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TEST: Pioneer VSX-416, VSX-516 und VSX-916 (1/2)

Text: Carsten Rampacher, Lars Mette, beide von AREADVD - update: 16.05.2006

Pioneer VSX-916, Pioneer VSX-516 und VSX416 im Vergleichs-Test

Einleitung

Nicht jeder hat ein großes Budget, wenn es um den Kauf einer neuen Surround-Anlage geht. Auch wenn feststeht, dass viele AV-Receiver jenseits der 1.000,00€-Marke ein enormes Faszinationspotential bieten, so sollte auch klar sein, dass ein Großteil der Heimkino- und Surroundfans, gerade in jüngeren Semestern, so viel Geld nicht übrig haben. Daher steht bei den Geräten für den Massenmarkt insbesondere eine gute Gesamtperformance zum kleinen Kaufpreis im Zentrum des Interesses. Beinahe immer gute Karten hatten Ein- und Aufsteiger, die rund 200,00 bis 400,00€ in ihren AV-Receiver investieren wollen, wenn sie zu Modellen aus dem Hause Pioneer griffen. Auch die 2005er Kollektion, aus der wir den Pioneer VSX-415 und Pioneer VSX-915 getestet hatten, setzten sich sehr gut in Szene.

Nun schreiben wir das Jahr 2006, und Pioneer erneuert seine Einsteiger-AV-Receiver. Die nun aktuellen Modellbezeichnungen lauten Pioneer VSX-416, Pioneer VSX-516 und Pioneer VSX-916. Die Preise dafür liegen etwa zwischen 220,00 und 400,00€ zeigen, dass man sich aus finanziellen Aspekten betrachtet in der selben Dimension bewegt wie bei den Vorgängern. Technisch hat sich einiges getan, so verfügt der Pioneer VSX-416 nun über 20 Watt mehr Ausgangsleistung (5 x 100 anstatt 5 x 80 Watt) pro Kanal und bringt mittlerweile drei Digitaleingänge mit. Alle drei Pioneer AV-Receiver verfügen über WMA9 Pro-Decoder, die Modelle Pioneer VSX-516 und Pioneer VSX-916 bringen überdies einen USB-Eingang z.B. für USB-Sticks und transportable Festplatten mit. Bei allen drei Modellen mit an Bord ist der sogenannte "Sound Retriever", der für die akustische Aufbereitung komprimierter Medien zuständig ist. Pioneer strebt an, auch bei MP3/MPEG 4-AAC/WMA-Dateien praktisch eine Klanggüte auf dem Level einer Audio-CD zu erzielen.

Als nächstes stellen wir die einzelnen Modelle kurz vor:

Pioneer VSX-916, Pioneer VSX-516 und VSX416 im Vergleichs-Test

Der Pioneer VSX416 ist wie die beiden anderen Modelle in schwarzer oder silberner Ausführung lieferbar.

Der Pioneer VSX-416 für kommt mit 5 x 100 Watt Ausgangsleistung. Die Signalverarbeitung übernimmt ein aktueller DSP-Prozessor aus dem Hause Motorola. Da es sich um ein reines 5-Kanal-Gerät handelt, sind lediglich Decoder für DTS/Dolby Digital 5.1 sowie für Dolby Pro Logic II an Bord. Neu im Vergleich zum Vorgänger Pioneer VSX-415 ist der WMA9-Pro-Decoder. Auch wenn es sich nicht um ein Sechs- oder Siebenkanalmodell handelt, möchte Pioneer wenigstens Anflüge von Back Surround-Feeling bieten. Daher gibt es eine "Virtual Surround Back" Funktion, die per DSP funktioniert. Insgesamt acht Advanced Surround-Betriebsarten bietet der Pioneer VSX-416 auf, der "Sound Retriever" sorgt wie bei den beiden anderen "Brüdern" für eine gesteigerte Klanggüte von komprimierten Dateiformaten (AAC-MPEG4, MP3 etc.). Mit an Bord sind, wie bei den beiden anderen neuen AV-Receivern, 192 kHz/24-Bit Audio-D/A-Wandler. Insgesamt drei Digitaleingänge (einer mehr als beim Vorläufer) finden sich auf der Geräterückseite. Die mitgelieferte Fernbedienung soll eine ganz besonders einfache Bedienung garantieren. Für sehr eilige Naturen steht ferner ein Quick Setup für eine besonders rasche Eingabe der wichtigsten Grunddaten zur Verfügung. Kleine Nachteile: Das Pioneer VSX-416 ist nicht S-Video- oder YUV-beschaltet (nur FBAS), und für die Lautsprecherkabel stehen nur Klemmen zur Verfügung.

Pioneer VSX-916, Pioneer VSX-516 und VSX416 im Vergleichs-Test

Optische Unterscheidungsmerkmale zum Pioneer VSX-416: Der Pioneer VSX-516 besitzt einen USB-Anschluss und einen Anschluss fürs Mikrophon des automatischen Lautsprechereinmesssystems MCACC

Der Pioneer VSX-516 ist als Sechskanal-AV-Receiver ausgelegt und verfügt über 6 x 100 Watt sowie Decoder für DTS ES (Matrix/Discrete), DTS 96/24, DTS Neo:6 und Dolby Pro Logic IIx. Die Unterschiede zum Pioneer VSX-416 sind in Bezug auf die Ausstattung durchaus von Relevanz. Denn der Pioneer VSX516 bringt Pioneers "kampferprobtes" MCACC-Lautsprecher-Einmesssystem mit. Des Weiteren ist auf der Front des Gerätes ein USB-Terminal zu finden. Anstatt von Klemmverschlüssen verfügt der Pioneer VSX-516 über solide Schraubverschlüsse.

Pioneer VSX-916, Pioneer VSX-516 und VSX416 im Vergleichs-Test

In schickem Silbern trat der Pioneer VSX-916 bei uns an. Optische Kennzeichen: Kompletter Front-AV-Eingang inklusive optischem Digitaleingang und S-Video Hosiden-Schnittstelle

Für derzeit ca. 400,00€ ist der Pioneer VSX-916 erhältlich, der mit 7 x 100 Watt antritt und somit komplett für ein volles 7.1 Setup genutzt werden kann. Alternativ ist es auch möglich, die beiden Back Surround-Endstufen für Front Bi-Amping zu nutzen. Mit drei Komponenteneingängen und einem Komponenten-Monitor-Ausgang ist der Pioneer VSX-916 ebenfalls ausgestaltet. Insgesamt fünf digitale Eingänge und ein digitaler Ausgang sorgen für deutlich erweiterte Verbindungsmöglichkeiten. Auch ein komplett bestückter Front-AV-Eingang ist vorhanden. Wer leistungsstärkere Endstufen anschließen möchte, wird sich über den 7.1 Vorverstärkerausgang freuen.

Verarbeitung/Anmutung:

Alle drei Pioneer AV-Receiver sind in Bezug auf die Verarbeitung außen auf einem für die Preisrange zwischen rund 220,00 und knapp 400,00€ tadellos verarbeitet. Zwar besteht die Frontplatte bei allen drei Modellen aus Kunststoff, dieser jedoch wirkt hochwertig und haptisch angenehm. Auch die Passung bietet keinerlei Anlass zur Kritik, vielmehr kann man festhalten, dass ein für diese Preisklasse rundherum überzeugender Standard geboten wird. Alle Knöpfe und Bedienelemente sind gut eingepasst, wenngleich man hier vom Anfassgefühl her natürlich kein Oberklasse-Niveau erwarten darf. Die Lautstärkeregler sind etwas sehr synthetisch geführt, aber man kann von Geräten dieser finanziellen Liga nicht erwarten, dass beim Drehen des Lautstärkereglers allein schon aus Gründen der hohen Präzision enorme Freude aufkommt. Das Finish gerade des Lautstärkereglers wirkt aber, wie wir beim Pioneer VSX-916 sehen konnten, erstaunlich elegant. Auch die blau beleuchtete Standby-Taste (leider kein richtiger Netzschalter) hinterlässt beim Pioneer VSX-916 einen gediegenen Eindruck. Bei den beiden kleineren Modellen ist keine Beleuchtung vorhanden. Allen drei AV-Receivern gemein sind die tadellosen Gerätestandfüße. Typisch für die Preisklasse finden sich bei allen drei Pioneer AV-Receivern auch Nachteile: Der Gehäusedeckel ist nur aus dünnem Blech, und die Verschraubung ist sehr einfach gehalten. Überzeugt hat uns die Verarbeitung der Geräterückseiten. Alle Anschlüsse sind sauber eingepasst, nur die Lautsprecher-Klemmverschlüsse beim Pioneer VSX-416 stören ein wenig. Kommen wir zum mitgelieferten Zubehör. Die Fernbedienungen der beiden kleineren Modelle Pioneer VSX-516 und Pioneer VSX-916 sind schlicht, aber übersichtlich. Das Qualitätsniveau ist befriedigend. Für einen AV-Receiver der 400,00€-Klasse ausgezeichnet ist die Fernbedienung des Pioneer VSX916, die auch schon dem Vorgänger Pioneer VSX-915 beilag. Zu loben ist hier auch das kleine LC-Display.

Pioneer VSX-916, Pioneer VSX-516 und VSX416 im Vergleichs-Test

Hervorzuheben ist die saubere Passung der Frontplatten

Pioneer VSX-916, Pioneer VSX-516 und VSX416 im Vergleichs-Test

Alle Spaltmaße sind korrekt, das ist für diese Preisregion keinesfalls selbstverständlich

Pioneer VSX-916, Pioneer VSX-516 und VSX416 im Vergleichs-Test

Der Lautstärke-Drehregler des Pioneer VSX-916 wirkt mit seiner Mischung aus mattem und glänzenden Silber erstaunlich hochwertig, obwohl er komplett aus Kunststoff besteht

Pioneer VSX-916, Pioneer VSX-516 und VSX416 im Vergleichs-Test

Kleine liebevolle Details erhöhen die Freude, wenn man im Alltag mit einem Gerät umgeht. Daher gibt es Extra-Punkte für den beleuchteten Standby-Schalter des Pioneer VSX-916

Pioneer VSX-916, Pioneer VSX-516 und VSX416 im Vergleichs-Test

Auch von hinten sind die "drei Pioneere" prima verarbeitet, wenngleich Pioneer VSX-516 (oben) und Pioneer VSX-916 (Mitte) mit ihren relativ leichtgängigen Lautsprecher-Schraubverschlüssen mehr Punkte sammeln können als der Pioneer VSX-415 mit Klemmverschlüssen (unten). Störend, aber für die Preisliga vertretbar ist das fest integrierte Netzkabel.

Pioneer VSX-916, Pioneer VSX-516 und VSX416 im Vergleichs-Test

Lobenswert: Alle drei Pioneer AV-Receiver verfügen über tadellos ausgeführte Gerätestandfüße. Schade, dass sich Pioneer dieses Vorbild nicht für die eigenen DVD-Player nimmt, hier werden einfach Gummi-Stücke unters Gehäuse geklebt

Pioneer VSX-916, Pioneer VSX-516 und VSX416 im Vergleichs-Test

Auch im Verbund mit anderen sehr hochwertigen Komponenten machen sich die Pioneer AV-Receiver (die drei obersten Geräte) optisch prima

Pioneer VSX-916, Pioneer VSX-516 und VSX416 im Vergleichs-Test

Das Display bei den drei AV-Receivern bietet eine gefällige Auflösung

Pioneer VSX-916, Pioneer VSX-516 und VSX416 im Vergleichs-Test

Die Fernbedienungen im direkten Vergleich. Bei Pioneer VSX-416 und Pioneer VSX-516 liegt die identische, sehr einfache, aber recht übersichtliche kleine Fernbedienung bei. Die große Kontrolleinheit des Pioneer VSX-916 ist für diese Preisklasse luxuriös. Pioneer legt sie auch sehr viel teureren Modellen bei. Sie ist zwar eher unübersichtlich, aber dafür vorprogrammiert und lernfähig.

Pioneer VSX-916, Pioneer VSX-516 und VSX416 im Vergleichs-Test

Das bei Pioneer VSX-516 und Pioneer VSX-916 mitgelieferte Mikrophon ist in Bezug auf die Verarbeitung eher einfach gehalten

Übersicht

Noten: Ungenügend, mangelhaft, ausreichend, befriedigend, gut, sehr gut, ausgezeichnet, hervorragend, perfekt plus alle Zwischennoten

Verarbeitungsmerkmal Pioneer VSX-416 Pioneer VSX-516 Pioneer VSX-916
Optische Qualität der Frontplatte sehr gut sehr gut sehr gut
Anfassqualität Frontplatte gut gut gut
Seitliche Passung Frontplatte sehr gut sehr gut sehr gut
Qualität Gehäusedeckel ausreichend ausreichend ausreichend
Qualität/Anschlussausführung Geräterückseite gut sehr gut sehr gut
Qualität Display gut gut gut
Qualität Bedienelemente Frontplatte gut gut gut - sehr gut
Qualität Gerätestandfüße sehr gut sehr gut sehr gut
Qualität der gesamten Verschraubung ausreichend ausreichend ausreichend
Qualität der Fernbedienung befriedigend befriedigend sehr gut
Fazit: An diesem recht günstigen Pioneer VSX-416 finden sich kaum Kritikpunkte - aber Klemmverschlüsse für den Anschluss der Lautsprecher müssen nicht sein. Gesamtnote: gut. Die Verarbeitung des Pioneer VSX-516 ist auf identischem Level, mit dem Unterschied, dass hier Schraubverschlüsse zum Einsatz kommen. Gesamtnote: Gut Hauptsächlich durch kleine Details unterscheidet sich der Pioneer VSX-916 von den kleineren Modellen. Insgesamt bietet er gerade eben auch durch die gelungenen Einzelheiten ein prima Niveau. Gesamtnote: Gut - sehr gut

Innerer Aufbau

 

Pioneer VSX-916, Pioneer VSX-516 und VSX416 im Vergleichs-Test

Der Pioneer VSX-416 von Innen

Pioneer VSX-916, Pioneer VSX-516 und VSX416 im Vergleichs-Test

Der Pioneer VSX-516 von Innen

Pioneer VSX-916, Pioneer VSX-516 und VSX416 im Vergleichs-Test

Der Pioneer VSX-916 von Innen

Was den inneren Aufbau angeht, so hilft es, sich - auch wenn wir uns wiederholen - das preisliche Niveau der drei Pioneers vor Augen zu führen. Große Transformatoren, ausladende Elektrolyt-Kondensatoren (ELKOS) sowie überdimensionierte Aluminium-Kühlkörper findet man in dieser Klasse nicht. Die Kühlkörper sind bei allen drei AV-Receivern ebenso identisch ausgelegt wie die beiden Haupt-ELKOS. Das Netzteil ist relativ schlicht, vorn vor dem Kühlkörper sitzt ein Lüfter, der aber in keinem Test-Modell durch übertrieben laute Arbeitsweise auf sich aufmerksam machte. Immer nur kurz und recht leise griff er bei hoher Lautstärke ein. Bei allen drei Modellen ist die Verkabelung im Geräteinneren in Ordnung, im kleinsten Modell VSX-416 herrscht die größte Ordnung.

Pioneer VSX-916, Pioneer VSX-516 und VSX416 im Vergleichs-Test

Bescheiden nehmen sich die beiden ELKOs aller drei Modelle mit jeweils 5.600 Microfarad aus - in günstigen Preisregionen darf man jedoch nicht mehr erwarten

Pioneer VSX-916, Pioneer VSX-516 und VSX416 im Vergleichs-Test

Der Kühlkörper besteht bei allen drei Modellen aus Blech und ist identisch dimensioniert

Pioneer VSX-916, Pioneer VSX-516 und VSX416 im Vergleichs-Test

Vor dem Kühlkörper sitzt ein Lüfter, der aber ohne große Geräuschbelästigung seiner Arbeit nachgeht

Insgesamt zeigen die drei Pioneer AV-Receiver der Einstiegsklasse eine solide Leistung, Highlights finden sich keine, aber richtige Negativpunkte auch nicht. Daher gilt für alle drei: Gesamtnote befriedigend - gut.

Anschlüsse - Bildergalerie


Pioneer VSX-916, Pioneer VSX-516 und VSX416 im Vergleichs-Test

Geduldsspiel: Das Einfädeln des Lautsprecher-Kabels in die Klemmverschlüsse des Pioneer VSX-416

Pioneer VSX-916, Pioneer VSX-516 und VSX416 im Vergleichs-Test

Die Anschlussbestückung ist beim Pioneer VSX416 sehr karg. Es fehlen Komponenten- ebenso wie S-Video-Terminals

Pioneer VSX-916, Pioneer VSX-516 und VSX416 im Vergleichs-Test

Beim Pioneer VSX-516 ist der Lautsprecherkabel-Anschluss dank der Schraub-Terminals deutlich einfacher. Anschlussseitig wird sonst auch nicht viel geboten

Pioneer VSX-916, Pioneer VSX-516 und VSX416 im Vergleichs-Test

Mit einem tadellosen Anschlussangebot fährt der Pioneer VSX-916 auf

Anschlussübersicht

Anschlussart Pioneer VSX-416 Pioneer VSX-516 Pioneer VSX-916
HDMI Ein-/Ausgänge -/- -/- -/-
i.Link Terminals - - -
USB-Schnittstelle - ja (Front) ja (Front)
iPod-Anschlussmöglichkeit - - -
Digitaleingänge/Digitalausgänge hinten 1 x optisch, 2 x koax/ - 1 x optisch, 2 x koax/ - 2 x optisch, 2 x koax/ 1 x optisch
Stereo-Cinch Ein-/Ausgänge 5/2 5/2 6/2
Phonoeingang - - -
5.1 Eingang/5.1 Preout ja */- ja/- ja/ja (7.1Preout)
Video-Komponentenein-/-ausgänge -/- -/- 3 (sehr gut!)/1
FBAS Ein-/Ausgänge 3/2 (inklusive Monitor) 3/2 (inklusive Monitor) 3/2 (inklusive Monitor)
S-Video-Ein-/Ausgänge -/- -/- 3/2 (inkl. Monitor)
Front AV-Eingang - - Stereo-Cinch, digital optisch, FBAS, S-Video
Multiroom-Anschlüsse - - -
RS232-Schnittstelle - - -
Lautsprecherkabel-Anschlussterminals Nur Klemmanschlüsse Schraubanschlüsse, leichtgängig Schraubanschlüsse, leichtgängig, Surround Back Anschlüsse wahlweise auch für Lautsprecherpaar B zu verwenden
Fazit Der Pioneer VSX-416 ist nur mit dem Allernötigsten bestückt. Gesamtnote: Ausreichend Leider bringt auch der Pioneer VSX-516 nicht mehr Anschlüsse mit - aber auf der Vorderseite verfügt er über ein USB-Interface, das vielfältige weitere Einsatzmöglichkeiten sicherstellt. Daher: Gesamtnote befriedigend. Der Pioneer VSX-916 ist bis auf den Fauxpas mit dem "2/3" 5.1-Eingang (siehe unten) prima bestückt. Gleich drei Komponenteneingänge sind sehr löblich für die Preisklasse. Gesamtnote: Sehr gut

*: Anmerkung zum 5.1 Eingang bei allen drei Pioneer AV-Receivern: Anstatt einen kompletten 5.1 Eingang, wie eigentlich üblich, separat zu offerieren, bietet Pioneer nur die Eingänge für Subwoofer, Center sowie Surround L/R. Wer einen 5.1 Externgerät anschließen möchte, muss den "normalen" DVD 2-Kanal Stereoeingang für die Front L/R-Lautsprecher verwenden. Das ist etwas zu viel Sparwut und wird von uns mit einem Punktabzug geahndet.

Ausstattung Decoder/Einmesssystem/DSPs

Pioneer VSX-916, Pioneer VSX-516 und VSX416 im Vergleichs-Test

Der Pioneer VSX-916 verfügt auch über OSD, was gerade zum Überprüfen der mittels MCACC ermittelten Werte von Vorteil ist

Decoder Pioneer VSX-416 Pioneer VSX-516 Pioneer VSX-916
Dolby Digital 5.1/DTS 5.1 ja/ja ja/ja ja/ja
Dolby Digital 5.1 EX/DTS ES Matrix/Discrete 6.1 -/- ja/ja ja/ja
Dolby Pro Logic IIx/DTS Neo:6/SRS Circle Surround/Logic 7 ja (PLII)/nein/nein/nein ja/ja/nein/nein ja/ja/nein/nein
DTS 96/24 - ja ja
THX Select II/THX Ultra II -/- -/- -/-
THX Surround EX - - -
HDCD - - -
WMA9 ja ja ja
MP3 - - -
DSP-Betriebsarten 8 Advanced Surround-Betriebsarten, Virtual Surround Back. Sound Retriever für akustische Aufbereitung von komprimierten Dateien (WMA/MP3/MPEG4-AAC), Klang soll annähernd CD-Niveau erreichen 8 Advanced Surround-Betriebsarten, Virtual Surround Back. Sound Retriever für akustische Aufbereitung von komprimierten Dateien (WMA/MP3/MPEG4-AAC), Klang soll annähernd CD-Niveau erreiche 8 Advanced Surround-Betriebsarten, Virtual Surround Back. Sound Retriever für akustische Aufbereitung von komprimierten Dateien (WMA/MP3/MPEG4-AAC), Klang soll annähernd CD-Niveau erreichen
Automatisches Lautsprecher-Einmesssystem nein ja, MCACC mit Fünfband-EQ (grafisch). Dauer des Einmessvorgangs ca. 3,45 Minuten. Einmessung mit relativ präzisen Werten für Entfernung der LS vom Hörplatz, ordentliches Einpegelverhalten. Größenerkennung nicht immer korrekt (gern werden alle LS als "large" eingestuft). Klangunterschiede mit aktiviertem/deaktivierten EQ sind relativ klein, der Bass ist mit aktiviertem EQ etwas präsenter, die Stimmen rücken dafür leicht in den Hintergrund. Für effektgeladene Kinofilme ist der EQ relativ gut geeignet, für Mehrkanal-Musik eher weniger. ja, MCACC mit Fünfband-EQ (grafisch). Dauer des Einmessvorgangs ca. 3,45 Minuten. Einmessung mit relativ präzisen Werten für Entfernung der LS vom Hörplatz, ordentliches Einpegelverhalten. Größenerkennung nicht immer korrekt (gern werden alle LS als "large" eingestuft). Klangunterschiede fallen hier deutlicher als beim Pioneer VSX-516 aus. Mit EQ sehr druckvolle Basswiedergabe, die Stimmen sind zwar recht exakt platziert, aber halten sich zu stark im Hintergrund. Die Surroundklangkulisse erscheint mit aktiviertem EQ etwas dichter. Insgesamt weist die Klangcharakteristik mit EQ eine ähnliche Struktur auf wie beim Pioneer VSX516, nur sind die Differenzen zwischen aktiviertem und nicht aktivierem EQ drastischer. Ohne EQ wird bei der Wiedergabe mehrkanaliger Musik eine hörbar bessere Präzision erzielt, zudem erscheinen Stimmen deutlich facettenreicher und klarer.
Fazit Für Einsteiger reicht das Gebotene aus. Gut: Viele DSP-Betriebsarten und WMA9-Pro-Decoder. Gesamtnote: Befriedigend. Alle relevanten Decoder sind mit an Bord. MCACC funktioniert recht gut, allerdings fallen die Unterschiede zw. aktiviertem und nicht aktiviertem EQ beim Pioneer VSX-516 nicht besonders groß aus. Gesamtnote: Gut - sehr gut, Pluspunkte stellen die gute DSP-Bestückung und der WMA9 Pro-Decoder dar, der hier wg. dem USB Input besonderen Sinn macht. Alle relevanten Decoder sind mit an Bord. MCACC überzeugt auch hier durch zuverlässige Einmessung. Die Klangunterschiede (aktivierter/deaktivierter EQ) sind größer als beim Pioneer VSX 516. Gesamtnote: Gut - sehr gut, Pluspunkte stellen die gute DSP-Bestückung und der WMA9 Pro-Decoder dar, der hier wg. dem USB Input besonderen Sinn macht.

>>hier geht's weiter zu: Seite 2 des Test-Berichtes über die 3 AV-Receiver von Pioneer: Bedienung, akustische Analyse und Lautsprecherempfehlung

Verantwortlich für den Inhalt: Detlev Schnick, © Copyright 2006 HIFI-REGLER, AREADVD
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