Panasonic TX-85XW944 bei AUDIOVISION im Test: Highlight

AUDIOVISION: Highlight (ab 3/07)

3/2015

In der audiovision Ausgabe 3/2015 auf den Seiten 50 bis 52 wurde der Panasonic TX-85 XW 944 getestet

Testauszug:

"... der TX-85 XW 944 besticht in erster Linie durch seine schiere Größe. Da sich die 8,3 Millionen Bildpunkte auf einer Diagonale von 214 Zentimetern verteilen, erscheint die Darstellung subjektiv nicht so knackig und detailgetreu wie auf einem kleineren Fernseher. Besonders SDTV-Sender lassen eine gewisse Schärfe vermissen - ungeachtet des abschaltbaren Overscans. HD-Signale. HD-Signale schmecken dem Upscaler augenscheinlich besser und werden in hervorragender 4K-Qualität serviert. Schnelle Bewegung sowie Laufschriften bringen den Panasonic allerdings trotz "Intelligent Frame Creation" in Bedrängnis ([...]).  Frei nach Motto "viele Köche verderben den Brei" kann man den Großteil der Automatiken und vermeindlichen Bildoptimierer getrost deaktivieren([...]). Die adaptive Backlight-Steuerung bleibt Geschmacksache: Sie erhöht oder senkt die Intensität der LEDs abhänig vom Bildinhalt und hilft so, den Energiebedarf von standardmäßig 254 Watt auf 156 (Stufe "Niedrig"), 118 ("Mittel") respektive 109 Watt ("Hoch") zu reduzieren. Dunkle Szenen können dadurch jedoch an Brillanz und Tiefe einbüßen. Die Hintergrundbeleuchtung bietet jedenfalls mehr als genug Spielraum: Sie befeuert den Bildschirm mit bis zu 465 Candela pro Quadratmeter und lässt sich bei Bedarf mithilfe des Kontrasreglers auf gleißend helle 546 Candela maximieren, damit rangiert der XW 944 direkt hinter dem derzeitigen Spitzreiter Toshiba 47 M 7463 DG ([...]). Bei Schwenks über große einfarbige Flächen wie etwa ein Fußballfeld sind allerdings gelegentlich leichte Wolken zu sehen. ..."

"... im finsteren Heimkino zieht Panasonics 4K-Gigant ein besonderes Ass aus dem Ärmel: Zum einen ist die Ausleuchtung für ein Edge-LED-Panel verblüffend gleichmäßig, so dass sich die Letterbox-Balken in Cinemascope-Filmen kaum aufhellen, zum anderen erweckt der dank der tiefen Schwarzwerte und des satten Kontrasts einen Plasma-ähnlichen Bildeindruck. Leider hinterlässt auch hier die etwas unsaubere Bewegungs- beziehungsweise 24p-Darstellung einen faden Beigeschmack. Alles andere als fad sind die Farben. Die beste Ausgangsbasis mit den geringsten Delta-E-Abweichungen bildet das Preset "Professionell 1", wobei "THX Bright Room" ab Werk die neutraleren Grundfarben und Grautöne ohne Grünstich liefert. Wer es knallig bunt à la Sony-Triluminous mag, dem sei der Bildmodus "Kino" empfohlen. Dahinter steckt die (hauseigene) "Studio Master Colour"-Technologie.

Bedauerlicherweise hat der Betrachtungswinkel großen Einfluss auf die Bildqualität: Bereits ab zehn Grad verliert der TX-85 XW 944 nicht nur sichtbar an Helligkeit und Kontrast, sondern es nimmt auch die Farbbrillanz ab. Sein kleiner Bruder mit Full-LED-Backlight ([...]) differenziert das Bild aus seitlicher Perspektive deutlich besser. Um Blu-rays und UHD-Niveau zu befördern, sollte in den Options-Einstellungen die Schaltung"1080p: Punkt auf 4 Punkt" aktiviert werden. Schade, dass sie nicht im 3D-Betrieb zu Verfügung steht: Der Japaner kommt trotz Shutter-Technik nicht ganz an den Schärfeeindruck aktueller Samsung-4K-TVs heran. Zudem treten Ghosting-Effekte auf. ..."

"... unsere Kritik an der 4K-Unterstützung bleibt bestehen: Der Mediaplayer quittiert die HEVC-Wiedergabe beziehungsweise den Versuch nach wie vor mit einer Fehlermeldung und akzeptiert keine Videos mit 4.096 horizontalen Bildpunkten. Clips im H.264-Format und Aufnahmen von gängigen UHD-Kameras wie der Lumix GH4 aus gleichem Hause,  der GoPro Hero 3 Black Edition oder des Sony-Camcorders FDR-AX 100 erschien korrekt, sofern das Spielmedium in exFAT formatiert ist. Die 60p-Zuspielung via HDMI gelingt problemlos, wobei bewegte Motive minimal verwischen. ..."

Bewertung:

+ beispiellose Ausstattung inklusive Sat-over-IP

+ hohe Helligkeitsreserven

+ riesiges Bild mit gutem Schärfeeindruck

+ hochwertig anmutendes Design

- mäßige 24p- und Bewegungsdarstllung

- Mischfarben ab Werk nicht optimal

Fazit:

Der Panasonic fasziniert mit einem riesigen Bild und der enormen Leuchtkraft, die sich selbst im sonnendurchfluteten Raum durchsetzt. Auch die gute Palstizität und die neutralen Farben gefallen, was man von der eingeschränkten Blickwinkelabhänigkeit und der aktuell gebotenen Bewegungsdarstellung leider nicht behaupten kann.