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TEST: Pioneer DV-989AVi-S  - Pioneers "Abschiedsgeschenk" - 1.Teil

Test: Carsten Rampacher, AREADVD - update: 28.02.2006

Pioneer DV989AVi-S (DV 989 AVi) der neue Universalplayer von Pioneer im Test

Einführung

Pioneer sagt der DVD-Ära mit einem Paukenschlag "auf Wiedersehen": Bevor man auf BluRay-Player umrüstet, haben die japanischen Entwickler noch einmal Vollgas gegeben und den Pioneer DV-989AVi-S geschaffen, den Pioneer als Hommage und als Abschiedsgeschenk an die bislang verwendete und bestens bekannte Standard-DVD-Technik sieht. Dieser Universal-DVD-Spieler ist mit einem Preis von ca. 1.300,00€ noch nicht einmal übermäßig teuer - trotzdem signalisiert bereits die elegante Anti-Slimline-Optik, dass hier eine massive Verarbeitung und aufwändige Technik geboten werden. Selbstverständlich offeriert Pioneer ein HDMI 1.1 Terminal (auch für DVD-Audio sowie DD/DTS-Bitstream geeignet) und i.link-Interfaces. Mit Pioneers hauseigenem Video Quality Enhancer, Version 9, einem sehr umfangreichen Video EQ sowie Bassmanagement und Time Alignment für DVD-Audio und SACD ist der Pioneer DV-989AVi-S absolut zeitgemäß ausgerüstet. Wir sind gespannt - gibt es hier Highend-Quality zum Discountpreis? Lesen Sie nun unseren ausführlichen XXL-Test. 

Verarbeitung

Die Verarbeitung des Pioneer DV-989AVi-S hinterlässt einen außerordentlich guten Eindruck. Wie sorgfältig dieser Player in Bezug auf sein Finish konzipiert ist, verdeutlichen viele verschiedene Beispiele:

Pioneer DV989AVi-S (DV 989 AVi) der neue Universalplayer von Pioneer im Test

Hervorragende Verarbeitungsqualität auch unter dem Geräteboden. Hervorzuheben sind auch die hochwertigen Kupferschrauben

Pioneer DV989AVi-S (DV 989 AVi) der neue Universalplayer von Pioneer im Test

Auch auf diesem Bild erkennt man gut, dass Pioneer mit teurem Material nicht gespart hat. Alles wirkt sehr solide und langlebig, auch in Ecken, wo niemand sofort hinschaut

Pioneer DV989AVi-S (DV 989 AVi) der neue Universalplayer von Pioneer im Test

Die Gehäuse-Rückseite fällt ebenfalls nicht ab in Bezug auf die Detailqualität. Auch hier wird ein sehr hoher Standard geboten.

Pioneer DV989AVi-S (DV 989 AVi) der neue Universalplayer von Pioneer im Test

Aus dem Vollen geschöpft: Wahre Qualität zeigt sich im Verborgenen. Hier haben wir den Gehäusedeckel geöffnet, um die Gehäusequalität der Frontwand von Innen zu begutachten - der Pioneer DV-989AVi-S demonstriert auch hier seine Stärke, gut zu erkennen das aufwändige Chassis und die Materialdicke der Frontplatte

Pioneer DV989AVi-S (DV 989 AVi) der neue Universalplayer von Pioneer im Test

Auf diesem Bild sind die einzigen beiden kleinen Schwachpunkte des Pioneer DV-989AVi-S vereint zu sehen: Das Display ist o.k., aber nichts besonderes, und die Laufwerkslade bietet nur eine durchschnittliche Qualität

Pioneer DV989AVi-S (DV 989 AVi) der neue Universalplayer von Pioneer im Test

Die Londoner Air Studios halfen bei der Abstimmung des Pioneer DV-989AVi-S - die Aufnahme- und Wiedergabeexperten waren bestimmt auch von der edlen Optik des Pioneer-Spitzenmodells sehr angetan

Pioneer DV989AVi-S (DV 989 AVi) der neue Universalplayer von Pioneer im Test

Die Passung der Frontplatte des Pioneer DV-989AVi-S ist exzellent. Überall sind die Spaltmaße identisch, alles liegt dicht auf

Pioneer DV989AVi-S (DV 989 AVi) der neue Universalplayer von Pioneer im Test

Gut zu sehen auch auf diesem Bild - die Alu-Front ist sehr sauber eingepasst

Pioneer DV989AVi-S (DV 989 AVi) der neue Universalplayer von Pioneer im Test

Die Gerätestandfüße sind aufwändig ausgeführt und können effektiv Vibrationen eliminieren. In silberner Ausführung gehalten, sehen sie sehr edel aus

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Sehr appetitlich: Kaltgeräte-Netzkabelanschluss, eingefügt mit 2 Kupferschrauben

Insgesamt überzeugt der Pioneer DV-989AVi-S bei der Bewertung der Verarbeitungsqualität. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger Pioneer DV-868AVi wirkt der Pioneer DV-989AVi-S viel imposanter und solider, das Gehäuse hinterlässt einen deutlich gediegeneren Eindruck, so dass das Niveau des exzellent verarbeiteten, jedoch massiger und weniger elegant auftretenden Denon DVD-3910 erreicht wird.

Bewertung Pioneer A-A 9 (A-A9) und Pioneer PD-D 9 (PD-D9) - Stereo-Kombination im TestPioneer A-A 9 (A-A9) und Pioneer PD-D 9 (PD-D9) - Stereo-Kombination im TestPioneer A-A 9 (A-A9) und Pioneer PD-D 9 (PD-D9) - Stereo-Kombination im TestPioneer A-A 9 (A-A9) und Pioneer PD-D 9 (PD-D9) - Stereo-Kombination im TestPioneer A-A 9 (A-A9) und Pioneer PD-D 9 (PD-D9) - Stereo-Kombination im TestPioneer A-A 9 (A-A9) und Pioneer PD-D 9 (PD-D9) - Stereo-Kombination im TestPioneer A-A 9 (A-A9) und Pioneer PD-D 9 (PD-D9) - Stereo-Kombination im TestPioneer A-A 9 (A-A9) und Pioneer PD-D 9 (PD-D9) - Stereo-Kombination im TestPioneer A-A 9 (A-A9) und Pioneer PD-D 9 (PD-D9) - Stereo-Kombination im TestPioneer A-A 9 (A-A9) und Pioneer PD-D 9 (PD-D9) - Stereo-Kombination im Test

Technik/Aufbau

Der Pioneer DV-989AVi-S überzeugt auch in Bezug auf seinen technischen Aufbau. Wir hätten uns nur noch eine Kammerkonstruktion im Inneren gewünscht, so dass z.B. das Netzteil in einer eigenen Kammer, bestens getrennt von den anderen Baugruppen, hätte seiner Arbeit nachgehen können. Zu bemerken ist, dass Pioneer einen eigenen Masterchip einsetzt, der sich um die Videoaufbereitung kümmert: Video Quality Enhancer (VQE) 9 erledigt u.a. auch das De-Interlacing. Zu sehen ist der Chip kaum auf den Bildern, weil er im übereinanderliegenden Platinenlayout in der 2. Ebene arbeitet. Wer das Videosignal analog ausgibt, kann sich über die qualitativ hochwertige Arbeit eines 108 MHz-/14-Bit Video-D/A-Wandlers freuen. Dass die Ergebnisse stimmen, beweisen die Bildtestreihen, der Pioneer DV-989AVi-S bietet über Komponente-Progressiv eine Bildqualität, die der 576p HDMI 1.1 Bildsignalausgabe kaum nachsteht. Wie sauber der Pioneer DV-989AVi-S aufgebaut ist, beweisen auch Details: So sind Farb-, Helligkeits- und Kontrastwerte bei Komponenten- und HDMI-Ausgabe exakt gleich. Das ist keine Selbstverständlichkeit, auch Pioneer hatte es bei der letzten Generation nicht so gut drauf: So war das Bild beim Pioneer DV-668AV über Komponente etwas zu blass, während mittels HDMI die Farben ein wenig zu kräftig wirkten. Audioseitig setzt Pioneer auf 192 kHz/24-Bit-Bauteile von Burr Brown. 

Pioneer DV989AVi-S (DV 989 AVi) der neue Universalplayer von Pioneer im Test

Der Pioneer DV-989AVi-S von Innen 

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Hier die Audioplatine, auf der die D(A-Wandlung mittels der Burr Brown-192 kHz/24-Bit-Konverter durchgeführt wird

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Hier sieht man gut den "zweigeschossigen" Platinenaufbau des Pioneer DV-989

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Hier unten arbeiten der DSD/SACD-Chip sowie der Chip für die VQE9 (Pioneer-Entwicklung)

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Hochwertige Komponenten kommen bei der Netzteilsektion zum Einsatz

Pioneer DV989AVi-S (DV 989 AVi) der neue Universalplayer von Pioneer im Test

 Laufwerk mit guter Schirmung, links und rechts sind auch noch zusätzliche Bleche angebracht

Auch hier kann der Pioneer DV-989AVi-S viele Punkte sammeln. Hochwertige Baugruppen und ein sauberes Layout sorgen für sehr gute Voraussetzungen, um eine tadellose Bild- und Tongüte sicherzustellen. Allerdings trifft der Pioneer DV-989AVi-S auf harte Konkurrenz in Form des Denon DVD-3910, der im Geräteinneren mit einem überragenden Aufbau zu überzeugen weiß.

Pioneer DV989AVi-S (DV 989 AVi) der neue Universalplayer von Pioneer im Test

Hier ein Bild des Denon DVD-3910 "inside". Dieser gefällt uns nach wie vor in der Liga um 1.300,00€ am besten von Innen, weil Denon konsequent eine Bauweise mit verschiedenen Kammern vorgesehen hat. Das bringt den Vorteil mit sich, dass es praktisch keine Beeinflussungen der einzelnen Baugruppen gibt - vorbildlich und nochmals besser als beim Pioneer DV-989. Der Denon DVD3910 überrundet den Pioneer DV-989AVi-S auch in Bezug auf die verwendeten Baugruppen, denn er trumpft gleich mit zwei Video-D/A-Konvertern auf, soll das Signal analog ausgegeben werden. Einer der 216 MHz/12-Bit-Bauteile kümmert sich um die Progressive- und der andere um die Interlaced-Signalausgabe. Der Pioneer DV-989AVi-S kontert mit einem noch aufwändiger gemachten Netzteil. 

Bewertung Pioneer A-A 9 (A-A9) und Pioneer PD-D 9 (PD-D9) - Stereo-Kombination im TestPioneer A-A 9 (A-A9) und Pioneer PD-D 9 (PD-D9) - Stereo-Kombination im TestPioneer A-A 9 (A-A9) und Pioneer PD-D 9 (PD-D9) - Stereo-Kombination im TestPioneer A-A 9 (A-A9) und Pioneer PD-D 9 (PD-D9) - Stereo-Kombination im TestPioneer A-A 9 (A-A9) und Pioneer PD-D 9 (PD-D9) - Stereo-Kombination im TestPioneer A-A 9 (A-A9) und Pioneer PD-D 9 (PD-D9) - Stereo-Kombination im TestPioneer A-A 9 (A-A9) und Pioneer PD-D 9 (PD-D9) - Stereo-Kombination im TestPioneer A-A 9 (A-A9) und Pioneer PD-D 9 (PD-D9) - Stereo-Kombination im TestPioneer PDP-505XDE - das sensationelle Plasma-Display im Test bei HIFI-REGLERPioneer A-A 9 (A-A9) und Pioneer PD-D 9 (PD-D9) - Stereo-Kombination im Test

Ausstattung

Der Pioneer DV-989AVi-S ist mit umfangreichem Video-EQ (mehr dazu in der Bildwertung), vielfältigen Lautsprecher-Einstellmöglichkeiten und einem Bassmanagement sowie einer Laufzeitanpassung für DVD-A und SACD sehr ansprechend ausgerüstet.  Des weiteren gibt es die Möglichkeit, herkömmliche CDs und DVDs in Bittiefe und Samplingfrequenz aufzupolieren (Hi-Bit, Legato PRO). Legato PRO erhöht die Samplingrate und ist in vier verschiedenen Modi abrufbar, die den Klang auf unterschiedliche Art und Weise beeinflussen. In der Betriebsart "Standard" erhält das Klangfeld eine größere Präsenz - in der Praxis macht sich dieser Effekt bei einigen hervorragenden CDs positiv bemerkbar, dass dann die Tiefenstaffelung verbessert wird und die virtuelle Bühne klarer zu erkennen ist. Modus 1 ist "hell und lebhaft", Modus 2 "Weich und weiträumig" und Modus 3 "Solide und gut ausgewogen". Insgesamt können wir nur dazu raten, auszuprobieren. Die Beeinflussung, die diese verschiedenen Effekte auf den Klang ausüben, liegt außerhalb des direkt hörbaren Frequenzbereiches. Damit wirken die Legato PRO-Effekte auf den Oberwellenbereich ein. 

Zu den Oberwellen: Das Gehör eines erwachsenen Menschen reicht nur bis etwa 16 kHz, nur Kinder hören noch weiter hinauf (bis ca. 20 kHz). Was verbirgt sich nun hinter den Oberwellen/Obertönen? Die Superposition (= Überlagerung) aller Frequenzen inklusive der einzeln nicht hörbaren Obertöne bestimmen die Klangfarbe eines Musikinstruments. Das heißt: Auch wenn man die einzelnen Obertöne nicht direkt mit dem menschlichen Gehör (das, wie bereits aufgeführt, Töne von 20 Hz bis ca. 16 kHz aufnimmt) wahrnehmen kann, sind sie für den gesamten Klang eines Instruments mit verantwortlich und können so die gesamte, für das jeweilige Instrument typische Klangcharakteristik erst exakt herausstellen. Je nach dem, WIE ein Instrument gespielt wird, ändern sich die Superposition ebenfalls, will heißen: Wenn ich eine beschwingte Symphonie höre, spielt der Geiger sein Instrument anders als bei einem schwermütig-melancholischen Stück, dadurch verändert sich auch die Klangcharakteristik. Dass die Obertöne oder Oberwellen, deren Frequenz über dem obersten direkt hörbaren Frequenzbereich liegen, eine wichtige Rolle spielen, zeigt sich daran, dass eine hohe Sinusfrequenz anders klingt als eine Dreieck-, Sägezahn- oder Rechteckschwingung. Hier kann man auch mit den verschiedenen Pioneer-Modi ansetzen. Je nach dem, ob beschwingte Symphonie oder eher melancholisches Musikstück, kann man den entsprechenden, bereits durch die Spielweise der Musiker vorgegebenen Effekt verstärken, so dass der interpretatorische Ansatz des jeweiligen Satzes oder Liedes noch besser zum Ausdruck kommt. 

Wegen des akustischen Einflusses der Oberwellen sind auch manche HiFi-Fans der Überzeugung, dass die Schallplatte besser klingt als die CD, weil die Schallplatte eine andere Verteilung und einen anderen Pegel der Oberwellen hat. Dieses Wissen begründet auch die Schaffung neuer hochauflösender Tonformate wie DVD Audio oder SACD. Wenn man Signale aus Summe von Sinusschwingungen darstellt, ist festzustellen, dass, je steiler ein Anstieg im Zeitbereich ist (Beispiel: Flanke eines Rechtecksignals), umso größer muss die Bandbreite sein, um dieses Signal in seiner vollen Charakteristik inklusive der Obertöne zu übertragen. Damit spielt nicht nur die Frequenz als solche, sondern auch der Anstieg der Flanke eine Rolle für die notwendige Bandbreite. Im Extremfall hieße das: Bei einem Impuls mit einem unendlich steilen Anstieg müsste auch die Bandbreite des Übertragungskanals unendlich sein, um am Ausgang exakt den selbem Impuls zu erhalten, auch wenn die eigentliche Frequenz weitaus niedriger ist. Letztendlich ist festzuhalten, dass für eine möglichst originalgetreue Reproduktion inklusive den Oberwellen die neuen hochauflösenden Tonformate besser geeignet sind als beispielsweise die herkömmliche CD, deren weitaus geringeres Frequenzspektrum nicht in dem Maße geeignet ist, die Obertöne ins akustische Gesamtprofil einzuarbeiten. 

Das Lautsprechersetup ist praktisch komplett, jede Box einzeln kann eingestellt werden, auch für den Subwoofer gibt es die Möglichkeit zur Pegel- und Entfernungsjustage. Die Pegel-Abstufungen liegen bei 0,5 dB, die Entfernungs-Einheiten beim Time Alignment betragen 0,1 Meter - sehr präzise, lobenswert. 

Doch der Pioneer DV-989 möchte nicht nur mit audiovisuellen, sondern auch mit benutzerfreundlichen Ausstattungsmerkmalen auf sich aufmerksam machen. Sehr praktisch ist der Disc-Navigator, der es ermöglicht, jede DVD oder CD nach Kapiteln zu durchsuchen und so schnell den gewünschten Startpunkt zu finden. Das Ganze funkioniert bei DVDs ebenso wie die DVD-As, SACDs oder MP3 CDs beziehungsweise DVD-RWs, die im editierbaren Video Recording Mode (VR Mode) aufgenommen wurden. Ebenfalls mit an Bord ist ein dreistufiger Display-Dimmer. 

Vor allem Neueinsteiger und wenig versierte Anwender sollen mit dem "Setup-Assistenten" angesprochen werden.

Pioneer DV989AVi-S (DV 989 AVi) der neue Universalplayer von Pioneer im Test

Zum Ausstattungsumfang gehört auch ein Setup-Assistent, der wichtige Fragen abruft wie z.B. die nach der gewünschten DVD-Sprache

Pioneer DV989AVi-S (DV 989 AVi) der neue Universalplayer von Pioneer im Test

Der Setup-Assistent richtig auch die Progressive- oder Interlaced-Signalausgabe, je nach TV-Gerät, ein

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Auch hakt der Assistent nach, ob ein AV-Receiver angeschlossen ist

Pioneer DV989AVi-S (DV 989 AVi) der neue Universalplayer von Pioneer im Test

Auch die Lautsprecher-Konfiguration fragt der Pioneer DV-989 AVi-S automatisch ab, ist der Setup-Assistent aktiviert

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Ist ein AV-Receiver angeschlossen, fragt der Pioneer DV-989AVi auch nach den Tonnormen, die dieser beherrscht

Pioneer DV989AVi-S (DV 989 AVi) der neue Universalplayer von Pioneer im Test

Vom Menü "Systemeinstellungen" aus kommt man auch zu den Justagemöglichkeiten für die Lautsprecher (Näheres später in der Klangwertung)

Insgesamt verfügt der Pioneer DV-989AVi-Süber alles, was einen modernen, zeitgemäßen DVD-Player der gehobenen Preisklasse ausmacht. Lautsprecher-Justagemöglichkeiten und Video-EQ mit umfangreichen Einstellmöglichkeiten sind exzellent. 

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Laufwerk

Multimedia:

  • jpeg-CDs: Können nicht wiedergegeben werden
  • MP3-CD: Schneller Einlesevorgang, spartanisches Menü ohne ID3-Tags. Zerkratztes Medium wurde sofort und ohne Schwierigkeiten wiedergegeben
  • SVCD: Sehr klares Bild, rascher Einlesevorgang - keine Probleme.
  • DVD-RW, VR Mode: Sehr schnell eingelesen, sehr gutes Bild
  • DVD-RW, Video Mode: Wiederum überzeugend. Schneller Einlesevorgang, tadelloses Bild
  • DVD-Rs mit MP3-Sets: Keine Wiedergabe möglich.

Bilanzierend ein eher bescheidenes Ergebnis. Aufpoliert wird es durch die Tatsache, dass der 989 weder bei CD-Rs, noch bei CDs, DVDs, DVD-As oder SACDs auch nur einmal abstürzte. Für Multimedia-Fans ist der Pioneer DV-989 aber ebenso wenig wie der Pioneer DV-868AVi das richtige Gerät. Tipp: Dafür besser einen preiswerten Zweitplayer anschaffen. 

In Bezug auf die Leistungsfähigkeit des Laufwerks hat sich Pioneer einen Fauxpas geleistet: Wie bereits beim Vorgänger Pioneer DV-868AVi ist der Layerwechsel gut zu bemerken (Top Gun, Code 2, Kapitel 18 auf 19). Das ist inzwischen wirklich nicht mehr nötig, praktisch jeder DVD-Player bekommt den Layerwechsel nahezu unsichtbar hin. Ansonsten gibt es nur Positives zu berichten: So ist die Fehlerkorrektur exzellent. Alle Tracks inklusive dem letzten Track 30 gab der Pioneer DV-989AVi-S problemlos und ohne Aussetzer wieder. Die Fehler zum Check der Laufwerksfehlerkorrektur sind durch einen größer werden Keil auf unserer Test-DVD (Burosch Professional Test-DVD) simuliert. Bei Track 2 startet es mit 0 mm und endet bei Track 30 mit 4,5 mm (ungefähr 0,16 mm-Schritte). Das Kapitel springen funktioniert völlig reibungslos, das heißt schnell und präzise. Das gerade aktuelle Kapitel wird, vorbildlich, mittels OSD-Einblendung angezeigt. 

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Anschlüsse

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Reichhaltige Anschlussbestückung beim Pioneer DV-989AVi-S

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Die i.link- und HDMI-Sektion im Detail

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Top: Alle Cinchanschlüsse sind vergoldet. Eigener Ausgang für 2-Kanal-Stereo (links im Bild)

Die Anschlussbestückung des Pioneer DV-989AVi-S ist exzellent. Nicht nur, dass HDMI 1.1- und i.link-Schnittstellen für modernes Flair sorgen, auch, dass es gleich 2 S-Video-Hosiden-Ausgänge sowie 2 FBAS-Ausgänge und 2 Scartbuchsen gibt, sorgt für Punktzuwachs auf dem Pioneer-Konto. Selbstverständlich sind auch ein optischer und ein koaxialer Digitalausgang, ein 5.1-Ausgang, ein analoger 2-Kanal-Stereoausgang und ein Video-Komponentenausgang auf der Geräterückseite zu finden. Für eine bestmögliche Kontaktsicherheit sind alle Cinchanschlüsse vergoldet.

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Bedienung

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Das etwas schlichte Display ist gut ablesbar

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Die kleinen Tasten sind durch den guten Druckpunkt und die Tatsache, dass sie nicht zu eng beisammen sind, prima zu bedienen

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Drei kleine Knöpfe auf der Gerätefront für schnellen Zugriff

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Große, sehr gut bedienbare "Play"-Taste auf der Gerätefront

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Die Fernbedienung des Pioneer DV-989AVi-S ist ein Methusalem im Pioneer-Portfolio. Schon jede Menger Player-Generationen waren damit ausgestattet. Inzwischen ist sie etwas überholt - vor allem das Hartplastik-Drehrad bietet nicht eben Top-Haptik. Die Anzahl der Tasten ist immer noch up to date - der IR-Controller ist nach wie vor sehr übersichtlich. Allerdings könnten die Reaktionen auf mittels Tastendruck gegebene Befehle etwas rascher kommen. Die Navi-Einheit agiert auch ein wenig träge.

Pioneer DV989AVi-S (DV 989 AVi) der neue Universalplayer von Pioneer im Test

Das Drehrad ist praktisch, aber haptisch etwas schlicht

Pioneer DV989AVi-S (DV 989 AVi) der neue Universalplayer von Pioneer im Test

Die "Play"-Taste und andere elementare Bedienelemente leuchten in der Dunkelheit

Insgesamt überzeugen die Menüs durch einfache, durchdachte Handhabung. Die wenigen Tasten am Player selber sind auch prima im Handling. Verbesserungspotential birgt die etwas antiquiert wirkende Fernbedienung.

Bewertung Pioneer A-A 9 (A-A9) und Pioneer PD-D 9 (PD-D9) - Stereo-Kombination im TestPioneer A-A 9 (A-A9) und Pioneer PD-D 9 (PD-D9) - Stereo-Kombination im TestPioneer A-A 9 (A-A9) und Pioneer PD-D 9 (PD-D9) - Stereo-Kombination im TestPioneer A-A 9 (A-A9) und Pioneer PD-D 9 (PD-D9) - Stereo-Kombination im TestPioneer A-A 9 (A-A9) und Pioneer PD-D 9 (PD-D9) - Stereo-Kombination im TestPioneer A-A 9 (A-A9) und Pioneer PD-D 9 (PD-D9) - Stereo-Kombination im TestPioneer A-A 9 (A-A9) und Pioneer PD-D 9 (PD-D9) - Stereo-Kombination im TestPioneer A-A 9 (A-A9) und Pioneer PD-D 9 (PD-D9) - Stereo-Kombination im TestPioneer A-A 9 (A-A9) und Pioneer PD-D 9 (PD-D9) - Stereo-Kombination im TestPioneer A-A 9 (A-A9) und Pioneer PD-D 9 (PD-D9) - Stereo-Kombination im Test

Test-Equipment:

Bild

Pioneer DV989AVi-S (DV 989 AVi) der neue Universalplayer von Pioneer im Test

Der Pioneer DV-989 bietet superbe visuelle Leistungen

Die gesamten Bildtestreihen zeigen deutlich, dass der Pioneer DV-989AVi-S keinen Konkurrenten zu fürchten braucht. Gegenüber dem Vorgänger Pioneer DV-868AVi konnte in allen Belangen nochmals zugelegt werden. Besonders sticht die brillante Bildqualität über den Komponentenausgang (analog!) hervor. Hier bietet der Pioneer ein Ergebnis, das nur leicht unter Super-Playern wie dem Onkyo DV-SP1000E und Denon DVD-A1XV liegt. Sehr sauber, lebendig und klar erscheint das Bild bei "Gladiator" und "Space Cowboys". Im Vergleich zum Vorgänger ist die Farbwiedergabe authentischer, die Farben verbreiten mehr Dynamik und Brillanz. Die Detaildarstellung im hochfrequenten Bildbereich ist hervorragend und kann mittels des Video-EQs noch effektiv optimiert werden, was zu einem noch messerschärfer gezeichneten Bild führt. Bei "Gladiator" wird im 15. Kapitel der sandige Boden der Arena sehr fein durchstrukturiert, was für einen plastischen, realen Gesamteindruck sorgt. Wechselt man zur HDMI-Bildsignalausgabe, so sind die Bildunterschiede zur Komponenten-Variante sehr gering. Das HDMI-Bild wirkt nochmals minimal sauberer, aber dies fällt eigentlich erst bei sehr genauer Betrachtung auf. Lässt man den Pioneer DV-989AVi auf 1.280 x 720p skalieren, so überzeugt die Arbeit des internen Scalers voll und ganz. Das Bild ist frei von Rauschmustern, keine Bildobjekte flimmern oder zittern. 

Nun zu weiteren detaillierten Beobachtungen. Hier wollen wir mit dem Film "Sahara" beginnen. Gleich in der ersten Szene (Kapitel 1) bietet der Pioneer ein ausgezeichnetes Bild. Selbst in der Dunkelheit, die in dieser Sequenz herrscht, zeichnet der Pioneer die stählerne Außenhaut des Kampfschiffes detailgetreu nach, jede einzelne Niete ist sichtbar. Beim sichtbaren Flug der Kanonenkugeln bleibt das Bild ruhig und frei von störenden Nachzieheffekten. Die Gesichter der Protagonisten sind realistisch und plastisch ausgearbeitet. Auch Kleinigkeiten wie Schweißperlen am Hals oder eine baumelnde Lampe im Hintergrund nimmt der Pioneer DV-989AVi-S exakt ins visuelle Gesamtgeschehen auf.  Ab Laufzeit 4:00 zeichnet der Pioneer DV-989AVi-S ein präzises Bild der Räumlichkeiten an Bord des Schiffs von Dirk Pitt und seinen "Mannen". Die langsame Kameraführung, die sich behutsam über viele Details bewegt, gibt der Pioneer im 720p Modus (Anschluss über HDMI) tadellos wieder. Ganz gleich, ob Schiffsmodell, herumliegende Tageszeitung oder Landkarte: Sehr sorgfältig nimmt sich der Pioneer DV-989 jeder Kleinigkeit an. Bei Laufzeit 6:44 wird die rasche Fahrt des Jeep Grand Cherokee vom Pioneer DV-989AVi-S ohne Ruckelbewegungen und ohne Bewegungsunschärfen sehr präzise wiedergegeben. Das Ghetto, in dem die Besatzung anhält, überzeugt wiederum durch die erstklassige Gesamtbildschärfe. Beeindruckend bleibt das Ergebnis, wenn wir uns im Direktvergleich das Bild via Komponente anschauen (Signalausgabe 576p). Die neutrale, lebendige und dynamische Farbwiedergabe bleibt auch hier erhalten - was, wie schon beschrieben, keine Selbstverständlichkeit ist, da oftmals die Werte für Bildhelligkeit, Kontrast und Farbintensität variieren, je nach dem man z.B. Komponente oder HDMI angewählt hat. Ab Laufzeit 19:10 (Kapitel 4) wird das Innenleben des luxuriösen Anwesens vom 989 exzellent dargestellt: Die Marmortreppe, das Treppengeländer oder die Teppiche an der Wand (die keinerlei Moirémuster zeigen) - alles ergänzt sich zu einem äußerst stimmigen Gesamteindruck. Bei Laufzeit 22:20 kann der Pioneer DV-989AVi-S erneut überzeugen, denn das Speed-Boat wird sehr plastisch und in allen Einzelheiten aufs Bildwiedergabegerät gebracht. Die harten Gefechte auf dem Fluss (z.B. Laufzeit 42:00, Kapitel 6) werden visuell eindrucksvoll übertragen, der Pioneer DV-989AVi-S kommt ohne Schwierigkeiten mit allen raschen Bewegungen zurecht - man sieht alles gestochen scharf, störende Treppenstufen an schrägen Objektkanten sind kaum zu beobachten. 

Exzellent managt der Pioneer DV-989AVi-S auch die visuell sehr gute "Jarre in China"-DVD. Hier beweist der Universalplayer, dass er gerade in dunklen Szenen, in denen andere Player leichtes Rauschen und unstimmige Grau-Schwarz-Übergänge produzieren, ein hervorragendes Bilderlebnis sicherstellt. Das rauscharme, detailreiche Bild mit klarer Bewegungsdarstellung punktet auch durch die realistische Farbgebung.  Das visuelle Differenzierungsvermögen in den dunklen Bildbereichen ist hervorragend, alle Übergänge sind stimmig. Der "Chroma Upsampling Bug", kurz "Chroma Bug", machte sich in unseren Test-Reihen kaum störend bemerkbar, wobei man ihn auf größeren Bilddiagonalen, also bei Projektion ab ca. 2,5 Meter Leinwanddiagonale, schon noch bemerkt. Wir allerdings halten diesen Effekt nicht für so weltbewegend, wie er von manchem Anwender gern angesehen wird. Ein unzureichendes Bildwiedergabegerät, falsche Video-EQ Einstellungen beim Pioneer DV-989AVi-S oder beim Bildwiedergabegerät sowie eine schlechte Verkabelung können viel deutlichere Fehler wie störende Rauschmuster, Doppelkonturen, Detailverlust etc. verursachen und sich somit deutlich drastischer auswirken. 

Wie kommt der Pioneer DV-989AVi-S mit älterem Quellmaterial zurecht? Um dies herauszufinden, haben wir den 1987er 007-Film "Der Hauch des Todes" in den Universalplayer eingelegt. Lobenswert, bereits während dem Titelsong "The Living Daylights" von A-HA, ist das erstaunlich niedrige Farbrauschen - zu dem die Reduzierungsmöglichkeit des Rauschverhaltens des Farbsignals mittels Video-EQ deutlich beiträgt. Aber auch die Bildschärfe ist überraschend hoch, wir haben, was eigentlich bei solchem eher älteren Material "tödlich" ist, sogar noch minimal an den beiden Schärfereglern optimiert - aber wirklich nur sehr vorsichtig, sonst ist es mit der visuellen Harmonie schnell vorbei. Nur den Gesichtern der Protagonisten merkt man deutlich an, dass der Film schon deutlich älter ist: Die Farbgebung wirkt nicht ganz ausgewogen, und außerdem wirkt die Hautoberfläche etwa so, als hätte man einen ganzen Sack Make-Up darauf gestreut. Andere Einzelheiten wie z.B. die Zimmereinrichtung in Kapitel 3 werden ausgezeichnet wiedergegeben. Die Stahlmantelgeschosse (auch Kapitel 3) sind sehr exakt und scharf dargestellt. Die etwas störenden Rauschmuster kann aber auch der Pioneer DV-989AVi-S nicht völlig eliminieren. Was die überragende Qualität unseres Test-Kandidaten aber wiederum deutlich zeigt, ist der hervorragende Kontrast: Selbst bei diesem älteren Film holt der Pioneer DV-989AVi-S praktisch jedes Detail aus der Dunkelheit ans Tageslicht.  

Anhand von 2 Szenen haben wir die De-Interlacing-Qualitäten analysiert:

  1. "Gladiator", Kapitel 15, Laufzeit zwischen 79:00 und 80:00: Hier beweist der Pioneer DV-989AVi-S sein Können. Die Kettenhemden der Gladiatoren werden ohne Flimmern oder Zittern dargestellt - extrem scharf und präzise. Die Bildruhe ist vorbildlich. Die prächtigen Gewänder des Imperators und seines Gefolges erstrahlen flimmerfrei und scharf in leuchtenden Farben. Bei den schnellen Bewegungen im Kampfgeschehen sind keinerlei Ruckelbewegungen oder Nachzieheffekte sichtbar.
  2. "Space Cowboys", Kapitel 8, Laufzeit ca. 25:30: Der Holzzaun im Hintergrund wird ohne die gefürchteten Moiré-Effekte mit hoher Detaillierung wiedergegeben. 

Sehr zu loben ist der umfangreiche Video-EQ. Drei Speicherplätze stehen für individuelle Justagen zur Verfügung:

Pioneer DV989AVi-S (DV 989 AVi) der neue Universalplayer von Pioneer im Test

Drei Speicherplätze für individuelle Justagen bietet der Pioneer DV-989AVi-S

Pioneer DV989AVi-S (DV 989 AVi) der neue Universalplayer von Pioneer im Test

Der erste Teil des Video-EQ. Hier sind die verschiedenen Pure Cinema-Modi für eine optimierte Wiedergabe von Film-DVDs abrufbar. "YNR" und "CNR" schwächen Farb- und Helligkeitsrauschen wirkungsvoll ab. Diese beiden Parameter bringen einen tatsächlichen praktischen Nutzen. Pioneer-typisch und ebenfalls sehr praktisch ist der getrennte Schärferegler für mittlere und hohe Bildfrequenzbereiche.

Pioneer DV989AVi-S (DV 989 AVi) der neue Universalplayer von Pioneer im Test

Der zweite Teil des Video-EQs beinhaltet noch einen "Detail"-Regler, mit dem sich die Kantenschärfe optimieren lässt. Weiß- und Schwarzpegel können individuell justiert werden. Eine Gammakorrektur ist ebenfalls mit an Bord. Der Chromapegel-Parameter sorgt für die Einstellung der Farbsättigung.

Pioneer DV989AVi-S (DV 989 AVi) der neue Universalplayer von Pioneer im Test

Der dritte Teil des Video-EQ. Hier findet sich noch eine Einstellmöglichkeit für die Chromaverzögerung und ein extra-Regler zur Justage der Kantenschärfe beim Anschluss über HDMI

Pioneer DV989AVi-S (DV 989 AVi) der neue Universalplayer von Pioneer im Test

Wer nicht selber alle Parameter justieren möchte, kann auch auf werksseitige Bildfelder zurückgreifen. "Direct" gibt das Bild ohne Veränderungen wieder. "Natural" verringert die Kantenschärfe und soll z.B. bei Spielfilmen ein besonders angenehmes Bild ermöglichen. "Enhanced"  verstärkt die Kantenschärfe und eignet sich laut Pioneer besonders gut für Animationsfilme. Die Bildqualität kann auch der Art des Bildwiedergabegerätes angepasst werden. Zur Wahl stehen "Professional" (professioneller Studiomonitor), PDP (Plasma-Display) oder CRT (normaler Röhren-TV).

Extrem gut macht sich der Pioneer DV-989AVi-S beim Anschluss an exzellente Plasma-Fernseher. Hier wirken das extrem scharfe, detailreiche Bild und die lebendige Farbwiedergabe besonders vorteilhaft zusammen. Nicht voll ausnutzen lässt sich das visuelle Spektrum, das der Pioneer aufbietet, bei preisgünstigen Plasma- und vor allem Rückpro- sowie LCD-Modellen. Gerade die farblich oft flauen LCD-TVs sind nicht in der Lage, das große Können des Pioneer DV-989AVi-S entsprechend zu verdeutlichen. Ausnahmen bestätigen die Regel: Vor allem hochwertige Toshiba-Modelle arbeiten ausgezeichnet mit edlen DVD-Playern zusammen, hier sind die LCD-typischen Schwächen dann fast vergessen. 

Wie schlägt sich der Pioneer im Vergleich zu seinen Konkurrenten? Die Antwort: Ausgesprochen gut. Besonders beeindruckend ist die extrem hoch liegende Bildschärfe, die in dieser Klasse Maßstäbe setzt und sogar noch geringfügig höher liegt als beim Denon DVD-3910, der beim damaligen Test die Meßlatte in Bezug auf Bildschärfe und Detaileinarbeitung extrem hoch legte. Die Zeit jedoch bleibt nicht stehen - der Pioneer DV989AVi erreicht sowohl in Bezug auf die Detailtreue als auch auf die Gesamtbildschärfe nochmals geringfügig höhere Werte beim Vergleich in Werkseinstellung - das Bild beider Player wurde anhand eines Pioneer PDP-505XDE genau analysiert. 

Der Denon DVD-3910 kann jedoch immer noch in vielen Disziplinen punkten: Bei DVDs mit gutem, sehr rausch- und störungsarmem, aber nicht überdurchschnittlich scharfen Bild kann man die Bildschärfe des Pioneer DV-989AVi-S problemlos erreichen: Dank Denons genialem DPIC, welches die Schärfe gerade von guten DVDs sehr effektiv aufpoliert. Damit kann man gerade viele neue Produktionen, die mit aalglattem, sehr sauberem, aber nicht extrem scharfem Bild an den Start gehen, gut auf die Sprünge helfen. Anders wiederum sieht es aus, wenn die DVD schon ein sehr scharfes Bild hat und man denkt, es wäre bereits alles ausgereizt: Dank der vielfältigen Einstellmöglichkeiten des Pioneer DV-989AVi-S (Schärfereglung getrennt für mittleren/hohen Bildfrequenzbereich) kann man dann sogar nochmals eine zuvor kaum für möglich gehaltene Steigerung hervorrufen. Aber - aufgepasst: Man muss über das entsprechende Bildwiedergabegerät verfügen, um überhaupt diesen Bonus des Pioneer DV-989 nutzen zu können. Übrigens: Auch ältere DVDs poliert der Pioneer DV-989 noch besser auf - wie wir bei der 007-Disc gut sehen konnten. DPIC erreicht zwar auch sehr gute Ergebnisse, noch schärfer erscheint aber das Bild, das der Pioneer DV-989AVi-S offeriert. Der Denon DVD-3910 bietet dafür im Vergleich zum Pioneer die bessere, präziser arbeitende Gammakorrektur, die man sich auch in Form eines Gamma-Graphs anzeigen lassen kann. Das ist ein wichtiger Bonus vor allem für Projektorenbenutzer, der eindeutig für den Denon DVD-3910 spricht. 

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sowie ausführlichem Fazit

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