TEST: Blu-ray-Player Panasonic DMP-BD60
Test: Carsten Rampacher, AREADVD
- update: 08.04.2009

Einführung
Basisdaten:
- 1080/24p Ausgabe
- Internet Zusatznutzen durch VIERA Cast und BD Live
- SD-Slot zur Wiedergabe von AVCHD, HD-JPEG, MPEG2
- USB Eingang (für JPEG, MP3, DivX)
- DD+,DD TrueHD, DTS-HD
- AVCHD, alle DVD-Formate, BD-R/RE, DivX, JPEG, MP3
Für ca. EUR 330,00 ist der neue Panasonic Einstiegs-Blu-ray-Player
Panasonic DMP-BD60EG erhältlich.
Eine exzellente Bildqualität soll der "Reference Chroma Plus" Bildprozessor
garantieren - so erstrahlen auch normale DVDs in (beinahe) HD-Glanz. Ein
eingebauter Video-EQ sowie verschiedene Bildfelder sind weitere Kennzeichen.
Der Panasonic DMP-BD 60 unterstützt
BD-Live und hat als Neuerung einen YouTube-Client (Viera Cast) eingebaut.
Sowohl ein SD-Cardreader als auch ein USB-Terminal garantieren eine hohe
Multimedia-Flexibilität. Wir waren gespannt, was die Ansammlung moderner
Technik zum günstigen Kaufpreis in der Praxis leistet.
Verarbeitung/Qualitätseindruck

Eher einfache Materialien, aber praktisch fehlerlose
Detailverarbeitung

Sauberes Finish auch hinten am Gehäuse

Saubere Passungen

Nur etwas Gummi - keine Gerätestandfüße. So viel
Sparsamkeit muss nicht sein

Ordentliche Fernbedienung

Sauberer, einfacher innerer Aufbau mit übersichtlicher
Verkabelung

Hauptplatine

Netzteil-Sektion
Der Panasonic DMP-BD
60 ist sauber verarbeitet. Er wirkt bezüglich des Gesamteindrucks
preisklassengemäß - eine übertriebene Hochwertigkeit sollte daher nicht
erwartet werden. Die Gehäuseverarbeitung ist einfach, aber fehlerlos.
Alle Passungen sind präzise, was den Eindruck eines routinierten Zusammenbaus
erweckt. Etwas windig erscheint die Klappe, hinter der einige wenige Bedienungselemente
sowie der USB- und der SD-Card-Slot untergebracht sind. Ebenso wenig überzeugen
die Gumminippel als Gerätestandfuß-Ersatz. das Anschlussterminal ist fest
eingepasst und weist sonst keine Besonderheiten auf. Die mitgelieferte
Fernbedienung erscheint robust. Das Innenleben des Gerätes verdeutlicht
die Preisklasse - im Rahmen dessen aber ist der Aufbau mit übersichtlicher
Verkabelung und von der Hauptplatine separiertem Netzteil anständig. Gesamtnote
in Relation zur Preisklasse: Sehr gut.
Anschlüsse

Anschlussfeld hinten

USB-Anschluss und SD Cardreader vorn unter einer Klappe
Anschlussübersicht:
- 1 x HDMI
- 1 x LAN
- 1 x USB (1 x vorn)
- 1 x SD Card Reader (vorn)
- 1 x Komponente-analog
- 1 x FBAS-Cinch
- 1 x 2-Kanal analog Audio-Cinch
- 1 x optischer Digitalausgang
Der Panasonic DMP-BD60 weist ein
nicht sonderlich üppig bestücktes hinteres Anschlussfeld auf. Weder S-Video
noch ein koaxialer Digitalausgang sind vorhanden. Für die Nutzung von
BD Live Inhalten aus dem Internet sowie für die You Tube/Picasa-Funktionalität
ist ein Ethernet-/Netzwerkanschluss vorhanden. Ein USB Anschluss vorn
und ein Cardreader für SD (und SDHC) Karten sichern sehr gute Multimediamöglichkeiten.
Dem Nutzen dieser Anschlussmöglichkeiten widmen wir uns später. Gesamtnote
Anschlüsse in Relation zur Preisklasse: Sehr gut.
USB-Funktionalität

Menü, das nach dem Anschluss des USB-Sticks auftaucht

Thumbnail-Vorschau

MP3-Wiedergabemenü
Nach dem Anschluss des USB-Sticks (Anschluss unter Abdeckung auf
Frontblende) öffnet sich ein Menü, bei dem der Anwender zu entscheiden
hat, ob Bilder oder Musik (MP3) wiedergegeben werden soll. Es dauert einige
Zeit, bis man (bei Anwahl „Bilder“) die entsprechenden Thumbnails
angezeigt bekommt. Die Anzeigequalität der Bilder ist sehr gut, die 2,8
bis 3,2 MB großen Test-Fotos erscheinen kontrastreich und scharf sowie
farblich schön auf dem Bildschirm. Natürlich kann man sich die Bilder
auch in Form einer Diashow anschauen. Verschiedene Einstellungen helfen,
die optimale Präsentation sicher zu stellen. Einstellbar sind:
• Anzeigeintervall (normal, lang, kurz)
• Übergangseffekt (Übergang von Bild zu Bild, Ausblenden, Bewegt,
Zufall)
• Endlos-Play (ein, aus)
• Soundtrack ein/aus (für Musikuntermalung bei der Diashow, der
entsprechende Ordner mit der Sounddatei muss eingegeben werden)
• Soundtrack-Ordner (Auswählen des Ordners)
Eine Diashow mit entsprechender akustischer Untermalung zu starten, erwies
sich in den Test-Läufen als einfach. Bilder können nach links oder rechts
gedreht werden. Zudem kann ein kleines Bedienfeld für das Managen der
Bildanzeige aufgerufen werden (kleine Navigationseinheit, sehr praktisch).
Über das Drücken der „Status“ Taste auf der Fernbedienung
wird das Datum, an dem das jeweilige Bild aufgenommen wurde, angezeigt.
Das Menü für die MP3-Wiedergabe ist übersichtlich, der Anwender erhält
alle relevanten Informationen auf einen Blick (Nummer des Tracks im Ordner,
Spurname mit Infos zum Songnamen, Künstlername). Als nächstes überprüften
wir die SD Card-Funktion. Mit etwas längerer Einlesezeit, aber klaglos
nahm der Panasonic DMP-BD60
auch eine 16 GB SDHC-Karte entgegen. Die Funktionalität entspricht der
für die USB-Wiedergabe. Bilanz USB/SD-Funktion: Alles ist sauber integriert,
die Einlesezeiten sind zwar nicht die schnellsten, dafür kommt es nie
zu Störungen oder Problemen. Gesamtnote: Ausgezeichnet – hervorragend.
Viera Cast

Viera Cast ist eine erweiterte Nutzung für die
Netzwerkfunktionalität. Man bekommt bei Verwendung dieser Funktion
direkten Zugriff auf YouTube oder Picasa, was in der Praxis auch gut
funktioniert.
Einloggen in You Tube:
• Nachdem man YouTube als gewünschte Wiedergabeplattform angewählt hat,
kann man, sofern man einen YouTube Account hat, Benutzernamen und
Passwort eingeben und sich einloggen. Sobald man im Internet ist, kann
man auf sein Konto zugreifen und sich die dort abgelegten Inhalte
(Favoriten, Abonnements etc.) anschauen. Das Bild wird zunächst rechts
im Bildschirm angezeigt. Klickt man den Rahmen ums Bild mit der
Enter-Taste an, wird die Vollbildwiedergabe gestartet. Die Ladezeiten
für die einzelnen Videos sind relativ kurz.
Bilanz: Sicherlich kein Must-have, aber eine nette
Zusatzfunktionalität, die problemlos funktioniert und schnell zu nutzen
ist. Gesamtnote: Ausgezeichnet.
Laufwerk/Ladezeiten/Betriebsgeräusche

Relativ leises, aber träges Laufwerk

Lüfter
-
Einschalten zur Betriebsbereitschaft (Laufwerk offen zum Bestücken), Schnellstart-Funktion aktiviert: 11 Sekunden
Einschalten zur Betriebsbereitschaft (Laufwerk offen zum Bestücken), Schnellstart-Funktion deaktiviert: 28 Sekunden
Die Schnellstart-Funktion braucht zwar mehr Strom, hat aber auch
sehr deutliche Auswirkungen auf den Speed beim Hochfahren.
• Blu-ray Fluch der Karibik: 51 Sekunden bis zum ersten Menü –
unzureichend, eine nicht mehr zeitgemäße Einlesezeit
• Blu-ray Casino Royale: 36 Sekunden bis zum Sony-Logo – zu
langsam.
• Blu-ray "I'm Legend": 36 Sekunden bis zum Warner Logo –
ebenfalls alles andere als eine Glanzleistung hinsichtlich der Geschwindigkeit
• DVD Star Wars Episode III: 23 Sekunden bis zur "Warning" Angabe
• DVD Sahara: 21 Sekunden bis zum ersten Bild
Die Einlesezeiten sind entschieden zu lang. Das Laufwerk bringt zwar eine
sehr moderate Geräuschentwicklung mit (im Spielbetrieb nur leises Sirren
und selbst beim Einlesevorgang halten sich die nach außen dringenden Geräusche
in Grenzen), aber mit diesen Einlesezeiten ist der Panasonic
DMP-BD 60 ein Gerät, welches sich eher für geduldige Zeitgenossen
eignet. Diese freuen sich dann auch über die hohe Zuverlässigkeit - es
kam zu keinen Betriebsstörungen. Der permanent laufende Lüfter agiert
sehr leise.
Das Laufwerk reagiert relativ schnell auf das Drücken der „Open“
Taste. Die Lade kommt leise und rasch herausgefahren.
Vergleichswerte Samsung BD-P1600:
Einschalten zur Betriebsbereitschaft (Laufwerk offen zum Bestücken): 18
Sekunden
Ab Einfahren Laufwerkslade direkt nach Betriebsbeginn:
• Blu-ray Fluch der Karibik: 26 Sekunden bis zum ersten Menü - ordentlich.
• Blu-ray Casino Royale: 17 Sekunden bis zum Sony-Logo - das ist
sehr gut!
• Blu-ray "I'm Legend": 18,9 Sekunden bis zum Warner Logo
• DVD Star Wars Episode III: 15 Sekunden bis zur "Warning" Angabe
• DVD Sahara: 10 Sekunden bis zum ersten Bild
Gesamtnote: das Laufwerk ist zuverlässig, aber langsam. Die Betriebsgeräusche
sind gering. Gesamtnote: Befriedigend – gut.
Menüs/Konfiguration/Bedienung
Grundmenü:

Basismenü
Erscheint nach dem Drücken der Setup-Taste auf der Fernbedienung.
• Disc
• Video
• Audio
• Display
• TV/Geräteanschluss
• Netzwerkeinstellungen
• Sonstige
Das Menü ist, wie von Panasonic bekannt,
grafisch relativ schlicht, aber übersichtlich und verständlich gehalten.
Nun zu den Submenüs.

Disc-Menü
Disc: Die üblichen Einstellmöglichkeiten (DVD Video-Sicherungsstufe,
Altersgrenze für BD Video, Audiospurwahl, Untertitel-Sprachauswahl, Sprachauswahl,
BD Live Internet-Zugang)
Video: Standbild-Modus (automatisch, Halbbild, Vollbild), nahtlose Wiedergabe
(für DVD-VR-Betrieb, ein/aus), NTSC-Ausgabe (NTSC oder PAL 60)

Audio-Menü

Menü für die Ausgabeformante am Digitalausgang
Audio: Dynamikbereich-Kompression (aus, auto, ein), Digitaler
Audio-Ausgang (Dolby Digital, Dolby Digital Plus, Dolby TrueHD: Bitstream
oder PCM, DTS/DTS-HD: Bitstream oder PCM, MPEG Ton: Bitstream oder PCM,
BD Video Zweitton an oder aus), PCM Abwärtswandlung (ein/aus), Downmix
(Stereo oder Surround-codiert). Anmerkung: Die TrueHD/Master Audio Ausgabe
via Bitstream funktionierte tadellos. Das Erkennen der Tonspur sowie die
Zusammenarbeit mit dem angeschlossenen Pioneer VSX-LX51 funktionierten
sehr gut.

Menü Display
Display: Bildschirm-Einblendungen (automatisch/aus), Bildschirmsprache
(Sprache OSDs), Bereitschaftsfunktion (ein/aus), Helligkeit des Anzeigefeldes,
Software-Lizenz (Anzeige der Software-Lizenzvereinbarung).

HDMI-Optionen

Wählbare Auflösungen über den Komponentenausgang
TV/Geräteanschluss: TV Bildschirmformat (4:3, 4:3 Letterbox,
16:9, 16:9 Vollbild), HDMI-Anschluss (HDMI Videomodus: ein/aus, HDMI Videoformat:
automatisch, 576/480p/720p, 1080i/1080p, 24p Ausgang ein/aus, HDMI-Ausgabebereich
Standard/erweitert, HDMI-Audioausgabe ein/aus, VIERA Link zur Steuerung
der gesamten HDMI-verkabelten AV-Anlage mit nur 1 Fernbedienung ein/aus),
Komponentenauflösung (zur Verfügung stehende Auflösungen bei Wahl des
analogen Komponentenausgangs, 576i/480i/576p/480p/720p/1080i), TV System
(PAL/NTSC). Anmerkung: Als nachteilhaft empfinden wir, dass der Panasonic
DMP-BD 60 kein 576/480i über HDMI ausgeben kann.

Netzwerk-Grundmenü

Der Panasonic DMP-BD60EG
bei automatischer Konfiguration
Netzwerkeinstellungen: IP-Adresse/DNS-Einstellungen (Auto-Zuweisung
IP oder manuell mit fester IP-Adresse, Maske Subnetz, Gateway-Adresse,
automatische oder manuelle Zuweisung der DNS-IP, bei manueller Zuweisung
Eingabe von primärer und sekundärer DNS, Auto-Konfiguration der Anschlussgeschwindigkeit,
oder manuell Einstellung der Anschlussgeschwindigkeit), Einstellungen
des Proxy-Servers/falls verwendet, Netzwerkdienst (Netzwerksperre automatische
Audio-Verst.-Regelung, verkleinerte Bildschirmanzeige, Zeitzone, Sommerzeit),
zudem zeigt der Panasonic seine MAC-Adresse On Screen an. Anmerkung: Ohne
Probleme gelang der Panasonic DMP-BD
60 in unser Netzwerk. Die darüber hergestellte Internetverbindung
braucht der Panasonic DMP-BD60
für die Nutzung der BD Live-Funktion.

Menü "Sonstige"
Sonstige: Fernbedienung (Code 1/Code 2/Code 3), Schnellstart
(aus/ein, wählt man „ein“, steigt der Stromverbrauch im Standby-Betrieb,
da das Gerät permanent für ein schnelles Hochfahren bereit ist).
Im Menü „Sonstige“ findet sich auch die „Grundeinstellung“
Starthilfe, die dem unerfahrenen Anwender durch die elementaren Justagearbeiten
hilft. Einzustellen sind: Bildschirmsprache (Sprache OSD), TV Bildschirmformat,
Schnellstart). Diese Starthilfe ist unvollständig, da weder nach der Auflösung
noch nach Aktivierung oder De-Aktivierung der 24p-Funktion gefragt wird.
Weitere Einstellungen im Menü „Sonstige“: Standardeinstellungen
(zurücksetzen auf Werksstandard), DivX-Aufzeichnung, Aktualisierung der
Firmware.
Weitere, per Fernbedienung abrufbare Menüs/Anzeigen:

Video-EQ
Bei eingelegter Disc erscheint nach Drücken der Taste „Display“
auf der Fernbedienung ein kleines Menü oben im Bildschirm. Folgende Angaben
werden angezeigt bzw. folgende Einstellungen sind verfügbar: Disc-Signaltyp
(Anzeige von Videoformat und der aktiven Audiospur, welche auch gewechselt
werden kann. Anzeige für Haupt- und Nebenvideo. Unter „Play“
kann man die Wiedergabe-Wiederholung aktivieren. Das Submenü „Video“
hält die Wahl des Progressive-Modus (für den DVD-Betrieb) bereit. Hier
kann zwischen auto, Video und Film gewählt werden. Sehr gut für diese
Preisliga, das gibt ein Extralob an Panasonic. Ferner stehen verschiedene
vorprogrammierte Bildfelder zur Verfügung, die wir nun vorstellen:
• Normal stellt ein ausgewogenes Bild mit natürlicher Bildschärfe,
angenehmen Farben und sehr gutem Kontrast zur Verfügung
• Soft zeichnet ein leicht gedimmtes Bild mit weicheren Konturen
(kann bei visuell unausgewogener Software durchaus zum Einsatz kommen)
• Cinema sichert ein sehr angenehmes und augenfreundliches Bild,
das mit hoher, aber natürlicher Bildschärfe und langzeittauglichen Helligkeitswerten
ausgesprochen gut gefällt. Bei geringem bis gar keinem externen Lichteinfall
ein exzellenter Bildmodus mit sorgsam angepassten Parametern.
• Fine mit erhöhter Bildschärfe ist dann gut zu verwenden, wenn
man hervorragendes Ausgangsmaterial wie z.B. die „Transformer“
oder die „Fluch der Karibik“ BD verwendet und einen intensiven
HD-Effekt erzeugen möchte. Die Konturen werden sichtbar geschärft, bei
weniger brillanter Software bilden sich Überschärfungseffekte an den Kanten
und leichte Pixelmuster.
• Für eigene Justagen gibt es den Modus „User“, hier
können verschiedene Bildparameter selber eingestellt werden. Der Kontrast
ist von – 7 bis + 7 einstellbar. Die Rasterung ist etwas grob, aber
noch brauchbar. Bildhelligkeit ist von 0 bis + 15 einstellbar. Die Rasterung
könnte noch sensibler ausfallen, für einen preiswerten BD-Player
aber ist die Regelung absolut in Ordnung. Der Schärferegler weist eine
Skala von – 6 bis + 6 auf. Die Schritte sind völlig in Ordnung,
man kann eine recht ordentliche Detailoptimierung vornehmen. Der Farbkontrast
ist in Steps zwischen – 7 und + 7 einstellbar. Die Justage des Schwarzpegels
reicht von 0 bis + 5. Eine 3D Rauschreduzierung ist ebenfalls mit an Bord.
Diese ist in 1er Schritten von 0 bis 4 schaltbar. Als zweiter Rauschfilter
ist die integrierte Rauschreduzierung vorhanden, die in 1er Schritten
von 0 bis 3 schaltbar ist. Für den BD-Betrieb empfehlen wir in den meisten
Fällen, die Rauschfilter zu deaktivieren. Der Video-EQ funktioniert auch
im Standbild-Betrieb, was wesentlich bei der Optimierung hilft.
Des Weiteren findet sich ein kleines Audio-Menü mit verschiedenen Parametern.
So sind verschiedene Audio „Remaster“ Schaltungen verfügbar,
die je nach Quelle und Geschmack des Hörers kleine Veränderungen am Signal
vornehmen, die aber im wesentlichen die Charakteristik des Oberwellenbereiches
betreffen und daher nur bei sensiblem Hinhören zu erfassen sind. Es gibt
3 verschiedene Remaster-Programme: Nr.1 ist für ein schnelles Tempo, Nr.
2 für gemischte Tempi und Nr. 3 eher für Musik – oder Filmmaterial
mit langsamem Tempo.
Nach Drücken der Taste „Functions“ auf der Fernbedienung öffnet
sich folgendes Menü:
• Hauptmenü
• Weitere Funktionen
• SD-Karte
• USB-Gerät
Dieses Menü eignet sich als Schnellzugriff auf wichtige Gerätefunktionen.
Übersichtliche, nicht zu kleine Tasten, der Kontrast Tasten-Gehäusefarbe
ist aber im oberen Teil der FB sehr gering
Navigationseinheit
Die mitgelieferte Fernbedienung ist uns bestens bekannt
und gibt bereits nach kurzer Eingewöhnungszeit keine Rätsel auf. Alle
Bedienelemente liegen sehr gut zur Hand, der Tastendruckpunkt ist absolut
in Ordnung. Reichweite und Arbeitswinkel sind voll befriedigend.
Bilanz Bedienung und Konfiguration: Bravo, Panasonic
– mehr kann man von einem Einstiegs-BD-Player
kaum erwarten. Sehr gute ab Werk eingestellte Bildprogramme, dazu ein
nützlicher Video-EQ, tolle Komfortfunktionen, eine komplette Audioausstattung
und eine einfach zu verwendende Netzwerkeinbindung – bis auf das
unvollständige Grundeinstellungs-Menü als Starthilfe und die nicht vorhandene
Möglichkeit, 576i über HDMI auszugeben, finden
sich keinerlei Schwächen. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet
– hervorragend.
Test-Equipment
- Denon DVD-2500BT
- Samsung BD-P2500
- Pioneer D-ILA Kuro Beamer KRF-9000FD
- Toshiba LCD-TV 42ZV555D
- Denon AVP-A1HDA/POA-A1HD
- Pioneer VSX-LX51
- Klipsch THX Ultra 2 7.2-System
- Teufel 5.2-Lautsprechersystem Theater 5
Bildqualität Blu-ray HDMI 1080p/24 Hz
Casino Royale, Anfangssequenz in Prag und auf Madagaskar: Die Anfangssequenz
in Schwarz-Weiß stellt der Panasonic
DMP-BD60 überzeugend dar. Der Kontrast auch bezüglich der Darstellung
feiner Bilddetails ist gut. Das Bild (Hochfahrt des Aufzugs) wirkt stabil.
Die Musterung der Tür beim Eintreten des korrupten MI6 Mitarbeiters ist
sehr gut zu erkennen. Die Pistole in der Schreibtischschublade erscheint
tadellos detailliert. Die Streifen des Hemdkragens sind akkurat differenziert,
die Poren in der Haut sind bei beiden Darstellern gut auszumachen. Dass
bei Bond die Rasur schon etwas länger her ist, sieht man genau. Hervorragend
gibt der Panasonic DMP-BD60
die Sequenz auf Madagaskar wieder. Die Bildschärfe ist gleichermaßen natürlich
wie hoch, der Sandboden wird exakt erfasst. Die Stabilität des Bildes
ist gut, hier geht aber bei teureren Blu-ray-Playern
noch mehr. Die Struktur des angesengten Holzbalkens neben 007 ist sehr
gut auszumachen, die Kontrastdynamik erscheint realistisch. Der Kampf
zwischen Bond und dem Bombenleger auf der Großbaustelle wird visuell realistisch
dargestellt. Die Träger des rostroten Gerüstes erscheinen scharf, auch
der Kranausleger mit blauen Metallträgern wird scharf und echt wiedergegeben.
Für die Preisklasse ist die Plastizität wirklich gelungen. Teurere Player
bringen noch mehr Tiefe und Klarheit ins Bild – es ist aber die
Frage, ob man eine so hochwertige Gesamtkette hat, dass man die Benefits
auch in der Praxis nutzen kann. Für den versierten Ein- und Aufsteiger
ist die Performance des Panasonic
DMP-BD 60 auf jeden Fall als ausgesprochen gut zu bezeichnen.
Fluch der Karibik 1, Anfangsszenen, Jack Sparrow nimmt Kurs auf Port Royal
und kommt dort im Hafen an: Die Gesamtbildschärfe ist sehr gut, allerdings
weisen teurere BD-Player hier noch
besser betonte Konturen auf. Dem Panasonic
DMP-BD60 gelingt es, als Jack Sparrow in den Hafen einfährt und ein
weiter Blick ins Hinterland möglich ist, die verschiedenen visuellen Ebenen
gut auseinander zu differenzieren. Das Holz des Landungssteges wird gut
wiedergegeben, die Maserung ist problemlos zu erkennen. Leichtes Flimmern
tritt beim Kameraschwenk über die Festung auf – hier ist die 24p
Signalausgabe nicht hundertprozentig stabil. Sehr scharf bringt der Panasonic
DMP-BD 60 die Mauersteine hinter den Soldaten zur Geltung. Die Oberfläche
der Steine ist fein detailliert. Das Rot der Uniformen der Soldaten wirkt
kräftig, tief und satt. Der Glanz in den Augen von Sparrow wird ebenfalls
realistisch wiedergegeben. Die Gebrauchsspuren am Hut von Sparrow sind
deutlich zu erkennen. Das Metall vorn an den Gewehren ist bezüglich Gebrauchsspuren
und Materialbeschaffenheit klar zu sehen. Beim Festakt im Hof der Festung
überzeugt der Panasonic DMP-BD60
ebenfalls, die Kanone wird sehr plastisch innerhalb des Mauerwerks dargestellt.
Die Gesichter der Protagonisten sind, wenn sie aus einiger Entfernung
gezeigt werden, noch gut erkennbar, wirken bezüglich der Konturenschärfe
aber nicht ganz perfekt. Als Sparrow gerade ins Wasser springt, um Elizabeth
zu retten, ist im Moment des Sprungs die Flanke des Segelschiffs ruhig
und klar auszumachen. Als Sparrow mit Misses Swann aus dem Wasser auftaucht,
wird die Wolkenformation oben am Himmel präzise erfasst. Als Sparrow das
Piratenamulett, welches Elizabeth um den Hals trägt, mustert, sind die
Konturen des Amuletts in natürlicher Bildschärfe erkennbar. Der Piratenkopf
darauf wirkt plastisch und authentisch. Beim Dialog nach der Rettung von
Elizabeth wirkt das Bild wiederum recht plastisch. Elizabeths Umhang wird
detailreich wiedergegeben. Als Sparrow Elizabeth kurz darauf kidnappt,
sind selbst ihre silbernen Ohrringe gut herausgearbeitet.
Bilanz Blu-ray: Selbst preiswerte Modelle geben mittlerweile als BD-Spieler
eine richtig gute Figur ab. Gerade dann, wenn man einen guten 42 oder
46 Zoll LCD als Bildwiedergabegerät verwendet, kann man mit der Performance
sehr zufrieden sein. Natürlich – es ist noch mehr möglich. Mehr
Bildschärfe, noch mehr Durchzeichnungsvermögen in dunklen und hellen Bildbereichen,
noch mehr Bildtiefe und eine nochmals feinere Wiedergabe von Mustern und
kleinen Details. Um dieses Mehr an Bildgüte aber genießen zu können, sollte
man auch über ein 60 oder 65 Zoll Display von exzellenter Qualität beziehungsweise
über einen hochwertigen Full HD Beamer verfügen. Für die meisten Ansprüche
wird das, was der gelungene Panasonic
DMP-BD60 leistet, ohne Zweifel ausreichen. Gesamtnote Wiedergabe Blu-ray:
Ausgezeichnet – hervorragend.
Bildqualität DVD HDMI 1080p:
Star Wars Episode III, HDMI 1080p, De-Interlacing-Modus „Auto“:
Der Panasonic DMP-BD60 zeigt
eine gute Leistung. Die Buchstaben der Laufschrift sind in ziemlich einheitlichem,
sattem und stimmigen Gelb gehalten und flimmern kaum. Der Effekt, dass
die Buchstaben zum Rand hin sich in Richtung weiß verändern, ist kaum
festzustellen. Die Schrift läuft ruhig und sicher, auch der Teil, der
schon weit hinten im Universum ist, wirkt noch scharf und stabil. Der
Sternzerstörer flimmert während der ersten 2 Sekunden gut sichtbar an
der äußeren Kante. Danach sind keine Bildschwächen mehr erkennbar. Die
Bildschärfe liegt hoch, der Scaler arbeitet auch feine Details sehr gut
ein. Beim Abkippen der Jäger von Obi-Wan und Anakin nach unten in die
Raumschlacht zeichnet der Panasonic
DMP-BD60 die verschiedenen visuellen Ebenen sehr gut durch. Die Sternzerstörer,
die in den unteren Ebenen im Einsatz sind, sind sehr gut zu erkennen und
glänzen mit scharfen Konturen. Verschiedene Bewegungsebenen – langsame
Raumschiffe und daran schnell vorbei fliegende Raumjäger – bekommt
der Panasonic DMP-BD 60 gut
in den Griff. Leichte Bewegungsunschärfen sind aber sichtbar, für die
Preisklasse, in der sich der Panasonic
DMP-BD 60 befindet, kann die Leistung aber als sehr ordentlich bezeichnet
werden. Die unterschiedlichen Raumschiffe sind reichhaltig detailliert
und erscheinen dadurch auch sehr plastisch. Die Gesichter der Protagonisten
wirken recht realistisch, nur feine Einzelheiten wie Poren der Haut gehen
etwas unter. Die Farbwiedergabe erscheint im Modus „Normal“
als sehr gut, aber nicht übertrieben gesättigt. Der Eindruck ist, Panasonic-typisch,
schon im „Normal“ Modus Kino-like, das Bild ist bezüglich
der Helligkeit nicht zu grell, zudem sind die Farben minimal warm, was
für eine hohe visuelle Harmonie sorgt.
AVEC Professional Test DVD, HDMI 1080p, Modus Auto :
• Laufschriften in verschiedenen Geschwindigkeiten : Die Schriften
laufen gleichmäßig, die einzelnen Buchstaben weisen aber Nachzieher auf
und erscheinen etwas verschwommen. Zwischen den Progressive-Modi Auto
und Film sind keine Unterschiede erkennbar.
• Pendel in verschiedenen Geschwindigkeiten: Kaum Nachzieheffekte,
die innere Struktur des Pendels bleibt beinahe vollständig während des
Bewegungsablaufes vorhanden. Die Linie, über die das Pendel gleitet, zittert
minimal.
• Frau in weißem Kleid vor weißem Hintergrund: Sehr gut differenziert
der Panasonic DMP-BD60 die verschiedenen
Weißtöne auseinander – eine ausgezeichnete Leistung. Die Konturen
des Körpers sind im wesentlichen sauber gezeichnet, innerhalb des Arms
ist nur ein leichtes Flimmern zu sehen. Als die Dame ihr Gesicht dem Zuschauer
zuwendet, sind kaum Unschärfen während der Kopfbewegung sichtbar. Während
des Laufens taucht ein leichtes Flimmern, gepaart mit einem kleinen Kantenversatz,
hinten am Kleid auf.
• Stadtbild von Esslingen: Eine insgesamt saubere Wiedergabe des
Panasonic DMP-BD 60. Nur leicht
flimmern die Ziegel der Hausdächer. Die grüne Wiese wird mit minimalem
Gelbeinfluss, aber mit sehr guter Detaillierung und ordentlicher Schärfe
wiedergegeben. Die Bewegungsabläufe verlaufen mit nur sehr geringer Ruckelneigung.
Fazit: Für die Preisklasse bietet der Panasonic
DMP-BD 60 eine prima Scaling- und De-Interlacing-Funktion. Natürlich
wünschen sich erfahrene, sehr anspruchsvolle Anwender noch mehr Bildstabilität,
noch mehr Detailschärfe und noch weniger Ruckeln, aber man darf bei der
Gesamtbewertung auch die Preisklasse nicht außer Acht lassen. Wer noch
mehr Scaling- und De-Interlacingqualität möchte, sollte sich darauf vorbereiten,
deutlich tiefer in die Tasche greifen zu müssen. Variante B wäre ein im
DVD-Betrieb leistungsstärkeres Auslaufmodell, welches aber unter Umständen
die reichhaltigen sonstigen Features des Panasonic
DMP-BD60 nicht bieten kann. Gesamtnote: Ausgezeichnet.
Klang
Klang HDMI, Dolby
TrueHD: Der Panasonic DMP-BD
60 erzielt ein harmonisches, klares Klangbild, das eine gute Brillanz
bietet, aber keine aggressiven Spitzen auch bei hohem Pegel bereit hält.
Der Bassbereich erscheint rund und mächtig, mit viel Punch und Nachdruck.
Die Mitten gliedern sich harmonisch ein und sind bezüglich der Detaillierung
auf einem für diese Preisklasse sehr erfreulichen Level. Stimmen klingen
klar, vokale Details werden ordentlich heraus gearbeitet.
Klang HDMI, Dolby Digital 5.1: Auch hier gefällt das in sich schlüssige,
räumlich intensive Klangbild mit ordentlicher Detaillierung. Der Hochtonbereich
agiert sehr homogen, extreme Brillanz, die sich aber auch schnell in Aggressivität
wandeln kann, wird nicht geboten. Für die Preisliga eine überzeugende
akustische Performance.
Klang HDMI, DTS 5.1: Auch die DTS-Wiedergabe erscheint rund und homogen.
Der Bass entfaltet viel Volumen, weist aber auch eine gute Durchstrukturierung
auf. Stimmen sind ebenfalls akkurat aufgebaut und stets gut verständlich.
Durch die harmonische Auslegung wird auch hier deutlich, dass sich der
Panasonic DMP-BD60 sehr gut
zum Langzeithören eignet.
Klang Stereo-analog: Der Stereo-analog-Klang reicht für durchschnittliche
Ansprüche aus. Der Sound ist recht homogen, wenngleich es an Durchzeichnungsvermögen
fehlt. Stimmen und Instrumente werden gut voneinander getrennt. Dem ganzen
Sound fehlt es weniger an Wucht, als an Tiefe. Die Breite der Bühne erscheint
recht realistisch. Die Räumlichkeit ist prima, allerdings fehlt es bei
kleinen Effekten etwas an Ortungsschärfe.
Fazit Klang: Der Panasonic DMP-BD
60 überzeugt mit seiner harmonischen und runden Klangqualität beim
digitalen HDMI-Anschluss. Analog angeschlossen, schlägt er sich wacker
und bietet eine Klanggüte, die dem normalen Anwender ohne Schwierigkeiten
ausreichen dürfte. Gesamtnote Klang in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet.
Fazit

Überzeugend: Der Panasonic
DMP-BD60
Der Panasonic DMP-BD60 kann
viele Vorzüge in die Waagschale werfen. Dazu gehören zweifelsohne das
scharfe und zugleich angenehme Blu-ray-Bild und die ordentliche DVD-Wiedergabe.
Die akustischen Qualitäten sind ebenfalls prima, der harmonische, runde
Klang beim Anschluss über HDMI sichern eine
stets angenehme und räumlich dichte Wiedergabe. Die Ausstattung ist für
ein Gerät dieser Preisklasse üppig. Die Netzwerkeinbindung wird nicht
nur für BD Live-Inhalte verwendet, zusätzlich sind noch ein YouTube- und
ein Picasa-Client integriert, der sich ohne Schwierigkeiten nutzen lässt.
Ein Video-EQ ist ebenfalls mit an Bord. Neben sehr guten ab Werk vorprogrammierten
Bildfeldern ist es auch möglich, selber aktiv zu werden. Zu loben ist
auch die umfangreiche und praxisgerechte USB-/SD-Card-Funktionalität.
Somit wird der Panasonic DMP-BD60
insgesamt zu einem echten Home Entertainment Center, das einen enormen
Funktionsumfang mit einfacher Bedienung vereint und so die gesamten Möglichkeiten
auch weniger versierten Anwendern zur Verfügung stellt. Das leise Laufwerk
agiert zuverlässig, ist aber entschieden zu langsam. Hier hat die Konkurrenz
nicht geschlafen und stellt schnellere BD-Player
auf die Beine. Die relativ schlichte optische Erscheinung und die routinierte,
aber nicht sehr detailverliebte Verarbeitung zeigen weitere kleine Defizite
auf. Insgesamt aber präsentiert sich der Panasonic
DMP-BD60EG als moderner, flexibel einzusetzender und sehr betriebssicherer
Blu-ray-Player, der auch als DVD-Player
eine passable Figur abgibt.
Der Panasonic DMP-BD60
ist ein reichhaltig ausgestatteter Blu-ray-Player,
dessen sehr gute Allround- und Multimediaqualitäten in Anbetracht des
günstigen Kaufpreises bestechend sind

Blu-ray-Player untere Mittelklasse
Test 08. April 2009
Preis-/Leistungsverhältnis          
+ Harmonisches, scharfes und klares Blu-ray-Bild
+ Prima Leistungen im DVD-Betrieb
+ Hervorragende Multimedia-Eigenschaften (Netzwerk, SD Card, USB)
+ Komfortable Bedienung
+ Tadellose akustische Eigenschaften
+ Interessanter Kaufpreis
- Träges Laufwerk
Test: Carsten Rampacher, AREADVD
08. April 2009
Verantwortlich für den Inhalt: Detlev
Schnick, © Copyright 2009 HIFI-REGLER, AREADVD
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