Sonus faber Venere 1.5 bei HIFITEST im Test: Highlight

Dieser Test bezieht sich auf folgende Produkte
Sonus faber Venere 1.5

1,5-Wege Kompaktlautsprecher


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HIFITEST: Highlight (ab 2/10)

2/2013

"In der HiFi-Test-Ausgabe 2/2013 auf den Seiten 114 bis 117 wurde die Sonus Faber Venere 1.5 getestet."

Testauszug:

"...und so legt die kleine Venus, trotz ihrer geringen Ausmaße, im Hörraum los wie die Feuerwehr. Der dargebotene Raum ist größer, als es die zierlichen Boxen vermuten lassen - nicht zuletzt aufgrund der offensiven Abstimmung. Die Darbietung ist in Anbetracht der Membranfiäche kolossal, mit einer Feinzeichnung und Detailliertheit, die man einer so knackig ausgelegten Box nicht zugetraut hätte. Sie sucht nicht mit der Lupe jede Fliege im Aufnahmeraum, unterschlägt jedoch auch nichts Wesentliches. Trotz der leichten Überhöhung zeichnet der Hochtonbereich zurückhaltend und, typisch für Seidenkalotten, eher weich. Die Überhöhung im Bassbereich ist nicht zu leugnen, tut dem gesamten Klangbild jedoch sehr gut. Dabei ist der Bass von der druckvollen und "punchigen" Sorte, ohne zu dröhnen oder gar wummerig zu wirken. Er lebt von der Kombination aus Druck und Präzision - auch hier wird kein Detail ausgelassen. Insgesamt wirkt der Sound sehr erwachsen, es klingt eher nach einer schlanken Standbox als nach einer zierlichen Regalbox. Das Album "Berlin Calling" von Paul Kalkbrenner ist eine echte Herausforderung für jeden Lautsprecher, der sich die Venere 1.5 mit Bravour stellt. Die Bässe kommen unerwartet tief mit Druck, die Räumlichkeit ist fantastisch. Die elektronisch erzeugten Melodien werden vollkommen verzerrungsfrei wiedergegeben, auch bei höherer Lautstärke. Die Jungs von System of a Down ließen es auf "Mezmerize" so richtig rocken; auch das beherrscht die kleine Box meisterlich und bringt damit Spaß in den Hörraum. Doch nicht nur Rock und Pop ist ihr Metier, auch vor den feinsinnigen Tönen einer guten Klassikaufnahme braucht sich die Venere nicht zu verstecken. Auch hier bietet sie einen klaren Raum und schnelle, druckvolle Wiedergabe. Weiterhin konnte die kleine Venus bei A-capella-Aufnahmen einige Punkte sammeln. Ihre schnelle, saubere Spielweise lässt Stimmen ungemein realistisch wirken. Das funktioniert nicht zuletzt dank der Räumlichkeit, deren korrekte Staffelung bei Gesangsaufnahmen noch einmal richtig zur Geltung kommt. Dass der Klang letztendlich so gut ist, ist bei so einer "Design-Box" nicht selbstverständlich. Viele Lautsprecher sehen gut aus, aber um eine solche Optik zu erreichen, wurden die Chassis ohne Rücksicht auf Verluste in ein in erster Linie fertigungstechnisch handhabbares Gehäuse gezwängt. Sonus Faber ist es mit der Venere-Reihe souverän gelungen, das zu vermeiden und Lautsprecher zu konstruieren, die gutes Aussehen mit gutem Klang verbinden..."

Bewertung:

+ sehr gut verarbeitet
+ lebendiger Klang
+ extravagantes Design

Fazit:

Die Venere 1.5 ist ein Stück echtes italienisches Design zu einem äußerst günstigen Preis. Die Performance des zierlichen Speakers ist ausgezeichnet und das Einsatzfeld fast beliebig. Die Venere ist kein steriler Monitor, sondern ein High-End-Lautsprecher für den Alltagseinsatz, der sauber spielt und schlicht und ergreifend zum Niederknien gut aussieht.

Spitzenklasse: 1,1

Preis/Leistung: hervorragend