TEST: Philips Full LED Backlight-/3D-TV Cinema 21:9 Platinum 58PFL9955H -
Der Hightech-TV mit Cinemascope-Bild
Test: Carsten Rampacher, AREADVD
- update: 12. Dezember 2010

21:9 TV in der 2. Generation

Natürlich mit Ambilight

Hochwertige Fernbedienung

Mit zwei 3D-Brillen im Lieferumfang
Einführung
2009 revolutionierte Philips den Fernsehermarkt, mit dem 21:9-LCD 56PFL9954H
wurde erstmals ein LCD-Flachbildschirm angeboten, der Cinemascope-Filme
im Originalformat 2,35:1 ohne störende Balken oben und unten darstellen
konnte. Das sorgte vor allem bei wahren Filmfreunden für viel Anerkennung,
allerdings mit einem kleinen Haken. Der Blu-ray-Player
gibt nach wie vor das Signal von der BD in 1920 x 1080 Pixeln im 16:9
Format aus - also ist im Ursprungssignal nur eine Darstellung mit den
hinlänglich bekannten schwarzen Balken enthalten. Der Cinema 21:9 hat
mit 2560 x 1080 Pixeln aber eine höhere native Auflösung, so muss das
BD-Signal demnach skaliert werden, damit eine formatfüllende Darstellung
möglich ist. Trotzdem ein mutiges, innovatives Konzept, das nun sein kurzer
Zeit in 2. Generation als Philips
58PFL9955H für ca. 4.200,00 EUR erhältlich ist. Was hat sich beim
Generationswechsel verändert? Die Bildschirmdiagonale wuchs von 56 auf
58 Zoll (147 cm), zum zweiten - das ist sehr wichtig - wurde im Interesse
perfekten Kontrastes und hervorragenden Schwarzwertes Full LED Backlight
integriert. Diese Art der Hintergrundbeleuchtung erlaubt ein genaues Dimmen
einzelner Bildschirmteile. Bei Full-LED Backlight sind hinter dem Bildschirm
eine Vielzahl kleiner LEDs positioniert, immer einige davon werden in
sogenannten Clustern zusammen gefasst. Diese aus einigen LEDs bestehenden
Cluster können einzeln angesteuert werden - also auch eine komplette Deaktivierung
ist möglich, die Folge ist ein wirklich schwarzes Bild. Und - durch die
gezielte Steuerung kann auch der Stromverbrauch effektiv gesenkt werden,
ein weiterer Vorzug. Neu ist auch die 400 Hz Clear LCD Technik für optimale
Bewegungswiedergabe. Selbstverständlich ist die neueste Philips HD-Bildengine
mit an Bord, um auch bei 576i Signalen eine hervorragende Darstellung
auf dem viel höher auflösenden Display des 21:9 TVs zu ermöglichen. Auch
den Trend 3D verpasst Philips nicht, selbstverständlich können 3D Signale
von einem angeschlossenen 3D-fähigen Blu-ray-Player
dargestellt werden. Zwei 3D-Brillen liefert Philips bei diesem Produkt
gleich mit. Optisch zeigt sich der 21:9 TV 58PFL9955 ebenfalls verändert.
Der Rahmen wurde schmäler und ist nun in anthrazitfarbener Alu-Optik gehalten.
Der Rahmen des Vorgängers war schwarz-hochglänzend und etwas dicker. Mitgeliefert
wird auch die von anderen aktuellen Philips TVs bekannte, sanft gerundete
und recht hochwertig erscheinende Fernbedienung, im Falle des Philips
58PFL9955 H in silberner Optik. Viele verschiedene "Smart Bild" und "Smart
Ton" Programme sowie spezielle Energiesparoptionen sorgen dafür, dass
das Gerät voll auf der Höhe der Zeit ist.
Verarbeitung

Sehr edle Verarbeitung

Im Vergleich zum Vorgänger dünnerer Rahmen

Eleganter Fuss

Bedienelemente am Gerät

Praktische Home-Taste direkt oben

Griffgünstiges Navigationskreuz auf der Fernbedienung
Bei der Verarbeitung des Philips 58PFL9955 kann man sagen, dass Philips
dem hohen Niveau der Preisklasse gerecht wird. Die verwendeten Materialen
wirken hochwertig, die Oberflächenstruktur überzeugt. Oben am Rahmen ist
noch ein kleiner Acrylglasrand sauber aufgebracht. Der im Lieferumfang
enthaltene Tischfuß begeistert durch stimmiges Design und gibt dem TV
guten Halt. Besonderes Kennzeichen sind die beim Booten des TVs hell und
kryptisch aufleuchtenden Bedienelemente direkt am Fernseher, die zwischen
Fuß und Philips-Logo unten in der Rahmenmitte untergebracht sind. Alle
Spaltmaße sind gering und gleich bleibend. Nicht unsere Zustimmung findet,
dass bei diesem teuren Gerät die Rückseite aus gewöhnlichem Kunststoff
besteht. Das rückwärtige Anschlussterminal bietet zwar relativ sauber
eingepasste Buchsen, aber nicht perfekt erreichbare Anschlüsse - dies
trifft z.B. auf die drei rückwärtigen HDMI-Terminals sowie auf die eine
Scartbuchse zu. Die Winkelung des Anschlussterminals hat zwar den Vorteil,
dass eine Wandbefestigung ohne großen Abstand des TVs von der Wand möglich
ist, das Umstecken von HDMI-Kabeln bei Nutzung des Tischfußes kann aber
zu einem Geduldsspiel ausarten. Die mitgelieferte Fernbedienung ist von
sehr guter Qualität. Die Tasten auf selbiger sind nicht allzu zahlreich
vertreten, was das Handling auf den ersten Blick zu vereinfachen scheint.
Beim 2. Blick aber sieht die Welt anders aus: Für viele Funktionen gibt
es keine direkte separierte Taste auf der Fernbedienung mehr, sondern
nur bezüglich des Funktionsinhaltes zusammengefasste Menüs, von denen
aus man dann zur eigentlich gewünschten Funktion kommt. Die Tasten sind
griffig, aber teilweise etwas zu klein, wie die Farb- oder die Zifferntasten.
Schön groß und zentral untergebracht erfreut die Navigationseinheit mit
einem ordentlichen Handling - allerdings Vorsicht: Es sind 2 Ringe, ein
äußere und ein innerer Ring, hier darf man beim Bedienen nicht verwechseln.
Abschließend noch einen Satz zum Betriebsgeräusch - unser Test-Kandidat
verhält sich hier unauffällig und weist kein störendes hochfrequentes
Fiepen oder vom Netzteil kommendes Brummen auf. Gesamtnote: Hervorragend.
Anschlüsse

Anschlüsse
Der Philips 58PFL9955 hält z.B. vier HDMI-Eingänge, 2 USB-Schnittstellen,
ein WPS-fähiges WLAN-Modul, eine Ethernetbuchse, eine Scartbuchse, einen
3,5 mm Miniklinkentoneingang (bei Verwendung eines DVI-HDMI-Adapters z.B.
beim Anschluss eines PCs wird hierüber der Ton übertragen), einen SD-Kartenleser
(nur für das Abspeichern von Inhalten bei Nutzung der Net TV basierten
Video-on-Demand-Services, geht erst ab Kartengrößen von 4 GB, bei HD-Content
ab 8 GB), einen Common Interface Slot, einen Komponentenanalogeingang
plus 2-Kanal-Audioeingang, einen analogen PC-Eingang, einen digitalen
Audioausgang sowie Anschlüsse für Kabel und Satellit bereit. Gesamtnote:
Hervorragend.
Bedienung, Setup, Konfiguration, Funktionen

Home Menu

Umfangreiche Hilfefunktionen
Nach dem Betätigen des Einschalters auf der Fernbedienung ganz oben braucht
der Philips 58PFL9955 ca. 30 Sekunden, bis er komplett hochgefahren ist.
Anschließend kann man durch Drücken der Hometaste auf der FB (Haus-Symbol)
ins Hauptmenü gehen. Dieses umfasst verschiedene Zugriffspunkte auf die
Submenüstruktur. Erster Oberpunkt ist "Hilfe" - dahinter verbringt sich
eine im Gerät enthaltene Bedienungsanleitung. Mit überzeugenden
Grafiken und guter Gliederung. Hier kann man eine TV-Tour starten, den
TV zu konfigurieren und die Anschlüsse festzulegen. Es ist ebenfalls möglich,
auf Hilfe- und Supportthemen sowie auf die technischen Daten zuzugreifen.
Das Auswählen externer Geräte, das Hinzufügen derselben, das Nutzen der
3D-Funktionalität, Ambilight und Net TV werden ebenfalls erläutert. Es
finden zudem Infos zum Thema Fehlerbehebung. Über die Suchfunktion kann
man gezielt nach einem Thema suchen. Das Drücken der Taste "Fernsehen"
neben dem Hilfe-Menüpunkt dient zur Aktivierung des DVB-C/T-Tuners. Nimmt
man den Button daneben "Wiedergabe über Satellit", dann wählt man den
internen DVB-S-Tuner an. Sinnvoller wäre es gewesen, alle Tuner unter
einem Symbol mit Umschaltmöglichkeit unterzubringen.

USB - Videowiedergabe
Des Weiteren findet man den Button "USB durchsuchen". Hier können angeschlossene
USB-Datenträger nach kompatiblen Medien für die Wiedergabe über den Philips
58 PFL9955 durchsucht werden. Im Test klappte auch neben der Darstellung
von MPEG1 und WMV die Wiedergabe von MKV-Dateien (576i, 720p, 1080p) problemlos,
die Bildgüte war sehr gut. Nicht wiedergeben wollte der Philips unsere
MP4-Demos. Auch AAC- und MP3 Musikdateien liest der Philips 58PFL9955.
Natürlich gibt es keine Schwierigkeiten mit jpegs."PC durchsuchen", der
nächste Punkt, beschreibt die Streamingfunktion. Von PCs und Servern,
die im selben Netzwerk unterwegs sind, in dem auch der TV registriert
und angemeldet ist, können Bild-, Musik- und Videodateien gestreamt werden
(Formate: JPEG, WMA, AAC, H264/MPEG4, MPEG-1/2, MKV, AVI, WMV9).

Umfangreiches Angebot bei Net TV

Bild.de

tagesschau.de

Mit dem 21:9 TV kann man auch ins offene Internet
Die nächste Funktion ist Net TV. Net TV ist ein mittlerweile groß gewordenes
Online-Angebot mit direktem Zugriff auf verschiedene vordefinierte Portale
wie z.B. die ZDF Mediathek, wetter.com, tagessschau.de, Bild.de, Qtom
(Musikvideos) oder YouTube. Über die in Net TV enthaltene App Gallery
können weitere Applikationen aufgelistet und geladen werden, wie das Niederschlagsradar,
Motorsport total oder aber das bekannte Fußballmagazin Kicker. Des Weiteren
kann man mit dem Philips 58 PFL9955 auch ins offene Internet - die Adresse
kann mittels OSD-Hilfe und der Fernbedienung erstaunlich zügig eingegeben
werden. Selbst bei herkömmlichen WLAN Routern mit max. 54 Mbit/s ist noch
ein recht zackiges Öffnen der gewünschten Seite realisierbar. Philips
weist allerdings darauf hin, dass es zu Darstellungs- und Formatierungsfehlern
kommen kann, nicht jede Internetseite kann perfekt auf dem 21:9 Cinema
angezeigt werden. Insgesamt ein beeindruckender multimedialer Auftritt,
der noch durch das problemlos funktionierende eingebaute WLAN-Modul mit
WPS ergänzt wird. Es ist auch WLAN-n-fähig, in Verbindung mit einem
WLAN-n-Router hochwertiger Spezifikation kann man ohne Schwierigkeiten
sogar 1080p Movies, die auf einem Home Server abgelegt sind, streamen.

Multiview
Wir wenden uns wieder dem Home Menü des Philips 58 PFL9955 zu. Hier gibt
es als nächstes die Funktion "Scenea". Gefolgt wird dieser Punkt von der
Multiview-Funktion. Mittels dieser kann man den Bildschirm teilen und
z.B. im Internet surfen und gleichzeitig ein TV-Programm verfolgen. Das
funktioniert in der Praxis problemlos und relativ zügig bei der ersten
Nutzung.
Der nächste Punkt - das direkte Ansteuern angeschlossener Geräte. Weitere
Komponenten können bei "Geräte hinzufügen" angeschlossen und erkannt werden.
Der Button "Konfiguration" umfasst die vier Unterpunkte Schnelleinrichtung
für Bild und Ton, Sendersuchlauf, Satellitensuche und mit Netzwerk verbinden.
Hier kann man in wenigen Schritten Bild und Ton einstellen, DVB-T/C-Sender
oder DVB-S-Sender suchen. "Mit Netzwerk verbinden" sorgt dafür, dass sich
der Philips 58 PFL9955H mit dem heimischen Netzwerk verbindet, so dass
Funktionen wie Net TV oder das Streamen von Dateien zu nutzen sind.

Konfiguration

Einstellassistent 1

Einstellassistent 2

Normaler Modus oder Energiesparmodus?

Ambilight-Optionen
Zu Schnelleinrichtung von Bild und Ton. Bei dieser Schnelleinrichtung
kann der User einen leicht verständlichen Konfigurator starten. Hier wird
in wenigen Schritten eine Optimierung von Bild und Ton vorgenommen. Bei
den verschiedenen Beispielbildern stellt der Philips im Splitscreen-Verfahren
dar, der Anwender kann die Bildseite anklicken, deren Bildeinstellung
ihm besser gefällt. Am Ende dieser Szenerie bietet der Philips 58PFL9955H
nochmals einen Splitscreen, auf der einen Seite werden die vom Anwender
zuvor festgelegten Einstellungen in einem Bild präsentiert, das andere
halbe Bild zeigt die Einstellungen, wenn man den Energiesparmodus nutzen
möchte. Nun hat man die Wahl - bleibt man bei seinen Einstellungen, oder
aber verwendet man den Energiesparmodus. Anschließend sind die Bildeinstellungen
beendet, und man kann anhand von drei Tonbeispielen die Wiedergabequalität
auswählen, die am besten gefällt. Letzter Punkt ist dann die Wahl der
Ambilight-Farbe - man verwendet diejenige Farbe, die am besten zur Wandfarbe
der Wände des Wohnraums passt.

Smart Bild-Programme
Natürlich bietet der Philips 58PFL9955H noch weitergehende Justagemöglichkeiten.
Hier geht man mittels des Navikreuzes auf der Fernbedienung auf den schmaleren
Balken unterhalb der Schnellkonfiguration, dieser ist beschriftet mit
"TV-Einstellungen". Dieser Punkt beinhaltet unter anderem erweiterte Einstellungen
für Bild, Ton, Ambilight und Easy Link. Bei "Bild" verbergen sich hinter
"Smart Bild" verschiedene Bildprogramme (Persönlich/lebhaft/natürlich/Kino/Spiel/Energiesparen/Standard//Foto/Personalisiert).
Wenn man sich die Bildfelder anschaut, ist "Lebhaft" bei Kontrast und
Helligkeit etwas zu grell und eignet sich nur bei deutlichem externen
Lichteinfall. "Natürlich" ermöglicht ein dynamisches und frisches Bild
mit ausgewogener Farbgebung. "Kino" ist in Helligkeit und Kontrast sowie
hinsichtlich der Farbdarstellung gut auf Kinoverhältnisse angepasst und
wirkt sehr augenfreundlich. "Spiel" ist wiederum hinsichtlich der Farbgebung
etwas poppiger und die satten, intensiven Farben vieler PC- und Konsolengames
optimal zum Ausdruck zu bringen. Bei "Energiesparen" wird eine Mischung
aus geringem Stromverbrauch und guter Bildqualität gewählt. "Standard"
ist ein Programm, mit dem man aufgrund der Ausgewogenheit nicht viel falsch
machen kann, es eignet sich für nahezu alle Einsatzzwecke. "Foto" ist
für Still Images gedacht.

Bildmenü mit recht feinfühligem Kontrastregler

Helligkeitsregler

Gammakorrektur

Farbtemperatur

Bestmmung des Weißpunktes

Bildformate, Teil 1

Bildformate, Teil 2
Es finden sich weitere einzelne Regler, bei denen der Anwender selber aktiv
werden kann: Kontrast, Helligkeit, Farbe, NTSC-Farbton, Schärfe,
Rauschunterdrückung plus verschiedene Farbtemperatur-Modi (warm, kalt, normal,
personalisiert - bei Wahl des letzten Punktes kann der Weißpunkt mithilfe von
drei Reglern selber definiert werden, dazu ist ein separates Menü zu öffnen).
Ein ganzes Sammelsurium hochwertiger elektronischer Bildverbesserer verbirgt
sich hinter "Perfect Pixel HD": Perfect Natural Motion ist in drei
Stufen (+ aus) zu schalten, ebenso lässt sich die 400 Hz Clear LCD Funktion
aktivieren. Weitere Parameter: Optimale Auflösung an/aus, perfekter Kontrast
(drei Stufen plus aus), dynamische Hintergrundbeleuchtung (aus, Standard,
optimale Leistung, optimales Bild), MPEG-Artefakteunterdrückung (aus, minimum,
mittel, maximum, wir raten in den meisten Fällen zu aus oder minimum), es gibt
eine Farboptimierung (besitzt in der Praxis keinen hohen Gebrauchswert) sowie
eine ganz ordentlich arbeitende Gammakorrektur. Ebenso kann man den Lichtsensor
aktivieren. Hier richtet sich die Helligkeit des Bildes nach der Intensität des
Umgebungslichtes. Das Bildformat kann man auch direkt per Shortcut auf der FB
einstellen - oder aber in diesem Menü. Wählbar sind: Sichtbaren Bereich
maximal vergrößern, AutoZoom, 16:9, SuperZoom, SuperZoom 16:9, Zoom 16:9,
Cinema 21:9, Untertitel im Format Cinema, Nicht skaliert für die native FullHD
Darstellung sowie Breitbild.

Smart Ton-Programme
Die Toneinstellungen sind geprägt von verschiedenen "Smart Ton"
Programmen: Persönlich, Standard, Neues, Film, Spiel, Drama, Sport. Höhen und
Tiefen können auch individuell eingestellt werden, zudem gibt es eine ganz
brauchbare aktivierbare Raumklangfunktion.

Einstellbare Dynamik
Ambilight bietet ebenfalls verschiedene Einstellmöglichkeiten - man kann es
zunächst aktivieren oer deaktivieren. Die Dynamik, Helligkeit und Farbe
können bestimmt werden, über "personalisierte Farbe" kann selbst ein
Farbton gemischt werden.
Widmen wir uns nun den Shortcuts auf der Fernbedienung des Philips 58PFL9955.
Beginnen wir mit der grünen Taste, diese aktiviert die Energiespareinstellungen.
Diese umfassen Bildschirm stummschalten, den Lichtsensor und das automatische
Abschalten, wenn kein Signal anliegt. Rechts unterhalb des Navigationskreuzes
ist noch eine Taste mit drei Balken, der mittlere komplett schwarz. Drückt
man diese Taste, hat man schnellen Zugriff auf verschiedene Grundfunktionen
(3D, Ambilight, Bildformat, Smartbild, Smartton, Lautsprecher intern/extern,
Bild verschieben). Ganz unten rechts findet sich noch eine weitere Taste,
mit der sich das Bildformat sofort anpassen lässt. Schauen wir uns nun
das Navigationskreuz an. Oben auf dem äußersten Ring ist ein kleines
Buchsymbol zu sehen. Drückt man dieses, kommt man in das 3-Optionen-Menü
"Fernsehgerät" mit Programmführer, Senderliste und Videotext. Bestätigt
man "Programmführer" mit OK, sieht man eine Übersicht all der Sendungen,
die gerade jetzt. bzw. zeitnah laufen. Man kann sich auch deutlich später
stattfindende Sendungen anzeigen lassen. Möchte man über den Inhalt einer
einzelnen Sendung informiert werden, drückt man beim äußersten Kranz die
untere Taste - dann kann man sich weitere Informationen anzeigen lassen.
Insgesamt ist die Bedienung des Philips 58PFL 9955 von einer hohen Funktionsvielfalt
gekennzeichnet. Dadurch, dass sich nur relativ wenige Tasten auf der FB
befinden, muss man vieles über OSDs mit Submenüs justieren. Ab und zu
reagiert der TV auf von der Fernbedienung gegebene Befehle etwas träge,
dies liegt nicht an der Fernbedienung bzw. an deren Reichweite, sondern
am Fernseher selbst. Die Menüs sind im bekannten Philips-Design gehalten,
sehen modern aus und sind sehr gut ablesbar. Gesamtnote: Hervorragend.
Bildqualität

Sehr gutes Tunerbild
TV-Tuner, DVB-S: Der Satellitentuner leistet eine sehr gute Arbeit. Bei
den 720p Signalen der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten konnten wir
eine ausgezeichnete Bildqualität feststellen. Obwohl der Philips auf eine
Auflösung hochskalieren muss, die über der normalen FullHD Auflösung liegt,
ist die Bildschärfe gut, wenngleich festgehalten werden muss, dass schon
im Vergleich zu einem FullHD-Nativ-Gerät eine minimale Unschärfe sichtbar
wird, die sich insbesondere an kleinen Details in hinteren visuellen Ebenen
festmachen lässt. Die Bewegungswiedergabe auf dem schnellen Panel ist
gerade bei aktivierter 400 Hz Funktion nahezu makellos, besonders sieht
man den Vorzug dieser Funktion bei sehr schnellen Bewegungsabläufen wie
z.B. bei Sportsendungen. Es kommt kaum zu Ruckeln oder Nachzieheffekten.
Sehr gut gefällt uns die ausgesprochen natürliche Farbdarstellung des
Philips 58PFL9955H schon im Standardprogramm. Wie man unschwer erkennen
kann, hat sich viel beim Thema Schwarzwert getan. War der alte 21:9 TV
ein konventionelles CCFL-Gerät, kokettiert der neue TV mit einer Full
LED Hintergrundbeleuchtung. So wird ein ganz anderes Schwarzwerterlebnis
gegeben, das Schwarz wirkt satt und tief, zudem gewinnt der Detailkontrast
durch die neue Art der Hintergrundbeleuchtung spürbar. Nur Einzelheiten
in den hinteren Bildebenen neigen zu leichter Unschärfe, dafür ist die
Darstellung stets sauber, es kommt kaum zu Artefakten und Treppenstufen
im Bild. Der Tuner rauscht auch kaum, er überzeugt mit seinem dynamischen
Bild. Auch bei SD-sendern ist das Bild prima, wenngleich verständlicherweise
ein deutlicher Schärfeverlust und ein Verlust bei der Präzision der Farbverläufe
festzustellen ist. Die realistische Farbwiedergabe, die geringe Rauschneigung
und das sehr tiefe Schwarz sind auch hier positiv hervorzuheben. Und auch
die Schärfe ist zwar schwächer als bei HD-Sendern, aber besser als bei
manchmal FullHD-TV-Konkurrenten. Interessant ist auch, wie wenig
Verzerrungen sich beim Bild ergeben, wenn ein TV-Signal in 16:9 auf 21:9
"gestretcht" wird. Dies bekommt der Philips 58 PFL9955H erstaunlich gut
hin. Bei 4:3 Signalen ist es ebenfalls möglich, eine formatfüllende Darstellung
zu erhalten. Durch die vielen Bildformat-Programme findet sich hier für
nahezu jede Quelle eine Lösung. Das bereits von Besitzern des TVs
beschriebene "Seitenstreifenproblem" - unabhängig von Verschieben des
Bildes etc. tritt ein Streifen seitlich vom Bild auf, den man nicht wegbekommt
- scheint mit dem neuesten Firmwareupdate kaum noch aufzutreten, nachdem
wir unseren 21:9 upgedated hatten, konnten wir es zumindest in unseren
ausführlichen Test-Reihen nicht mehr beobachten.
TV-Tuner, DVB-C: Der digitale Kabeltuner ist ähnlich gut wie der
DVB-S-Tuner, das Bild wirkt natürlich und scharf. Es treten geringfügig mehr
Artefakte auf, die Detailtreue ist minimal geringer. Farblich und bezüglich des
Kontrastes wird auch hier eine tadellose Leistung offeriert.

Die 3D-Brille ist vorn geschlossen

Brille im Detail

Tolle 3D-Wiedergabe
Blu-ray 3D, Grand Canyon Adventure, ab Beginn: Der Philips bietet 2 im
Lieferumfang enthaltene aktive Shutterbrillen, die vorn komplett geschlossen
sind und daher kaum seitliches Streulicht hineinkommt. Die Verarbeitung
der Brillen ist ordentlich, aber kein Highlight. Der verwendete Kunststoff
könnte durchaus hochwertiger wirken. Sitzen tun die 3D Brillen bequem,
dank drei verschiedenen Nasenstücken kann sie angepasst werden. Der Sync
zwischen Fernseher und Brille geht automatisch vonstatten. Es wird erkannt,
dass 3D Content verfügbar ist, anschließend erfolgt der Sync, es ist nicht
nötig, die Brille manuell zu aktiveren - sehr komfortabel und praktisch.
Gab es beim Philips 40PFL8605
noch deutliche Sync-Probleme in Form von Aussetzern, so finden diese beim
21:9 nicht mehr statt, hier erscheint der Sync als stabil. Als der Film
beginnt, erfreut der Philips 58PFL9955H mit einem natürlichen und kontrastreichen
Bild. Das sehr gute Schwarz sticht auch bei dieser 3D BD heraus. Die Wasserbläschen,
in denen die Namen der Mitwirkenden des Films untergebracht sind, lösen
sich hervorragend vom TV und schweben frei vor dem Betrachter durch den
Raum. Die faszinierende Landschaft Colorado/Grand Canyon kommt detailreich
und mit enormer Bildtiefe zum Ausdruck. Nicht punkten - wie sehr viele
3D TVs aktuell - kann der Philips hinsichtlich des vertikalen sowie horizontalen
Blickwinkels. Schon kleinere Bewegungen des Kopfes oder ein nicht ganz
zentriertes Sitzen vor dem Fernseher können deutlichen Bildversatz und
Verlust des 3D Effektes bewirken. Sitzt man zentriert und bewegt den Kopf
kaum, ist der 3D Effekt hervorragend und sichtbar besser als bei anderen
Philips TVs - wir sind gespannt, wie sich hier die neue 9000er Serie im
Vergleich schlägt. Top wird der Colorado bei Laufzeit 7:57 von oben detailliert,
das schäumende Wasser kommt sehr gut zum Ausdruck. Die Struktur der Felsmassive
ist exakt durchzeichnet, das Bild wirkt sehr tief und wirkt durch diesen
Eindruck sehr authentisch. Die Kamerafahrten verlaufen ruhig und sicher,
es zittern kaum Objekte, obwohl der Philips auch noch viel Skalierungsarbeit
leisten muss. Panoramen erscheinen klar bis in die hinteren Ebenen durchmodelliert
- der 21:9 verliert kaum an Schärfe in den hinteren Bildebenen. Die gigantische
Staumauer bei Laufzeit 9 Minuten wirkt ebenfalls wie greifbar nahe. Klar
sind die Fahrzeuge zu erkennen, die über die Hochbrücke über der Staumauer
fahren. Bei den Diagrammen und Schriften ist es wieder sehr wichtig, genau
vor dem Bild zu sitzen - nur dann vermeidet man Doppelkonturen und Geisterbilder.
Bei Laufzeit 10:14 sind die Kanuten sichtbar, die übers klare Wasser paddeln
- wiederum eine enorme Plastizität, die dem Zuschauer sehr gut die Möglichkeiten
von 3D verdeutlicht. Bei Philips hält sich der durch die aktive Shutterbrille
bedingte Helligkeitsverlust in Grenzen, wenngleich in dunklen Bildteilen
schon mehr Details absacken als im 2D-Betrieb. Farbverfälschungen leistet
sich der 21:9 ebenfalls nur in sehr geringem Maße. Feststellbar ist nur
ein leichter, aber angenehmer und keinesfalls störender Braunstich. Die
startende alte Dampflokomotive wird vom Philips ebenfalls sehr genau wiedergegeben
- nur an den Rädern sind minimale Artefakte zu sehen. Die Panoramaaufnahme
bei 12:59 erfreut mit großartiger Tiefe - gerade dann, wenn man die Kombination
aus 3D und 21:9 ausnutzt. Hier muss man allerdings hinzu fügen, dass diese
hier zugrunde liegende Produktion in 1,78:1 gedreht und daher kein Cinemascopefilm
ist. Man wählt beim Philips die Bildeinstellung "sichtbaren Bereich maximal
vergrößern" und erhält ein von den Proportionen her stimmiges, klares
Bild mit guter, aber nicht übertriebener Bildschärfe. Insgesamt zeigt
sich der Philips 58PFL9955 bei der Wiedergabe von nativem 3D Material
in großer Form - bis auf das leichte Flimmern rund um den TV in hellen
Räumen bei deutlichem externen Lichteinfall und die Problematik, dass
man sich nicht großartig bewegen sollte, ist die Vorstellung tief beeindruckend
und beschert dem Philips Bestnoten.
Blu-ray, Australia: Wir starten im 2.Kapitel - hier begeistert der TV mit
einem atmosphärisch sehr dichten Bild. Der sehr gute Schwarzwert und die tolle
Kontrastdynamik stechen am Reiterdress von Nicole Kidman ins Auge, auch im
dunklen Stall ist die Stoffstruktur erkennbar. Ihre silberner Brosche am Hals
wir exzellent detailliert. Ihr bleicher Teint kommt sehr gut zum Ausdruck, man
sieht sogar die Poren in der Haut. Das glänzende Fell des Pferdes und dessen
athletischer Körper beim Sprung werden ebenfalls scharf und präzise
präsentiert. Ab und zu allerdings kommt es zu leichtem Bewegungszittern. Als
Kidman kurz in die Karte schaut, wird der besorgte Ausdruck in ihren blauen
Augen gut verdeutlicht. Als sie aus dem Flugzeugfenster schaut, ist die
Außenhaut des Flugzeuges sehr gut zu erkennen. Beim Panoramablick auf den Hafen
ist der Rauch, der aus dem Schlot des Dampfers kommt, sehr dreidimensional zu
erkennen. Das Innere der Kneipe kurz darauf wird in vielen Details dargestellt.
Wir gehen ins 3. Kapitel - hier wird die unendliche Weite der wüstenähnlichen
Landschaft sehr gut zum Ausdruck gebracht, ebenso die völlig verdreckte
Windschutzscheibe des alten LKWs. Der sandige Boden wird in authentischer
Farbgebung dargestellt. Insgesamt ist im Blu-ray-Betrieb eine wirklich
erstaunlich hohe Bildschärfe positiv zu verzeichnen. Das Bild wirkt sehr
brillant, dem ein oder anderen mag es im Normalmodus schon beinahe zu brillant
erscheinen. Hier hilft es, den Kinomodus zu verwenden. Das Bild ist dann
augenfreundlicher und bezüglich der gesamten Ausprägung auch tauglich für
lange Filmsessions. Sehr gut ist es um die 24p Stabilität bestellt, zudem
können auch parallel stattfindende Bewegungsabläufe tadellos separiert und
für sich betrachtet scharf wiedergegeben werden. Auch die Bildplastizität
begeistert, der Philips bietet exakt definierte Bildebenen mit hoher Tiefe.
Nicht perfekt ist der Blickwinkel, wer recht schräg vor dem Display sitzt, hat
mit etwas inhomogener Helligkeitsverteilung und leichter Farbverfälschung mit
Ausfaden ins Weißliche zu tun. Im 5. Kapitel arbeitet der Philips in der
Dunkelheit erneut sehr gut und stellt Nicole Kidman, noch wach liegend in ihrem
Bett, detailiert dar. Das weiße, verzierte Bettzeug hebt sich plastisch vom
dunklen Zimmer ab. Ihr Gesicht und der Ausdruck auf demselben sind klar
auszumachen.
Bild DVD, Upconversion 576i auf 1080p, Filmmaterial, Harry Potter und
der Gefangene von Askaban: Wir starten im 6. Kapitel mit dem an die Tür
klopfenden Zimmermädchen. Hier fällt auf, das der Philips nur geringes
Scalingrauschen produziert, zudem wirkt das Bild recht scharf und neigt
nicht zur übermäßigen Artefaktebildung. Das Bild wirkt rein und scharf.
Die Hunde, die über den Teppich laufen, werden mit hoher Bewegungsschärfe
und guter Kontrastdynamik dargestellt. Harry, der kurz am Treppengeländer
lehnt, und dann die Treppe herunter geht, wird detailreich dargestellt,
es kommt allerdings zu leichtem Bildzittern. Als er kurz von der Treppe
aus runter zu Hermine und Ron blickt, könnte seine Frisur noch detailreicher
zum Ausdruck kommen. Das ist aber Meckern auf höchstem Niveau. Rons Ratte
sowie Herminas Katze bestechen durch eine exakte Wiedergabe der Fellstruktur.
Der riesige Tellerstapel, der jongliert wird, erscheint sehr echt. Die
gesamte Tiefenwirkung in dieser Sequenz ist überragend. Das rote Haar,
typisch für alle Weasley-Familienmitglieder, kommt farbecht zum Ausdruck.
Besonders gut gelingt es dem 21:9 TV, im Kinomodus ein sehr ausgewogenes
Bild zur Verfügung zu stellen. Im 8. Kapitel sieht man zunächst Harry,
wie er im Zug sitzt und dahinter das Polster des Sitzes im Zugabteil.
Hier wirkt das Bild minimal unscharf. Zu Beginn des 9. Kapitels werden
verschiedene Außenansichten von Hogwarts präsentiert, mit guter Detaillierung.
Nur selten tritt leichtes Bildruckeln auf. Als im Inneren von Hogwarts
die Vorlesung präsentiert wird, punktet der Philips 58PFL9955H wiederum
mit toller Kontrastdynamik und tiefem Schwarz. Auch die wilde Haarpracht
sowie die dicke Brille der merkwürdigen Dozentin kommen sehr gut heraus.
Man sieht sogar den Glanz im Inneren ihrer Handflächen sowie Knitterfalten
im Gewand. Als die Kamera Ron und Harry fokussiert, ist Harrys Gesicht
scharf und makellos, nur Rons Antlitz weist minimale Unschärfen auf. Insgesamt
ist in dieser Szene eine deutliche Steigerung bei Schwarzwert, Kontrast
und Klarheit im vergleich zum Vorgänger erkennbar.
Bild DVD, Upconversion 576i auf 1080p, Filmmaterial, Gladiator, ab
Filmbeginn: Viel Gemecker gab es damals, als die 1. Blu-ray-Edition des
Blockbusters erschien. Philips 21:9 Cinema Besitzer haben hier gar keine
Probleme, denn bereits die normale DVD bietet ein Bild, das Unbedarfte für HD
halten könnten. Schon die Schrift am Anfang wirkt klar lesbar und offenbart nur
aus der Nähe leichte Artefakte. Top detailliert sind Hand und Getreide - man
kann jeden einzelnen Halm deutlich erkennen. Im Gesicht des Gladiators ist
praktisch jedes Barthaar auszumachen, der Vogel, der vom Ast abhebt, sieht
plastisch und fein detailliert aus. Das finstere Germania präsentiert sich auch
in den Bildteilen, die beinahe ganz dunkel sind, als sauber durchstrukturiert.
Der Pelzkragen von Crowe ist auch, während er sich bewegt, sehr exakt
erkennbar. Nur in den hinteren Bildebenen geht etwas Schärfe verloren. Die
blasse, leicht kühle Farbgebung während der 1. Schlacht kommt exzellent
heraus. Das Pferd, auf dem der kopflose Reiter sitzt, ist schon von weitem sehr
gut zu sehen, Nüstern und Augen kommen klar heraus. Das Galoppieren geschieht
absolut fließend.

Hervorragend schlägt sich der 21:9 Cinema bei der
Upconversion von Videomaterial
Bild DVD, Upconversion von 576i auf 1080p, Videomaterial, AVEC Professional
Test DVD: Bei den in verschiedenen Geschwindigkeiten durchs Bild laufenden
schwarzen und weißen Schriften vor weißem, rotem und blauem Hintergrund
liefert der Philips eine absolute Bestleistung ab - er stellt einen neuen
Redaktionsrekord auf und stellt dieses Testbild so makellos dar, wie wir
es noch nie gesehen haben. Perfekte Bewegungsschärfe, keine Nachzieher,
keine Doppelkonturen, exzellente Farbtrennung - das ist High-Tech pur.
Die Show des Philips 58PFL9955 geht bei dem sich drehenden Siemensstern
in der Mitte des Bildes und bei den vier kleinen drehenden Sternen in
den Bildschirmecken weiter - auch hier kann man nur sagen: Der TV ist
der Perfektion nahe. Kein Ruckeln, tolle Schärfe, und mit die besten Farben,
die wir bislang bei einem LCD gesehen haben. Es war kaum anders zu erwarten:
Auch das Pendel mit rot-blauem Innenleben, das in verschiedenen Geschwindigkeiten
über eine stehende schwarze Linie schwingt, gibt der 58 PFL 9955 überragend
wieder, tolle Schärfe, praktisch keine Nachzieher, und das Pendelinnere
ist stets sauber bis ins Detail zu erkennen. Natürlich steht die schwarze
Linie auch ruhig und stabil. Das bewegte Stadtbild von Esslingen bietet
der 21:9 ebenfalls in hervorragender Art und Weise dar. Scharf, klar,
farbecht und bewegungsstabil, ist es eine Freude, zuzusehen.
Gesamtnote Bild: Hervorragend.
Klang
Großes Bild - und überraschenderweise auch ein sehr guter Klang. Der
Philips 58PFL9955H erfreut mit klarem sowie kräftigem Sound und einer
überraschenden Pegelfestigkeit. Er agiert bei eingeschalteter Surroundfunktion
räumlich erstaunlich gekonnt und bietet zudem eine sehr gut verständliche
Stimmwiedergabe. Der Bassbereich verdient sogar seinen Namen, wenngleich
systembedingt der Tiefgang beschränkt ist. Insgesamt eines der besten
Soundsysteme, das derzeit in einem Flachbildschirm eingebaut ist. Gesamtnote:
Ausgezeichnet.
Konkurrenzvergleich
LG 60PK950: Wer ein riesiges
Bild für wenig Geld in Kombination mit toller Blu-ray-Wiedergabe in
2D sucht, liegt beim LG richtig. 3D-Signale können nicht dargestellt
werden. Die sehr guten Bildprogramme sind eine Stärke, die Upconversion
von DVD-Signalen ist eine Schwäche des gut verarbeiteten Riesen-Plasmas.
Panasonic TX-P50VT20: Im Gegensatz zu den neueren Modellen
TX-P42VT20 und TX-P46VT20
kann der Panasonic TX-P 50VT20
keine 2D Signale in 3D wandeln. Die Darstellung nativer 3D Signale aber
beherrscht er erstklassig - er ist im Vergleich zum Philips sogar noch
etwas unempfindlicher gegen Bewegungen des Zuschauers. Nicht perfekt
sind die bei uns zum Test verwendeten 3D Brillen, die vorn offen sind
und somit Raum für Streulicht bieten. Der Schwarzwert des VT20 ist noch
eine Idee tiefer als der des Philips 21:9 - hier sind Plasmas immer
noch nicht zu schlagen. Multimedial sind beide TVs top, auch bei der
Upconversion von 576i Quellen auf 1080p. Der Philips ist noch eine Idee
besser bei Videomaterial, der Panasonic holt dafür bei Filmmaterial
noch etwas mehr heraus.
Samsung UE46C8790: Mit aktueller Firmware tritt der 8790 gekonnt auf.
Die früheren Ghostingprobleme sind beinahe verschwunden, hinzu kommt,
dass der Samsung bei der 3D Wiedergabe relativ unempfindlich ist gegenüber
Bewegungen. Die Schärfe nimmt im 3D Betrieb in den hinteren Bildebenen
etwas stärker ab als beim Philips 58PFL9955. Sehr gut ist die 2D Wiedergabe,
die Farben sind sehr satt, der Philips agiert eine Idee authentischer.
Beim Thema Schwarzwert schneiden Philips und Samsung sehr gut ab, ebenso
bei den Multimediaeigenschaften. Die Upconversion von 576i Signalen
gelingt dem teureren Philips noch überzeugender.
Philips 21:9-LCD 56PFL9954: Auch der erste 21:9 TV ist immer noch
ein toller Fernseher. Allerdings kann das CCFL-Gerät beim Thema Schwarzwert
nicht mehr mithalten, und auch die Farbtreue ist beim neuen Modell gestiegen.
Hinzu kommt, dass der neue Philips 21:9 verfeinerte Bildprogramme mitbringt,
weniger Strom braucht sowie 3D Signale von einem für 3D Software geeigneten
Blu-ray-Player entgegen nehmen und darstellen kann.
Fazit

Insgesamt hinterlässt die Bildqualität einen exzellenten Eindruck. Im
Vergleich zum Vorgänger sind deutliche Fortschritte zu erkennen: Bei Schwarzwert,
Kontrastdynamik im Detail. das Bikd wirkt besonders im Kinomodus farblich
noch eine Idee echter und angenehmer. Der 400 Hz Clear LCD Modus bringt
ein sichtbares Plus an Bewegungsschärfe und an Flüssigkeit. Die Bildprogramme
sind verfeinert und angepasst worden Erfreulich für Stromsparer - auch
im Energiesparmodus muss man nicht viele Abstiche machen, das Bild ist
harmonisch und hochwertig. Der 21:9 Cinema Platinum kann keine 2D Signale
in 3D wandeln, aber natives 3D Material, welches von einem entsprechend
geeigneten Blu-ray-Player zugespielt wird, darstellen. Dies gelingt bis
auf die üblichen Schwächen (Bewegungen der Zuschauer während des Films,
Flackern rund um den LCD, bedingt durch die aktive Shutterbrlille, in
Räumen mit hellen Wänden bei deutlichem externem Lichteinfall) exzellent.
Toll ist der realistische, greifbare 3D-Effekt, sehr hoch die Bildschärfe,
gering sind die Helligkeits- und Kontrastverluste sowie farbliche Verfälschung.
Beim Upscaling von 576i auf 1080p hat mancher aktuelle Philips TV nicht
perfekt abgeschnitten - der 21:9 Cinema macht es besser und schlägt
hier nicht nur viele hauseigene FullHD 16:9 Konkurrenten, sondern auch
nahezu die gesamte Konkurrenz. Gerade bei der Upconversion von Videomaterial
von 720 x 576 auf 2560 x 1080 Pixel werden Maßstäbe gesetzt. Hier ist
nicht mehr viel Luft zur absoluten Perfektion. Der Klang erstaunt mit
Klarheit und Substanz - also auch auf einem Gebiet, auf dem auch teure
Flachbildschirme oft versagen, sammelt der 21:9 Cinema fleißig weiter
Punkte. Ansonsten begeistert die edle Verarbeitung, die Bedienung ist
insgesamt nach kurzer Eingewöhnung relativ problemlos. Allerdings weist
die Fernbedienung nicht viele Tasten auf, was dazu führt, dass man vieles
über Menüs/Submenüs machen muss. Der 58PFL9955 ist durch die Kombination
von 21:9 Bilddarstellung und 3D-Wiedergabemöglichkeit für die Signale
entsprechender Blu-rays aktuell weltweit einzigartig. Manchmal aber werden
Funktionsbefehle nicht umgehend umgesetzt. Top sind die Multimediaeigenschaften
mit Net TV und vielen Streamingoptionen, so dass man insgesamt festhalten
kann: Der Philips 58PFL9955 ist zwar aus preislicher Sicht ein Luxusgerät,
durch die erstklassigen Gesamteigenschaften ist er aber seinen Kaufpreis
ohne Zweifel absolut Wert.
Weltweit einzigartig ist die Kombination aus 21:9
Bildschirmformat und 3D-Wiedergabe - der Philips Cinema 21:9 tritt mit superber
Bildqualität, edler Optik und üppiger Ausstattung als technologisches und
designtechnisches Meisterwerk auf

LCD-Flachbildschirme Luxusklasse
Test 12.12.2010
+ Exzellente 3D-Wiedergabe
+ Herausragende 2D-Blu-ray-Darstellung
+ Erstklassige Upconversion von 576i Signalen auf die native Screenauflösung
+ Authentische Farben und toller Schwarzwert
+ Multimediaeigenschaften
+ Edle Verarbeitung
+ Sehr gute elektronische Bildverbesserer und gekonnt abgestimmte Bildprogramme
+ Sehr guter Klang
- Keine Wandlung von 2D auf 3D
Test: Carsten Rampacher, AREADVD
Datum: 12. Dezember 2010
Verantwortlich für den Inhalt: Detlev
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