Sonus faber Venere 2.5 bei STEREO im Test

Dieser Test bezieht sich auf folgende Produkte
Sonus faber Venere 2.5

2,5-Wege Standlautsprecher


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STEREO

9/2013

"In der Stereo-Ausgabe 9/2013 auf den Seiten 38 bis 39 wurde die Sonus Faber Venere 2.5 getestet."

Testauszug:

"...wir hörten uns die Venere 2.5 völlig unbeeindruckt von ihrem imposanten optischen Auftritt im Hörraum in verschiedensten Kombinationen an. Zu ihren musikalischen Stichwortgebern zählten Komponenten von T+A, AMC, Audionet, Aurum und Exposure, und - lediglich um unsere Neugier zu stillen - für einige wenige Stücke auch der schweizerische Zauberwürfel Soulution 530, den wir Ihnen ab Seite 10 ausführlich vorstellen. Schnell kristallisierte sich heraus, dass die Venere ein Lautsprecher ist, der eher auf der genussvollen Seite der klanglichen Darstellung zu Hause ist, als dass er der Fraktion der audiophilen Erbsenzähler zuzurechnen wäre. Diesen Genussfaktor konnten wir bestens nachempfinden, als wir "Somewhere", die neueste Einspielung von Keith Jarrett, Gary Peacock und Jack DeJohnette im T+A-Player rotieren ließen, eine Live-Einspielung aus der Luzerner Konzerthalle aus dem Jahr 2009. Der abgebildete Raum beim Titelsong und den ihn umgebenden Stücken "Between The Deep Blue Sea" und "Everywhere Tonight" stand in realistischem Verhältnis zur Größe der einzelnen Instrumente als auch zum Platz, der zwischen Piano, Bass und Schlagzeug gelassen wurde - ein rund 20-minütiges Hochvergnügen auch für Menschen, die sonst eher derbem Rock zugetan sind. Atmosphärisch dicht, mit kraftvollem, aber nicht unsauberem Bass wusste die Sonus zu bezirzen. Der messtechnisch sanft abfallende Frequenzgang war klanglich nicht bewusst nachvollziehbar, schien aber dem Gebotenen Langzeitqualitäten mit auf den Weg zu geben, ohne dabei die Liebe zum Detail zu unterschlagen. Ganz andere Qualitäten offenbarten sich bei Joe Bonamassas Live-Einspielung aus dem Beacon Theatre in New York: Dynamisch, schmutzig, mit laut aufheulender Gitarre wird hier gar nicht erst der Versuch gemacht, bei der audiophilen Gemeinde zu punkten. Die Darstellung der Gratwanderung zwischen Wut und Melancholie, Aggression und Verzweiflung ist jedoch eine Aufgabe, der sich die 2.5 mit Bravour stellte. Zu beachten ist, dass der Wandabstand etwas großzügiger gewählt wird als üblich und dass die Boxen auf den Hörplatz ausgerichtet werden. Sonst wird der Bass zu kräftig, und Hochtoninformationen sind unterbelichtet. Eine interessante Entdeckung war Alex Hepburn, deren energiereiche, gebrochene Stimme völlig zu Recht häufig mit Janis Joplin in einem Atemzug genannt wird. Zur Eingewöhnung brauchen Sie 2:53 - exakt die Laufzeit von "Broken Record". Mit der Venere ein Genuss ohne Reue!..."

Fazit:

Gelungene italienisch-chinesische Zusammenarbeit. Sonus Faber ist es gelungen, die gewohnte Qualität italienischer Handwerkskunst in eine für viele attraktive Preisregion zu übertragen. Der Klang ist auf der warmen Seite, ohne jemals das Gefühl mangelnder Auflösung aufkommen zu lassen. Trotz nach vorn abstrahlender Bassreflexöffnung sollte die Box nicht zu nah an einer Wand stehen.

Preis/Leistung: exzellent