Polk DSW PRO 660Wi bei AUDIOVISION im Test

AUDIOVISION (ab 3/07)

5+6/2013

In der audiovision Ausgabe 5+6/2013 auf den Seiten 60 bis 63 wurden drei Subwoofer im Vergleich getestet

Testauszug:

"... klanglich erweist sich der Polk Audio nicht als extremer Tiefbass-Spezialist; satter Druck bei 20 Hertz ist nicht drin. In der Werkseinstellung "Mid-Room" erreicht der Drei-Dezibel-Punkt je nach Tiefpass-Einstellung 47 bis 35 Hertz. In Stellung "Mid-Wall" tönen teifste Bässe vier, in Stellung "Corner" sogar sechs Dezibel leiser - zu dezent für unseren Geschmack. Einen Zuschlag von einem Dezibel im Tiefbass liefert der Klangmodus "Cabinet", was uns im Hörtest am besten gefiel. Dann spielt der Polk Audio tiefste Basstöne noch eine Spur glaubwürdiger und wirkt tonal farbiger. Wenn Waffenmogul Tony Stark in "Iron Man" seine Raketensysteme in der afghanischen Wüste vorführt, kommen die ganz tiefen Bassfrequenzen dennoch nicht mit voller Wucht beim Zuhörer an. Umso heftiger haut einem der Subwoofer trockene Pistolenschüsse um die Ohren, lässt es also in Sachen Dynamik richtig krachen. Befreit von massiven Membranauslenkungen nutzt der vergleichsweise hart eingespannte Zwölf-Zöller seine Agilität, um auch im musikalisch wichtigen Frequenzbereich zwischen 30 und 60 Hertz zu punkten.

Mit Rockmusik von AC/DC oder der amerikanischen Kultband Nine Inch Nails läuft der US-Woofer zu Hochform auf und lässt die Bassdrum staubtrocken auf Brustkorb und Trommelfell hämmern. Bis zu 112 Dezibel Maximalschalldruck stehen zur Verfügung. Deshalb versprüht der Polk Audio auch in großen Räumen viel Power und PA-Feeling bei Disco- Rock-Nummern. Auf der anderen Seite unterschlägt der harte 12-Zöller ein wenig die abgründigen Tiefen der Bassdrum beim Titel "Fat Cry" von Yello. Auch das Raumambiente bei Orgel-Konzerten wirkt eine Spur nüchterner, da subsonisch tiefer Nachhall weniger stark ausgeprägt ist. ..."

Fazit:

Im Tiefbass ist der Subwoofer von Polk Audio etwas weniger gut bestückt als die Konkurrenten, macht das aber mit Sauberkeit, Pegelfestigkeit und schlackenloser Dynamik wett. Der DSW Pro 660 Wi gefällt durch konchentrockene Bässe, beschallt auch große Heimkinos souverän und löst Verkabelungsprobleme mit seiner gut funktionierenden Wireless-Option.

Gesamturteil: gut