Pro-Ject Pre Box RS Digital (fernbedienbar) bei STEREO im Test

Dieser Test bezieht sich auf folgende Produkte
STEREO

7/2014

"In der Stereo-Ausgabe 7/2014 auf den Seiten 34 bis 46 wurden fünf D/A-Wandler im Vergleich getestet."

Testauszug:

"... es ist also ein randvolles, mit technischen Highlights gespicktes Paket, das da geschnürt wurde - zumal der DAC im Nebenberuf ja auch noch ein richtiger Vorverstärker ist, dessen Lautstärke, bei einem solch modernen Gerät fast ein Anachronismus, per Alps-Poti geregelt wird. Entsprechend zeitaufwendig gestaltete sich der Hörtest, galt es doch, die von einer B&W D804 in Schall umgewandelten Signale in ihren unterschiedlichsten Nuancen zu erfassen. In der ersten Runde strich der Sony XA 50 im Alleingang recht schnell die Segel im Vergleich zur "Box" in Stellung Wandler 1, Filter 2 und Röhrenausgang. Im Bass aufgebläht, tonal inhomogen und dynamisch gebremst klang nicht nur Haiou Zhang am Bechstein-Flügel, sondern auch Richard Bargels Blues-Stimme. Manchem Kollegen erschien der Klang in dieser Zusammenstellung etwas zu rund, sodass wir alternierend auch den Transistorausgang schalteten, der etwas nüchterner, aber letztlich auch ehrlicher klang. Bei der Wandleroption gab's jedoch keine zwei Meinungen, da war klar Wandler 1 der Favorit der Redaktion, bestach er doch durch insbesondere im Stimmbereich eine schon fast unverschämt authentische Wiedergabe. Die Unterschiede zwischen den Filtern waren vergleichsweise marginal, Filter 2 wirkte in den höchsten Lagen etwas gedeckter, aber eine Frage von Gut oder Böse tat sich hier nicht auf, wir würden es unter "Feinabstimmung" in Abhängigkeit von persönlichen Präferenzen und dem Rest der Kette verbuchen. Interessant verlief auch der Versuch mit dem Denon DVD-Player. Nervig dort allein schon die ewig lange Einlesezeit, bis der erste Ton erklang: Da machen sich reine CD-Laufwerke doch schon vor dem Erklingen des ersten Tons beliebt. Im Duell gegen den Sony fiel der Denon ein gutes Stück ab, legte aber verbandelt mit dem Pro-Ject stark zu, sodass Musik vom reinen Hören doch stark in Richtung Genuss konvertierte. Klavierimpulse klangen nun sauber. Wenn Sie sich fragen, warum es überhaupt einen zweiten Wandler gibt, wenn wir eine klare klangliche Präferenz haben, dann in aller Kürze: Nur dieser Wandler ist in der Lage ist, Dateien bis hin zu 384/32 zu verarbeiten, ziemliche Exoten mithin, aber es soll Zeitgenossen geben, die das zu schätzen wissen. Das Thema ist vielleicht noch weitgehend Zukunftsmusik, aber wer weiß schon, wie sich die Datenraten in den nächsten Jahren entwickeln werden?..."

"... statt solch philosophischer Betrachtungen nachzugehen, haben wir uns dann doch lieber daran gemacht, das uns vom deutschen Pro-Ject- Vertrieb gelieferte CD Box RS Laufwerk für unsere Untersuchungen einzuspannen. Der solide gebaute Top-Lader, bei dem erst ein Deckel abgehoben werden muss, dann eine Magnetklemme, bevor eine CD auf dem Teller Platz nehmen kann, zeigte den beiden alten Haudegen von Sony und Denon sofort, dass es auch heute noch Laufwerke jenseits des ganzen Blu-ray-Rummels gibt, die hochwertig konzipiert sind. Sehr beeindruckend, was der Pro-Ject, der sogar über ein farblich umschaltbares Display verfügt, an zusätzlichen Informationen zutage förderte. Fast kein Auge blieb jedoch trocken, wenn die beiden kleinen Kistchen über die I²S-Verbindung samt Clock-Verkabelung den Kontakt zueinander gefunden hatten. Wachsender Raum, vielmehr aber dieses unbeschreibliche HighEnd-Feeling sorgten für Gänsehaut. Falls dann Ihr CD-Spieler irgendwann mal den Geist aufgeben sollte - hier ist hochwertiger Ersatz! ..."

Fazit:

Ein kleines Wunderwerk! Für Menschen, die ihrem CD-Spieler oder Computer eine Klangpolitur verpassen wollen, ein unmoralisches Angebot. Und für aktive HiFiisten ebenso.

Preis/Leistung: überragend