast, Helligkeit, Farbe
und Schärfe zur Verfügung. Was fehlt, ist eine Gammakorrektur
Der Panasonic TX-32LX70
ist als HD ready-Gerät mit 1.366 x 768 Pixel Panelauflösung ausgelegt.
Mit einem Maximalkontrast von 8.500:1 gibt Panasonic
sehr hohe Werte an. Integriert ist ein Kabeltuner mit 99 Programmspeicherplätzen
und einer Bild-in-Text-Funktion. Der Videotext Level 2.5 bietet 1.500
Seiten Speichermöglichkeit. Natürlich ist ein System zur automatischen
Sendersuche und zur automatischen Sendersortierung integriert. Wahlweise
können die Sender selbstverständlich auch manuell sortiert werden. Verschiedene
Bildformate sollen für eine stets passende Bildwiedergabe sorgen. Der
"Auto"-Modus sichert bei jedem Bildmaterial eine formatfüllende und zugleich
stimmige Bilddarstellung. Als weitere Formate stehen 16:9, 14:9, Aspekt,
4:3 und Zoom (1/2/3) zur Verfügung. An Bildsignalen wird 1.080p (50/60
Hz), aber kein 1.080p/24 entgegen genommen.
Überblick über die Möglichkeiten zur Toneinstellung:

Wahlweise kann die Klangwiedergabe auf Musik oder Sprache
optimiert werden. Für die Bass- und Höhenanpassung stehen ebenfalls Regelmöglichkeiten
zur Verfügung. Das Angebot wird ergänzt von einem Balanceregler und einer
Einstellmöglichkeit für die Kopfhörerlautstärke. Eine Surroundfunktion
(schaltbar) soll Anflüge von akustischer Räumlichkeit realisieren. Was
fehlt, ist ein vom Anwender einstellbarer EQ, wie ihn z.B. Xoro anbietet.
Die Ausgangsleistung des eingebauten Lautsprechersystems beziffert Panasonic
auf 20 Watt.
Übersicht über die Anschlüsse

Zwei HDMI-Eingänge entsprechen dem gängigen Standard

Zwei Scarteingänge, separater PC-Eingang und ein
Komponenteneingang (YUV)

An der Seite finden sich die eher konventionellen
audiovisuellen Anschlüsse
Der Panasonic TX-32LX70
ist mit zwei HDMI-Eingängen (mit HDCP) ausgestattet, zudem steht (für
PCs) ein VGA-Anschluss zur Verfügung. Dies ist auch von Nöten, da PC-Auflösungen
(bis auf VGA) über die HDMI-Eingänge nicht unterstützt werden. Das Angebot
wird ergänzt von einem Komponenteneingang und zwei Scartbuchsen. Für die
Tonübertragung von PC- oder Komponentensignalen bzw. für Geräte, die mittels
DVI/HDMI-Adapter an einem der HDMI-Eingänge angeschlossen sind, steht
ein 2-Kanal Stereocincheingang zur Verfügung. Ein FBAS- und ein S-Video-Terminal
ergänzen zusammen mit einem weiteren Stereocincheingang das Sortiment.
Auch mitgeliefert wird ein regelbarer Kopfhörerausgang sowie ein Stereocinchausgang.
Fazit Technik/Ausstattung/Anschlüsse:
Der Panasonic TX-32LX70 brilliert
mit moderner Bildverarbeitungselektronik. Die Einstellmöglichkeiten in
den Bild- und Tonmenüs sind durchschnittlich. Alle relevanten Anschlüsse
sind vorhanden. Gesamtnote: Sehr gut - ausgezeichnet (unter Berücksichtigung
der Preisklasse).
Bedienung

Nur wenige Bedienelemente am Panasonic
TX-32LX70 selber

Die Navigationseinheit auf der Fernbedienung ist relativ weit
oben untergebracht

Praktische, große Tasten für Kanalwahl und Lautstärke

Bestmöglich gelöst: Die übersichtliche Auswahl für den
gewünschten Eingang

Vom Hauptmenü aus kommt man rasch ins anvisierte Submenü

Auch die Version der Firmware kann man sich anzeigen lassen
Die Bedienung des Panasonic
TX-32LX70 ist ausgesprochen einfach. Die Menüs sind nicht zu umfangreich,
grafisch gut gelöst und übersichtlich. Vom Hauptmenü gelangt man schnell
ins gewünschte Submenü, und die Wahl des richtigen Eingangs gestaltet
sich ausgesprochen einfach. Die mitgelieferte Fernbedienung ist nicht
mit Bedienelementen überfrachtet, sondern ist rasch zu überblicken und
liegt gut in der Hand. Am Gerät selber befinden sich nur wenige, leicht
zu handhabende Bedienelemente. Gesamtnote: Hervorragend.
Test-Equipment
- Sony PS III
- Panasonic DMP-BD10A
- Denon DVD-3930
- HDMI-Kabel (Länge 1 Meter) IXOS XHT458

Unsere Blu-ray-Disc-Zuspieler

Natürlich kam auch wieder unser Denon
DVD-3930 zum Einsatz
Bild
1.080p/60-Wiedergabe Blu-ray
Bei "Casino Royale" sticht als erstes der exzellente Kontrast ins Auge,
den der Panasonic TX-32LX70
bietet. Dadurch wirkt das Bild sehr facettenreich und ansprechend durchstrukturiert.
Durch die sehr angenehme, satte Farbwiedergabe erscheint die Szene auf
Madagaskar sehr intensiv, dieser Eindruck wird durch die Sauberkeit des
Bildes nachhaltig unterstützt: Selbst dann, wenn man sehr nah vorm Bildschirm
sitzt, erkennt man kaum Bildrauschen. Auch begeistert die direkte Art
der Bildwiedergabe beim Panasonic
TX-32LX70. Bei fast allen - selbst bei sehr guten - LCDs kann man
immer noch einen minimalen grauweißen Schleier erkennen, der dem Bild
Transparenz und Dynamik nimmt. Zugegebenermaßen nicht in großem, aber
doch in sichtbarem Umfang. Genau dieser Schleier ist beim Panasonic nicht
mehr auszumachen - dadurch wirkt das Bild klarer und brillanter, und subjektiv
wird die Distanz des Zuschauers zum Geschehen verkleinert. In den Szenen
auf Le Chiffres Yacht ist auch gut zu erkennen, dass der Panasonic
TX-32LX70 einen ausgesprochen guten Schwarzwert offeriert. Die dunklen
Bildbereiche wirken beinahe schwarz und nicht nur dunkelgrau. Dass der
Kontrast des Panasonic exzellent ist, zeigt sich auch in dieser Sequenz
wieder, denn es gehen praktisch keine Details in den dunklen Bildbereichen
verloren. Während des gesamten Films überzeugen die hohe, gleichzeitig
aber natürliche Gesamtbildschärfe und die gelungene Einarbeitung von visuellen
Einzelheiten. Durch die kurze Reaktionszeit des Panels treten praktisch
keine Nachzieheffekte mehr auf. Dass der Panasonic
TX-32LX70 einen enormen Kontrastumfang offeriert, kann man auch beim
"Königreich der Himmel" gut nachvollziehen. Gerade dieser Film ist ein
Albtraum für viele LCD-TVs, da eigentlich kaum noch Bildstrukturen erkennbar
sind: Beinahe alle Bildinhalte gehen in einer durchgängigen dunkelgrauen
Fläche unter. Der Panasonic TX-32LX70
jedoch schafft es, "Licht ins Dunkel" zu bringen und holt erstaunlich
viele Bilddetails heraus. In dieser Güte haben wir "Königreich der Himmel"
noch auf keinem LCD-TV gesehen. "Im Fadenkreuz" erscheint ebenfalls mit
dynamischem, scharfen Bild auf dem Panasonic
TX-32LX70, das Innenleben der Kampfjets wirkt sehr plastisch, selbst
kleine visuelle Details sind tadellos eingearbeitet.

Der LCD-TV harmoniert vortrefflich mit dem Panasonic
DMP-BD10A - gerade bei der 1.080p/60-Zuspielung wird bis auf das vom
3:2 Pulldown herrührende Ruckeln bei langsamen Bewegungen ein First-Class-Bild
geboten: Klar, souverän, ruhig und detailreich. Dass schon ein hervorragender
32 Zoll-LCD ausreicht, um echtes HD-Bildvergnügen genießen zu können,
hat nach dem Toshiba 32WL68P auch der Panasonic
TX-32LX70 eindrucksvoll bewiesen.
Wiedergabe normaler DVDs
Der Panasonic DMP-BD10A und
der Denon DVD-3930 wurden als
Bildwiedergabegeräte für die Darstellung normaler DVDs verwendet. Wir
haben in allen Auflösungen, also von 576i über 576p und 720p bis hin zu
1.080i/p, zugespielt. Als DVDs kamen wie üblich alle Star Wars-Episoden
sowie Master&Commander und Gladiator zum Einsatz. Tief beeindruckt
hat uns, wie gut der LCD-Fernseher schon mit einem 576i-Signal zurecht
kommt. Dieses wird in sehr ansprechender Qualität auf die native Panelauflösung
hochskaliert, die Bildschärfe und auch die Detaillierung sind deutlich
über dem, was ansonsten von LCD-TVs beim gleichen Vorgang geboten wird.
das gesamte Bild wirkt in sich schlüssig und homogen, der ansonsten oft
beobachtete Effekt, dass Bildschärfe und Bildreinheit höchstens als ausreichend
zu bezeichnen sind, tritt beim Panasonic nicht auf, was eindeutig aufzeigt,
wie leistungsfähig die interne Bildverarbeitungselektronik ist.
Nehmen wir ein 720p-Signal, so sind Bildschärfe und Bildklarheit nochmals
sichtbar verbessert. Die Unterschiede zwischen der 576i/p- und der 720p-Signalzuleitung
kann man sehr schön in der Anfangssequenz von Star Wars Episode III erkennen
- der republikanische Sternzerstörer erscheint schärfer und detailreicher,
und als sich beim Abkippen der Raumjäger von Obi Wan und Anakin nach unten
ein Panorama-Ausblick nach unten in Richtung Coruscant ergibt, wirkt das
Bild bei der 720p-Zuspielung vielschichtiger und tiefer. Exzellent sind
die Resultate, wenn wir aus dem Denon
DVD-3930 ein 1.080p/60-Signal herausleiten. Dann wirkt das Bild von
Ep. III gerade auf einem verhältnismäßig kleinen 32 Zoll-Bildschirm beinahe
wie natives HD-Material. Nur ab und zu auftretende leichte Unschärfen
und minimales Flimmern kleiner Objekte beweisen, dass sich sich doch "nur"
um hochgerechnetes SDTV-Material handelt.
Bei "Master and Commander" sichert der Panasonic
TX-32LX70 ebenfalls ein intensives und authentisches Bilderlebnis.
Als das "Geisterschiff" aus dem Nebel auftaucht, wird ein sehr hoher Detailreichtum
geboten, überraschend ist, wie wenig der Pansasonic-LCD zum Rauschen neigt.
Nebel sieht bei diesem Flachbildschirm auch wie Nebel aus und nicht wie
graue, von Rauschen und Pixelschwaden durchzogene Flächen. Diese direkte,
realistische Art der Bilddarstellung, wie sie der Panasonic
TX-32LX70 beherrscht, haben wir bislang bei kaum einem LCD-Fernseher
wahrgenommen. Auch das Innenleben des Segelschiffs von Captain Jack Aubrey
wird nicht nur mit hoher Bildschärfe, sondern auch mit farblicher Präzision
wiedergegeben.
Weitere Beobachtungen
- Der 100 Hz-Modus (siehe Beschreibung der Technik) funktioniert ausgezeichnet,
das Bild wirkt dadurch flüssiger, ohne an Schärfe oder Kontur einzubüßen.
- Der Bildmodus für die Darstellung von Kinofilmen arbeitet im Gegensatz
zu früheren Modellen, die Helligkeit, Kontrast und Farbgebung massiv
herunterregelten, nun ausgezeichnet. Das Bild wird augenfreundlich durch
leichte Eindunkelung, der Kontrast wird leicht gesenkt. Farblich bleibt
das Bild angenehm klar und neutral.
- Der eingebaute analoge TV-Tuner beweist eindrucksvoll, dass auch LCD-TVs
bei normalen Fernsehsignalen ein ansprechendes Bild liefern können.
Die klare Farbwiedergabe, der niedrige Rauschpegel und die tadellose
Gesamtbildschärfe erfreuen auch beim reinen Einsatz des Panasonic
TX-32LX70 als Fernsehgerät. Der Tuner präsentiert sich zudem als
sehr empfangsstark. Mit diesen Leistungen setzt sich der Panasonic
TX-32LX70 deutlich von praktisch allen Konkurrenten ab - der eingebaute
Tuner des Toshiba 32C3000P, für ein so günstiges Gerät völlig in Ordnung,
hat gegen die Panasonic-Tunereinheit ebenso wenig eine Chance wie der
Tuner des Samsung LE-40M71.
- Mit einem Overscan von ca. 2- 3 % oben und unten und ca. 3 -4 % seitlich
werden Werte erzielt, die noch Verbesserungspotential aufzeigen, es
gibt aber Kontrahenten, die noch deutlich schlechter abschneiden.
- Nicht perfekt ist, dass der Panasonic
TX-32LX70 als PC-Auflösung über HDMI
anscheinend nur VGA unterstützt.
- Hervorragend ist dafür, dass das Bild bei Verwendung des analogen
Komponenteneingangs (576i-Zuspielung) praktisch genauso gut ist wie
bei Zuspielung eines identischen Signals über HDMi. Farb-, Helligkeits-
und Kontrastwerte sind ziemlich genau gleich.
Was zeichnet den Panasonic TX-32LX70
bezüglich der visuellen Eigenschaften gegenüber der Konkurrenz aus?
Eine Zusammenfassung
- Exzellenter Kontrast. Mit seiner Fähigkeit, beinahe alle Einzelheiten
in dunklen wie auch hellen Bildbereichen ans Tageslicht zu holen, wird
sogar der Toshiba 32WL68P vom Panasonic
TX-32LX70 übertrumpft. Sehr schön arbeitet der Panasonic TX-32 LX 70
auch feine Strukturen heraus und grenzt verschiedene Grau-/Dunkelgrau-Töne
voneinander ab.
- Sehr guter Schwarzwert. Für einen LCD-Fernseher
ist es höchst beachtlich, wie gut dunkle Bildteile zur Geltung kommen.
Tiefstes Schwarz kann auch hier nicht erwartet werden, aber der Panasonic
TX-32LX70 operiert an der Schnittstelle zwischen dunklem Grau und
richtigem Schwarz.
- Sehr farbechtes Bild. Hier kann sich der Panasonic
TX-32LX70 auf eine Stufe mit dem Toshiba 32WL68P stellen. Das aufwändige,
vom Anwender konfigurierbare Farbmanagement hat der Toshiba 32WL68P
dem Panasonic allerdings voraus.
- Angenehmer, harmonischer Bildeindruck. Ein unnatürlich überschärfte
Bildwiedergabe ist dem Panasonic
TX-32LX70 fremd. Er sorgt für ein gleichermaßen dynamisches wie
augenfreundliches Bild mit natürlicher Schärfe.
Fazit Bild
Bis auf die fehlende 1.080p/24-Unterstützung leistet sich der Panasonic
TX-32LX70 keinen Fehler. Er brilliert mit einem ausgesprochen kontraststarken,
angenehmen und farbechten Bild. Beeindruckend ist, wie gut die Bilddarstellung
selbst bei Zuspielung eines 576i-Signals ist, wer ein 1.080p/60-Bildsignal
einspeist, kann sich über ein Bild der absoluten Spitzenklasse freuen.
Gesamtnote in Relation zum Kaufpreis: Hervorragend
Klang
Akustisch bewegt sich der Panasonic
TX-32LX70 im guten Mittelmaß. Musik und Stimmen sind allzeit gut verständlich,
allerdings wirkt die Wiedergabe nicht sehr ausdrucksstark. Der Zuhörer
kann sich zwar über ein angenehmes Klangbild freuen - viel Dynamik und
Esprit sind jedoch nicht vorhanden. Die maximal erzielbaren Pegel gehen
in Ordnung, auch bei größerer Lautstärke sind kaum Verzerrungen herauszuhören.
Die Bass- und Höheneinstellmöglichkeiten im Tonmenü bringen durchaus einen
gewissen Effekt, die Akustik erscheint bei etwas angehobener Höhe etwas
frischer, ohne dass Stimmen dann durch eine zu spitze Darstellung unangenehm
auffallen. Insgesamt erzielt der Panasonic
TX-32LX70 die Note "gut" in dieser Disziplin.
Fazit

Der Panasonic TX-32LX70
bietet eine der stärksten visuellen Leistungen, die wir bislang bei einem
Flachbildschirm gesehen haben
Panasonics Serie reißt nicht - nach dem Panasonic
TH-42PV71F sichert sich auch der Panasonic
TX-32LX70 ein hervorragendes Test-Ergebnis. Dieser Erfolg beweist,
dass Panasonic aktuell eine der ersten Adressen ist, wenn es um den Kauf
technisch hochwertiger Flachbildschirme geht. Genauso wie der
Panasonic TH-42PV71F schafft es auch der Panasonic
TX-32LX70, neue Maßstäbe zu setzen. Der Schwarzwert ist für einen
LCD-Fernseher ausgezeichnet, und der
in der Praxis nutzbare Kontrastumfang ist der beste, den wir bislang bei
einem LCD-TV gesehen haben. Das gesamte Bild hinterlässt einen ausgesprochen
angenehmen Eindruck, die ausgewogene, authentische Farbgebung, die hohe
Bildschärfe und die enorme Bildsauberkeit sind die Eckpfeiler für den
Test-Erfolg des 32-Zoll-Modells. Schade ist nur, dass der Panasonic
TX-32LX70 keine 1.080p/24-Signale entgegen nimmt. Bis auf das Ruckeln
bei langsamen Kamerafahrten und Bewegungen allerdings ist das Bild, welches
der Flachbildschirm bei Zuspielung eines 1.080p/60-Signals durch den Panasonic
DMP-BD10 Blu-ray-Player
realisiert, überragend. Doch auch, wenn der Panasonic
TX-32LX70 niedriger auflösende Bildsignale, z.B. 576p oder 720p zugespielt
bekommt, überzeugt das visuelle Ergebnis - was auf den sehr präzise arbeitenden
internen Scaler zurückzuführen ist. Auch der De-Interlacer liefert wenig
Anlass zur Klage, somit sieht selbst ein zugespieltes 576i-Signal sehr
gut aus. Für den Panasonic sprechen auch der überdurchschnittlich gute
interne analoge Kabeltuner und das durchdachte Bedienkonzept.
Der Panasonic TX-32LX70
brilliert mit erstklassiger Farbwiedergabe, exzellentem Kontrast und ausgesprochen
angenehmem Bild - der auf den ersten Blick hohe Kaufpreis relativiert
sich durch die visuellen Leistungen auf Top-Niveau

LCD-TVs Mittelklasse
Preis-/Leistungsverhältnis          
Test 27. Juni 2007
+ Hervorragender Kontrast
+ Für einen LCD-TVs sehr guter Schwarzwert
+ Kaum Bildrauschen
+ Sehr angenehmer, farbechter Bildeindruck
+ Sehr guter interner Scaler und De-Interlacer
+ Einfache Bedienung
- Nicht mehr ganz tauschfrische Optik
Test: Carsten Rampacher, AREADVD
27. Juni 2007
Verantwortlich für den Inhalt: Detlev
Schnick, © Copyright 2007 HIFI-REGLER, AREADVD
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