Rega Aria bei AUDIO im Test

Dieser Test bezieht sich auf folgende Produkte
Rega Aria

Phono-Vorverstärker


Zum Produkt
AUDIO

10/2013

"In der Audio-Ausgabe 10/2013 auf den Seiten 132 bis 137 wurde der Rega RP8 mit dem Tonabnehmer Rega Apheta und dem Vorverstärker Rega Aria in Kombination getestet."

Testauszug:

"...als leises MC mit relativ geringer Ausgangsspannung ist das Apheta auf einen guten, rauscharmen Vorverstärker angewiesen. Hier kommt die neueste Rega-Komponente dieses Tests ins Spiel, die Phonostufe Aria. Im attraktiven halben Gehäusemaß beherbergt die Aria effektiv einen doppelten Vorverstärker, denn die Eingangsverstärker-Züge für MM- und MC-Systeme sind vollständig separat aufgebaut, was eine Optimierung auf ihre jeweilige Aufgabe ermöglicht. Umgeschaltet wird erst nach erfolgter Verstärkung vor den gemeinsamen Entzerrungs- und Ausgangsstufen. Der gesamte Signalweg ist diskret, also unter Verzicht auf integrierte Schaltungen aufgebaut, was der Platine des Phono-Pre eine in dieser Preisklasse selten anzutreffende Opulenz verleiht. Da der Aria einige Wochen vor dem Spieler und dem System in der Redaktion eintraf, durfte er sich zunächst an diversen Spielern im AUDIO-Hörraum und der Wohnung des Autors warmlaufen - wo er sich schnell als überragend kompetenter, sagenhaft lebendiger Phono-Pre bewährte. Er bestätigte einmal wieder mit größtem Nachdruck, dass es für Analogfreunde nach dem Spieler selbst kein wichtigeres Investitionsfeld gibt als dieses. Wenn etwa der Avid Ingenium aus dem letzten Heft mit einem Linn-Arm und Benz ACE L an einem preiswerten Phono-Kästchen von Micromega, Musical Fidelity oder Pro-Ject spielte, war alles schon wunderbar rund, musikalisch und authentisch. Wechselte man zum Rega , schien der britische Spieler aber mit einem Schlag doppelt so groß, doppelt so stark und viermal so lebendig. Selbst erwachsenere Preamps wie der Musical Fidelity M1Vinl oder der Whest Two hatten schließlich das Nachsehen - letzterer wirkte tonal nicht so stimmig wie der Rega, ersterem ging die ungebremste, breitbandige Dynamik des Aria ab. Wer Dynamik auch da finden will, wo man sie gar nicht vermutet, selbst in den Mischpult-Sünden jüngerer Propulärmusik, und wer bei guten, wenig komprimierten Aufnahmen dann wirklich fast schon schmerzaft die Peitsche spüren will, muss aber wahrscheinlich auch den Spieler wechseln. Nur ganz wenige Spieler im aktuellen HiFi-Universum - und gar keine in der gleichen Preisklasse - kombinieren Filigranarbeit und urgewaltige Klangstrukturen so mühelos, gleiten so aufreizend lässig vom feinziselierten Pianissimo in kontrollierten Fortissimo-Krawall. So kann man den Trompeten von Jericho bei ihrer Zerstörungsarbeit beiwohnen und zugleich, wenn man die Nerven dazu hat, über feinste Kratzer und Grünspan-Spuren an ihren mächtigen Schalltrichtern sinnieren. Die Raumaufteilung und der Größenmaßstab der Abbildung waren mit dem Apheta gigantisch und dabei - für Rega eher unerwartet - absolut präzise und konturenscharf. Ebenfalls eher untypisch für ein britisches System ist die Neigung des Apheta, diese Präzision auch noch mit einer leichten Betonung im Brillanzbereich zu unterstreichen..."

Bewertung:

+ sehr dynamischer, weiträumiger, präziser Klang
+ sehr rauscharm

Fazit:

Man hätte dem Apheta auch einen eigenen Test geben können - es spielt problemlos in jedem guten Tonarm. Einen besseren als den RB808 auf dem neuen RP8 wird man diesseits wirklich abgehobener Preise aber eh nicht finden, und dasselbe gilt fürs Laufwerk und nochmal für den Preamp. Wir haben es also mit einer Kombination aus vier Elementen zu tun, die Maßstäbe setzen - jedes für sich und noch vielmehr alle drei im Zusammenspiel. Gönnen Sie dem RP8 eine grundsolide, aber leichte Standfläche, es lohnt sich.

Preis/Leistung: überragend