Pro-Ject Pre Box RS Digital (fernbedienbar) bei AUDIO im Test: Empfehlung

Dieser Test bezieht sich auf folgende Produkte
Audio: Empfehlung (ab 01/10)

6/2014

"In der Audio-Ausgabe 6/2014 auf den Seiten 148 bis 153 wurde die Pro-Ject CD Box RS und die Pro-Ject PRE Box RS Digital als Kombination getestet."

Testauszug:

"... von der CD Box RS im Sonic-Modus bedient, klang die Pre Box RS Digital besser als in allen anderen Betriebsarten - und zwar verblüffend deutlich. Steve Earle trat auf seinem Townes-Van-Zandt-Tributalbum „Townes“ lebensechter und emotionaler vor die Lautsprecher, seine Gitarre wirkte schärfer fokussiert und zugleich körperreicher. Selbst exzellente S/PDIF-Digitalzuspieler wie der Linn Sneaky konnten nicht an der Kraft und Genauigkeit kratzen, mit der die Original-CD über das Pro-Ject-Gespann zu Gehör kam. Ließ man den Sneaky ohne das S/PDIF-Handicap über seine eigenen Wandler spielen, fiel die Entscheidung schon schwerer: Direkt an die Endstufen angeschlossen wirkte der schottische Netzwerker im Mittelhochton unscheinbarer, dabei aber auch noch natürlicher. Unterm Strich gab sich der Linn dann aber doch der größeren Abbildung und dem mächtigeren Dynamik-Antritt des österreichischen Duos geschlagen. Von den vielen Schalt-Optionen des Pro-Ject-DAC bevorzugten die Tester klar die Röhrenausgangsstufe, knapp das (räumlich etwas präziser wirkende) Digitalfilter Nummer 1 sowie immer dann, wenn eine Auswahl möglich war (also bei PCM-Quellen an den S/PDIF-und USB-Eingängen) Wandler Nummer 1, also das 1792er-Pärchen, das vor allem im Mittelton lockerer und neutraler klang. Bleibt noch anzumerken, dass der dreistufig an die Hörer-Impedanz anpassbare Kopfhörerausgang tatsächlich auch sehr gut klingt, und dass die Pre Box RS Digital neben ihren namensgebenden Digitaltalenten auch ein Herz für analoge Musik hat: Genau einer Analogquelle gewährt ihr Anschlussfeld Unterschlupf. Und das ist genau die richtige Anzahl. Denn sieht man einmal von musealen Medien wie der Compact Cassette und dem FM-Radio ab, die längst durch bessere Digital-Alternativen abgelöst sind, bleibt genau eine Quelle übrig, die schon vor 50 Jahren" High Res" war und es immer bleiben wird: Die Schallplatte natürlich, im Pro-Ject-Kontext adäquat entzerrt und vorverstärkt durch die eingangs erwähnte Phonobox RS. So wird aus dem dynamischen Duo ein umwerfendes Trio, das beste Endstufen und Boxen verdient hat. ..."

Bewertung:

+ Universelle DAC-Vorstufe

+ druckvoll-würziger Klang

+ weiträumige Abbildung

Fazit:

Vor allem in der Kombination mit der CD Box RS ist die Pre Box RS Digital eine technische Tour de Force mit ungeheurem Spielwert, klarem klanglichem Profil und exzellentem Preis-Leistungsverhältnis. Sie weckt allerdings weitere Begehrlichkeiten: AUDIO wünscht sich jetzt einen Streamer mit Sonie-Schnittstelle und Clock-Input - der ist aber noch schwieriger umzusetzen als das CD-Laufwerk.

Preis/Leistung: überragend