Rega Planar P5 bei LP im Test

LP

5/2008

Testauszug:

"...hier geht's darum, was der P5 klanglich zu leisten imstande ist. Das ist nämlich wieder einmal Erstaunliches: Wer meint, dass es für eine ernstzunehmende Basswiedergabe schweres Gerät braucht, der irrt: Der Rega pumpt Tieftonales mit erstaunlicher Energie und Attacke in den Raum. Gewiss, die Souveränität großer "Bohrtürme" erreicht er nicht ganz, aber von Zurückhaltung keine Spur: Er meistert das schwingende Podium auf Claptons "Unplugged", oder auch die gemeinen Synthie-Bässe auf Madonnas “Frozen" - beides prima "Tiefgang-Gradmesser". Dafür braucht's den richtigen Tonabnehmer. Ich bin letztlich beim Denon DL-103R hängengeblieben, denn das verhindert ziemlich gut, dass der Rega unten herum verhungert; das "R" geht auch deutlich besser als das normale DL-103, mit dem der Rega nicht recht wollte: Das Klangbild war ein bisschen verhangen und plump. Mit dem "R" war davon nichts zu spüren, und der P5 nahm die rhythmisch mitunter vertrackte "Pop Pop" von Ricki Lee Jones mit beispielhafter Gelassenheit und vergaß auch nicht, Miss Jones' Stimme mit Verve und Schmelz in den Raum zu stellen. Atmossphäre? Jede Menge. Hören Sie sich mal Nirvanas "Unplugged in New York" über dieses Setup an - das spielt mitreißend, packend - so richtig live eben. Und das ist es letztlich, was den Charme des Rega P5 ausmacht - eine fein ausbalancierte Synthese aus Spaß und Disziplin. Was will man mehr?..."

Fazit:

Wieder einmal untermauert Roy Gandy, warum seine Plattenspieler seit über 30 Jahren zu Recht Verkaufsrenner sind: optisch dezent, konstruktiv clever und klanglich diszipliniert, aber mit einer großen Portion Spaß in der Wiedergabe. So soll´s sein!