TEST: Pioneer Full-HD-LCD Kuro KRL-37V
Test: Carsten Rampacher, AREADVD - update:
06. November 2008

Einführung
Genauso wie Samsung und Panasonic bietet
auch Pioneer seit kurzer Zeit nicht nur Plasma-Flachbildschirme,
sondern auch LCD-TVs an. Die neuen
Flachbildschirme sind in Größen von 32, 37 und 46 Zoll lieferbar und haben
sich, getreu der Pioneer "Kuro"-Philosophie, einem ausgezeichneten Schwarzwert
und einem hervorragenden Kontrast verschrieben. Um seine Fähigkeiten auch
in der Praxis unter Beweis zu stellen, trat ein 37 Zoll messender Pioneer
KRL-37V zu umfangreichen Test-Reihen in unserer Redaktion an. Mit
einem Preis von ca. 1.900,00 EUR ist der Full-HD-LCD Pioneer
KRL-37 V kein Sonderangebot, dafür genügt die verbaute Technik höchsten
Ansprüchen. 100 Hz für eine verbesserte Bewegungsdarstellung ist selbstverständlich
mit an Bord, ebenso ein umfangreich bestückter Video-EQ. HDMI-Eingänge
bringt der Pioneer KRLV37V drei
Stück mit, optisch tritt er dem momentanen Trend zu hochglänzendem Schwarz
entgegen und vereint klare, schnörkellose Linien mit matt anthrazitfarbenem
Aluminium-Look. Was der Kuro-LCD Pioneer
KRL-37V für eine Performance mitbringt, steht im folgenden Test-Bericht.
Verarbeitung

Bis ins letzte Detail eckig-zeitloses Design

Sauber integrierte Lautsprecher, stabiler Standfuß, der dem
Gerät sehr guten Halt gibt

Sehr gut verarbeiteter Rahmen, der in unseren Augen einzige
"Schönheitsfehler" ist auf diesem Bild sichtbar (leichter Versatz des
oberen Rahmenteils im Vergleich zu den Seitenteilen). Vielleicht ist dies sogar
so gewollt - wir fänden einen geraden, unmerklichen Übergang optisch
attraktiver

Qualitativ exzellente Fernbedienung
Der Pioneer KRL37V mutet edel
an, das Design ist schnörkellos und eckig. Im Gegensatz zum aktuellen
Trend ist der Pioneer KRL-37V
nicht in hochglänzendem Schwarz, sondern in matt gehaltener, gebürsteter
anthrazitfarbener Alu-Optik ausgeführt. Somit werden beim Filmgenuss keine
Reflexionen erzeugt. Die Spaltmaße sind meist sehr klein, der Rahmen ist
insgesamt sehr sorgfältig zusammen gefügt. Nur im allerletzten Detail
besteht minimaler Anlass zur Kritik (Rahmenteil auf der TV-Oberseite zu
den seitlichen Rahmenteilen: Versatz sichtbar). Das Lautsprechersystem
ist optisch sauber und beinahe unsichtbar eingebaut. Das Anschlusspanel
seitlich und auf der Rückseite ist genau eingepasst, die Buchsen sitzen
fest und weisen kein Spiel auf. Der Standfuß bietet dem Pioneer
KRL 37 V sicheren Stand. Die mitgelieferte Fernbedienung weiß aus
qualitativer Sicht zu begeistern (Finish aus echtem Aluminium), der nicht
absolut präzise definierte Druckpunkt der Tasten und der Navigationseinheit
bringen leichte Minuspunkte. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet
- hervorragend.
Anschlüsse

Sehr gutes Anschlussangebot - drei HDMI-Anschlüsse, ein
dedizierter PC-Eingang inklusive 3,5 mm Miniklinkenaudioeingang. Hinzu kommen
noch ein Komponenteneingang, 2 Scartbuchsen und ein optischer sowie ein analoger
Audioausgang
Die Anschlussbestückung auf der Rückseite des Pioneer
KRL-37V fällt praxisgerecht aus. Es finden sich drei HDMI-Terminals,
einem der drei Buchsen steht noch ein 3,5 mm Miniklinken-Audioeingang
zur Seite. Dieser ist dafür gedacht, wenn z.B. ein DVI-Zuspieler mit dem
LCD-TV Kontakt aufnimmt. Da über DVI
ausschließlich Bildsignale übertragen werden, muss noch eine zusätzliche
Leitung für das Bereit stellen der Audiosignale gelegt werden. Des Weiteren
gibt es einen D-Sub-RGB-Analog-PC-Eingang, der ebenfalls von einem zusätzlichen
3,5 mm Miniklinken-Audioeingang flankiert wird. Ein Komponenteneingang
inklusive 2-Kanal-Cinch-Audio-Analog-Eingang ist genauso vorhanden wie
zwei RGB-beschaltete Scartbuchsen für ältere Zuspieler. Ein 2-Kanal-Cinch-Audioausgang
und ein optischer Audio-Digitalausgang vervollständigen zusammen mit einem
Antennenanschluss das Anschlussangebot.

Seitliche Anschlüsse
Seitlich untergebracht sind ein FBAS- und ein S-Video-Eingang
sowie ein dazu gehörender 2-Kanal-Cinch-Analogeingang. Ein 3,5 mm
Miniklinken-Kopfhörerausgang und eine Service USB-Buchse vervollständigen das
Sortiment. Alle Eingänge lassen sich mittels Direktwahltasten oben auf der
Fernbedienung sehr unkompliziert ansteuern. Integriert ist auch ein CI-Slot.
Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Ausgezeichnet.
Ausstattung
Der Pioneer KRL-V37 mit 94
cm Bildschirmdiagonale stellt die Full-HD-Auflösung von 1.920 x 1.080
Pixeln dar. Selbstverständlich ist der Pioneer
KRL-37 V mit der "HD Digital Film Direct 24"-Technik ausgestattet.
Dahinter verbirgt sich die Möglichkeit, eingehende 1080p/24 Hz-Signale
korrekt zu verarbeiten, das heißt mit einem ganzzahligen Vielfachen von
24 direkt auf den Bildschirm zu bringen. Im Falle des Pioneer
KRL37V ist es eine Verdreifachung der Frequenz von 24 auf 72 Hz, die
ein flimmerfreies, stabiles und bewegungsscharfes Bild bereit stellt.
Pioneer KRL-37V ist auch mit
100 Hz-Technik ausgestattet, die durch das Berechnen von Zwischenbildern
die Verweildauer eines jedes einzelnen Bildes auf dem Screen reduziert.
Dies führt zu einer flüssigeren, schnelleren Wiedergabe von Bewegungen
gerade auch bei TV-Sendungen. Eine automatische Helligkeitskontrolle ist
ebenso mit an Bord wie eine dynamisch arbeitende Kontrastverbesserung.
Verschiedene vorprogrammierte Bild- und Tonfelder ermöglichen eine genaue
Anpassung an die Wünsche des Anwenders und an die AV-Quelle. Eingebaut
ist ein analoger und ein DVB-T-Tuner inklusive EPG. Audioseitig sind
Verstärkereinheiten mit 2 x 10 Watt integriert. Wie sich später in den
Test-Reihen zeigte, bietet das Soundsystem des Pioneer
KRL-37V ausgesprochen erfreuliche Leistungen. Der Stromverbrauch beträgt
nach Pioneer 171 W, im Standby-Betrieb 0,4 W. Gesamtnote in Relation
zur Preisklasse: Sehr gut.
Bedienung

Übersichtliche Fernbedienung

Seitliche Bedienelemente am Gerät

Überdurchschnittliche Menüs, aber nicht bis ins letzte
Detail logisch aufgebaut
Die Fernbedienung des Pioneer KRL37V
weist relativ viele Tasten auf, bedingt durch die sinnvolle Unterteilung
jedoch erscheint sie trotzdem nicht überladen. Das Navigationskreuz ist
ergonomisch günstig untergebracht. Die optisch attraktiven Menüs sind
nicht ganz so logisch aufgebaut, wie wir es sonst von Pioneer Flachbildschirmen
her kennen, nach kurzer Eingewöhnungszeit findet man sich jedoch zurecht.
Kritik im Detail: Die Anwahl der Bildprogramme ist nicht durch schlichten
Wechsel per Navigationskreuz im Bildmenü möglich, sondern erfolgt ausschließlich
über die "AV Selection"-Taste im unteren Teil der Fernbedienung. Erst,
wenn man im Home Menü ist und die AV Selection-Taste drückt, ändert sich
das Bildprogramm. Hat man alle Bildprogramme so gestaltet, wie man es
möchte, ist das Pioneer-Prinzip dann praktisch,
da man während des Betriebes das Bildprogramm schnell an die Rahmenbedingungen
(Kinofilm, NextGen Konsolen-Game oder Sportübertragung z.B.) anpassen
kann. Nicht verständlich ist, wieso die Rauschunterdrückung sich nicht
im Bildmenü, sondern unter "Optionen" findet. Gesamtnote Bedienung: Gut
- sehr gut.
Test-Equipment
- Denon DVD-2500BT
- Panasonic DMP-BD50
- Pioneer BDP-LX70A
- Pioneer VSX-LX51
- Teufel Theater 5
Video-EQ, Funktionsnutzen ermittelt mit 1.080p/24 Hz-Bildsignalen
von der Burosch Testbild-Blu-ray:

Bild-Parameter

Profi-Einstellungen - hier die Einstellung der Farbtemperatur

Pure Cinema-Parameter
Einstellbare Parameter:
- automatische Helligkeitsregelung ein/aus (bei Aktivierung
wird die Displayhelligkeit in Abhängigkeit vom externen Lichteinfall
automatisch geregelt, was in der Praxis sehr gut funktioniert)
- Hintergrundbeleuchtung von - 16 bis + 16. Sehr sinnvolle
Schritte, die Rasterung ist stimmig und fein genug. Durch das Herausregeln
der Hintergrundbeleuchtung erhält man ein Bild mit enorm gutem Schwarzwert,
welches einen sehr Kino-liken Eindruck hinterlässt.
- Kontrast von 0 bis 40: Enorm wirkungsvoller, fein
gestufter Kontrastregler.
- Helligkeit von - 30 bis + 30. Fein dosierbare Helligkeitsregelung
- Farbe von - 30 bis + 30
- Farbton (Rot-/Grün-Balance, auch "Tint" genannt) von
- 30 bis + 30
- Bildschärfe von - 10 bis + 10. Gute Staffelung und effektive
Anhebung der Bildschärfe
Hinzu kommt das Menü "Profi-Einstellungen":
- Farbtemperatur Hoch/Mittel bis hoch/Mittel/Tief bis
mittel/Tief
- 100 Hz an/aus (gesperrt bei 1.080p/24 Hz-Signal
- PureCinema (Aus/Standard/Verbessert, nicht anzuwählen
bei 1.080p/24 Hz-Signal)
- Aktiver Kontrast ein/aus
- Schwarz/Weiß-Modus
- RLS-Bereich (Einstellung des Funktionsbereiches für
die automatische Helligkeitsregelung)
Der Pioneer KRL-37V verfügt
des Weiteren über verschiedene vorprogrammierte Bildfelder, die sich über
die Fernbedienung anwählen lassen, Dazu drückt man die Taste "AV-Selection"
im unteren Bereich der Fernbedienung. Alle Modi lassen sich noch mittels
des Video-EQ anpassen und somit individualisieren. Es sind folgende Modi
verfügbar:
- Standard: Ein ausgewogenes Bildfeld, alle Regler des
Video-EQs sind in der Mitte positioniert. Die Farbtemperatur ist auf
"normal" eingestellt, was eine sehr ausgewogene und natürliche Farbwiedergabe
sichert. Bei der Grautreppe werden alle Balken gut differenziert angezeigt.
Das Durchzeichnungsvermögen im hellsten und im dunkelsten Step ist
nicht perfekt, was sich an der Anzahl der sichtbaren kontrastierenden
Quadrate zeigt.
- Film. Die automatische Bildhelligkeitsregelung ist deaktiviert.
Die Hintergrundbeleuchtung wird komplett herunterreguliert auf den
möglichen Minimalwert von - 16. Bildhelligkeit und Kontrast sind im
Falle der Bildhelligkeit etwas, im Falle des Kontrastes deutlich über
der mittleren Reglereinstellung des Video-EQs angesiedelt. Die Farben
sind leicht zurückgedreht, die Bildschärfe ist über der Regler-Mittelstellung.
Für ein sehr angenehmes Bild ist die Farbtemperatur ab Werk auf "Tief"
eingestellt. Bei der Grautreppe macht sich die warme Farbtemperatur
durch einen sichtbaren Braunstich bemerkbar. Das Weiß wird als Cremé
dargestellt und ist sehr augenfreundlich. Die Kontrastabstufungen
zwischen den einzelnen Stufen der Grautreppe sind nahezu perfekt.
Auch die kontrastierenden Quadrate werden beinahe alle dargestellt.
- Spiele: Der Gamer-Modus bietet einen leicht hochgezogenen
Kontrast, minimal zurück genommene Farben, eine ausgewogene Bildschärfe
und eine minimal erhöhnte Bildhelligkeit. RLS ist deaktiviert, die
Hintergrundbeleuchtung ist bezüglich des Reglers auf der Mittelstellung.
Bei der Farbtemperatur ist "Mittel" eingestellt. Der "Spiele"-Modus
bietet eine sehr gekonnte Kontrastdarstellung mit recht tiefem Schwarz,
klarem, aber nicht überstrahlendem Weiß und einer tadellosen Darstellung
aller Steps in der Grautreppe. Auch die kontrastierenden Quadrate
werden zu einem beträchtlichen Teil ans Licht geholt.
- PC: Wie Modus "Spiele", der Kontrastregler ist aber
weiter aufgezogen. Farbtemperatur auch auf "Mittel".
- Dynamisch: Die Hintergrundbeleuchtung ist auf dem Maximalwert,
RLS ist deaktiviert. Der Kontrast ist sichtbar hochgezogen, während
die eigentliche Bildhelligkeit sich unterhalb des Mittelwertes einpendelt.
Die Farben sind ein wenig kräftiger als normal eingestellt. Durch
deutliches Nachregeln der Bildschärfe ist das Ergebnis bezüglich Doppelkonturen
und Verträglichkeit über längere Zeiträume grenzwertig. Die Farbtemperatur
ist auf "hoch" eingestellt, dies erklärt den sichtbaren Blaueinschlag,
der das Weiß sehr brillant erscheinen lässt. Alle Steps der RGB 256
Graustufentreppen sind aber auch in diesem Modus erkennbar. Das Durchzeichnungsvermögen
im hellsten, aber besonders im dunkelsten Balken nimmt, wie man an
der Anzahl der zu erkennenden kontrastierenden Quadrate ausmachen
kann, jedoch ab.
- Dynamisch konstant: Wie "Dynamisch", aber ohne manuelle
Eingriffsmöglichkeiten durch den Anwender.
Weitere Anmerkungen:
- Nicht im Bildmenü, sondern unter dem Obermenü "Optionen"
findet sich der Rauschfilter. Dieser hat drei Stufen (aus/schwacher
Effekt/starker Effekt).
- Unter "Screen Size" auf der Fernbedienung finden sich
die Einstellmöglichkeiten "Voll" und "Punkt für Punkt" (= pixelgenaue
Darstellung)
Bilanz: Sehr effektiver Video-EQ, allerdings sind die Einstelloptionen
nicht sonderlich reichhaltig. Es fehlen verschiedene, in ihrer Wirkungsweise
unterschiedliche Rauschfilter, ein selektives Farbmanagement, eine exakte
Bestimmung des Weißpunktes mittels Gain/Offset RGB-Einstellfeld, und eine
Gammakorrektur. Dass überflüssige Optionen wie Konturenverstärker oder
enorme Kontrastanheber fehlen, ist hingegen eher zu begrüßen. Insgesamt
hätten wir jedoch gerade von Pioneer hier
mehr Ausstattung erwartet. Gesamtnote Video-EQ: Sehr gut - ausgezeichnet.
Bild
Generelle Beobachtungen
- Der Pioneer KRL-37V begeistert
durch sein nahezu rauschfreies Panel
- Der Schwarzwert und das Durchzeichnungsvermögen in dunklen Bildsequenzen
ist generell sehr gut, bei Wahl des AV-Modus "Kino" sogar exzellent.
- Die Abstufungen bezüglich der anwählbaren Farbtemperaturen sind praxisgerecht
gewählt.
- In Normaleinstellung stellt der Pioneer KRL-27V ein natürlich scharfes,
nie aufdringliches Bild bereit.
- Der Pioneer differenziert einzelne Bildebenen hervorragend auseinander,
was für ein tiefes, plastisches Bild sorgt
Test-Bilder 1.080p/24Hz (AV-Modus)
- Lines, Squares and Letters: Alle Muster werden sehr
sauber und klar dargestellt, es sind keine farblichen Verfärbungen
sichtbar. Auch die kleinsten Schriften sind akkurat lesbar. Die Bildruhe
begeistert, es kommt weder zu Flimmereffekten noch zu Rauschmustern.
- Faces: Sehr schöne Durchmodellierung der Gesichter der
beiden Ladies mit sauberer Darstellung der Hauttöne. Sehr gut kommt
der Haaransatz der dunkelhaarigen Dame zur Geltung, Die einzelnen
lockigen Haare werden sehr sauber herausgearbeitet. Der Glanz in den
Augen erscheint authentisch. Die beiden Halsketten mit ihren Anhängern
werden fein detailliert.
- Letters: Die Schriften laufen gleichmäßig, ohne Ruckelbewegungen
und mit nur sehr geringem Schärfeverlust durchs Bild. Auch die farbigen
Schriften erscheinen nahezu ohne Farbrauschen.
- Stars: Ein natürlich scharfes Bild, was sich an den
sehr klar erkennbaren Gitternetzlinien nachvollziehen lässt. Keine
Doppelkonturen. Die Farbintensität der RGB-"Sterne" ist gleichmäßig.
Fazit Test-Bilder: Scharf, plastisch, sauber und farbecht - der Pioneer
KRL-37V zeigt eine ausgesprochen überzeugende Leistung, die man in
Anbetracht des recht happigen Kaufpreises auch erwarten darf.
Film-Blu-ray "Fluch der Karibik 1 - Kurs der Black Pearl", 1.080p/24
Hz
- Sehr gute Wiedergabe des Nebels zu Beginn des Films, das aus dem Nebel
auftauchende Segelschiff kommt mit ruhiger Bewegung näher. Das Kleid
des auf Deck an der Schiffsfront stehenden Mädchens wird sehr detailliert
wiedergegeben. Die Struktur der Segel zeigt die Gebrauchsspuren deutlich.
Die Gesichter der Protagonisten sind fein gezeichnet, auch kleine Falten
oder Poren der Haut werden sichtbar.
- Im folgenden Kapitel, als Jack Sparrow in seiner "Nußschale" auf Port
Royal zusteuert, erscheint das Blau des Himmels nicht übersättigt, sondern
farbecht und sehr klar. Als Sparrow in den Hafen einfährt, ist rechts
im Bild die Plankenstruktur des Segelschiffes sehr gut zu erkennen.
Die Strohkörbe links im Bild, als Sparrow über den Landungssteg schreitet,
erscheinen sehr stabil und mit scharfer Struktur versehen. Der Ovierview
von oben über die Zeremonie in der Festung erfolgt mit ruhiger Bewegungswiedergabe,
das Mauerwerk ist beinahe ohne Unschärfen erkennbar. Auch als die Soldaten
vor dem Mauerwerk umher schreiten, sind die einzelnen Steine noch klar
auszumachen. Das Gesicht von Sparrow beim Gespräch mit den beiden
Soldaten, die am Kai stehen, wirkt sehr facettenreich, die dunklen Augen
mit der geschminkten Umrandung wirken sehr detailreich.
- Als Sparrow in der nächsten Sequenz Elisabeth Swann aus dem Wasser
rettet, ist das Bild auch unter Wasser sehr scharf, das Korsett des
Festgewandes der jungen Lady ist scharf und detailreich dargestellt.
Als kurz darauf die Soldaten durch den Festungsgang eilen, ist rechts,
obwohl im dunkeln liegend, die Struktur des Mauerwerks gut zu erkennen.
Die Lanzen, die auf Sparrow in der folgenden Szene gerichtet sind, überzeugen
durch scharfe Ausformung, ohne dass sich störende Doppelkonturen hineinmischen
und die visuelle Harmonie stören.
- Im 4. Kapitel dann wird das Gefängnis in der Dunkelheit von außen
gezeigt. Der Pioneer KRL-37V
überzeugt hier durch seinen sehr guten Schwarzwert und die scharfe,
vielschichtige Wiedergabe der Wasseroberfläche.
- Als Elisabeth im Bett liegt, ist die Spitzenstruktur des Nachthemdes
sehr scharf erkennbar, ebenfalls die brennende Kerze auf dem Nachtisch.
Als das Zimmermädchen den Raum verlässt, ist trotz des Halbdunkels rechts
die Struktur der Vertäfelung sehr gut erkennbar.
- Kurz darauf wird, nachdem Orlando Bloom beim Schmieden gezeigt wurde,
die Festung in der Dunkelheit auf den Screen gebracht - hier sind alle
einzelnen Mauersteine sehr schön auseinander zu differenzieren. Im darauf
folgenden Kampf stellt der Pioneer
KRL-37 V die Geschehnisse sehr dynamisch und mit stabilem Bild dar.
Der tadellose Schwarzwert sticht erneut hervor.
Fazit Film-Blu-ray: So haben wir "Fluch der Karibik" bislang auf kaum
einem LCD gesehen: Farbecht, natürlich
scharf, ein enormes Differenzierungsvermögen auch in den hinteren Bildebenen,
herausragende Bild-Stabilität und mit einem ausgezeichneten Schwarzwert
versehen.
Test von Scaler und De-Interlacer, Sequenz 1, Test-Bilder von der
Professional Test DVD (Burosch/Rhode&Schwarz), 576i
- Schärfetestbild H Sweep 0,5 MHz bis 6,75 MHz: Eine gleichmäßig scharfe,
klare Darstellung, die Linien fransen auch im hochfrequenten Bildbereich
nicht aus und sind klar differenzierbar. Keine feststellbaren Rauschmuster.
Bilanzierend eine hervorragende Scalingleistung des Pioneer
KRL37V.
- Pendel mit verschiedenen Geschwindigkeiten: Die Linie, über die das
Pendel gleitet, steht stabil und scharf. Sie fängt nicht zu flimmern
an, wenn das Pendel sich davor bewegt. Das Pendel selber läuft gleichmäßig,
die innere Struktur ist stets erkennbar. Leichte Nachzieher sind zu
sehen.
- Schriften in verschiedenen Geschwindigkeiten: Bei 384, 192, 96 und
64 Frames nahezu perfekte, ruhige und bewegungsscharfe Darstellung.
Die Buchstaben-Konturen sind exakt gezeichnet. Bei 32 Frames mischen
sich Fehlfarben in den Buchstabenränder (blau), der Lauf der Schrift
bleibt ruckelfrei und gleichmäßig. Insgesamt bei diesem schwierigen
Test-Bild eine für einen LCD-TV ausgesprochen
gute Leistung.
Fazit: Der eingebaute Scaler arbeitet bei allen Test-Bildern exzellent
und überzeugt durch Schärfe und Rauscharmut. Der De-Interlacer liefert
eine ebenfalls sehr respektable Leistung ab und erzielt flüssige Bewegungsabläufe.
Bewegungsunschärfen kommen kaum vor. Bei sehr schnellen Bewegungen leiden
die Konturen der bewegten Objekte etwas. Insgesamt eine Performance, die
für einen LCD-Fernseher sehr gut ist.
Test von Scaler und De-Interlacer, Sequenz 2, Star Wars Episode III,
576i
- Laufschrift zu Beginn des Films: Sehr ruhiger Lauf,
die Buchstaben neigen nicht, wie oft beobachtet, am Rand weiß zu werden
und auszufransen. Nur sehr geringes, aus größerer Distanz kaum feststellbares
Flimmern einzelner Buchstaben. Sehr ruhiger, stabiler Bildhintergrund,
es werden viele Sterne gezeigt.
- Eröffnungsszene: Weltraumschlacht oberhalb von Coruscant:
Der Sternzerstörer gleitet ruhig durchs Bild. Die Oberflächenstruktur
ist scharf und klar erkennbar. Keine Schärfeverluste durch die gleichmäßige
Bewegung, kein Flimmern oder Zittern der Objektkanten. Perfekte Leistung
- als die beiden Raumjäger von Anakin und Obi Wan den Sternzerstörer
im schnellen Flug passieren, bleibt das große Raumschiff in allen
Einzelheiten klar erkennbar. Die beleuchteten Fenster fransen nicht
aus, sondern bieten scharfe Konturen. Die ausgezeichnete Bildschärfe
praktisch ohne erkennbare Rauschmuster beweist erneut die enormen
Scaling-Qualitäten.
Fazit: Für einen LCD-Fernseher bietet
der Pioneer einen exzellenten Scaler und einen ausgezeichneten De-Interlacer.
Durch solche hochwertig integrierten, elementar wichtigen Ausstattungsmerkmale
rechtfertigt sich auch der hohe Kaufpreis.
Anmerkung: Erstklassiger Kontrast im Programm "Kino" bei
diesem Filmbeispiel, aber zu blasse Farben. Hier sollte der Anwender etwas
am Farbregler drehen.
Interner analoger TV-Tuner

Sehr guter analoger TV-Tuner
- Wenig Bildrauschen: Sowohl in einfarbigen Flächen als
auch bei kleinen Bilddetails sind störende Rauschmuster nur in geringem
Maße vorhanden
- Gute Bildschärfe - der Pioneer begeht aber nicht den
Fehler, das TV-Bild zu scharf und dadurch mit Treppenstufen und Doppelkonturen
wiederzugeben.
- Natürliche Farben im Programm "Standard"
- Hohe Bildruhe
- Ruhiger Lauf der Schriften mit Aktienkursen und Breaking
News bei N24, N-TV etc. Erneut überzeugt der interne De-Interlacer
Bilanz: Reife Leistung des Pioneer
KRL37V - der eingebaute analoge TV-Tuner macht einen ausgezeichneten
Job und leistet sich keine Schwäche.
Eignung zum Gamen
- Das Panel hat eine extrem schnelle Reaktionszeit - dadurch
ist es auch eine Freude, sehr dynamische Games zu spielen
- Durch das sehr gut zum Spielen geeignete, gleichnamige
AV-Programm kann man auch mehrere Stunden entspannt gamen
- Kontrast und Schwarzwert überzeugen praktisch restlos
- Im Modus "Spiele" brillante, aber trotzdem harmonische,
"langzeittaugliche" Farbwiedergabe
Fazit: Auch für Gamer ist der Pioneer
KRL-37V eine zwar sehr kostspielige, aber enorm leistungsstarke Alternative,
die auf hohem Level durch Ausgewogenheit glänzt.
Gesamtnote Bild in Relation zur Preisklasse: Hervorragend.
Klang

Tonmenü
- Nach Anwahl der "AV Select" Taste auf der Fernbedienung
ändert sich das Klangprogramm (zuerst muss man über "Home Menü" ins
Ton-Setup) von Film (leicht erhöhter Bass, Höhen neutral, Raumklang
aktiviert), Spiele (Bässe neutral, leicht angehobene Höhen, Raumklang
ein), Dynamisch (Leicht angehobene Höhen und Bässe, Raumklang aus),
Dynamisch konstant (nicht veränderbar durch den Anwender, gleiche
Werte wie "Dynamisch), Anwender (eigenes Setup)
- Einstellbar sind: Höhen, Bass, Balance, sehr guter,
breiter und sensibler Regelbereich. Raumklang kann aktiviert werden
(mehr Bühnenbreite, Klang löst sich besser vom Lautsprechersystem,
sehr lebendige Charakteristik).
Der Pioneer KRL-37V klingt
für einen LCD-TV überdurchschnittlich
gut. Besonders die lebendige, klare Hochtonwiedergabe überzeugte uns.
Der Grundtonbereich ist erfreulicherweise ebenfalls ordentlich, wenngleich
man systembedingt natürlich nicht zu viel erwarten darf. Die Raumklang-Funktion
löst den Sound überraschend gut vom Fernseher, zudem klingt das Gebotene
dynamisch und frisch anstatt, wie oft gehört, matt und lethargisch. Der
Pioneer KRL-37V erbringt sogar
so etwas wie eine akustische Einarbeitung klanglicher Details - das haben
wir selten bei Soundsystemen, die in Flachbildschirme integriert sind,
gehört. Einen "echten", das heißt vollwertigen Bassbereich kann der Pioneer
KRL-37V nicht bieten - das wäre auch zu viel verlangt. Eine recht
präzise, klare Wiedergabe vom Anfang des tieffrequenten Spektrums durften
wir aber erfreulicherweise vernehmen. An Einstellmöglichkeiten finden
sich recht genau dosierbare Standardregler zu Höhen, Bass und Balance.
Im Menü "Optionen", nicht im Soundmenü, findet sich der Unterpunkt "Sprachverbesserung".
Diese hat zur Aufgabe, die Stimmwiedergabe zu fokussieren und den Rest
der Akustik aus dem Brennpunkt des Zuhörers auszublenden. Das funktioniert
in der Praxis auch recht gut. Gesamtnote Klang in Relation zu Gerätekategorie
und Preisklasse: Sehr gut - ausgezeichnet.
Gesamt-Fazit

Typisch Pioneer: Der Pioneer
KRL-37V erweist sich als bild- und klangstark
Pioneer setzt neue Standards - und zwar
in jeder Hinsicht: Der Pioneer KRL
37 V ist mit ca. 1.900,00 EUR Kaufpreis für ein Gerät mit lediglich
94 cm Bildschirmdiagonale enorm teuer. In Zeiten, in denen man für diesen
Preis einen ausgewachsenen 50 Zoll-Flatscreen mit Full-HD-Auflösung und
sehr gutem Bild bekommt, mag man hier zunächst nach einer Berechtigung
für eine solche Preispolitik suchen. Wenn man den elegant aussehenden
LCD-TV aber genauer anschaut, wird
offenbar, wieso Pioneer auch preislich einen
Sonder-Obulus verlangt: Nur die nochmals sehr deutlich teureren Runco-Flachbildschirme
weisen bessere Scaling- und De-Interlacing-Einheiten auf. Ansonsten weist
der Pioneer so ziemlich alle Kontrahenten in die Schranken. Ein sauberes,
scharfes und flimmerfreies Bild auch bei Zuspielung von 576i-Signalen
ist alles andere als selbstverständlich. Das Panel begeistert ebenfalls:
Nahezu rauschfrei, sehr schnell ansprechend und mit hervorragendem Kontrast
und ausgezeichnetem Schwarzwert gesegnet. Auch akustisch präsentiert sich
der Pioneer KRL-37 V in ausgezeichneter
Verfassung und liefert einen überraschend klare Klangwiedergabe. Die hochwertige
Anmutung begeistert ebenso wie die zwar nicht allzu zahlreichen, dafür
aber sehr effektiven Einstellmöglichkeiten im Video-EQ. Insgesamt eine
überzeugende Leistung - der Einstieg von Pioneer
in die LCD-Welt ist ohne Zweifel gelungen.
Der ausgesprochen elegant auftretende Pioneer
KRL-37V begeistert durch einen ausgezeichneten Schwarzwert, einen
erstklassigen Kontrast und natürliche Farben

Flachbildschirme obere Mittelklasse
Test 06. November 2008
Preis-/Leistungsverhältnis
         
Pro:
- Für einen LCD-TV hervorragender
Schwarzwert
- Exzellenter Kontrast
- Sehr stabiles, rauscharmes Bild>
- Natürliche, authentische Farbgebung
- Ausgezeichneter Scaler und De-Interlacer
- Sehr guter Klang
- Elegante optische Erscheinung
- Edle Fernbedienung
Contra:
- Sehr teuer
- Video-EQ mit kleinen Ausstattungsdefiziten
- Bedienung im Detail nicht absolut stringent
Test: Carsten Rampacher, AREADVD
06.11. 2008
Verantwortlich für den Inhalt: Detlev
Schnick, © Copyright 2008 HIFI-REGLER, AREADVD
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