Pioneer VSX-1130 im Test bei Audiovision: Preistipp

AUDIOVISION: Preistipp (ab 3/07)

10/2015

In der Audiovision Ausgabe 10/2015 auf den Seiten 46 bis 60 wurden vier AV-Receiver im Vergleich getestet.

Testauszug:
„… fordert man den VSX-1130, indem man allen sieben Endstufen das Leistungsmaximum abverlangt, kommen gute 60 Watt pro Kanal aus den Endstufen. Damit bildet er zwar das Schlusslicht, doch das ist bei einem Preisunterschied von rund 250 Euro nicht wirklich überraschend – und auch nicht sonderlich tragisch. Denn wenn es keinen riesigen Heimkino-Keller mit Standboxen rundum zu versorgen gilt, genügt die Gesamtleistung von bis zu 450 Watt allemal für ein dynamisches Heimkino-Erlebnis, wie sich im Hörtest zeigt.
Die Session starteten wir mit den perfekt arrangierten Jazzpop-Stücken des Steely-Dan-Albums „Two Against Nature“, die der Pioneer mit guter Detailtreue und Ausgewogenheit zum Besten gibt. Das Tiefton-Fundament bildet er anspringend und dynamisch ab, auch wenn er bei höchsten Lautstärken nicht ganz so eindrucksvoll und souverän klingt wie die leistungsstärkeren Receiver. Actionreichen Filmton wie die Explosion der Gasflasche in „Cassino Royale“ steckt er dennoch ohne einen Anflug von Schwäche weg. Die Nase vorn hat er dank seiner „Phase Control+“-Schaltung bei nicht optimal gemasterten Scheiben wie der Konzert-DVD „Away From The Sun“, die nur wenige Receiver mit einem Druckvollen Bass reproduzieren, wenn Center und Surround klein eingestellt sind und ein Sub fehlt.
Im zweiten Hördurchgang ließen wir den Autopiloten ans Ruder: Von den unterschiedlichen Distanzwerten für linke und rechte Frontbox abgesehen, waren wir mit dem Pegel- und Distanzabgleich sowie den Bassumleitungs-Einstellungen zufrieden. Die beiden EQ-Kurven „Symmetry“ und „All Channel Adjust“ lieferten einen Klang mit mehr Brillanz, wodurch Details wie leise Hallfahnen deutlicher hervortraten. Am meisten überzeugte uns die dritte EQ-Variante „Front Align“, die den Center effektiv und dennoch natürlich klingend auf den Sound der unbearbeiteten Frontboxen abglich, wovon die Räumlichkeit profitierte. Gut finden wir dabei, dass man die Korrektur der Gruppenlaufzeit unabhängig von EQ zuschalten kann.
Ist sie aktiv, verbessert sich die Ortung der Höhen – vor allem bei Stereo-Wiedergabe auf allen Boxen wird der Effekt hörbar. Mit „Full Band Phase Control“ entsteht ein perfekter Sweet Spot, obwohl nun fünf Boxen aufspielen. Daher bevorzugten wir für die Stereo-Wiedergabe auch den Klangmodus „Direct“ statt „Pure Direct“, wo sich die Korrektur zuschalten lässt. …“

Fazit:
77 Punkte für 730 Euro – damit erreicht der Pioneer VSX-1130 ein Preis-Leistungs-Verhältnis, das seinesgleichen sucht und uns einen Preistipp wert. Dass Konkurrenz des VSX-1130 ein paar Punkte mehr ergattert, darf angesichts des deutlich höheren Preises nicht verwundern.

Testurteil: sehr gut