Quadral Signo Avantgarde 80 bei AUDIOVISION im Test: Highlight

AUDIOVISION: Highlight (ab 3/07)
Quadral Signo Avantgarde 80

7+8/2013

"In der Audiovision-Ausgabe 7+8/2013 auf den Seiten 32 bis 33 wurde ein 5.1-Lautsprecherset aus der Signo Avantgarde-Serie von Quadral getestet."

Testauszug:

"...für den Hördurchgang definierten wir am AV-Receiver Pioneer SC-LX 86 große Frontboxen. Beim Pegelabgleich mit Rosa Rauschen lässt sich die aus allen fünf Raumrichtungen neutrale und homogene Klangcharakteristik heraushören. Der Phasentest beim Subwoofer dokumentiert das harmonische Zusammenspiel von Subwoofer und Frontboxen: So addieren sich in 0-Grad-Stellung die Bässe bei tiefen 30, mittleren 50 und hohen 80 Hertz ideal, also über den gesamten Bassbereich. Der 26er-Langhubtreiber muss mit knapp 30 Litern Hubraum auskommen, weshalb sein Bassreflexsystem messtechnisch bei 35 Hertz seine untere Grenzfrequenz erreicht. Doch über den Dipol-Effekt der nach hinten gerichteten Bassreflexkanäle von Subwoofer und Frontboxen werden tiefste Frequenzen im Raum stärker angeregt, als es die Messung vorgibt. Deshalb entwickelt Quadrals kompaktes 5.1-Set in unserem Hörraum schon ab 27 Hertz vollen Bassdruck und klingt wuchtiger als erwartet. In "Werner III“ grollt das Motorrad abgrundtief, der berühmte Titelsong "Volles Rooooäää!" erklingt mit kraftvoller Bassdrum. Die Stimmen sind außergewöhnlich klar verständlich und wandern präzise fokussiert und ohne jegliche tonale Veränderung von links nach rechts. Einen aufgedickten Grundton vermeiden Quadrals Boxen, die sich durch hohe Transparenz im Mittel- / Hochtonbereich auszeichnen. Beim Tanz der Diva in "Das fünfte Element" starten zarte Flötentöne aus dem weiten Rund des Opernsaals, der elfenhafte Gesang steigert sich und transportiert viel Gefühl, das spürbar auf das Publikum übergreift. Das Raumgefühl und die Atmosphäre leben von zahlreichen feinen Klanginformationen, die Quadrals Set luftig und mühelos präsentiert. Starken Kugelhagel oder tiefe Schockwellen bei Explosionen dagegen bringen größere Lautsprecher und Subwoofer noch eine Klasse druckvoller. In sehr großen Heimkinos dürfte deshalb der große Basswürfel Qube 12 von Quadral die bessere Wahl sein, da er den Qube 10 im Tiefgang und Maximalpegel spürbar übertrifft..."

"...mit nur zweieinhalb Dezibel Abweichung liefern Quadrals Frontboxen mustergültig lineare Frequenzgänge und beteiligen sich in unserem Hörraum schon ab 30 Hertz an der Tiefbasswiedergabe. Im Team mit dem Qube 10 kommt der satte Sound von Toschos Bluesband mit schweren Drums und fettem Groove in normal großen Räumen bereits voll zur Geltung. Auch im Mittel-/Hochtonbereich fehlt es nicht an Auflösung. Beim Count-Basie-Titel "Corner Pocket" verzaubert die Avantgarde 80 mit elegantem Big-Band-Sound von Harry James. Die Solos der Blechbläser kommen intensiv und farbig und umschmeicheln dennoch die Ohren. Bei gehobener Lautstärke gelingt die Darstellung der Live-Atmosphäre noch überzeugender: Die fein ausbalancierten Schallwandler vermeiden plakative oder aggressive Töne und lassen das Orchester stressfrei in originalgetreuer Dynamik aufspielen. Beim Titel "Poor Boy Blues" begeistern Chet Atkins und Mark Knopfler mit virtuosem Gitarrenspiel, das dank der seidenweich auflösenden Hochtonkalotte natürlich und authentisch erklingt..."

Bewertung:

+ linear und neutral abgestimmt
+ lebendiger Klang mit feiner Hochtonauflösung
+ homogener Raumklang
+ tolle Verarbeitung, magnetisch haftende Gitter
- Subwoofer eher für mittelgroße Räume

Fazit:

Optisch und klanglich überzeugen Quadrals Boxen der Signo Avantgarde Serie. Sie spielen homogen zusammen und liefern trotz der schlanken Maße ein erwachsenes Klangvolumen. Hohe Auflösung und ein weiträumiger feiner Klang sind die Stärken des Ensembles. In großen Räumen bleibt die Dynamik des kompakten Subwoofers aber begrenzt.

Getestet wurde ein Surroundset bestehend aus 2 x Quadral Avantgarde 80, 1 x Quadral Avantgarde 10 Base, 2 x Quadral Avantgarde 20 und 1 x Quadral Qube 10 aktiv.