Pioneer SC-LX59 bei Audiovision im Test: Highlight

AUDIOVISION: Highlight (ab 3/07)

3/2016

In der Audiovision-Ausgabe 3/2016 auf den Seiten 44 bis 46 wurde der Pioneer SC-LX59 getestet.

 

Testauszug:

"…im Messlabor erwies sich der Pioneer als Kraftprotz: Mit 7 x 113 Watt an sechs Ohm steht er schon gut im Futter. Er steigerte sich zu niedrigeren Kanalzahlen kontinuierlich auf bis zu 228 Watt pro Kanal im Stereobetrieb. Damit bietet er sich für Lautsprecher-Sets mit geringerem Wirkungsgrad wie das NuVero-140-Set von Nubert geradezu an, das er mit genügend Leistung auch für satte Lautstärken versorgen kann. Sorgen machen, dass es ihm dafür an Feinauflösung fehlt, muss man sich aber nicht: Denn der SC-LX59 trumpft mit einem homogenen, präzisen und trotzdem entspannten Klangbild auf. Es verbreitet nicht nur im ersten Eindruck Wohlgefühl, sondern weiß auch nach längerem Hören durch seinen auch bei höheren Pegeln geringen Stressfaktor zu gefallen. Schön wahrnehmen lässt sich das mit "Givin' it up" von George Benson und Al Jarreau (DTS), wo der Pioneer nicht nur die Klangfarben von Stimmen und Instrumenten mit Hingabe präsentiert, sondern auch die Emotionen in der Musik glaubhaft ins Heimkino transportiert. Geht es zu wie in der Abschleppwagenszene aus "Terminator: Die Erlösung" (Dolby TrueHD), ist der SC-LX 59 erst recht in seinem Element. Er geht auch satte Pegel problemlos mit und schiebt die tiefen Töne mit Wucht und Präzision in den Hörraum. Einmal mehr zeigte die Phasenkontroll-Technik dabei ihren Wert. War sie aktiv, wirkt manch anderer Receiver regelrecht schwachbrüstig - natürlich nur bei auf "Large" gestellten Frontlautsprechern und deaktiviertem Subwoofer-Kanal. Denn der SC-LX 59 addiert die tiefen Frequenzen ohne Verluste durch laufzeitbedingte Kammfiltereffekte. Auch die über den gesamten Frequenzbereich wirksame "Fullband Phase"-Korrektur, deren Werte bei der Einmessung ermittelt wurden, funktionierte wieder prächtig und stabilisierte die räumliche Abbildung. Die Frequenzgang-Korrekturen der Einmess-Automatik hielten sich dank des akustisch optimierten Hörraums sinnvollerweise in engen Grenzen und änderten den Klang nur subtil…"

 

"…auch für Freunde von Stereo-Musik ist der Pioneer zu empfehlen: Adeles "Hello" spielt er gefühlvoll und mit einer faszinierenden räumlichen Staffelung. Zudem beleuchtet er das Klanggeschehen so genau, dass die Kompression, die bei der Aufnahme des Stückes - wie heutzutage leider üblich - eingesetzt wurde, deutlich hörbar ist. Ganz anders hört sich die Sache bei der älteren Aufnahme "Tiden Bara Gar" von Therese Juel an, hier stimmen auch die dynamischen Verhältnisse besser. Stimmen und Instrumente ertönen einfach natürlicher…"

 

Bewertung:

+ hervorragender Klang

+ ausgefeilte Einmess-Automatik mit Phasenkorrektur

+ Dolby Atmos und DTS:X samt 11.2-Kanalprocessing

+ niedriger Stromverbrauch

- Bedienung nicht immer optimal

 

Fazit:

Pioneers drittgrößter Receiver bietet viel Leistung, vielfältige Klangregler und einen kräftigen Sound - und ist im Gegensatz zum Vorgänger mit HDCP 2.2 und integriertem WLAN auf der Höhe der Zeit.