Pioneer SC-2023 bei AUDIOVISION im Test: Testsieger

AUDIOVISION: Testsieger (ab 1/10)

9/2013

"In der Audiovision-Ausgabe 9/2013 auf den Seiten 46 bis 54 wurden vier AV-Receiver im Vergleich getestet."

Testauszug:

"...die Leistung des SC-2023 liegt voll auf dem Niveau des 500 Euro teureren LX 56, beträgt sie mit Vier-Ohm-Stereoboxen doch satte 211 Watt pro Kanal. Auch bei voller Auslastung mit sieben Kanälen bleibt das Gehäuse erstaunlich kühl, während sich die maximale Gesamtleistung auf 770 Watt addiert - damit führt der Pioneer SC-2023 das Testfeld souverän an. Praktisch für Puristen: Der im Gerätedisplay angezeigte Klangmodus "Stream Direct" gibt analoge wie digitale Tonquellen stets originalgetreu wieder. Im Hördurchgang sorgen sowohl die Verstärkerkraft als auch die intelligente MCACC-Einmessung für Begeisterung. Insbesondere, da der Japaner jede Steigerung der Lautstärke gelassen mitmacht und unsere B&W-Lautsprecher der CM9-Serie zu Hochform antreibt. Gerade im Bassbereich kitzelt der SC-2023 mit seiner Auto-Phase-Funktion noch etwas mehr Druck und Kontrolle als die Konkurrenz heraus. Die Einmessung liefert allerdings - je nach Zielfunktion - tonal unterschiedliche Resultate. Im Modus "Symmetry" klingt die Snare beim Steely-Dan-Titel "Gaslighting Abbie" zwar besonders dynamisch, aber auch etwas zu hell. Mit "All Ch Adjust" hingegen bleiben der knochentrockene Bass sowie Tiefbass der Bassdrum erhalten und der Gesang wirkt runder und facettenreicher. Die Snare knallt dann nicht mehr ganz so heftig, klingt aber trotzdem körperhafter, weniger aufdringlich und allgemein natürlicher. Für Freunde des britischen Klangideals bewahrt allein die Zielfunktion "Front" den im Original vollen Grundton und die warmen Klangfarben unseres B&W-Boxenensembles. Auch der Bass kommt sehr tief daher, wirkt allerdings nicht mehr ganz so straff. Welcher Modus am besten gefällt, bleibt letzten Endes Geschmackssache. Ambitionierten Klangtüftlern zeigt der Pioneer SC-2023 alle Parameter der Einmessung an oder kopiert die Filterkurven auf einen freien MCACC-Speicher. Das mehrstufige Präsenzfilter "X-Kurve" senkt in feinen Schritten die Höhen ab, falls man die Resultate der Einmess-Automatik tonal als zu hell empfindet..."

"...den Evergreen "Summertime" von George Gershwin haben wir in einer fantastischen Jazz-Interpretation als DSD-Stream von SACD zugespielt. Die feinen Beckenschläge kommen derart luftig und klar bei den Testhörern an, dass man sich weder tonal noch dynamisch eine Steigerung vorstellen kann. Tatsächlich sind aber noch kleine Verbesserungen möglich: Aktuelle Blu-ray-Player von Pioneer wie der BDP-150 reduzieren im Zusammenspiel mit dem SC-2023 mittels PQLS-Schaltung (Precision Quartz Lock System) Jitter im digitalen HDMI-Signal. Das lässt die Frauenstimme bei genauem Hinhören noch einen Tick geschmeidiger und stabiler klingen. Mit bis zu 422 Watt Sinusleistung an vier Ohm gibt sich der kraftstrotzende Japaner selbst bei heftigsten Party-Pegeln keine Blöße und bleibt dabei erfreulich kühl..."

Bewertung:

+ sehr hohe Leistung
+ satte und präzise Basswiedergabe
- Bass-Equalizer regelt erst ab 63 Hz
- verschachteltes Menü

Fazit:

In der 1.000-Euro-Klasse liegt der flexible Pioneer SC-2023 vorn: Moderne Schnittstellen sind reichlich vorhanden oder nachrüstbar und mit seiner enorm hohen Endstufenleistung sowie satter Bassperformance sichert er sich den Testsieg.