XXL-TEST: Pioneer AV-Verstärker Susano SC-LX90 - Pioneers Dynamik- und
Pegel-Ass in exklusiver Optik
Test: Carsten Rampacher und Philip Kind, beide AREADVD
- update: 30.10.2009

High Quality

AV-Bolide der Luxusklasse

Fernbedienung mit LC-Display

Umfangreiche Zusatzfunktionen
Einführung
Mit einem Preis von ca. EUR 7.000,00 gehört der Pioneer
SC-LX90 ganz klar in die AV-Verstärker-Luxusliga. Das optisch imposante
Gerät ist als so genannter "Direct Energy HD Verstärker" aufgebaut und
bietet 1.400 Watt System-Gesamtleistung. Die "Direct Energy HD"-Verstärkertechnik
wurde von Pioneer mit Hilfe von ICEpower entwickelt. Sechs HDMI 1.3-Eingänge
und zwei HDMI 1.3-Ausgänge sichern eine größtmögliche Anschlussflexibilität.
Hinzu kommen acht analoge AV-Eingänge (inklusive Phono) und elf herkömmliche
digitale Audioeingänge ( 4 x koaxial, 5 x optisch plus optischer Eingang
auf der Gerätefront). USB-Interfaces sowie eine iPod-Schnittstelle sind
ebenfalls vorhanden. Auch i.link Audio wird anschlussseitig supportet.
Für analoge Videosignale stehen fünf Komponenteneingänge und zwei Komponentenausgänge
zur Verfügung. Das Angebot wird ergänzt durch eine RS232C-Schnittstelle,
vier 12 V Trigger-Anschlüssen und vier IR-In sowie vier IR-Out-Terminals.
Natürlich ist der Pioneer SC-LX
90 für HDMI Deep Colour ausgelegt und ist xvYCC-ready. Im Inneren
sorgt hochmoderne DSP-Technik für erstklassige Ergebnisse. Zwei Analog
Devices SHARC EX-Prozessoren plus Freescale-Engine stellen das Herzstück
dar. Natürlich decodiert das Flaggschiff sämtliche neuen Tonformate, hinzu
kommen Decoder für Neural THX und WMA9. Ein hoch entwickeltes automatisches
Lautsprecher-Einmess- und Equalizing-System (Advanced MCACC) und Full
Band Phase Control sind weitere Bestandteile der Ausstattungsliste. Besonders
hochwertige Wolfson D/A-Konverter sichern überlegende Audioqualitäten.
Selbstverständlich bringt das Topmodell eine THX ultra 2-Lizenz mit und
ist von den Londoner AIR Studios akustisch abgestimmt worden. Das hochsteife
Gehäuse stellt sicher, dass keinerlei Vibrationen die klangliche Entfaltung
einschränken. Videoseitig sorgt eine aufwändige Upscaling-/De-Interlacing-Mimik
für ein exaktes Hochrechnen eingehender SD-Signale auf bis zu 1.080p.Optisches
Erkennungsmerkmal des Pioneer SC-LX
90 "Susano" ist das 5,1 Zoll messende LCD-Farbdisplay auf der Gerätenfront.
Auf diesem können Status-Informationen ebenso wie Video-Inhalte dargestellt
werden. Der Pioneer SC-LX90
ist DLNA-zertifiziert und kann in Heimnetzwerke eingebunden werden. Durch
Kuro Link kann er in Pioneer-Systemlösungen integriert werden.Die DLNA-Zertifizierung
beinhaltet die Wiedergabe digitaler Inhalte (Musik und Fotos von PC, MAC
oder NAS aus dem privaten IP-Netzwerk oder von Massenspeichern. Audioseitig
werden LPCM, MP3, WMA, WAV, und MPEG-4 AAC unterstützt. Als Bildformate
werden JPEG, PNG und GIF erkannt (bei Pioneer SC-LX81 und 71 nur JPEG).
Der Pioneer SC-LX90 ist zudem
auch für den Support von SD- und HD-Videoinhalten vorbereitet. Was Pioneers
Spitzenmodell leistet, haben wir für Sie überprüft.
Verarbeitung

Exzellente Detailverarbeitung

Hohe Materialqualität

Klappe auf der Frontblende

Integrierter kleiner TFT-Monitor

Lautsprecherkabel-Anschlussterminals - diese dürften noch
etwas edler ausfallen

Eingangswahlregler

Lautstärkedrehregler

Schlichte, aber hochwertige Fernbedienung
Das Finish des Pioneer SC-LX 90
ist von Außen betrachtet exquisit - ganz gleich, ob unerfahrener Anwender
oder AV-Kenner, die enorme Materialqualität beeindruckt. Die dicken Gehäuseseitenteile,
der massive Deckel, die sorgsame Verarbeitung aller Kanten (auch der auf
der Rückseite), überall werden Bestmarken gesetzt. Die sehr ansprechend
verarbeitete Rückseite passt perfekt ins Bild, auch die leichtgängigen
und soliden Lautsprecherkabel-Anschlussterminals gefallen und sind entsprechend
standesgemäß. Lautstärkedrehregler und der Regler für die Quellwahl gleiten
präzise durch die Hand, so dass auch die Bedienung direkt am AV-Verstärker
viel Freude macht.Die Klappe, unter der sich weitere Bedienelemente befinden,
ist sehr solide gearbeitet. Die Fernbedienung wirkt für ein so teures
Spitzenmodell zwar schlicht - aber die Verarbeitung und die Materialwahl
sind ausgezeichnet, so dass der IR-Controller letzten Endes sehr gut zum
Gesamtgerät passt. Als besonderes Merkmal fungiert das 13 cm große TFT-Display
vorn auf der Gerätefront, auf dem das komplette Menü des Pioneer
SC-LX90 sichtbar ist. Allerdings könnte das Display noch etwas schärfer
und in höherer Auflösung darstellen.Als hochwertig präsentiert sich das
mitgelieferte MCACC-Messmikrophon.

Aufwändiger Chassisaufbau (Bild oben und unten)


Überblick über den gesamten Aufbau mit dicken, Resonanz
hemmenden Seitenwänden

Endstufenlayout

Aufteilung in verschiedene Kammern
Aufgrund des hochkompexen Geräteaufbaus haben wir beim Pioneer
SC-LX 90 davon abgesehen, unser Test-Gerät zu öffnen und haben auf
Bilder von Pioneer zurückgegriffen - ein Aufschrauben des Gerätes hat
laut Pioneer auch negative Folgen hinsichtlich der gebotenen Performance
und sollte nur von Pioneer selbst durchgeführt werden. Der Pioneer
SC-LX90 ist im Prinzip wie eine Vor-/Endstufenkombination aufgebaut.
Oben ist die Vorverstärkersektion mit Kammeraufbau, und darunter sitzen
die digitalen Endstufen. Aufwändige Verstrebungen sorgen für optimale
Steifigkeit. Der Susano weist dicke Seitenwände auf, um enorme Vibrations-
und Resonanzarmut zu garantieren. Gesamtnote Verarbeitung in Relation
zur Preisklasse: Hervorragend - perfekt.
Anschlüsse

Anschlüsse im Detail

Komplette Anschlussübersicht

LS-Anschlussterminals
Rückseite
6 HDMI Eingänge, 2 HDMI Ausgänge
6 optische Digitaleingänge
5 koaxiale Digitaleingänge
5 Komponenteneingänge, 2 Ausgänge
3 S-Video In, 3 S-Video Out
7 FBAS Eingänge, 3 FBAS Ausgänge (+1x für Zone 2/3)
12 Analoge Stereo-Cinch Eingänge inkl. Phono, 5 Analoge Stereo-Cinch Ausgänge (3 Record, 2 Zone2/3)
1 Analog 7.1 Cinch Eingang, 1 Analog 10.2 Cinch Pre Out
1 Ethernet-Schnittstelle
1 iPod-Kabelanschluss
4 12 V Trigger
4 IR-In, 4 IR-Out
1 RS-232C
1 Antennenanschluss FM/AM
Vorderseite
1 Kopfhöreranschluss
1 Anschluss für MCACC Setup Mic
1 AV-Anschluss FBAS + Stereo Cinch
1 Optischer Digitaleingang
1 S-Video-Eingang
1 USB-Slot
An den Susano als Boliden stellen wir gewisse Ansprüche. Erfüllt werden
diese kompromisslos, übermäßig bepackt mit Anschlüssen ist er aber
gemessen an der Preisklasse auch nicht: ein weiterer USB-Slot auf der
Rückseite oder ein zusätzlicher HDMI-Port vorne würden der
Praktikabilität und dem Bedienkomfort zumindest keinen Schaden zufügen.
Gesamtnote Anschlussbestückung in Relation zur Preisklasse.
Ausgezeichnet ? Hervorragend.
Konfiguration, Setup und Bedienung

Der Bildinhalt, der auf unserer Leinwand zu sehen ist, wird
auch im kleinen TFT-Monitor abgebildet
Die Bedienung mittels der übersichtlichen, beleuchteten Fernbedienung mit kleinem
LC-Display entpuppt sich als einfach und komfortabel, so dass selbst weniger
erfahrene Anwender die immense Funktionsvielfalt des Pioneer
SC-LX90 nach kurzer Eingewöhnungszeit nutzen können. Das Navigationskreuz
ist sehr gut platziert, die OSD-Menüs entsprechen den im großen Gerätedisplay
angezeigten Inhalten - das Display in der Susano-Front ist ein kleiner
13 cm TFT-Monitor, der relativ scharf und klar wiedergibt, nur selten
kommt es zu leichtem Flimmern oder Zittern von Schriftelementen. Die großen
Regler für Lautstärke und Eingangswahl direkt am Gerät sind sehr griffgünstig
und ermöglichen eine präzise Steuerung.
Menü (Fernbedienung Taste: Setup)
- 1.Automatisches MCACC ? Automatisches
9-Band-Mehrkanal-Akustik-Kalibrierungssystem von Pioneer unter
Zuhilfenahme des mitgelieferten Mikrofons, Der User wählt die
entsprechende Lautsprecherkonfiguration (Normal/All Channel
Bi-Amp/Front Bi-Amp/7.2ch + Zone 2/7.2ch + Speaker B) und kann nach dem
folgenden Einmessen die Konfiguration auf bis zu sechs
unterschiedlichen Speicherplätzen ablegen
- 2. Ausgänge verwalten ? Konfiguration der Lautsprecher (Normal/All Channel Bi-Amp/Front Bi-Amp/7.2ch + Zone 2/7.2ch + Speaker
B)

Verschiedene manuelle Einstellungsmöglichkeiten des MCACC
- 3. Manuelles MCACC ? Hier kann der User die im ersten
Menüpunkt angesprochene automatische Einmessung manuell vornehmen.
Pegel (in 0,5db Schritten) und Lautsprecherabstand (in 1cm Schritten)
können gesetzt werden aber auch erweiterte Funktionen wie
Präzisionsmessung, Stehende Wellen, EQ Einstellungen und EQ
Professional (Nachhall-Messung/Nachhall-Anzeige/Erweiterte
EQ-Einstellungen) stehen dem technisch versierten Nutzer zur Verfügung
- 4.
Full Band Phase Control ? Hier kann eine Messung zur Korrektur der
Phasenlage vorgenommen werden, dies soll besonders zu einer
Verbesserung im Tieftonbereich führen. Menüpunkte Messung und
AnzeigeGrp. Laufzeit

Fünfter Menüpunkt: Datenverwaltung
- 5. Datenverwaltung ? Neben den Optionen ?Speicher
umbenennen?, ?MCACC-Speicherkopie? und ?Speicher löschen? können hier
noch einmal die vom MCACC ermittelten Messergebnisse unter dem Punkt
?MCACC-Datenprüfung? im Detail kontrolliert werden. Im Sub-Menü können
folgende Information in der entsprechenden Übersicht abgerufen werden:
Lautsprechereinstellungen, Kanalpegel, Lautsprecherabstand. Stehende
Wellen, EQ Kalibrierung, Full Band Phase Ctrl.

Lautsprecher-Konfiguration

X-Curve Anzeige
- 6. Lautsprecher einstellen ? Hier kann nochmals eine
Konfiguration der Lautsprecher vorgenommen werden. Unter dem Punkt
?Lautsprechereinstellungen? können die vorhandenen Lautsprecher
bezüglich ihrer Größe definiert werden: Front (Small/Large), Center
(Small/No), Surround A/B (Small/No), SurroundBack (No/Small x1/Small
x2), Subwoofer (Yes x1/Yes x2) und Übernahmefrequenz
(50hz/80hz/100hz/150hz/200hz)
Im nächsten Punkt ?Kanalpegel? wird je nach Wunsch erneut manuelles oder automatisches MCACC ausgeführt.
?Lautsprecherabstand? bietet dem User die Möglichkeit den Abstand der Speaker zentimetergenau einzustellen.
?X-Curve? dient der akustischen Anpassung des Raumes und die Kurve kann
hier noch in 0,5db schritten manuell angepasst werden
In den ?THX-Einstellungen? finden sich verschiedene THX-Parameter wie
?Loudness Plus? (on/off) ? garantiert eine kinogerechte Audiowiedergabe
trotz geringem Pegel, ?THX ultra 2 SW? (yes/no) ? THX-Zertifikat für
Raumgröße,
?Boundary Gain Ausgleich? (on/off) ? beugt einer raumbedingten Überbetonung der Tieffrequenzen vor und schließlich die
SurroundBack-Lautsprecherposition (>0,3 ? 1,2m/ 1,2m <).

- 7. Eingänge ? Hier können die digitalen Eingänge zugewiesen werden:
Input (HDMI1-6/CD/SACD/CD-R/Tuner/Phono/Multi
In/iPod/GALLERY/DVD/BD/TV/SAT/DVR 1-2/Video 1-2). Bei Anwahl des
entsprechenden Inputs können die verschiedenen Anschlüsse miteinander
kombiniert werden: Digital In (OFF/Coax1-Coax4/OPT1-OPT5), Component In
(OFF/Comp1-Comp4), S-Video In (OFF/Input-1), iLink In (OFF/ON),
RF-Input.
Desweiteren können 12V Trigger1-4 auf Off oder Main gesetzt werden.
- OSD-Menüsprache - Wahl der bevorzugten Sprache
(Deutsch/Englisch/Französisch/Spanisch/Russisch/Chinesisch)

Verschiedene sekundäre Optionen
- 9. Diverses ? Im Auswahlpunkt Mehrkanaleingang kann der
LFE-Pegel angepasst werden (0db/+10db) und der kombinierte Videoeingang
gewählt werden
ZONE Video-Einstellungen schaltet die Zone2 Video Konvertierung an/aus
In den ZONE Audio-Einst. wird ZONE3 Aufnahmeauswahl gewählt
(ZONE3/RECSEL) und der ZONE2/3 Lautstärkepegel eingestellt
(Variabel/Fixiert)
In den SR+ Einst. kann die PDP-Lautstärkeregelung an/aus geschaltet und der Monitor-Ausgang gesetzt werden (OFF/Input1-5)
HDMI-Steuerung (on/off)
iLink-Prüfung ? Anschließen von iLink-kompatiblen Geräten
Hintergrund ? Hier kann der OSD-Background eingestellt werden (Type1/Type2)
Audio-Setup (Fernbedienung Taste: Audioparameter)
- MCACC ? Wahl des MCACC-Speichermoduls der Einmessdaten des Nutzers
(MCACC-Memory 1-6) EQ (on/off)
Stehende Welle (on/off)
Lip Sync - einstellbar von 0.0 bis 6.0 frames
Mid/Loud
Tone ? Einstellung der Bässe und Höhen S.Retriever zum Aufpolieren
von datenreduzierten Dateien (z.B .MP3)
DNR ? Digital Noise Reduction
Dialog Enhancement ? erweitert die Klarheit bei der Stimmdarstellung
SRC (on/off)
Dual Mono ? (Channel 1/Channel 2/Channel 1+2)
DRC ? Dynamic Range Compression
LFE ? (0db bis -20db in 5er Schritten/off)
Surround B Verz.
SACD Pegel (0db/+6db)
HDMI Audio ? Hier kann gewählt werden ob der Pioneer
SC-LX90 das Audiosignal dekodieren oder durchschleifen soll (Amp/Through)
Auto Delay (on/off)
Centerbreite
Dimension
Panorama
Centerabbildung
Effekt
Taste Videoparameter auf der Fernbedienung öffnet einen Video EQ mit Einstellungen für:
- Helligkeit, Kontrast, Farbton Farbe, Rauschreduzierung
- Weitere Funktionen: Video Conversion on/off
- Auflösung ? Automatisch / 576i bis 1080p / Pure (Quellauflösung)
- Bildformat - through (Quelle)/normal (4:3)/zoom
Fazit Konfiguration, Setup und Bedienung: der Pioneer
SC-LX90 überzeugt mit der einfach zu handhabenden Fernbedienung, die
ergonomisch stimmig geformt ist und mit einem tadellosen Tastendruckpunkt
glänzt. Das Einmesssystem MCACC glänzt mit enorm umfangreichen zusätzlichen
Ausstattungsmerkmalen für weitergehende Kalibrationsarbeiten. Im Gegensatz
dazu ist der Video-EQ eher normal, aber nicht überdurchschnittlich reichhaltig,
bestückt. Gesamtnote in Relation zur Preisklasse: Hervorragend.
Test-Equipment
- Denon DVD-3800BD
- Denon DVD-A1UD
- Pioneer BDP-LX91
- Pioneer KRF-9000FD
- Teufel System 9
- Klipsch Reference 7.2 Set (RF-83/RC-64/RS-62/RB-61/RW-10D)
- Canton Reference 7.2
- Nubert nuVero14
Netzwerk, iPod und USB

iPhone-/iPod-Wiedergabe - Übersicht

Wiedergabe eines Titels
iPod: Am mitgelieferten Kabel können sowohl iPod als auch iPhone angeschlossen
werden. Auf dem Display wird eine Übersicht der auf dem iPod befindlichen
Dateien angezeigt und Inhalte können über den Pioneer SC-LX90 wiedergegeben
werden. Selbstverständlich kann alles mit der Remote des Susano gesteuert
werden. Beachten sie hier bitte, dass der kleine Schiebeschalter zwischen
TV und AMP auf ?Source? gestellt werden muss und zusätzlich
iPod als Quellenwahltaste angewählt ist. Man kann durch die Inhalte bequem
mit dem Navigationskreuz manövrieren oder die Play/Wiedergabetasten im
unteren Drittel der Remote verwenden.

USB-Menü - auch auf dem Monitor des Gerätes sichtbar

USB - Musikwiedergabe
USB: Möchte man Dateien von USB wiedergeben oder aus dem Netzwerk streamen,
muss die Home Media Gallery geöffnet werden. Hier ist folgendermaßen vorzugehen:
Der Schiebeschalter inmitten der Remote muss auf ?Source?
stehen und als Quellenwahltaste muss ?Gallery? gewählt werden.
Dann ist man in der Lage, eigene Playlisten erstellen, ein Netzwerk-Setup
auszuführen, einen Streaming-Server zu selektieren und schließlich unter
dem Punkt USB von einem USB-Speichermedium Daten wiederzugeben. Nach Anwahl
unseres 16 GB PNY Sticks werden die gespeicherten Daten schnell erkannt
und als Liste auf dem Display angeordnet. Eine ausgesuchte MP3 wird nach
kurzer Ladezeit abgespielt, offerierte Optionen sind ?Lied wiederholen?,
?Random? und ?A-B?, also einen Part des Tracks
wählen der fortlaufend abgespielt wird. An dieser Stelle wollen wir kurz
den ?Sound Retriever? analysieren. Dieser DSP soll komprimierte
verlustbehaftete Musikdateien akustisch aufpolieren. Urteilen wir nach
unserem Eindruck, tut er dies auch ausgezeichnet: Ein vorher zurückhaltender
Kickbass erscheint kräftig und druckvoll, das gesamte Klangbild erscheint
voluminöser und besser ausgeleuchtet, die Gesamtdynamik macht einen Satz
nach vorne und scheint besser differenziert und konturiert. Auch Bilder
werden übersichtlich in einer Liste dargestellt und erscheinen zusätzlich
als Thumbnail in der linken oberen Bildschirmecke. Die Ladezeit für Bilder
durchschnittlicher Größe ist angemessen kurz. Unter Optionen kann das
angezeigte Bild zu einer Playlist hinzugefügt werden oder ein Diashow-Setup
mit folgenden Funktionen durchgeführt werden: Effekt (Auto/White Out/Black
Out/Off) und Intervall (3-60 Sekunden). Wird, bevor ein Bild ausgewählt
wird, Musik wiedergegeben, ertönt während der Diashow obligatorisch weiterhin
Musik. Die Videowiedergabe stellt sich ähnlich problemlos dar, aus unserer
Auswahl wird MPEG, WMV und Divx-Avi wiedergegeben, als Option steht eine
Zeitsuche zur Verfügung: Man gibt die gewünschte Stunden- und Minutenzahl
ein, und es wird automatisch an diese Stelle gesprungen.

Netzwerksetup

Server: Video-Optionen

Multimediasetup
Netzwerk: Wenn mN in der Home Media Gallery ?Server?
auswählt, wird eine Übersicht der im Netzwerk vorhandenen Server angezeigt
und der Gewünschte kann gewählt werden. Hier muss gleich zu Beginn der
jeweilige Datentyp ausgewählt werden. Da hier wie bei USB Bilder-, Musik-
und Videodateien abgespielt werden, stehen also diese drei als Oberpunkte
zur Verfügung. Ist das entsprechende Format angewählt, wird ein dem USB-Menü
ähnliches Layout aufs Display geworfen. Nun können bequem Mediadaten vom
Rechner gestreamed und wiedergegeben werden. Wir müssen von keinerlei
Problemen bei der Arbeit mit Windows Media Player 11 unter Vista oder
Windows Media Connect unter XP berichten. Das Netzwerk-Setup zieht sich
problemlos bei eingeschaltetem DHCP eine IP-Adresse und der Pioneer wurde
in unserem Netzwerk sofort erkannt. Auf freigegebene Ordner wurde problemlos
zugegriffen und Inhalte wurden ohne Verzögerung wiedergegeben.
Fazit: Praxisgerechte und einfach bedienbare Multmedia- und
Netzwerkfunktionen - hier unsere Kurzbewertung:
+ Komplette iPod-Einbindung per mitgeliefertem Adapterkabel und nicht
per teurer, optionaler Dockingstation
+ Zusätzlich zur Streamingmöglichkeit von Musikdateien Streaming von Video-
und Fotodateien möglich
+ Hohe Betriebssicherheit
- Kein Internet Radio
Gesamtnote: Ausgezeichnet - hervorragend.
Ton
MCACC

Einmessmikrophon
Pioneers MCACC ist eines der am besten funktionierendsten, oder besser,
am wenigsten negativ in den Klang eingreifenden akustischen Einmesssysteme.
Konfiguration, Pegel, Delay werden justiert. Neben den Funktionen, die
auch von weniger differenzierten Einmesssystemen vorgenommen werden, werden
zusätzlich stehende Wellen ermittelt und ausgemerzt bzw. abgeschwächt,
eine Phasen-Kontrolle durchgeführt und eine Equalizer Kalibrierung (Pegelerhöhung/Absenkung
an bestimmten Frequenzen) vorgenommen. Für diese anspruchsvollen Aufgaben
benötigt MCACC insgesamt etwa 7 Minuten und 15 Sekunden, traditionell
wird nur an einer Messposition gemessen. Verschiedene, genau sechs, Speicherplätze
stehen zur individuellen Sicherung verschiedener Messungen zur Verfügung,
die Speicher können eigens benannt/gesichert/und sogar am PC ausgegeben
werden. Sicher ist die PC-Ausgabe eher etwas für Tüftler und versierte
Techniker, allerdings lassen sich auch Szenarien vorstellen, in denen
dies sich als äußerst nützlich erweisen könnte. Möchten man seinen Raum
beispielsweise akustisch verbessern lassen, so kann sich ein Raumakustiker
angelehnt an die MCACC-Messungen schon einmal ein Bild von den akustischen
Moden bilden, ohne selbst überhaupt schon vor Ort gewesen zu sein, die
Daten schickt ihm der Anwender bequem per E-Mail zu.
Blu-ray
Stirb Langsam 4.0, Kapitel 5, Schlacht um das Appartement von Matthew
Farrell, Tonspur englisch DTS-HD Master Audio (EQ Off, normales Decoding
ohne DSP):
Das beeindruckende Effektspektakel in dieser Sequenz wird vom Pioneer
SC-LX90 nahezu perfekt umgesetzt. Die Pistolenschüsse und Explosionen
werden realitätsgetreu wiedergegeben, mit viel Dynamik und Nachdruck.
Der große AV-Verstärker steuert den aktiven Subwoofer mit ordentlichem
Pegel an, so dass der M 9500 SW seine Fähigkeiten zur abgrundtiefen Basswiedergabe
voll ausspielen kann. Manchen etwas empfindsamen Gemütern dürften die
kraftvollen Salven aus den MPs von Gabriels Killern schon beinahe zu viel
Bass haben. Die imponierende Räumlichkeit sticht ansonsten besonders hervor,
der Zuhörer hat dadurch den Eindruck, dem Geschehen nicht von außen beizuwohnen,
sondern mitten in die Handlungsstränge integriert zu sein. Der Pioneer
SC-LX90 ist ein typischer Heimkino-AV-Verstärker, auch bezüglich der
restlichen Kette ? damit sein beeindruckendes akustisches Spiel
die ideale visuelle Ergänzung findet, ist ein Beamer, wie unser Pioneer
KURO KRF-9000, sehr empfehlenswert. Dann erhält man ein Gesamterlebnis,
das bezüglich Facettenreichtum, Dynamik und Emotionalität im wahrsten
Wortsinne ?tief unter die Haut? geht.
Iron Man, Kapitel 11, erster Einsatz, Tonspur DTS-HD Master Audio deutsch
(EQ Off, normales Decoding ohne DSP):
Die akustischen Feinheiten beim Anlegen des Anzugs kommen sehr plastisch
heraus, ohne dass die im Hintergrund laufende Filmmusik vernachlässigt
wird. Dies ist einer der großen Vorzüge teurer Hightech AV-Verstärker
? sie sind in der Lage, verschiedene akustische Ebenen mit identischer
Sorgfalt abzubilden. Die kurz nach dem Start des Iron Man folgenden MP-Schüsse
klingen gefährlich authentisch, ebenso die Schreie der verzweifelten Menschen.
Der sich immer nachdrücklicher, bis zum Eintreffen des Iron Man, aufbauende
Spannungsbogen wird vom Pioneer exzellent umgesetzt. Als der Iron Man
eintrifft, punktet der Pioneer SC-LX90
mit einer deutlichen, sauberen Darstellung der Geräusche des Anzugs. Als
der Iron Man einen der Anführer der finsteren Freiheitskämpfer aus seinem
Versteck holt, wird das Durchschlagen der Betonmauer mit der Stahlhand
sehr gut klangliche verdeutlicht. Das Stimmengewirr in der Armee-Kommandozentrale
gibt der Susano glaubwürdig und mit sehr hoher Präzision wieder, die vokalen
Elemente können tadellos räumlich lokalisiert werden. Das Gespräch zwischen
Tony und Rose klingt ebenfalls sehr realistisch. Als die Kampfjäger den
Iron Man in der Luft geortet haben und zum Angriff übergehen, beeindrucken
die facettenreichen, kraftvollen Triebwerksgeräusche. Sehr gut schafft
es der Pioneer SC-LX90 auch
hier, Musik und Effekte parallel akkurat einzuarbeiten.
Transformers, Kapitel 8, Kampf in der Wüste ,Dolby TrueHD, Englisch (EQ
Off, MCACC off, THX on:
Die Stimmen klingen, bedingt durch die THX-Nachbearbeitung, nicht zu aggressiv,
selbst bei sehr hohem Pegel wird eine tadellose Durchhörbarkeit gewährleistet.
Sehr gut funktioniert im THX-Modus das Erschaffen einer harmonischen,
gleichmäßigen, räumlich weiten Klangkulisse. Im Vergleich zum Modus ohne
THX wirken die Höhen minimal gedämpft, die Detaillierung leidet aber kaum.
Die Übergänge zwischen den einzelnen Frequenzen sind praktisch nicht auszumachen.
Beim erbitterten Kampf mit dem Decepticon in der Wüste kommen die MP-Salven
mit Kraft und Dynamik zum Ausdruck. Die mechanischen Geräusche des Skorpion-Decepticon
arbeitet der Pioneer SC-LX90
flink und umfassend ein.
Transformers, Kapitel 8, Kampf in der Wüste ,Dolby TrueHD, Englisch (EQ
On, MCACC on, normales Decoding ohne DSP):
Im Vergleich zum THX-Modus wird im Hochtonbereich mehr Brillanz geboten
? kleine Details kommen hier plastischer heraus ? erstaunlich,
wie exakt MCACC arbeitet und nicht einfach, wie es viele automatische
Einmesssysteme machen, einfach im oberen Frequenzbereich glättet und den
Lautsprecher so Entfaltungsmöglichkeiten nimmt. Wir haben die MCACC-Kurve,
die ermittelt wurde, nicht weiter bearbeitet, nur die Übernahmefrequenzen
etwas angepasst. Es ist auch möglich, die automatisch ermittelte Kurve
weiter zu bearbeiten und dieses Ergebnis dann in einen anderen Speicher
zu kopieren, damit man mit beiden Settings arbeiten kann. Insgesamt gefällt
uns diese Betriebsart ausgezeichnet, denn Brillanz, Dynamik und Facettenreichtum
gehen eine sehr homogene Verbindung miteinander ein. Nur bei sehr hohem
Pegel agiert der SC-LX90 im THX-Modus durch die geringere Strahlkraft
und die enorme Gesamtharmonie gekonnter ? für echte Home Theatre-Enthusiasten
mit enormem Pegelanspruch ist der THX-Modus die erste Wahl, vor allem
dann, wenn auch ein entsprechendes THX Lautsprecherset zum Einsatz kommt.
Bei dieser Sequenz aus ?Transformers? gefällt die exakte Betonung
der vokalen Elemente, die sehr authentischen Kampfgeräusche inklusive
weiter Ausleuchtung des Hochtonbereiches und der eindrucksvoll wiedergegebene
Music Score.
Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels, ,Dolby TrueHD,
Englisch (EQ Off, MCACC off, THX on), Ab Kapitel 1:

Hervorragender Sound bei "Indiana Jones und das Königrech
des Kristallschädels" im THX-Modus
Die Rock?n'Roll-Musik, das Lachen und die Motorgeräusche des Hot
Rods werden sehr plastisch wiedergegeben. Der Pioneer komprimiert die
Gesamtdynamik auch bei extremen Pegeln nicht, sondern bleibt Herr über
alle akustischen Ebenen. Das nach dem Überholen der Armee-Fahrzeuge davon
rasende Hot Rod erscheint sehr authentisch. Als der Konvoi dann vor dem
Stützpunkt stoppt, kommen auch kleine Effekte (Laufen auf dem sandigen
Unterboden) gut zur Geltung. Mit enormem Nachdruck ertönt kurze Zeit später
die MP-Salve. Bei diesem Soundtrack ist aufgrund der sehr nachdrücklichen
Abmischung die Verwendung des THX Modus sehr empfehlenswert, welcher ein
massives, aber nicht aggressives, sehr voluminöses Klangbild sichert.
Mit viel Akribie schafft es der Pioneer
SC-LX90, die unterschiedlichen Stimmprofile der Akteure heraus zu
arbeiten. Der Music Score wird vielschichtig und detailliert wiedergegeben.
Das Öffnen der Hangartüren und der zu dieser Zeit filigrane Music Score
? beide völlig unterschiedlichen Ebenen versteht es der Pioneer
geschickt, mit exzellenter Betonung herauszuarbeiten.
Andrea Bocelli, Live in Tuscany, Tonspur PCM 5.1, Track ?Melodramma?,
MCACC/EQ on:
Zu Beginn der Eingangssequenz der Vivere ? Live in Tuscany Blu-Ray
werden die Umgebungsgeräusche dezent, aber deutlich ausgegeben. Die erzählende
Stimme von Andrea Bocelli sowie die Kirchenglocken aus der Ferne werden
sehr natürlich ausgearbeitet und gefallen bezüglich der Authentizität.
Bei der mächtigen Einleitung des Liedes ist die Ansteuerung des Tieffrequenzemitters
bezüglich Präzision und Ausbalancierung ein Genuss, hier wird nicht etwa
mit zuviel Power gearbeitet, sondern stimmig und detailgetreu wiedergegeben.
Gleichzeitig ist aber zu erkennen, dass der Pioneer
SC-LX90 auch in den anderen Frequenzbereichen keinerlei Kompromisse
eingeht. Das realitätsgetreue Klatschgeräusch versetzt den Zuschauer direkt
in die VIP-Loge des Teatro de Silenzio, und wir behaupten: Hier sitzt
es sich gut! Als Andrea letztendlich die Stimme erhebt, dürfte selbst
der weniger audiophile Zuhörer feststellen können, dass der Pioneer
SC-LX90 ein umfassendes, emotional tief gehendes akustisches Erlebnis
zu vermitteln weiß. Bei der Wiedergabe dieser uns sehr genau bekannten
BD zeigt der Pioneer SC-LX 90
höchst eindrucksvoll, dass die Zeiten, in denen Geräte mit digitalen Endstufen
kalt, oberflächlich und emotionslos klangen, endgültig vorbei sind. Der
Schmelz in der Stimme, die feine Spielweise der Streicher ? all
dies erfasst der Susano mit Leidenschaft, Akribie und Feingefühl. Mit
diesen Leistungen setzt er sich aktuell an die Spitze der uns bekannten
AV-Vollverstärker in der Preisregion bis 7.000,00 EUR. So einen Detailreichtum,
gepaart mit ungemein hoch liegender Klarheit, haben wir von Pioneer noch
nie gehört.
Celine Dion, Live in Las Vegas, Tonspur Dolby TrueHD 5.1, Track ?A
New Day Has Come?, MCACC/EQ on:
Bevor Celine die Bühne betritt, wird man vom ehrlichen Klatschgeräusch
begrüßt, auch das zerspringende Glas klingt realitätsgetreu, die wegspritzenden
Splitter verteilen sich fein dosiert im Hörraum. Die Stimme Dions ist
jederzeit genau auf der Bühne auszumachen, die vokale Präsenz ist enorm
und schließt auch kleine Elemente wie das Ausklingen der Stimme und die
Ausformung einzelner Wörter mit ein. Der Hochtonbereich spielt frei auf
und löst sich exzellent von den Lautsprechern. Celines Stimme scheint
mitten im Hörraum zu stehen, die Lokalisierungsmöglichkeit der Geräusche
aus den Surroundkanälen ist jederzeit präzise gegeben. Der akustische
Background wird vom Pioneer SC-LX
90 glaubwürdig mit einbezogen, die Vokals kommen sehr gut zum Ausdruck.
Black Symphony, Within Temptation, Tonspur PCM 5.1, Startsequenz, MCACC/EQ
on:
Das Eröffnungsspektakel gibt der Pioneer atmosphärisch sehr dicht wieder.
Der Choralgesang gleich zu Beginn wirkt klar umrissen und detailliert,
der Spannungsbogen wird immer intensiver, als dann mit leicht düsterem
Einschlag der instrumentale Einsatz beginnt. Das Mystische, Geheimnisvolle,
Bestimmende der Musik wird vom Pioneer
SC-LX90 herausragend dargestellt. Selten haben wir bei dieser BD eine
so stimmige Wiedergabe vernehmen dürfen. Die diffizil darstellbaren Streicher
zeichnet der Pioneer mit einer enormen Souveränität durch. Die Blechbläser
wirken unkomprimiert und höchst dynamisch. Als die Intensität des Orchesters
anschwillt, und die Vocals hinzu kommen, trennt der Verstärker auch bei
hohem Pegel Instrumente und Stimmen einwandfrei und offeriert eine schon
fast sensationelle Räumlichkeit ? kein Klangelement scheint mehr
aus den Lautsprechern zu kommen, der Pioneer
SC-LX 90 baut einen großen, dichten, virtuellen Klangraum auf, in
dessen Zentrum das Auditorium ein Spektakel der Extraklasse genießt. Das
begeistert Beifall spendende Publikum kommt überragend zur Geltung. Die
extrem präzise Ansteuerung des aktiven Subwoofers ist von außerordentlicher
Güte. Die gegen Ende des Intros auftauchenden Glocken klingen ungemein
realistisch. Als dann der erste Track mit Wucht und Nachdruck einsetzt
und die Sängerin ihre Stimme erhebt, hält es auch eher nüchterne Zeitgenossen
kaum auf der Couch, mit einer Klang-Macht, die manche teurere Vor-/Endstufenkombination
locker in den Schatten stellt, macht sich der Pioneer
SC-LX 90 zum uneingeschränkten Herrscher über den Hörraum und deren
Insassen.
Tiesto, Kopenhagen ? Elements of Live World Tour, BD 2, Tracks 2
(Traffic) und 3 (Back in Your Head), DTS-HS Master Audio:
Hart und klar, ohne Nachschwingen, bringt der Pioneer
SC-LX90 den Kickbass zur Geltung. Die alternierenden Effektsalven
schiebt er mit unnachgiebigem Druck durch den Hörraum. Der Aufbau von
?Traffic? wird vom Pioneer mit immenser Dynamik vorgenommen,
auch kleine Lautstärkeunterschiede, Überblend-, und Ausblendeffekte arbeitet
er mit Bravour ein, Mit seiner kraftvollen, nach vorn strebenden Wiedergabe
eignet sich dieser Ausnahmeverstärker auch hervorragend für die Wiedergabe
von Techno oder Trance. Der Pioneer
SC-LX 90 hat es dabei gar nicht nötig, den Frequenzgang zu verbiegen
oder den Bass künstlich überzubetonen ? die Herrschaft der brutal
zupackenden digitalen Endstufen steht über allem, immer steht genug Power
bereit, um alle Dynamiksprünge echt und natürlich darzustellen. Die Vocals
im 3. Track werden selbst bei extremem Pegel noch klar und dynamisch wiedergegeben.
Die Loslösung des Klangs von der Box gelingt erneut hervorragend.
Audioprogramme im Praxis-Test
- Paul Potts ? One Chance, Track 1 ?Nessun Dorma?
in Dolby Pro Logic IIx Music und DTS Neo 6: Music: Der Dolby Pro Logic
IIx-Modus leistet saubere Arbeit, ohne Einbußen der Dynamik oder einer
Verfälschung der Stimme wird das Signal reprozudiert. Der Center wird
trotz der verbesserten Räumlichkeit präzise angespielt und vermittelt
eine natürliche, angenehme Stimme. Auch DTS Neo 6: Music bietet eine
ordentliche Darstellung, wenngleich der Raum nicht so ausdrucksstark
ausgefüllt wird wie beim vorherigen Programm begeistert die sehr ausgeglichene
Ansteuerung des LFE.
- Snap ? The Cult of Snap, Track ?Rhythm is a Dancer?
in Dolby Pro Logic IIx Music und DTS Neo 6: Music: Auch in diesem Fall
fällt das Ergebnis der Dolby-Bearbeitung sehr gut aus. Die Stimmen lösen
sich von den Lautsprechern, können aber räumlich gut geortet werden.Im
DTS Neo 6: Music Modus ist eine leichte Aggressivitätsminderung der
Stimme herauszuhören, die Loslösung von den Lautsprechern ist nicht
ganz so ausgeprägt, der LFE ist hingegen mehr betont. Ingesamt auch
hier eine ordentliche Leistung.
- Jeckyll & Hyde, Track ?Spring Break? in Dolby Pro
Logic IIx Music und DTS Neo: 6 Music: Hier gelingt dem Dolby-Programm
eine ausgeprägte Räumlichkeit, die LFE-Anspielung könnte etwas aggressiver
sein. Dieser ist womöglich dem zarten Gemüt im DTS Neo: 6 Music etwas
zu hart, sehr gut löst sich aber das musikalische Geschehen in diesem
Setup von den Lautsprechern. Sehr positiv zu beurteilen ist, dass beide
Audioprogramme keine Beeinträchtigung des Musikerlebnisses darstellen,
so kann der user das Programm wählen, dass am besten zu seiner Klanggewohnheit
passt.
Klang Stereo
Dvorak ? Moldau
- hervorragende Loslösung von den LS
- makellose Frequenzübergänge
- ausgezeichnete Bühnenstaffelung
- Überragende Feindynamik der Streicher
James Bond ? Goldeneye, The Royal Philharmonic Orchestra
- Verschiedene Orchesterinstrumente glasklar differenziert
- Grob-wie Feindynamik auf absolut hohem Level
- Trockener, hochpräziser Bass
- Ausgeprägter Grundtonbereich
- Spielt emotional, schwungvoll auf
Corona - Try Me Out
- Charakteristische, klar authentische Vokalstimme
- Trockener, kräftiger und präziser Bass
- Harmonisches Klangbild, breite Bühne
Der Pioneer SC-LX90 Susano
bietet die beste Stereoperformance, die wir bislang von einem Pioneer
AV-Verstärker gehört haben. Mit exzellenter Grobdynamik konnten schon
frühere Generationen aufwarten, hinzugekommen sind nun aber auch sehr
gute feindynamische Qualitäten. Der Bassbereich setzt mit Nachdruck, Präzision
und Klarheit neue Bestmarken. Auch die Stimmwiedergabe, die von älteren
Pioneer AV-Verstärkern und -Receivern teils etwas stiefmütterlich behandelt
wurde, brilliert beim Susano. Der dargestellte Raum punktet sowohl bezüglich
der gebotenen Tiefe als auch der gebotenen Weite.
Akustische Grundfaktoren in der Übersicht
- Tonalität: Der Pioneer SC-LX
90 präsentiert sich tonal relativ neutral, im Gegensatz zu früheren
Pioneer AV-Verstärkern ist kaum noch eine Zurückstellung des Mitteltonbereiches
heraus zu hören.
- Hochtondarstellung: Überragend - mit enormer Raumwirkung und exzellenter
Dynamik wird der Raum präzise ausgeleuchtet.
- Mitteltonwiedergabe: Stimmen gibt der Pioneer
SC-LX 90 facettenreich und lebendig wieder. Kleine vokale Merkmale
arbeitet er plastisch heraus.
- Bassperformance: Kein anderer uns bekannter AV-Verstärker oder -Receiver
produziert einen so harten, druckvollen Kickbass. Maßstäbe setzt aber
auch der Tiefgang.
- Loslösung des Klangs vom Lautsprecher: Der Pioneer
SC-LX 90 schafft es, den Sound fast völlig frei im Raum zu verteilen
und erzielt somit eine hervorragende Loslösung vom Lautsprecher.
- Grob- und Feindynamik:Die Grobdynamik setzt Maßstäbe, massive Dynamiksprünge
werden spontan und in vollem Umfang umgesetzt. Feindynamisch ist der
Pioneer SC-LX90 bislang der
beste Pioneer AV-Verstärker - kleine tonale Gebilde mit leichten Dynamikdifferenzen
werde sehr gekonnt umgesetzt.
- Räumlichkeit im Front- und im Surroundbereich:Der Pioneer öffnet einen
gleichermaßen weiten wie tiefen Raum mit sehr schöner, glaubwürdiger
Staffelung. Im Surroundbereich harmoniert der Verstärker auch prima
mit Dipolen.
- Pegelfestigkeit:Hier legt der Pioneer
SC-LX 90 die Messlatte nochmals ein Stück höher und avanciert zum
bezüglich der Pegelfestigkeit besten AV-Verstärker oder -Receiver, den
wir bislang im Test-Raum hatten.
Gesamtnote Klang in Relation zur Preisklasse: Perfekt.
Bild
Video-Performance , Komponente 576i analog auf HDMI 1.080p:
a) Star Wars
Bei der uns bestens bekannten Star Wars Eröffnungssequenz haben wir die
Scaling- und De-Interlacingqualitäten genau überprüft. Die Schrift läuft
absolut ruhig nach hinten ins All und präsentiert sich farblich ausgewogen,
wenngleich das Gelb einen minimalen Grünstich enthält. Ansonsten begeistert
der Pioneer, da er es sogar schafft, innerhalb der Buchstaben Störeinflüsse
zu vermeiden. Der Sternzerstörer wird scharf und detailreich abgebildet
und verfügt über eine der Realität entsprechende Kontrastdynamik. Es findet
eine klare visuelle Abtrennung zwischen dem gigantischen Raumschiff und
dem Untergrunds (leuchtender Planet) statt. Beim Abknicken der Raumjäger
in die Schlacht über Coruscant verleiht der Pioneer
SC-LX90 dem Bild eine räumliche Wirkung, die über dem liegt, was wir
selbst von sehr guten BD-Playern im DVD Upscaling-Modus kennen. Sehr gut
werden die Gesichter der Akteure wiedergegeben, die Hautoberfläche erscheint
mit wohl dosierter Bildschärfe, die Poren sind nicht überbetont. Der Bartwuchs
von Obi-Wan ist sauber durchgezeichnet, man kann beinahe schon einzelne
Härchen unterscheiden. Alle Bewegungsabläufe sind gleichmäßig und sicher,
diagonale Linien stellt der Pioneer
SC-LX90 extrem sauber und ohne die gefürchteten ?Treppenstufen?
dar. Die Außenhaut des Raumjägers von Obi-Wan wird beim Angriff der fliegenden
Droiden mit allen Gebrauchsspuren und exakter Oberflächenstruktur wiedergegeben.
b) Congo

Sehr gutes De-Interlacing und Scaling bei "Congo"
Der Pioneer SC-LX90 holt auch
aus dieser DVD viel heraus und offeriert ein tadelloses Upscaling auf
1080p. Farbneutralität, Bildschärfe und Detailtreue sind in Anbetracht
des Ausgangsmaterial ausgezeichnet. Alle Schwächen der DVD kann aber auch
der Pioneer SC-LX 90 verständlicherweise
nicht vergessen machen (Rauschschleier, MPEG-Artefakte). Die gebotene
Bildtiefe ist sehr gut.
c) AVEC Professional Test DVD, Upscaling von SD-Videomaterial 576i YUV
analog auf 1080p HDMI:

Exzellentes De-Interlacing und Upscaling von SD-Material
? Schriften vor unterschiedlich farbigen Hintergründen in verschiedenen
Geschwindigkeiten: Sauberer Lauf, minimales Flimmern der Schriftketten,
gute Bewegungsschärfe, saubere Farbtrennung.
? Pendel in verschiedenen Geschwindigkeiten: Sehr präzise Wiedergabe
des Pendels, die Linie, über die es gleitet, zittert nicht, die Pfeilspitzen
sind akkurat gezeichnet, die Farben innerhalb des Pendels sind gut getrennt.
? Bewegte Aufnahme Stadtbild von Esslingen: Sehr ruhige, praktisch
flimmer- sowie ruckelfreie Bewegungswiedergabe, extrem gute Detaillierung
(Rasen, Weg, Blumenbeete), natürliche Gesamtbildschärfe.
Insgesamt beweist die Videosektion des Susano in jeder Hinsicht Klasse
- der edle AV-Verstärker kann somit auch bedenkenlos als Videoschalt-
und Videobearbeitungs-Zentrale verwendet werden. Herausragend ist auch
die stabile Durchführung von 24p-Signalen. Gesamtnote in Relation zur
Preisklasse: Hervorragend - perfekt.
Konkurrenzvergleich und absolute Einordnung
Der Pioneer SC-LX90 ist ohne
Zweifel einer der besten AV-Verstärker, die wir bislang unter die Lupe
nehmen durften. Bei der absoluten Einordnung ist anzumerken, dass bezüglich
der Pegelfestigkeit neue Maßstäbe gesetzt werden. Mit der Leichtigkeit,
die der Pioneer selbst bei immenser Lautstärke an den Tag legt, können
höchstens sehr leistungsfähige AV-Vor-/Endstufenkombinationen mithalten.
Wir kennen keinen anderen Vollverstärker, der mit seinem Leistungsniveau
hinsichtlich der Pegelfestigkeit nicht nur nah dran ist an reinrassigen
VE-Kombinationen, sondern diese teilweise sogar übertrifft. Auch hinsichtlich
der Grobdynamik ist der Pioneer so exzellent, dass selbst anspruchsvolle
Anwender sich kaum noch mehr wünschen dürften. Gerade in Verbindung mit
hochklassigen Home Theatre-Lautsprechersystemen zeigt der Susano ein Leistungsprofil,
das ohne Zweifel an der Spitze des finanziell noch Erträglichen zu finden
ist. Wer allerdings bereit ist, nicht nur ein kleines, sondern gleich
ein mittleres bis großes Vermögen in seine Heimkinoanlage zu investieren,
wird sicherlich Komponenten erstehen können, die eine nochmals gestiegene
Leistungsfähigkeit in jeder Disziplin aufweisen, z.B. Anthem, Denon (große
A1 VE-Kombi) oder Audionet (leider aktuell nur herkömmliche Tonformate)
bieten Geräte an, die in folgenden Punkten noch mehr Performance mitbringen:
- Pegelfestigkeit in extensiven Hörräumen - hier muss allerdings schon
ein sehr großer Raum vorhanden sein, denn bis 60 Quadratmeter beschallt
der Susano souverän
- Feindynamik in Verbindung mit einem entsprechenden hochklassigen Lautsprechersystem
der Preisklasse oberhalb der 15.000,00 EUR
- Nochmals feinere, fließendere und ausgeformte Front-/Surround-Übergänge
- Letzte Ausprägung vokaler und instrumentaler Details kommt formvollendet
zum Ausdruck
Wichtig ist allerdings, dass man immer die Relationen bedenkt. Um eine
Leistungsfähigkeit zu erhalten, die nur geringfügig über der des Susano
oder über der des Denon AVC-A1HDA zu erhalten, muss deutlich mehr Geld
investiert werden. Hier also ist eine Kosten-Nutzen-Analyse unabdingbar.
Die Frage ist nämlich auch, wie jemand hört - das heißt, ob man dann letzten
Endes überhaupt in der Lage ist, das Mehr an gebotener Leistung, für das
man eine Stange Geld hingelegt hat, auch wahrzunehmen.
Vergleichen wir den Pioneer SC-LX90
hingegen mit kleineren und preiswerteren AV-Verstärkern und -Receivern,
dann ist festzustellen, dass der große Pioneer AV-Bolide ein immenses
Faszinationspotential bietet, das man in entsprechendem Surrounding voll
auskosten kann. Die Leichtigkeit, die Souveränität, die überbordende Dynamik
- all dies sind Faktoren, die den versierten Heimcineasten dazu verleiten
können, noch etwas weiter zu sparen und sich dann gleich den Pioneer
SC-LX90 zu erstehen. Fairerweise muss aber gesagt werden, dass es
auch exzellente preiswertere Geräte gibt, die schon enorme Ansprüche erfüllen
- wer aber das Thema "Heimkino und Effektwiedergabe" sehr ernst nimmt,
wird kaum am Pioneer SC-LX90
vorbei kommen. Hier unser Konkurrenzvergleich:

Der AV-Vollverstärker Denon AVC-A1HDA mit Denon Link 4th ist ein sehr
harter Konkurrent für den Pioneer
SC-LX 90, allerdings sprechen die beiden AV-Boliden unterschiedliche
Käuferschichten an. So ist der große Denon ein wohltuender Harmoniespender,
der trotzdem nie langweilig klingt und mit fein dosierter, sehr gut ausbalancierter
Räumlichkeit auch den Kenner überrascht. Der Pioneer
SC-LX90 übertrifft die Pegelfestigkeit und die Grobdynamik des Denon,
spielt aber nicht ganz so homogen auf. Im Vergleich zu früheren Pioneer-Modellen
aber weiß sich der Susano auch feindynamisch sehr gut in Szene zu setzen
und muss kaum hinter dem Denon zurückstecken. Seine ungemeine Antrittsschnelligkeit
ist auch ein Alleinstellungsmerkmal des Pioneer
SC-LX 90. Beide Boliden verfügen über gleichermaßen leistungsfähige
wie leicht bedienbare automatische Lautsprecher-Einmesssysteme, die extrem
umfangreichen Nachbearbeitungsmöglichkeiten und manuellen Justagemöglichkeiten
des Pioneer sprechen den sehr erfahrenen Anwender besonders an - wer nicht
über gute Akustikkenntnisse verfügt, wird diesen Part der Ausstattung
nicht benötigen. Bezüglich der Videosektion liefern beide AV-Boliden exzellente
Ergebnisse ab, der Denon produziert ein noch etwas stabileres Bild, dafür
zeigt der Pioneer noch mehr Details. Ebenso wie in der Klangwertung ein
"Patt", hier muss sich der Kunde zwischen zwei exzellenten Geräten entscheiden.
Die Netzwerkfunktionen des Denon sind dank der Möglichkeit, Internet Radio-Stationen
zu empfangen, praxisgerechter als die des Susano. Der Respekt einflößende
optische Auftritt des Pioneer SC-LX
90 - "Darth Vaders Wahl" - lassen den zeitlos-eleganten Denon direkt
zurückhaltend wirken. Die monumentale Wirkung des Pioneer
SC-LX 90 ist einzigartig, für uns gibt es optisch keinen begehrenswerteren
AV-Boliden. Nicht nur aus diesem, aber auch aus diesem Grund bereichert
der Pioneer SC-LX90 auch das
Redaktionsheimkino. Die Fernbedienung des Pioneer gefällt uns besser als
die etwas gewöhnungsbedürftige Remote des Denon. Dafür sind die On Screen
Menüs des Denon noch übersichtlicher und von den Farben her kontrastreicher
gestaltet. Auch die Grafik wirkt frischer und moderner. Beiden Boliden
fehlen hochaktuelle Features wie Audyssey DSX oder Dolby Pro Logic IIz.

Wer einen AV-Boliden haben, aber keine Unsummen investieren
möchte, liegt beim AV-Verstärker
Yamaha DSP-Z11 goldrichtig. Für einen Marktpreis von ca. 4.500,00
EUR wechselt das grundsolide verarbeitete und optisch massiv und trotzdem
schick auftretende Yamaha AV-Verstärker den Besitzer. Auch wenn der tonal
neutral ausgelegte Yamaha DSP-Z
11 schon eine Weile auf dem Markt ist, ersteht der Käufer nach wie
vor einen der besten derzeit erhältlichen AV-Verstärker. Die herausragenden
DSP-Programme (Cinema und HiFi) sind ein Alleinstellungsmerkmal. Versierte
Anwender können die exakt und gekonnt abgestimmten DSPs, die auf aufwändigen
akustischen Vermessungen real existierender Lokalitäten basieren, auch
noch individualisieren und auf den jeweiligen Hörraum anpassen - top.
Der Yamaha DSP-Z11 ist sehr
pegelfest und muss sich dem Denon AVC-A1HDA nur knapp geschlagen geben.
Für einen Großteil der Anwender ist schon die Pegel-Power des Yamaha
DSP-Z11 exorbitant. Deutlich höhere Lautstärken erzielt hingegen der
hier getestete Pioneer SC-LX90,
der den Yamaha DSP-Z11 auch
grobdynamisch in die Schranken weist. Eine so feine Abstimmung auf das
Quellmaterial, wie sie der Yamaha dank der DSPs bietet, können aber weder
Pioneer noch Denon offerieren. Auch bei der Güte der Videosektion hält
der Yamaha locker mit - allerdings bietet er keinen Video-EQ. Insgesamt
darf man den Yamaha DSP-Z11
keinesfalls unterschätzen, gerade für den Anwender, der für vergleichsweise
wenig Geld einen waschechten Boliden mit ausgewogenem Leistungsprofil
sucht, ist er besonders empfehlenswert.

Für rund 4.500,00 EUR bekommt der HiFi-Fan den Arcam AVR600
- warum haben wir explizit "HiFi-Fan" geschrieben? Ganz einfach: Weil
der extravagant gestaltete und innen nahezu perfekt aufgebaute Arcam die
versammelte Konkurrenz im Stereobetrieb alt aussehen lässt. Mehr Präzision,
Detailreichtum, Räumlichkeit und Klarheit realisiert kein anderer uns
bekannter AV-Receiver oder AV-Verstärker.
Beeindruckend ist auch die Performance bei den herkömmlichen Mehrkanaltonformaten.
Bestechend exakt, sehr pegelfest, feindynamisch begeisternd. Soviel Nachdruck
wie bei Denon oder Pioneer darf nicht erwartet werden - der Arcam AVR600
ist ein sensiblerer Zeitgenosse, der zum filigranen Hören animiert. Die
aktuellen HD-Tonformate gibt er noch nicht zur vollen Zufriedenheit der
Redaktion wieder, darum ist noch kein Test-Bericht verfügbar. Mit dem
neusten Firmwareupdate ausgerüstet, geht der Arcam AVR600 aber daran,
uns sein umfangreiches Können in Kürze auch in dieser Disziplin zu vermitteln.
Sehr einfach und praxisgerecht integriert sind die Netzwerkfunktionen
inklusive Internet Radio-Nutzungsmöglichkeit. Die Qualität der Videosektion
reicht an die von Denon, Pioneer und Yamaha nicht heran.

Er hat es verdient, auch diesem Konkurrenzvergleich zugehörig
zu sein, obwohl er mit ca. 2.500,00 EUR preislich sehr deutlich günstiger
ist. Doch der Onkyo 9.2 AV-Receiver
TX-NR5007 beeindruckt mit hochmoderner Ausstattung inklusive THX ultra
2, Audyssey DSX und Dolby Pro Logic IIz, mit hervorragendem inneren Aufbau
und Top-Videosektion. Hier stellt sich dann wirklich die Frage: Wieso
noch mehr Geld investieren?". Hand aufs Herz - für viele Anwender ist
schon der Onkyo TX-NR 5007 zu
Recht ein Traumgerät, das alle Ansprüche erfüllt. Aber es gibt sie eben
doch, die enorm erfahrenen, hoch motivierten und versierten Home Cinema
Enthusiasten - und diese Klientel greift dann zu Susano & co.
Empfehlenswerte Bildzuspieler

Mit dem ultrastabilen 24p-Bild und der extremen Bildtiefe
ist der Pioneer BDP-LX91 ein
echter Traumpartner

Akustische Raffinesse und Top-DVD-Bild zum günstigen Preis:
Sony BD-S5000ES

Fast perfekt bezüglich Bild- und Tonwiedergabe: Der Denon
DVD-A1UD
Empfehlenswerte Lautsprechersysteme

Das 7.1-THX ultra 2-Set Teufel System 9 Cinema liefert
Kino-Sound pur - mit kraftvollem Bass und überragenden Dipolen

Mit gleich zwei Subs, die von einer externen Endstufe
befeuert werden, und einer erstklassigen räumlichen Wirkung stellt das
Klipsch THX ultra 2 7.2-System eine
verlockende Alternative da
Fazit

Beeindruckend: Der Pioneer
SC-LX90 "Susano"
Der Pioneer SC-LX90 zeigte
sich als absolutes Ausnahmetalent: Extrem pegelfest und souverän aufspielend
sowie grobdynamisch superb. In beiden Disziplinen setzt der Pioneer
SC-LX90 neue Maßstäbe, ebenso bezüglich des extrem präzisen, knallhart
zuschlagenden, dabei aber sauber strukturierten Basses. Neu für einen
Pioneer AV-Verstärker ist allerdings, dass sich der Pioneer
SC-LX 90 auch feindynamisch keine Blöße gibt - das zeigt nicht nur
eine veränderte Philosophie, sondern viel mehr: Dass digitale Endstufen
bei sauberer Abstimmung und Integration mittlerweile emotional und sensibel
spielen können. Dazu passt das exzellente automatische Einmesssystem MCACC,
das für den erfahrenen, akustisch bewanderten Heimkino-Liebhaber noch
eine Vielzahl erstklassiger Zusatzfunktionen zur erweiterten Kalibrierung
bereit hält. Sogar die Möglichkeit zur Ausgabe der Daten an einen PC zur
weiteren Verwendung besteht - das ist beispielhaft. Der erstklassige Video-Part
spricht ebenfalls für Pioneers Top-Modell.Die einfach bedienbaren und
praxisgerechten Netzwerkfunktionen sind sehr zu loben, allerdings gibt
es keine Internet Radio-Funktion. Der optische Auftritt des Pioneer
SC-LX90 ist durch das exklusive Styling einzigartig und mit keinem
anderen AV-Verstärker zu vergleichen
- selbst die kleineren AV-Receiver (Pioneer
SC-LX82 etc.) aus dem gleichen Hause können nicht dieses enorme Hightech-Flair
vermitteln. Bilanzierend ist der Pioneer
SC-LX90 ein Monument des modernen AV-Verstärkerbaus und die Krönung
sehr hochwertiger AV-Anlagen.
Monumentaler AV-Verstärker mit extremer Pegelfestigkeit
und neuen Bestwerten bezüglich Grobdynamik und Bassperformance

AV-Verstärker Luxusklasse
Test 30. Oktober 2009
+ Maßstäbe setzende Pegelfestigkeit
+ Neue Bestwerte bei Grobdynamik und Bassperformance
+ Hervorragende Räumlichkeit
+ Sehr gute Feindynamik
+ Überragendes Einmesssystem MCACC
+ Top-Videosektion
+ Erstklassige Verarbeitung
+ Exzellente Multimediafunktionen
+ Für den Funktionsumfang relativ einfache Bedienung
- Kein Dolby Pro Logic IIz
- Kein Internet Radio
- Hauptmerkmale:
Max. Ausgangsleistung pro Kanal 200 W x 7 (8Ω), 140 W x 10 (8Ω)
Impedanz am Ausgang Vorne: 4Ω - 16Ω, Andere: 6Ω - 16Ω
Anzahl Kanäle 10
Signal / Rausch-Abstand 92 / 65 dB
Eingänge 6 x HDMI (1080p @ 24/50/60Hz), 2 x iLink, 1 x USB, 1 x
Ethernet, 1 x iPod Digital und Analog, 4 x Digital Koaxial, 7 x Digital
optisch, Analog Mehrkanal (7.1ch), 8 x Komposit, 4 x S-Video, 5 x
Komponentenvideo
Ausgänge 2 x HDMI, 1 x Digital Koaxial, 2 x Digital optisch, 10.2 Kanal
Vorverstärkerausgang, 2 x Komposit, 2 x S-Video
DLNA-zertifiziert ja
THX-zertifiziert ja, THX ultra 2 Plus
AIR Studio Sound Tuning ja
HD Digital Film Direct 24 ja
MCACC Advanced (9-Band)
HD Audioformate Dolby TrueHD, DTS-HD Master Audio, DTS-HD hochauflösend
KURO LINK ja
Deep Colour ja
iLink ja
On-Screen Display (GUI) 5.1 Zoll (13 cm) LCD-Display
Fernbedienung LCD, lernfähig
Stromverbrauch (Betrieb max./ Bereitschaft) 550 W / 0,75 W
Gewicht 35,5 kg
Abmessungen 440 x 247 x 479 mm
Test:
Carsten Rampacher, Philipp Kind, beide AREADVD
30.10. 2009
Verantwortlich
für den Inhalt: Detlev Schnick,
© Copyright 2009 HIFI-REGLER, AREADVD
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