Pro-Ject RPM 3 Carbon bei STEREO im Test

Dieser Test bezieht sich auf folgende Produkte
STEREO

8/2015

In der Stereo Ausgabe 8/2015 auf den Seiten 72 und 73 wurde der Pro-Ject RPM3 Carbon getestet

Testauszug:

"... nach ein paar Stunden Einspielzeit, die man jedem Dreher gönnen sollte, machte er gleich durch die die Sicherheit und Stabilität auf sich aufmerksam, mit denen er Chadwicks fulminant einsetzendes Orchesterstück "Jubilee" übersichtlich zwischen die Lautsprecher stellte. Weder wurde der RPM 3 Carbon von dessen lauten, dichten Passagen "überfahren", noch verlor er im nachfolgenen Abschwung zu lieblicheren Weisen die musikalische Spannung. Auch das von uns oft gehörte "Instead" der Amerikanerin Madeleine Peyroux unterstrich, wie viel Erfahrung die Österreicher mittlerweile im Plattenspielerbau haben. Denn hier kommt es darauf an, den genau passenen Rhythmus zu finden, ihn weder nachlässig schleifen noch nervös werden zu lassen. Der neue Pro-Ject war im Takt.

Der aus hochverdichtetem MDF hergestellte Teller mit seiner Lage Vinyl obendrauf, auf der abschließend eine dünne Filzmatte liegt, wird offenbar präzise in Schwung gehalten und sorgt so für ein ebsnso diffiziles und flinkes wie trittreiches Timing. So wurden wir schnell Freunde mit dem RPM 3 Carbon, dessen exakt eingebauter Tonabnehmer - wir haben es mit Hilfe einer Schablone überprüft - bei den empfohlenen 18 Millinewton Auflagedruck selbst an kritischen Stellen auf der Platte, wie lauten Stimmen oder pointierten S-Lauten, nicht "auf der letzten Rille" läuft, sondern sauber bleibt, ja beinahe gelassen wirkt. Dabei gelten dem filigran aussehenden Dreher Neutralität und Stringenz als hohe Tugend. Mit anheimelndem, gemütlichem und abgerundetem "Analog"-Sound kann der neben schwarz auch rot oder weiß lackiert angebotene Plattenspiler nur dann dienen, wenn die Schallplatte selbst so klingt. Kein Zweifel, mit dem RPM 3 Carbon hat Pro-Ject einmal mehr den Bogen 'raus! ..."

Fazit:

Dem neuen RPM 3 Carbon gelingt ein ebenso schnörkelloser wie indrucksvoller Auftritt. Schlank, schnell und präzise beherrscht er sein Metier, wobei die gebotene Geradlinigkeit überzeugt. Die Wiedergabe ist präsent und detailreich. Einmal mehr hat Pro-Ject mit der Wahl des Tonabnehmers ein gutes Händchen bewiesen. Und dass es das stimmige Paket zum Vorzugspreis gibt, kennen wir von den Österreichern nicht anders.

Preis/Leistung: überragend